Wind Of Change auf tagesschau.de? Lauterbach-Faktencheck

Fallen lang­sam die Tabus? Oder hat nur Karl Lauterbach es zu bunt getrie­ben? Tatsache ist: Überschrieben mit "Lauterbach auf Twitter – Aufklärung oder Panikmache?"gibt es heu­te einen Faktencheck zu sei­nem Gebaren auf die­ser Plattform. Noch ein­mal das Unglaubliche: Ein Faktencheck! zu Karl Lauterbach! in der ARD!

Hier wer­den ihm meh­re­re Fake-News nach­ge­wie­sen. Doch nicht nur das:

»Obwohl Lauterbach auch von pro­mi­nen­ten Twitter-Nutzern, wie dem Virologen Hendrik Streeck, dar­auf hin­ge­wie­sen wur­de, dass er mit sei­nen Behauptungen dane­ben oder nicht ganz rich­tig liegt, kor­ri­giert er sich eher sel­ten…

Ebenso wenig pos­tet er in der Regel Korrekturen zu von ihm ver­brei­te­ten Studien, wenn sich die­se im Laufe des wis­sen­schaft­li­chen Peer-Review-Prozesses als man­gel­haft erwei­sen. Insgesamt ten­diert Lauterbach dazu, die Gefahren von Covid-19 äußerst schwer ein­zu­schät­zen. Und manch­mal schie­ßen sei­ne Interpretationen dabei über wis­sen­schaft­lich belast­ba­re Aussagen hin­aus.«

Die kongeniale Korinna Hennig

Zu Unrecht steht die Frau im Schatten des gro­ßen Virologen. Seit Monaten bemüht sich die Stichwortgeberin von Christian Drostens Podcast "Coronavirus-Update" dar­um, das sprach­li­che und inhalt­li­che Niveau ihres Gastes nicht zu über­schrei­ten. Wer ist die Frau, die an den Lippen des Frauenschwarms hängt?

»Korinna Hennig hat Germanistik in Bamberg, Salamanca und Hamburg stu­diert und ihre Begeisterung für den Hörfunk beim Privatradio ent­deckt. Seit 2002 arbei­tet sie bei NDR Info, mit einem Bein in der aktu­el­len Politik, mit dem ande­ren in der Kultur. Sie erin­nert sich gern an ihre eige­ne Zeit im Kindergarten, in der Schule und an der Uni – und blickt als Redakteurin für Bildung nun vor­aus und hin­ter die Kulissen.

Korinna Hennig hat drei Söhne, ein gro­ßes spa­ni­sches Herz und als ech­te Norddeutsche kei­ne Angst vor Wind. Ihre liebs­te Radiosendung ist die Bundesligakonferenz.«

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"Mehr Gelassenheit statt Corona-Panik: 'Es ist kein Killervirus'"

Das for­dert am 14.9. Walter Plassmann, Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, auf focus.de.

»Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung kri­ti­siert Söder und auch ande­re deut­sche Meinungsmacher beim Thema Coronavirus wie den Virologen Christian Drosten oder den Gesundheitsexperten der SPD, Karl Lauterbach.«

Und auf Markus Söder bezo­gen:

»Unter meh­re­ren Möglichkeiten wird immer die dra­ma­tischs­te genom­men, not­wen­di­ge Relativierungen wer­den als „Verharmlosung“ ver­un­glimpft und der „Schlag auf die Zwölf“ gilt so lan­ge als pro­ba­tes poli­ti­sches Mittel, solan­ge die Bevölkerung dies mit guten Umfragewerten belohnt", kri­ti­siert Plassmann im "Hamburger Abendblatt"

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Hochansteckende Kinder platt machen

Den meis­ten wird das Jump&Run-Spiel "Super Corona World" bereits begeg­net sein. chip.de hält es für "super iro­nisch". Die MacherInnen beschrei­ben es so:

