Aufforderung zum Rückzug der Leopoldina-Stellungnahme

2020​news​.de berich­tet heute:

»Prof. Dr. Micha­el Esfeld, Wis­sen­schafts­phi­lo­soph an der Uni­ver­si­tät von Lau­sanne und selbst Mit­glied der Leo­pol­di­na hat den Prä­si­den­ten der Leo­pol­di­na, Herrn Prof. Haug, mit Pro­test­no­te vom 8. Dezem­ber 2020 auf­ge­for­dert, die Stel­lung­nah­me der Leo­pol­di­na, mit der u.a. ein har­ter Lock­down gefor­dert wird, zurück­zu­zie­hen. Hier die Pro­test­no­te:

“Sehr geehr­ter Herr Kol­le­ge Haug,

Mit Bestür­zung habe ich die heu­te ver­öf­fent­lich­te Stel­lung­nah­me der Leo­pol­di­na zur Kennt­nis genom­men, in der es heißt:
„Trotz Aus­sicht auf einen bal­di­gen Beginn der Impf­kam­pa­gne ist es aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht unbe­dingt not­wen­dig, die wei­ter­hin deut­lich zu hohe Anzahl an Neu­in­fek­tio­nen durch einen har­ten Lock­down schnell und dras­tisch zu verringern.“

„Auf­for­de­rung zum Rück­zug der Leo­pol­di­na-Stel­lung­nah­me“ weiterlesen

Desaströser Covid-Bericht. Haben WHO und Italien etwas verschwiegen?

Das wird heu­te auf n‑tv.de gefragt.

»Die Coro­na-Pan­de­mie erfass­te Ita­li­en im Früh­jahr beson­ders schwer. Die Ana­ly­se eines ita­lie­ni­schen Wis­sen­schaft­lers hät­te damals mög­li­cher­wei­se Tote ver­hin­dern kön­nen. Doch wie nun bekannt wird, ver­schwand der Bericht nach nur einem Tag von der Inter­net­sei­te der WHO.

Schwe­re Vor­wür­fe gegen die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO): Die Koor­di­na­ti­ons­be­hör­de der Ver­ein­ten Natio­nen soll zu Pan­de­mie­be­ginn einen Bericht, der über das desas­trö­se Kri­sen­ma­nage­ment Ita­li­ens auf­klä­ren soll­te, ver­schwin­den las­sen haben. Das berich­tet der bri­ti­sche "Guar­di­an". Der Bericht, der vom WHO-Wis­sen­schaft­ler Fran­ces­co Zam­bon und zehn Kol­le­gen in ganz Euro­pa erstellt wur­de, war von der kuwai­ti­schen Regie­rung finan­ziert wor­den, um Infor­ma­tio­nen für noch nicht betrof­fe­ne Län­der bereit­zu­stel­len. Der Bericht wur­de am 13. Mai auf der WHO-Web­sei­te ver­öf­fent­licht, aber nur einen Tag spä­ter wie­der ent­fernt. Die­ser ent­hielt pikan­te Details – etwa, dass Ita­li­ens Pan­de­mie-Plan seit 2006 nicht mehr aktua­li­siert wor­den war. Ent­spre­chend hät­ten Kran­ken­häu­ser kei­nen zeit­ge­mä­ßen Plan vor­lie­gen gehabt und impro­vi­sie­ren müssen.

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Shoppen tötet. Glühwein auch

»"Krieg gegen Einkäufe"
Shop­ping tötet? War­um Regie­rungs­chef Mül­ler jetzt Druck macht«

ist ein heu­ti­ger Bei­trag auf t‑online.de überschrieben.

»Micha­el Mül­ler hat mit einer dra­ma­ti­schen Rede für Auf­se­hen gesorgt: Shop­ping, Restau­rant- oder Kino­be­su­che führ­ten zu mehr Coro­na-Toten. Sei­ne Wor­te hat er bewusst gewählt – und damit den bis­he­ri­gen Kurs geändert.

"Es geht nicht anders", sag­te Ber­lins Regie­ren­der Bür­ger­meis­ter Micha­el Mül­ler in einer Sit­zung des Abge­ord­ne­ten­hau­ses am Don­ners­tag. Was er sagen woll­te: Ein har­ter Lock­down für Ber­lin ist unaus­weich­lich. Der SPD-Poli­ti­ker kün­dig­te erneu­te Ein­schrän­kun­gen für den Ein­zel­han­del und Schu­len zur Ein­däm­mung der Coro­na-Pan­de­mie an. Eine sei­ner Aus­sa­gen zur Schlie­ßung von Geschäf­ten sorg­te jedoch für Schlagzeilen.

