Sehr alter weißer Mann: Wird bei Corona die Ursache übersehen?

Prof. em. Prof. Dr. med. Karl Hecht ist 97 Jahre alt und hei­ser. Was geis­ti­ge Beweglichkeit und Rhetorik angeht, ist er den Lauterbächen und Drostens haus­hoch über­le­gen (gut, das ist ein blö­der Maßstab). Allerdings kann der Mediziner schon des­halb nicht Recht haben, weil er in der DDR gelehrt hat.

Update: Das Video auf you­tube wur­de inzwi­schen gelöscht. Hier ist es zu sehen. (Danke für den Hinweis!)

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=eoUgD578Css

Trotz alledem. Von 1848, aber hochaktuell

"Ihr hemmt uns, doch ihr zwingt uns nicht", heißt es bei Ferdinand Freiligrath und Wader singt es:

Das war ´ne hei­ße Märzenzeit
trotz Regen, Schnee und alledem
Nun aber, da es Blüten schneit
nun ist es kalt, trotz alledem
Trotz alle­dem und alledem
trotz Wien, Berlin und alledem
Ein schnö­der schar­fer Winterwind
durch­frös­telt uns trotz alledem

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"Die Zeit": Maul halten im Bus und keinesfalls lachen!

Wie zer­stö­re­risch sich die ver­mu­te­te Pandemie auf Gehirnzellen aus­wir­ken kann, läßt sich in einem "Schweigen ist Gold" über­schrie­be­nen Artikel im "Zeit-Magazin" am 3.11. nachlesen:

»Wer in Bus und Bahn laut spricht, lacht oder singt, hat in der Corona-Etikette nicht auf­ge­passt. Im öffent­li­chen Nahverkehr gilt jetzt: Mund hal­ten, auch mit Maske. Ein Kommentar von René Wiesenthal

Zwei jun­ge Frauen stei­gen in die U‑Bahn und set­zen sich in mei­ne Nähe. Sie tra­gen Masken, so weit, so nor­mal. Doch sie reden und lachen laut, unun­ter­bro­chen, ges­ti­ku­lie­ren dabei aus­la­dend. Allmählich kommt der Wutsnob in mir hoch. In mei­ner Vorstellung ver­wan­delt sich das Innere der Bahn in die­se unap­pe­tit­li­che Simulation, die Forschende der Kobe University erstellt haben, um zu visua­li­sie­ren, wie sich Aerosole und Tröpfchen beim Sprechen im Raum ver­tei­len. Spuckeklümpchen flie­gen durch die Gegend, Aerosole brei­ten sich aus wie der ver­dampf­te Aufguss in einer Sauna. Ich sehe es förm­lich vor mir, wäh­rend ich die bei­den Frauen mit fins­te­rer Miene beob­ach­te. Ich set­ze mich weg.

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Wenn Quarantäne nur freiwillig ist

»Berlins Bürgermeister nega­tiv getestet

Nach der Corona-Infektion von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sind Tests bei ande­ren Politikern sowie bei Spitzenmanagern, die auch an der Eröffnung des Flughafens BER teil­ge­nom­men hat­ten, nega­tiv ausgefallen.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und meh­re­re Brandenburger Minister sei­en nega­tiv getes­tet wor­den, teil­ten die Senatskanzlei und der Sprecher der Brandenburger Regierung am Mittwoch mit. Müller wer­de sei­ne frei­wil­li­ge Quarantäne wie­der ver­las­sen, hieß es.

Auch der Test von BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup fiel nega­tiv aus, wie die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg auf Twitter schrieb. Das berich­te­te die Lufthansa auch von Chef Carsten Spohr. Ein Schnelltest bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der eben­falls bei der Eröffnung war, hat­te schon am Dienstag Entwarnung bedeu­tet.«

Zu lesen auf tagesschau.de. Mal sehen, wann auch Heiko Maas sich frei­ma­chen kann.

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Niedersachsen verpflichtet Pflegekräfte zu Zwölfstundenschichten

»Privatisiert, aus­ge­dünnt, radi­kal "kos­ten­op­ti­miert": Mit mie­sen Arbeitsbedingungen bezah­len Pflegekräfte in Kliniken und Seniorenheimen für den jahr­zehn­te­lan­gen Abbau staat­li­cher Gesundheitsfürsorge. Der poli­tisch ver­ant­wor­te­te Pflegenotstand droht mit Corona zum Gesundheitsdesaster zu wer­den. Das Sozialministerium Niedersachsens begeg­net dem Problem mit einem Angriff auf Arbeitsrechte. Per Allgemeinverfügung hat es den einst von Arbeitern hart erkämpf­ten Achtstundentag für Pflegende zum zwei­ten Mal vor­über­ge­hend abge­schafft und Zwölfstundenschichten zum Normalfall erklärt. Die Pflegekammer schlägt Alarm.

