Wem die Staatshilfe nicht nutzt

Bundesfinanzminister Olaf Scholz sprach von einer "sehr, sehr guten Lösung", als er Ende Mai das Milliarden-Hilfspaket für die Lufthansa schnür­te. Die MitarbeiterInnen hat­te er dabei nicht im Sinn. Im Gegenteil hat­te er Forderungen zurück­ge­wie­sen, die Staatshilfe an Arbeitsplatzsicherung zu knüp­fen. Aktuell ist aus der FAZ zu erfah­ren:

»2.000 Vollzeitstellen abbau­en, 100 Flugzeuge absto­ßen – die bekann­ten Einschnitte für die Deutsche Lufthansa haben schon gewal­tig geklun­gen. Doch auf einer inter­nen Online-Mitarbeiterveranstaltung hat der Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr am Dienstag geäu­ßert, dass die­se Schritte nicht rei­chen dürf­ten, um den Konzern nach der Corona-Pandemie gene­sen zu las­sen. Das wird in Unternehmenskreisen berich­tet.

Vor den nächs­ten Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat in der kom­men­den Woche zeich­net sich nun ab, dass eini­ge tau­send Posten mehr weg­fal­len und rund 30 wei­te­re Flugzeuge aus der Flotte ver­schwin­den könn­ten.« „Wem die Staatshilfe nicht nutzt“ wei­ter­le­sen

180 von 3 Millionen Fluggästen mit Corona-Symptomen

Das behaup­tet Patrick Ky, Chef der Europäischen Flugsicherheitsagentur EASA.

»Er prä­sen­tier­te neu­es­te EASA-Zahlen, die bewie­sen, dass Flugreisen kei­ne neu­en Corona-Fälle schaf­fen wür­den und sogar siche­rer sei­en als die meis­ten ande­ren Transportformen und Alltagsaktivitäten wie etwa Einkaufen gehen.

Danach habe die EASA in der letz­ten August-Woche 40 Prozent des euro­päi­schen Flugverkehrs ana­ly­siert, ins­ge­samt drei Millionen Passagiere. Von die­sen sei 180 Fluggästen die Beförderung ver­wei­gert wor­den wegen Corona-Symptomen, sie­ben hät­ten wäh­rend des Fluges auf­tre­ten­de Symptome gezeigt und 300 Passagiere gegen Hygieneauflagen ver­sto­ßen.«