1,5% – dieBasis setzt sich an die Spitze!

Wenigstens nicht an die Spritze.

»Mehr als 15.000 Stimmen oder 1,5% hat die Basisdemokratische Partei Deutschland aus dem Stand auf sich ver­ei­ni­gen kön­nen. dieBasis führt somit die Ergebnisse der „Sonstigen“ an. Auch das Ziel über 1% zu kom­men, wur­de erreicht.

Etwa 1,8 Millionen Wahlberechtigte waren auf­ge­ru­fen über die Besetzung des 8. Landtages von Sachsen-Anhalt abzu­stim­men. Die Basisdemokratische Partei Deutschland war mit der Liste 16 und vie­len Direktkandidaten auf den Stimmzetteln zu finden…

Mit Stolz schau­en wir auf das Erreichte und wer­den den Blick auch wei­ter in Richtung Zukunft rich­ten. Der nächs­te Schritt ist schon aus­ge­macht, es geht in den Wahlkampf zur Wahl des Deutschen Bundestages.«
diebasis-partei.de (7.6.)

Nach den 1 Prozent bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg war zu lesen "Was in so kur­zer Zeit geleis­tet wur­de, ist ein­fach traum­haft."

Vielleicht wäre es gut, sich von den eta­blier­ten Parteien dadurch zu unter­schei­den, rea­lis­ti­sche Einschätzungen vor­zu­neh­men. Es läßt sich auch aus Niederlagen ler­nen. Nur dann füh­ren sie nicht zu Entmutigung.

36 Antworten auf „1,5% – dieBasis setzt sich an die Spitze!“

  1. Es gab eine wun­der­sa­me, sprung­haf­te Erhöhung der CDU Stimmen in völ­li­ger Abweichung zu den Umfragetrends kurz vor der Wahl. Jedem Statistiker müß­te das auffallen.
    Vielleicht lohnt es sich ja, das Wahlergebnis mal über­prü­fen zu las­sen. Das Recht dazu hat prin­zi­pi­ell jede betei­lig­te Partei – scha­den kanns nicht.
    Nur um sicher­zu­ge­hen, daß wir uns in die­sem Land noch auf die Korrektheit einer Wahlauszählung ver­las­sen kön­nen, auch im Hinblick auf die Zukunft.
    Oder wer­den die per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten künf­tig sowie­so Wahlen erset­zen, wie es auf der Website unse­res Ministeriums für Umwelt zu lesen ist (smart city char­ta)? Wenn wir von see­len­lo­sen, gna­den­lo­sen Computern rund um die Uhr über­wacht und diri­giert wer­den, dann haben wir wirk­lich kei­ne Wahl mehr – das ist wahr. Aber…warum fragt uns eigent­lich kei­ner, OB WIR DAS ÜBERHAUPT WOLLEN ?????

    1. @Alex Werner: Ich wür­de mir eher Gedanken machen über die angeb­li­chen Umfragen. Mit denen wird Politik gemacht, und alle star­ren darauf.

      1. Grundsätzlich haben sie natür­lich recht, aller­dings sind die Prognosen ganz kurz vor den Wahlen meis­tens sehr genau, weil sie 

        a. einer brei­te­ren empi­ri­sche Stichprobe zugrun­de liegen
        b. und weil die par­tei­po­li­tisch moti­vier­ten Prognoseinstitute (alle gehö­ren zur trans­at­lan­ti­schen Mafia-Familie) damit Werbung in eige­ner Sache machen können.

        Daher: Wer Pandemien erfin­det, der fälscht auch Wahlergebnisse. 

        Noch was: FCK AFD!

        1. Die Wahlprognosen füh­ren ein Eigenleben. Sie sind eher in sich kon­sis­tent als kon­sis­tent mit den ech­ten Wahlergebnissen.
          Um es mal auf den Punkt zu brin­gen: Wahlprognosen ver­hal­ten sich zu ech­ten Wahlergebnissen wie PCR-Testergebnisse zu ech­ten Erkrankungen. Siehe wahlprognosen.info .