Faktisch gilt in Pflegeberufen die gesetz­li­che Höchstarbeitszeit von acht Stunden täg­lich und 48 Stunden pro Woche. Nur in Ausnahmefällen kann die Tagesarbeitszeit vor­über­ge­hend auf zehn Stunden ange­ho­ben wer­den. Vorerst bis zum 31. Mai 2021 ist das in Niedersachsen Geschichte: Pflegekräfte dür­fen dort nun bis zu zwölf Stunden pro Tag und 60 Stunden pro Woche malochen.

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Fake-News-Superspreader "junge Welt"

Im kriegs­ge­schüt­tel­ten Jemen dürf­te es schwer sein, irgend­wel­che Zahlen zum Gesundheitsstand zu bekom­men. Das betrifft die gras­sie­ren­de Choleraepidemie eben­so wie Corona. Die "jun­ge Welt" ver­mel­det seit Monaten ohne jeg­li­che Kritik immer wie­der neue Höchstzahlen von "Fällen" irgend­wo auf der Welt, beson­ders ger­ne aber aus der Heimat. So sorgt sie sich auch um die Corona-Zahlen aus dem Jemen. Unter der Überschrift »Zweifel an Zahlen zu Coronainfektionen« lesen wir am 5.11. die­se Information beam­te­ter Aluhüte:

»Wie Reuters am 27. Oktober berich­te­te, haben Wissenschaftler der "London School of Hygiene and Tropical Medicine" (LSHTM) in einem welt­weit ein­ma­li­gen Ansatz hoch­auf­lö­sen­de Satellitendaten zur Analyse von Grabungsaktivitäten auf Friedhöfen in der Hafenstadt Aden genutzt. So woll­ten sie ein genaue­res Bild von der Menge der mit Covid-19 Gestorbenen erhal­ten. Durch sta­tis­ti­sche Aufarbeitung der Daten ermit­tel­te die LSHTM, dass in Aden zwi­schen April und September 2.100 Menschen an Covid-19 ver­stor­ben sein könnten.«

CDU: Demo "Schlag ins Gesicht"

»Die Leipziger CDU hat die Teilnehmer der am Samstag geplan­ten "Querdenken"-Demonstration auf­ge­for­dert, sich an die Corona-Regeln zu hal­ten. "Wir sind fas­sungs­los und ent­setzt ange­sichts von Ankündigungen und Aufrufen im Internet von eini­gen Wenigen, die ganz bewusst auf das Tragen von Masken ver­zich­ten und Abstände igno­rie­ren wol­len. Das gefähr­det nicht nur die Gesundheit der Teilnehmer, son­dern letzt­lich von uns allen", teil­te der Pressesprecher der Christdemokraten in Leipzig, Eric Buchmann, am Mittwochabend mit.

Unmut und Kritik sei­en zuläs­sig, "aber bit­te ver­ant­wort­lich und rück­sichts­voll." Von den Demo-Teilnehmern wer­de erwar­tet, dass sie sich an die gel­ten­den Bestimmungen hal­ten. Die Polizei müs­se kon­se­quent Verstöße ahn­den und recht­zei­tig ein­grei­fen. Die geplan­te Demonstration gegen die von Bund und Ländern beschlos­se­nen Corona-Maßnahmen, zu der mehr als 20 000 Menschen aus ver­schie­de­nen Bundesländern erwar­tet wer­den, bezeich­ne­te die CDU als "Schlag ins Gesicht für all jene, die sich der­zeit um ihre Gesundheit sor­gen und bemüht sind, all jene Einschränkungen so gut es geht umzu­set­zen."«

Das berich­tet n‑tv. Es steht aller­dings nicht zu erwar­ten, daß sich die C‑Partei an das Jesus-Wort hält: "Widersteht nicht dem, der böse ist, son­dern wenn dich jemand auf dei­ne rech­te Wange schlägt, so wen­de ihm auch die ande­re zu" (Matthäus 5:39).