"Wie vie­le Tote sind uns denn jetzt ein Shop­ping­er­leb­nis wert?", frag­te Mül­ler die Kri­ti­ker der Coro­na-Maß­nah­men. "Wie vie­le Tote wol­len wir für einen schö­nen Restau­rant­be­such in Kauf neh­men? Wie vie­le für einen Kino­be­such?", so Mül­ler weiter…

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Der Mann in Braun spricht Klartext

t‑online berich­tet heu­te nicht aus der Wolfs­schan­ze, son­dern dem Hei­mat­mi­nis­te­ri­um in Nür­berg. Alle sol­len sich wie die Pfle­ge­kräf­te "klag­los weit über das erwart­ba­re Maß hin­aus ein­brin­gen".

https://www.t‑online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_89102390/markus-soeder-ueber-die-aktuelle-corona-lage-ich-vermisse-ganz-viel-.html

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Angela Merkel und das Leopoldina-Desaster

Der­art ver­schwö­rungs­theo­re­tisch ist ein Arti­kel auf welt​.de heu­te beti­telt. Dras­ti­scher kann man den Null-Inhalt des Leo­pol­di­na-Papiers kaum offenlegen:

»Sie glau­be an die Fak­ten – so Ange­la Mer­kel, als sie den har­ten Lock­down for­der­te. Doch das Leo­pol­di­na-Papier, auf das sie sich berief, genügt selbst ein­fachs­ten Stan­dards nicht. Der Scha­den, den die Wis­sen­schafts­funk­tio­nä­re anrich­ten, ist immens. Eine Untersuchung.

In der Gene­ral­de­bat­te im Bun­des­tag am 9. Dezem­ber hielt die Bun­des­kanz­le­rin es für not­wen­dig, ihre Ent­schei­dung für das Phy­sik­stu­di­um zu erläu­tern, getrof­fen vor fast einem hal­ben Jahr­hun­dert. Sie habe in der DDR Phy­sik stu­diert, weil man vie­les außer Kraft set­zen kön­ne, nicht aber die Schwer­kraft – und auch nicht die Licht­ge­schwin­dig­keit. Ver­mut­lich woll­te sie damit sagen, dass die Wis­sen­schaft uns mit unum­stöß­li­chem Fak­ten­wis­sen ver­sorgt – und, so könn­te man ver­mu­ten, dass schon die jun­ge Frau Mer­kel selbst gern zu denen zäh­len woll­te, die sol­che unum­stöß­li­chen Wahr­hei­ten erfor­schen, her­aus­fin­den und für die Gesell­schaft bereitstellen.

„Ange­la Mer­kel und das Leo­pol­di­na-Desas­ter“ weiterlesen

Liste der (laut Herstellern) sicheren Antigentests

Das Bun­des­in­sti­tut für Arz­nei­mit­tel und Medi­zin­pro­duk­te (BfArM) ver­öf­fent­licht "eine Lis­te der Anti­gen-Tests zum direk­ten Erre­ger­nach­weis des Coro­na­vi­rus SARS-CoV‑2".

»Die Lis­te wird kon­ti­nu­ier­lich aktua­li­siert und beinhal­tet die ent­spre­chen­den Tests zur pro­fes­sio­nel­len Anwen­dung, die sich nach aktu­el­ler Kennt­nis des BfArM in Deutsch­land in Ver­kehr befin­den und laut den Her­stel­ler­an­ga­ben die jeweils aktu­el­len durch das Paul-Ehr­lich-Insti­tut (PEI) in Abstim­mung mit der Robert Koch-Insti­tut (RKI) fest­ge­leg­ten Min­dest­kri­te­ri­en für Anti­gen-Tests erfüllen…

Sei­tens des BfArM erfolgt zudem ledig­lich ein Abgleich der Her­stel­ler­an­ga­ben mit den durch das PEI in Abstim­mung mit dem RKI fest­ge­leg­ten Mindestkriterien.«

Von den aktu­ell 286 wur­den gera­de ein­mal 23 vom Paul-Ehr­lich-Insti­tut getes­tet und nicht beanstandet.

WHO verurteilt Lockdowns und sagt, dass sie "arme Menschen nur ärmer machen

Damit ist ein Arti­kel vom 10.11. auf msn​.com über­schrie­ben. Es wird ausgeführt:

»Ein vom Gene­ral­di­rek­tor der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO), Dr. Tedros Adha­nom Ghe­brey­e­sus, ernann­ter COVID-19-Gesand­ter hat an die füh­ren­den Poli­ti­ker der Welt appel­liert, nicht län­ger auf einen Lock­down zurück­zu­grei­fen, um die Pan­de­mie zu kontrollieren.