    2. Alte in den Pflegeheimen, mach­ten Briefwahl, hat­ten wohl nie die Wahlbögen gese­hen. Altes Betrugs Modell. Das waren die Haupt Wähler der CDU, ansons­ten NaDA auch bei den jun­gen Männern vor allem

  2. Oje.
    Sätze wie:
    "Mit Stolz schau­en wir auf das Erreichte"
    kann ich in der Tat seit Sommer letz­ten Jahres nicht mehr ertragen.
    (Egal ob von hohen Repräsentanten des Landes oder von "nor­ma­len BürgerInnen").

    Allerdings ist Häme gegen­über der "Basis" auch (noch) nicht angebracht.

    Ich kann mich vage erin­nern, dass ich als noch-nicht-ganz-Teenager fas­sungs­los zur Kenntnis nahm, dass eine Partei, die es nicht mal über 10% geschafft hat­te, von ALLEN (außer mir) als "Sieger" (oder war's "Gewinner"?) bezeich­net wurde.

    Aber gut. Also "Niederlage"
    WAS kann man dar­aus noch­mal lernen?
    Und ab wel­cher Zahl wäre es ein "Sieg" (oder irgend­was in des­sen Nähe) gewe­sen? (3%, 5%, 10%, 50%?).
    Oder schon dann, wenn man von den übli­chen ÖR-Hofschranzen 30 Sendesekunden gewährt bekommt oder (ab 5%) in der Runde der "Etablierten" mit Naserümpfen und Kopfschütteln bedacht wird? (AfD-mäßig?).

    1. Die Piraten wur­den gepusht weil der dama­li­ge Mr. Tagesthemen den Piraten den Einzug in den Bundestag pro­gnos­ti­ziert hat. Er mein­te das zwar nur sati­risch aber das brach­te einen unge­mei­nen Schub.
      Ulrich Wickert bei Lanz 04.08.2009
      http://www.youtube.com/watch?v=1bNUtsTf3Yo

      Vielleicht fin­det sich ja heut­zu­ta­ge Claus Kleber oder wie immer der aktuelle_r Achorman:frau von ARD-journal/ZDFtagesthemen
      heißt zu ähn­li­chen Aussagen bereit 😉

  3. Ich kann nur jeden emp­feh­len, das Smartphone weg­zu­wer­fen, sich die Realität anzu­se­hen und sich mit den Menschen sei­ner Umgebung zu unter­hal­ten. Die Internetblase fasst Menschen mit der­sel­ben Einstellung und der­sel­ben Psychologie zusam­men. Die ver­stär­ken sich dann.

  4. Ich bin Mitglied der Basis und fin­de dass wir gute Arbeit machen und ja 1,5% ist wenig und für eine völ­lig neue Partei viel und erfolgreich.
    Es ist gut lang­sam zu wach­sen, sonst gibt es Wachstumsscherzen und ja die Kommunikation darf ruhig posi­tiv sein und den Erfolg von der Nulllinie aus betrachten.

    1. @Marlene, wenig? aus dem stand 1,5% in Sachsen Anhalt ?
      Die FDP hat in Sachsen Anhalt 1,6% und die gibts schon ewig.
      Es geht bei der Basis doch eher nicht dar­um, wie­viel % und das die­se Partei unbe­dingt in den Bundestag will um kor­rum­piert zu wer­den, son­dern das Einzelkandidaten in Landesräte und Bundestag kommen.

  5. Lieber AA, Deinem Kommentar zur Einschätzung kann ich als Basis-Mitglied und auch BW-Kandidatin nur zustim­men! Ich den­ke, die­se zitier­te Spitzen-Einschätzung wäre nicht kon­sen­siert wor­den vom Basis-Schwarm… Wenn kei­ner Zeit dafür hat, vor­her einen Konsens aus­zu­han­deln, kann bei uns aber immer jeder alles sagen und kei­ner macht des­halb intern Stress – Ich find das gut, auch wenn man sich manch­mal für irgend­was, was wie so öffent­lich über dieBasis von Basisdemokraten selbst geäu­ßert wird, fremdschämt…

