Wenn die Zahlen sinken, braucht es Perkolation. Neues aus dem Tollhaus

Im Wust der neu­en Erkenntnisse, die Christian Drosten in sei­nem Podcast vom 1.9. prä­sen­tier­te (Warum gibt es mehr "Fälle" in Frankreich? "Ein wahr­schein­lich hin­rei­chen­der Grund ist, dass in Frankreich ein­fach viel mehr Infektionstätigkeit war") ist ein schö­ner neu­er Begriff auf­ge­taucht, der in der Wahrnehmung etwas unter­ge­gan­gen ist: Perkolation.

»Das kommt aus der Physik. Und es ist so, dass das aber auf die Infektionsökologie schon längst über­tra­gen wor­den ist und damit auch auf die Infektionsepidemiologie. Denn die Epidemiologie ist ein medi­zi­ni­scher Spezialfall der Ökologie, so könn­te man viel­leicht sagen… Jedenfalls in der Infektionsökologie ist es ein akzep­tier­tes Prinzip, das aber noch wenig über­tra­gen wur­de, gera­de im deutsch­spra­chi­gen Sprachraum. Hier muss ich jetzt ein biss­chen aus­ho­len, bevor ich dann ein wis­sen­schaft­li­ches Beispiel nen­ne und auch eine Publikation vor­stel­le, die ich ges­tern Abend noch ein­mal raus­ge­fischt habe…«

Wir haben also ein akzep­tier­tes Prinzip, das aber noch wenig über­tra­gen wur­de, uns nun aber erklärt wird.

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Testkits: Das hat sich doch gelohnt!

Die Weltbank ver­öf­fent­licht Statistiken zum Im- und Export von Testkits. Die neu­es­ten wer­ten die Daten für 2017 aus. Danach belief sich der Import für Deutschland auf 2,9 Milliarden, der Export auf 4,3 Milliarden US-Dollar.

Update 23:30: Die Zahlen für 2018: 0,6 Mrd. Import, 21,7 Mrd. Export.

Es geht hier um medi­zi­ni­sche Testkits, die so beschrie­ben wer­den.

»Zusätzliche Produktinformationen: Diagnosereagenzien basie­rend auf dem Polymerase Chain Reaction (PCR) ‑Nukleinsäuretest.
Kategorie: Medizinische Testkits / ‑instru­men­te, Geräte für dia­gnos­ti­sche Tests
Die Daten hier ver­fol­gen bereits vor­han­de­ne Medizinprodukte, die jetzt von der Weltzollorganisation als kri­tisch für die Bekämpfung von COVID-19 ein­ge­stuft wer­den.«

Die Zahlen kön­nen hilf­reich sein zur Beantwortung der Frage, war­um welt­weit so viel getes­tet wird. Olfert Landt und sei­ne von Christian Drosten und der Charité gepush­te Firma Tib-Molbiol wer­den in die­sem Rahmen eher klei­ne Fische sein.

Lauterbach warnt vor Klospülung

Gleich zwei Warnungen spricht Karl Lauterbach auf merkur.de am 5.9. aus.

»"Unappetitliche"-Aerosole: Studie offen­bart neu­en Corona-Übertragungs­weg – Lauterbach warnt vor "Kamineffekt"« und »Coronavirus: Lauterbach warnt vor Aerosol-Übertragung in Hochhaus«.

Das Blatt infor­miert, daß "offen­bar" Aerosole bei der Übertragung des Coronavirus eine Rolle spie­len. Als Beleg wird etwa ange­führt:

»US-Forscher der Universität Florida haben vor kur­zem nach­ge­wie­sen, dass anste­cken­de Coronaviren an Aerosolen kle­ben. Allerdings muss die Studie noch das Peer-Review-Verfahren durch­lau­fen. Ob die Viruslast auf den Schwebeteilchen tat­säch­lich eine Coronavirus-Infektion aus­lö­sen kann, haben die Forscher jedoch nicht unter­sucht.«