»Werde zum Helden der Coronakrise
Schlüpfe in die Rolle einer Krankenschwester, die nach einem har­ten Arbeitstag ein­fach nur im Supermarkt ein­kau­fen will. Aber Vorsicht! Überall lau­ern Infektionsgefahren. Nimm dich in Acht vor Joggern, Party People, Preppern und hoch­an­ste­cken­den Kindern. ­Schlage zurück, indem du dei­ne Gegner des­in­fi­zierst. Hast du das Zeug, um Corona ein für alle Mal zu besie­gen?«

Chip for­mu­liert ver­nied­li­chend: "Auf dem Weg war­ten aller­lei Infizierte und Ansteckungsquellen, denen Sie aus­wei­chen müs­sen." Wie bei Spielen die­ser Art reicht das nicht; Kinder und ande­re Asoziale müs­sen platt gemacht wer­den, wenn man erfolg­reich sein will. pc-magazin.de schwärmt:

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"Corona-Leugner" mit eigener TV-Show

Der öster­rei­chi­sche Privatsender Servus TV kün­digt an:

»Jeden Sonntag tref­fen die Kritiker der Corona-Maßnahmen auf ihre Kritiker. Beim Corona-Quartett begrü­ßen der Infektionsepidemiologe Prof. Sucharit Bhakdi und der Finanzwissenschaftler Prof. Stefan Homburg gemein­sam mit der ehe­ma­li­gen öster­rei­chi­schen Gesundheitsministerin Dr. Andrea Kdolsky jede Woche einen neu­en Fachexperten. Zusammen bli­cken sie auf das Corona-Geschehen und bewer­ten die getrof­fe­nen poli­ti­schen Entscheidungen. Das Besondere: Das Gespräch wird nicht mode­riert.

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Glaube an RKI kann teuer werden

Am 14.9. berich­tet tagesschau.de:

»Bettina Dickes geht durch einen lan­gen Gang. Die Landrätin von Bad Kreuznach hat einen gro­ßen Schlüsselbund in der Hand. Die Christdemokratin öff­net meh­re­re schwe­re Türen und steht dann in einer Lagerhalle. Vor ihr tür­men sich 50 Beatmungsgeräte – ver­packt und unbe­nutzt.

Es ist eine gro­tes­ke Situation. Würden die Geräte jetzt in Krankenhäusern der Region in Rheinland-Pfalz Corona-erkrank­te Menschen beatmen, wäre das ein Drama für die Betroffenen und ihre Familien. So aber aber hat jetzt Bettina Dickes ein Problem. Sie hat­te die 50 Beatmungsgeräte im März bestellt. "Es ergab sich plötz­lich die Möglichkeit für eine Bestellung. Ich habe mei­ne Entscheidung aus Angst vor einer Corona-Welle und auf Basis der dama­li­gen Prognosen des Robert Koch-Institutes getrof­fen", sagt sie. Jetzt sitzt Bad Kreuznach auf einer Rechnung von 2,2 Millionen Euro…

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Wo war C. Drosten Ostern?

Immer neue Vorwürfe muß Christian Drosten ertra­gen. Anstatt wie der Rest der Welt sei­ne Expertise anzu­er­ken­nen, fin­den sich immer mehr Neider und Leute, die aus Erwerbsinteresse sei­nen Ruf in Frage stel­len wol­len. Gut, daß wir in unse­rer Demokratie seriö­se Medien haben, die dies nicht zulas­sen!