  6. Andererseits: Wer ist für die­sen Text ver­ant­wort­lich? Wer ist "wir"? Es kann sein, dass die meis­ten in der Partei anders dar­über denken…

  7. Anlass zu über­trie­be­ner Freude ist das Ergebnis zwar noch nicht, da haben Sie recht, Herr Aschmoneit! Aber es wur­de auch nicht leicht, gegen die Polarisation zwi­schen AfD und CDU als neue Partei einen Fuß dazwi­schen zu bekom­men… Die Protestwähler gegen das Corona- Regime haben da viel­leicht zu wenig auf ihr Bauchgefühl gehört, als viel­mehr auf einen poten­ti­el­len Sieg über die CDU durch Wahl von AfD oder FDP gehofft. Auch wur­de lei­der von links gegen die Basis-Partei als angeb­lich rech­te, obscu­re "Querdenker"- Partei gehetzt und nur über sozia­le Netzwerke und eine Kundgebung in Magdeburg war eine Selbstdarstellung bis­her über­haupt mög­lich. Bedenkt man die Ergebnisse von SPD, Grünen und Linken, so ist das Abschneiden der Basis doch ein Achtungserfolg! Besser wäre natür­lich gewe­sen, min­des­tens einen Sitz im Landesparlament zu ergat­tern, um die evi­den­ten Argumente und ent­lar­ven­den Fragen zu Gehör zu brin­gen und Anträge zu stel­len. Umso wich­ti­ger ist es, bis zur Bundestagswahl wei­ter rich­tig gut zu mobilisieren!

  8. Die EMA, so fand ich per Zufall, setzt mit dem 23. April 2021 eine "Studie" ("inves­ti­ga­ti­on") zur Verträglich- und Wirksamkeit den Pfizer-Stoffs für Babys und Heranwachsende an ("Opinion/decision"), bezie­hungs­wei­se erlaubt die­se. Die "Studie" soll bis Juli 2024 laufen.

    https://www.ema.europa.eu/en/documents/pip-decision/p/0179/2021-ema-decision-23-april-2021-acceptance-modification-agreed-paediatric-investigation-plan-highly_en.pdf

    1. Im Augenblick gelan­ge ich bei der EMA nicht mehr zu den adver­se-reac­tion reports. Die Webseite reagiert nicht mehr, wenn ich auf 'C' wie 'Covid' drücke.

      https://www.adrreports.eu/de/search.html#

      Das Paul-Ehrlich-Institut lässt sich auch Zeit mit dem neu­en "Sicherheitsbericht". Der letz­te ist von Ende April.

      Dafür wird jetzt wie­der die "Rote Hand" für "Vaxzevria" ausgetreckt.

      https://www.pei.de/DE/newsroom/veroffentlichungen-arzneimittel/sicherheitsinformationen-human/2021/ablage2021/2021–06-02-rhb-vaxzevria-covid-19-vaccine-astrazeneca.html;jsessionid=E72824FD7AFE6F05D8DF68585FE3CA25.intranet242?nn=170518

  9. 1,5 % die woan­ders hel­fen könnten .….…

    viel­leicht soll­ten wir noch 200–300 Parteien grün­den – viel­leicht sind dann ja alle unter 5% 

    Das Problem bei die­ser Wahl sind immer noch die NICHTWÄHLER 

    SOLANGE die nicht geweckt wer­den sind wir am ARSCH

    1. @wahl, wo sol­len die­se 1,5 %denn hel­fen kön­nen? bei der CDU? den Grünen? oder der rech­ten Linken? oder ande­ren Corona-Parteien?

      Die 1,5% haben kei­ne Lust mehr auf die­sen Parteienmüll und die gan­ze Verlogenheit die­ser rech­ten Einheits-Corona-Parteien. Warum sol­len sie dann also eine der rech­ten Einheits-Corona-Bundestagsparteien wählen?
      Ohne die Basis mit ihren Direktkandidaten, wäre ich auch Nichtwähler.
      Die rech­te Linke wer­de ich zumin­des­tens nie wie­der wäh­len und auch stark davon abraten.
      Es war ganz erhol­sam zu sehen, wie die­se mas­sig an Stimmen ver­lo­ren haben – aber die mer­ken immer noch nicht war­um und wer­ds auch nicht mehr.