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Die Maske ist totalitär

Dies ist der Titel eines Beitrags, der (noch?) im Community-Forum der Plattform freitag.de zu lesen ist. Er ist eine Antwort auf einen Artikel mit der Überschrift "Die Maske ist links." In der Replik heißt es:

»Gerade poli­tisch links Denkende hät­ten die Regierung hin­ter­fra­gen müs­sen, denn sie ver­ste­hen sich tra­di­tio­nell als herr­schafts­kri­tisch. Doch nichts der­glei­chen geschah. Mit einer nie gekann­ten Einigkeit unter­stütz­ten die Parteien im Bundestag den Kurs der Regierung. Angefeuert wur­den sie dabei von nahe­zu allen mehr oder weni­ger links ori­en­tier­ten Medien, Bloggern, Prominenten.

Die ein­zi­gen, die von lin­ker Seite kri­ti­siert wur­den, waren die Gegner des Regierungskurses. Und auch, wenn die Beteiligung von Rechten selbst­ver­ständ­lich kri­ti­siert wer­den muss, so wur­den bei den Demos genau die Fragen gestellt, die eigent­lich von den Linken hät­ten kom­men müs­sen. Warum gel­ten in der Krise kei­ne Grundrechte mehr? Wieso gibt es immer noch Maßnahmen, obwohl die Sterbezahlen und schwe­ren Verläufe so gering sind?

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"Welt"-Herausgeber: Die Maske muss der Maske wegen getragen werden

Der Herausgeber der "Welt" berich­tet am 7.9. von sei­nen ver­geb­li­chen Bemühungen, offi­zi­el­le Stellen zu kla­ren Aussagen zu ver­an­las­sen:

»Um eine Halbjahresbilanz der Corona-Pandemie zu erstel­len, schick­te er gleich­lau­ten­de Briefe an das Robert-Koch-Institut, an das Bundesministerium für Gesundheit und an das Bundesministerium des Innern – alle drei Institutionen zustän­dig für Maßnahmen gegen die Pandemie. Es ging und geht um die rea­len Sterberaten, aus denen her­vor­geht, wie gefähr­lich das Virus tat­säch­lich ist und wie erfolg­reich die ergrif­fe­nen Maßnahmen waren. Vom Innenministerium kam bis­her kei­ne Antwort, mög­li­cher­wei­se rech­net man noch. Das Bundes­ministerium für Gesundheit, des­sen Chef kaum einen Tag ohne Corona-Statement ver­strei­chen lässt, ant­wor­te­te zügig, aber eher ver­hal­ten:

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Der FAZ dämmert es

"Normaler Krankenstand trotz Corona" schreibt heu­te die FAZ und greift damit die Informationen auf, die auch hier in Krankenkasse: Immer weni­ger Covid-19-Diagnosen im ambu­lan­ten Bereich genannt wur­den. Ergänzt wird:

»Die hohen neu­en Ansteckungszahlen ste­hen zu den gerin­gen Fehlzeiten nur schein­bar im Widerspruch. Da sich die Zahl der Tests seit Juli auf mehr als eine Million Untersuchungen in der Woche ver­dop­pelt hat, wer­den auch mehr Fälle fest­ge­stellt. Insgesamt sinkt die "Positivquote" aber: Ende August waren unter den stark aus­ge­wei­te­ten Tests weni­ger als 0,8 Prozent posi­tiv.

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Grusel in der Berliner Morgenpost – 8 neue "aktive Fälle"

Quelle: Morgenpost

Im Tagesspiegel heißt es dage­gen: "65 Neuinfektionen – alle Ampeln auf Grün". Und in der BZ:

»Die Corona-Warnampel bleibt wei­ter­hin grün
► Der Reproduktionswert der letz­ten vier Tage liegt bei 1,01. Der Grenzwert liegt bei 1,1 – erst dann wür­de die Ampel auf gelb sprin­gen.

► Bei den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt der Wert bei 13,7 – Grenzwert für eine gel­be Ampel liegt hier bei 20.

► Die letz­te Ampel für die Auslastung der Intensivbetten durch Corona-Patienten liegt bei 0,9 – der Grenzwert liegt hier bei 15 Prozent.«

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