Auch aus dpa-"Beweisfoto" Aufnahmedaten entfernt

Vor drei Tagen wur­de hier berich­tet, daß von dem Foto, das laut Tagesschau eine nied­ri­ge Teilnehmerzahl der Demo vom 1.8. bewei­sen soll, die Metadaten über den Aufnahmezeitpunkt ent­fernt wur­den. Der Zeitpunkt ist wich­tig für die Frage, wie­vie­le Menschen noch unter­wegs zum Veranstaltungsort waren.

Inzwischen liegt auch das dpa-Foto vor, das "Faktenchecker" von correctiv.org ver­wen­den, um zu unter­mau­ern, daß "zwi­schen 16:03 und 16:10 Uhr" so weni­ge Menschen wie auf der Aufnahme zu sehen sind, an der Kundgebung teil­ge­nom­men haben.

Mit wel­chen Tricks sie dabei vor­ge­hen, wur­de hier beschrie­ben. Jetzt zeigt sich: Wie bei dem Bild der Tagesschau sind auch bei dem dpa-Foto, das man über eine Agentur kau­fen kann, die Metadaten über den Zeitpunkt der Aufnahme ent­fernt wor­den. Nur die­ser Bearbeitungsschritt ist dokumentiert:

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Verfassungsschutz: Wenige Rechtsextreme bei Corona-Demo

Man muß vor­sich­tig sein, wenn der Verfassungsschutz zu die­sem Thema etwas in die Welt setzt. Zu oft war unklar, ob er V‑Männer in Strukturen der Neonazis ein­setz­te oder ob es umge­kehrt war. Aufgefallen durch beson­ders eif­ri­ge Bekämpfung von Rechtsextremen ist der Dienst bis­lang noch nie. Wie auch, wur­de er doch von alten Nazis gegrün­det und bis 1972 gelei­tet – s. Der gute Verfassungsschutz.

Aufhorchen muß man also, wenn der Inlands-Geheimdienst mit­teilt, daß Nazis auf der gro­ßen Demo vom 1.8. nichts zu mel­den hat­ten. Entweder ist das ein Coup der Rechtsextremen im VS – oder er hat ein­fach Recht. Jedenfalls läßt er ver­lau­ten:

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Teil 3 der "Doktorarbeit" von Christian Drosten aufgetaucht

Mehrere Mitleser des Krimis um das Promotionsverfahren von Christian Drosten hat­ten sich bis­lang ver­geb­lich bemüht, den 3. Teil einer Artikelserie ein­zu­se­hen, der in einer von zwei Lesarten der Frankfurter Goethe-Universität sei­ne Dissertation darstellt.

Nun ist es einem gelun­gen, für viel Geld ein Exemplar zu ergat­tern. In einem Tagungsband zum "26th Congress of the International Society of Blood Transfusion", der im Juli 2000 statt­fand, fin­den sich 3 Seiten, die hier ein­ge­se­hen wer­den kön­nen: Seite 1, Seite 2, Seite 3.

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