    2. Ich bin dafür, die 5%-Hürde abzu­schaf­fen. Ohne die­se hät­te dieBasis nun einen Sitz im Landtag. Im EU-Parlament wur­de die­se Hürde abge­schafft und das hat uns zuletzt Martin Sonneborn und Nico Semsrott als Abgeordnete ermöglicht.

    3. @wahl
      Im Gegenteil: Das Problem bei Wahlen im par­la­men­ta­ri­schen System sind immer noch die Wähler. Jeder Zettel in der Urne gilt für die Herrschenden als Nachweis des Vorhandenseins einer "Demokratie". Die Gleichsetzung von Parlamentarismus und Demokratie ist wie ein Potemkinsches Dorf.

      Solange noch ein Stimmvieh zur Tränke läuft, sind wir am Arsch. 

      Gestalten wie Merkel, Söder, Scholz und Co. wür­den selbst dann noch ein Wahlergebnis ver­kün­den. Selbstverständlich eins, das ihre Macht fort­dau­ern ließe.

  10. Nun ja, Niederlagen zu Siegen umzu­deu­ten, ist ein bekann­tes Phänomen. Irgendwie auch all­zu­mensch­lich, um Enttäuschungen zu ver­ber­gen. Mit Sicherheit hat man in der Basis mehr erwar­tet, war doch das in Magdeburg auf dem Domplatz ver­kün­de­te Ziel klar ein paar Mandate.
    Besser ist aber immer kla­re Analyse des­sen, was gelau­fen ist. Man könn­te sehr weni­ge Plakate im Magdeburger Raum ent­de­cken – und die waren auch noch grot­ten­schlecht. So wie das eine x belie­bi­ge Kleinstpartei auch macht.

  11. 1,5 % bedeutet :
    1,5 von 100
    15 von 1.000
    150 von 10.000
    1500 von 100.000
    Für Betrachter von Inzidenzen also durch­aus gefähr­lich viel.

  12. Bin selbst auch Mitglied der Partei dieBasis und fin­de das Ergebnis in Sachsen-Anhalt nicht übel, beson­ders vor dem Hintergrund recht vie­ler Kleinparteien.

    Gleichwohl fin­de ich die Reaktion eini­ger Parteivorstandsmitglieder unan­ge­mes­sen: es liegt noch ein sehr wei­ter Weg vor der Partei, die 5%-Hürde Ende September zu reissen.

    M.E. ist es eher wahr­schein­lich, nicht im nächs­ten Bundestag ver­tre­ten zu sein, was ich auch nicht tra­gisch fän­de. Eine star­ke aus­ser­par­la­men­ta­ri­sche Opposition kann auch eini­ges bewirken.

  13. Wasserstandsmeldung: Die zu erwar­ten­de Impfquote wird 1,5% unter der mitt­le­ren Impfquote ein­tref­fen. Ist doch schon was 🙂

  14. Ich bin Mitglied der Basis in Sachsen-Anhalt und kann sagen ich bin stolz, dass wir soviel Menschen erreicht haben, dass sie uns zutrau­en etwas zu bewe­gen. Wir wol­len kei­ne eta­blier­te Partei wer­den, son­dern wir sind auf­ge­stan­den für die Demokratie und Freiheit. Nur Demos, die auch wich­tig sind oder klei­ne Aktionen rei­chen nicht. Viele Kreisverbände gibt es erst seit drei vier Monaten. Geld so gut wie kei­nes. Öffentlichkeitsarbeit war so gut wie nicht mög­lich. In den Propagandamedien wer­den wir igno­riert oder in irgend­ei­ne Ecke gescho­ben. Aber wir sind eine Bewegung, die Lebensfreude zeigt, trotz Terror und die Menschen anspre­chen trotz Politikverdrossenheit. Wir hal­ten den Kopf hin und wer­den bestraft, sobald wir etwas tun, um das Volk über die uner­träg­li­chen Zustände zu infor­mie­ren. Wir wer­den dif­fa­miert, gede­mü­tigt und ris­kie­ren unse­ren Arbeitsplatz. Das der Weg rich­tig ist, zei­gen die vie­len und mitt­ler­wei­le zum Glück auch vie­len jun­gen Menschen, die zu uns kom­men, die mit­ma­chen. Lasst uns unse­re Freunde, wir haben alles gege­ben und sind nicht Zuhause gehockt und haben über die schlech­ten Zeiten gejam­mert. Alle die nicht in einer Diktatur leben möch­ten, soll­ten sich uns anschließen.