Eine der per­fi­den Unterstellungen bezieht sich auf einen Artikel auf rp-online.de. Dabei stammt der Beitrag aus dem Jahr 2015 und kann schon des­halb kei­nen Bezug zur Corona-Krise haben. Er trägt den Titel "Wie Touristen für ein paar Tage zu Heiligen wer­den" und infor­miert:

»Besonders zu Weihnachten und ande­ren reli­giö­sen Hochfesten tritt in Jerusalem ein skur­ri­les psych­ia­tri­sches Phänomen zuta­ge. Jedes Jahr wer­den Dutzende aus­län­di­scher Touristen dort vom Jerusalem-Syndrom befal­len: Plötzlich hal­ten sie sich für Maria, Jesus oder Moses…

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Drosten: Dinge, die einfach mal gesagt werden mußten

Es ist nicht leicht, aus den vie­len Worten, die Christian Drosten der Podcast-Welt zukom­men läßt, die schöns­ten oder wenigs­tens wich­tigs­ten her­aus­zu­fin­den. Man muß sich die gesam­te Übertragung eher als Gesamtkunstwerk in einem Poetry-Slam (s.u.) vor­stel­len. Hier eini­ge Auszüge vom 1.9., unter ande­rem zur Nutzlosigkeit von PCR-Test:

»Da haben sich jetzt gera­de zwei Dinge mit­ein­an­der ver­mischt in mei­ner gan­zen Argumentation. Ich weiß nicht, ob Ihnen das auf­ge­fal­len ist. Ich habe ein­mal eine zeit­li­che Argumentation gemacht und eine Indikationsgruppenargumentation.
Korinna Hennig
Eine ört­li­che Argumentation sozu­sa­gen, ja.

Christian Drosten
Genau, oder sagen wir mal eine gesell­schaft­li­che oder eine medi­zi­ni­sche. Also ein­mal sage ich: Wir sind in der ers­ten Welle oder wir sind nicht mehr in der ers­ten Welle.

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"Man trifft einen Infizierten und man hat Sorge ums Aerosol"

Die Aussagen des Chef-Virologen zum Thema Mundgeruch sind hier nur in den arg ver­kürz­ten Darstellungen von Stern und Zeit zitiert wor­den. Die Erkenntnisse sol­len nun voll­stän­dig zur Kenntnis gebracht wer­den. Denn sie sind nach Ansicht von CD "etwas, dass die­je­ni­gen, die Zweifel haben an der Wirksamkeit von Alltagsmasken, sich viel­leicht auch als Alltagsbeispiel mit nach Hause neh­men soll­ten".

»Also nach einer Stunde ist die gan­ze Luft blau, wenn ich die gan­ze Zeit rau­che, das ist klar. Da kann man auch mit einer Maske nichts mehr machen. Da atme ich auf jeden Fall Zigarettenrauch ein. Wenn ich mir aber vor­stel­le, ich kom­me in eine Situation, sagen wir mal in einem Supermarkt oder irgend­wo sonst, wo man sich nicht so per­ma­nent in einem Raum zusam­men auf­hält, son­dern man trifft einen Infizierten und man hat Sorge ums Aerosol.

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Wie war das noch… mit 300 Millionen Corona-Infizierten in Indien?

»Ausbruch-Folgen kaum abseh­bar
Indien fürch­tet 300 Millionen Corona-Infizierte
Mehr als 1,3 Milliarden Menschen leben in Indien, vie­le von ihnen dicht gedrängt unter kata­stro­pha­len Bedingungen. Der rie­si­ge Staat stellt sein öffent­li­ches Leben bei­na­he kom­plett ein. Die Furcht vor einem schwe­ren Corona-Ausbruch ist gewal­tig.«

So lau­te­te am 28.3. eine Meldung auf n‑tv.de. Auch zur Zeit über­schla­gen sich die Nachrichten über "Infektionsrekorde in Indien". Die WHO mel­det für heu­te kei­ne 5 Millionen posi­tiv Getestete und 80.766 "an oder mit" Corona Verstorbene. Die Todesrate in Indien liegt damit knapp über der der BRD und sehr deut­lich hin­ter der von Spanien.

Das Muster ist sim­pel. Wenn schon aus Deutschland nichts Alarmierendes gemel­det wer­den kann, müs­sen hohe Zahlen, wor­auf auch immer sie sich bezie­hen, den Panikpegel auf­recht­erhal­ten.