Der Virologe, auf den niemand hört

Auf wel­che Fachleute in Sachen Corona kann sich die Bundesregierung eigent­lich noch stüt­zen? Nach dem Abtauchen von C. Drosten wer­den uns täg­lich Fachfremde wie Herr Wieler vom RKI (Univ.-Prof. für Mikrobiologie und Tierseuchenlehre) und der Epidemiologie-Darsteller Lauterbach präsentiert.

Virologen wie Streeck dür­fen sich zu Wort mel­den, wer­den bei den Entscheidungen aber über­gan­gen. Einer, der seit Anbeginn der Pan(ik)demie mit dif­fe­ren­zier­ten Worten zu ver­neh­men war und dem es ähn­lich ergeht, ist der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit.

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Wissenswertes über Doktorväter

Zur Zeit inter­es­sie­ren sich auf­fal­lend vie­le Menschen für Promotionen, bei denen etwas nicht in Ordnung zu sein scheint. Eine bedeu­ten­de Frage dabei spie­len Doktorväter. Bei Wikipedia ist dazu zu erfahren:

»Da Dissertationen in Deutschland zwin­gend publi­ziert wer­den müs­sen, fin­det auch die Tätigkeit als Doktorvater in der Fachöffentlichkeit statt. Das wis­sen­schaft­li­che Prestige des Doktorvaters ergibt sich (neben sei­nen eige­nen wis­sen­schaft­li­chen Publikationen) aus Anzahl und Qualität der erfolg­reich abge­schlos­se­nen Doktorarbeiten. Dissertationen, die nicht den wis­sen­schaft­li­chen Standards genü­gen, scha­den hin­ge­gen auch dem Ansehen des jewei­li­gen Betreuers.

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Die Legende von der asymptomatischen Übertragung

Will man dem NDR glau­ben, sind die Nordlichter nicht gera­de die Hellsten:

„Recherchen von NDR Info und NDR Data zei­gen, dass in einem Datensatz von Anfang Juli 78 Fälle in den Einzelfall-Meldungen des RKI ver­zeich­net waren, deren Erkrankungsbeginn deut­lich vor dem oder zeit­gleich mit dem Bekanntwerden des ers­ten Hamburger Patienten lag – in eini­gen Fällen schon Mitte Januar, also sogar vor dem Ausbruch beim baye­ri­schen Automobilzulieferer Webasto.“ [1]

Diese Daten stamm­ten aus allen nord­deut­schen Bundesländern und nach­dem der NDR nach­ge­hakt hat­te, wur­den min­des­tens 38 der 78 Frühfälle mit den merk­wür­digs­ten Erklärungen revi­diert. „‚Ärgerliche‘ Tippfehler“ habe es gege­ben, und: „Erstaunlich häu­fig geschah es, dass Mitarbeitende der Gesundheitsämter bei der Fallaufnahme statt März den Februar als Erkrankungsbeginn ver­merk­ten“. Das wur­de so erklärt: „Da prall­ten ja Digitalisierung und neu­es Personal auf­ein­an­der, das war ein sehr dyna­mi­scher Prozess und das waren ein­fach sehr kom­ple­xe Bearbeitungsgänge.“ [1] „Die Legende von der asym­pto­ma­ti­schen Übertragung“ weiterlesen

Aha!

Nein, der Aha-Graben hat nichts mit Abstand-Halten im Sinne der Corona-Maßnahmen zu tun. Die Grafik zu Sicherheitsmaßnahmen um den Reichstag erschien bereits am 14.2. in der Berliner Morgenpost. Dort heißt es: "Der Begriff "Aha-Graben" lei­tet sich laut Wikipedia aus dem Ausruf des Erstaunens her, den man aus­stößt, weil der Graben mit der Mauer aus der Ferne nicht zu sehen ist."

Was C. Drosten und die Goethe-Universität wissen konnten

Bekanntlich ver­tritt die Goethe-Universität zwei Versionen zur Promotion von Christian Drosten. Einerseits stellt sie inzwi­schen eine 122-sei­ti­ge Monographie als sol­che zur Verfügung, ande­rer­seits spricht sie von ihr als einer Publikation in drei Fachaufsätzen. In bei­den Fällen ist zu bezwei­feln, ob der Text gel­ten­den Richtlinien ent­spro­chen hat.

Die Charité, die neben ande­ren und noch grö­ße­ren Skandalen oft­mals gebeu­telt wur­de mit Plagiatsfällen bei ihren Dissertationen (s. z. B. hier), stellt des­halb inzwi­schen die fol­gen­den drin­gen­den Ratschläge zur Verfügung:

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