  15. Ich darf mal kurz an die Geschichte der Grünen erinnern:

    "Am 13. Januar 1980 wur­de in Karlsruhe die Bundespartei Die Grünen gegründet.[139] Das ers­te Bundesprogramm beschrieb die Grünen als „sozi­al, öko­lo­gisch, basis­de­mo­kra­tisch, gewaltfrei“.[12] Das Selbstverständnis war das einer „Anti-Parteien-Partei“.[107]"

    "Mit 1,5 Prozent der Stimmen bei der Bundestagswahl am 5. Oktober 1980 konn­ten die Grünen zunächst nur ein ent­täu­schen­des Ergebnis erzie­len, über­spran­gen aber danach in Berlin (1981) sowie Hamburg, Hessen und Niedersachsen (1982) die Fünfprozenthürde bei Landtagswahlen. "

    https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCndnis_90/Die_Gr%C3%BCnen#Gr%C3%BCndung_erster_Landesverb%C3%A4nde_1979_und_der_Bundespartei_1980

  16. Es ist eben noch kein Fortschritt, wenn man gegen die Regierungspolitik zwar oppo­niert, aber dann doch das meis­te so macht wie die Regierung. Ich Stimme @aa zu, dass sol­che Lobhudelei auf "ein tol­les Ergebnis" eher den Ritualen zum Schönsprech ande­rer Parteien ent­spricht. Wenn die Basis vor­her das Ziel "Wenn wir 1% schaf­fen, ist das ein rie­sen Erfolg!" gesetzt hät­te, dann wäre das glaub­wür­dig. Aber wenn man auf einen Einzug in den Landtag gehofft hat mit der "Leitfigur Füllmich" und dann bei 1,5% den­noch jubelt, ist das unglaub­wür­dig. Aber wer weiß, viel­leicht wird die Basis bei der Bundestagswahl zum Shooting-Star und erreicht wahn­sin­ni­ge 2,0%!!!!!

    1. @Balance: Ich fin­de, es gibt kei­nen Grund in Häme aus­zu­bre­chen. Es war ein ehren­wer­ter Versuch, der in Ruhe aus­ge­wer­tet gehört. Auf die Gefahr der Besserwisserei hin ("Ich hab's doch gleich gesagt") möch­te ich noch ein­mal auf mei­ne Bedenken ein­ge­hen. Anders als beim Durchbruch der Grünen haben wir es beim Thema "Corona" gera­de nicht mit einer brei­ten Volksbewegung zu tun, son­dern mit einer oft­mals gut infor­mier­ten, mit­un­ter aber wenig über­zeu­gungs­fä­hi­gen klei­nen Minderheit. Die auf­ge­zwun­ge­ne, aber lei­der bereit­wil­lig auf­ge­grif­fe­ne Trennungslinie anhand schwarz-wei­ßer Fragestellungen wie "Maske auf oder nicht", "Impfung toll oder töd­lich" läßt ver­ges­sen, daß die meis­ten Menschen sich einer­seits bei ihrer Wahlentscheidung an ganz ande­ren Themen ori­en­tie­ren, und sie ande­rer­seits sehr anpas­sungs­fä­hig sind, ohne des­halb wirk­lich von den Erzählungen der Medien über­zeugt zu sein. 