Dr. David Nab­ar­ro, der sei­ne Kar­rie­re damit ver­bracht hat, für die WHO und die Ver­ein­ten Natio­nen (UN) zu arbei­ten, scheint eine Abkehr von der frü­hen Hal­tung der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on zur COVID-19-Pan­de­mie mar­kiert zu haben. Er warn­te vor den wirt­schaft­li­chen und sozia­len Fol­gen der Lock­downs als Mit­tel zur Kon­trol­le der Aus­brei­tung der Krankheit.

Am Sonn­tag appel­lier­te Dr. Nab­ar­ro an die Staats- und Regie­rungs­chefs der Welt, "Lock­downs nicht mehr als pri­mä­re Kon­troll­me­tho­de zu ver­wen­den" und beton­te, dass solch dras­ti­sche Maß­nah­men kata­stro­pha­le Aus­wir­kun­gen auf die welt­wei­ten Armuts­ra­ten haben kön­nen. „WHO ver­ur­teilt Lock­downs und sagt, dass sie "arme Men­schen nur ärmer machen“ weiterlesen

Lafontaine: Corona-Kanzlerin ratlos.

Auf nach​denk​sei​ten​.de schreibt heu­te Oskar Lafontaine:

»Ange­la Mer­kel hat im Bun­des­tag eine emo­tio­na­le Rede gehal­ten. „Wenn wir jetzt vor Weih­nach­ten zu vie­le Kon­tak­te haben und anschlie­ßend es das letz­te Weih­nach­ten mit den Groß­el­tern war, dann wer­den wir etwas ver­säumt haben.“ Die Jour­na­lis­ten waren begeis­tert: Ihre Stim­me habe sich über­schla­gen. So kann­ten wir sie ja noch nie, hieß es. Aber die­se emo­tio­na­le Rede hilft uns nicht wei­ter. Wir müs­sen aus den Erfah­run­gen ler­nen und für ein hal­bes Jahr planen.

Mer­kel und ihre Coro­na-Pala­di­ne von Spahn und Söder bis Lau­ter­bach, sie kön­nen es offen­sicht­lich nicht.

„Lafon­taine: Coro­na-Kanz­le­rin rat­los.“ weiterlesen

Die Corona-Pandemie – eine Katastrophe mit Sprengkraft

Am 23.11. wur­de im Ber­li­ner Jour­nal für Sozio­lo­gie ein Arti­kel unter die­ser Über­schrift ver­öf­fent­licht. Hier sei­ne Zusammenfassung:

»Die Coro­na-Pan­de­mie ist eine medi­zi­ni­sche Kata­stro­phe, die sich auf eigen­tüm­li­che Wei­se mit einer epo­cha­len öko­no­misch-öko­lo­gi­schen Zan­gen­kri­se ver­bin­det – so lau­tet die Kern­the­se des Bei­tra­ges. COVID-19 wird als „äuße­rer Stoß“ defi­niert, dem eine tie­fe Rezes­si­on folgt. Sieht man von der natür­li­chen Viren­mu­ta­ti­on ab, las­sen sich Pan­de­mie, Rezes­si­on und Zan­gen­kri­se als unter­scheid­ba­re Repul­sio­nen einer Hyper­glo­ba­li­sie­rung ver­ste­hen, die suk­zes­si­ve ihre eige­nen Vor­aus­set­zun­gen unter­gräbt. Ohne den Finanz­crash von 2007 bis 2009, das poli­ti­sche Inter­re­gnum der Nach­kri­sen­jah­re und die Ten­denz zu bona­par­tis­ti­schen Demo­kra­tien lässt sich die neu­er­li­che Zäsur nicht begrei­fen. Spon­tan führt die Coro­na-Kri­se kei­nes­wegs zu einem „build back bet­ter“. Der Staat des Aus­nah­me­zu­stands ist zu sol­chen Wei­chen­stel­lun­gen kaum in der Lage. Statt­des­sen wächst die Gefahr, dass har­te Ver­tei­lungs­kämp­fe, zuneh­men­de Ungleich­heit und Ent­so­li­da­ri­sie­rung eine Nach­hal­tig­keits­wen­de zusätz­lich erschweren.«

Wer sozio­lo­gi­sche Fach­spra­che nicht fürch­tet, fin­det in dem Bei­trag von Klaus Dör­re inter­es­san­te Denkanstöße.