      Ich gehe immer noch davon aus, daß man sich zusam­men­schlie­ßen muß, um gegen das unwis­sen­schaft­li­che und unde­mo­kra­ti­sche Vorgehen der Regierenden anzu­ge­hen. Diese Notwendigkeit wird wei­ter Bestand haben. Daß man sich aus­ge­rech­net dafür in einer (Ein-Punkt-)Partei orga­ni­sie­ren soll­te, über­zeugt mich nicht. Nicht zuletzt die Grünen, aber auch die Partei Die Linke, zei­gen die Mechanismen auf, mit denen sich elo­quen­te FunktionärInnen eine der­ar­ti­ge Struktur aneig­nen kön­nen. Mitglieder und Inhalte blei­ben dabei oft­mals auf der Strecke. Das ist nicht zwangs­läu­fig so. Ich kann aber nicht erken­nen, wo dieBasis dies­be­züg­lich vor­be­rei­tet ist. 

      Hinzu kommt noch ein wesent­li­cher Punkt. Sollte – was ich für aus­ge­schlos­sen hal­te – die Partei in den Bundestag gelan­gen, wird sie sich zu allen mög­li­chen Fragen posi­tio­nie­ren müs­sen, zu Migration wie Klimaschutz, zur EU und der UNO, zu Mietpreissteigerungen und Maßnahmen dage­gen usw. usw. Dazu gibt es kei­ne für mich erkenn­ba­ren Gemeinsamkeiten. Das ist aber zu Recht eine Erwartungshaltung an eine Partei.
      Da ich die Weisheit nicht mit Löffeln gefres­sen habe, son­dern nur eige­ne Erkenntnisse aus einer rela­tiv lan­gen poli­ti­schen Biographie bei­steu­ern kann, han­delt es sich ledig­lich um ein Diskussionsangebot.

      1. Meine Absicht war es nicht, Häme über der Partei "Die Basis" aus­zu­schüt­ten, denn ich bin sel­ber Mitglied. Ich habe mich aber über die vor eini­gen Tagen ver­sen­de­te Mail des Vorstandes geär­gert, die Du in dei­nem Artikel zitierst. 

        Es gibt Kommunikationsmuster in der Bevölkerung, die aus mei­ner Sicht eine Ursache der gesell­schaft­li­chen Spaltung sind, z.B. das "posi­ti­ve Denken" . Wenn man nega­ti­ven Gefühlen kei­nen Raum mehr gibt, führt dies zu den Realitätsverzerrungen, die wir aktu­ell über­all sehen. So ein gegen­sei­ti­ges hoch­pu­shen und "sich selbst abfei­ern" sehe ich als eine Ursache der aktu­el­len Lagerbildungen, in der jedes Lager sich für das "geils­te und geni­als­te" hält. So einen Frame in der Mail des Basis-Vorstands zu sehen, hat mich geärgert.

        Die Basis kon­sen­siert übri­gens gera­de basis­de­mo­kra­tisch ein Parteiprogramm, in dem zu vie­len von Dir genann­ten Punkten Positionen genannt wer­den wer­den. Anders als bei ande­ren Parteien wird es kein fes­tes "Vierjahres-Programm" sein, son­dern die Positionen wer­den als aktu­el­le Ergebnisse basis­de­mo­kra­ti­scher Abstimmungen gekenn­zeich­net sein, die sich zu einem spä­te­ren Zeitpunkt natur­ge­mäß über basis­de­mo­kra­ti­sche Prozesse wie­der ändern können.

        Die Basis hat aus mei­ner Sicht durch­aus Potenzial, wenn sie sich als Partei für Basisdemokratie und Demokratiereform posi­tio­niert und sich Zeit für den Aufbau und die Erprobung basis­de­mo­kra­ti­scher Prozesse nimmt. Ich ärge­re mich aber, wenn Führungsfiguren sich dann inner­halb der glei­chen poli­ti­schen Reflexe bewe­gen, wie die Führungsfiguren ande­rer Parteien. Auch bin ich kein Freund von "Wir sind ein­fach die Besten, die ande­ren sehen das nur noch nicht"-Selbstabfeierei, die ich häu­fig auch in der Basis wahr­neh­me. Wenn man das gan­ze nüch­tern und rea­lis­tisch angeht, kann die Basis in 5–10 Jahren eine wich­ti­ge Rolle bei Demokratiereformen spielen.

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