"Unterschied zwischen Immunität und Antikörpern wichtig"

In einem Artikel "Antikörperstudie belegt: Konstante, sta­bi­le Immunität" erklär­te Studienleiter Florian Deisenhammer in den OÖNachrichten am 8.12.:

»Man müs­se, erklär­te der Experte, zwi­schen Immunität und Antikörpern unter­schei­den. Die Immunabwehr des Körpers kön­ne man sich wie eine Art "Verbrecherjagd" vor­stel­len: "Das Virus, der 'Bösewicht', wird vom Immunsystem als kör­per­fremd und gefähr­lich regis­triert. Daraufhin wer­den sämt­li­che typi­schen Merkmale des Virus, erfasst und gespei­chert. Diese Daten spei­chert der Körper lebens­lang in soge­nann­ten 'Gedächtniszellen'". Die Immunität blie­be des­halb, beton­te Deisenhammer, lebens­lang bestehen. Dabei spie­le die Schwere der Symptome eine gerin­ge Rolle. Auch jene Studienteilnehmer, die nur mil­de Symptome gehabt hät­ten, sei­en nun immun, ver­wies Deisenhammer auf die Innsbrucker Studie.

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Coronavirus: Ein Impfstoff löst das Problem nicht

Am 31.10. herrsch­te in der Frankfurter Rundschau noch nicht der (selbst) ver­ord­ne­te Jubel über die erlö­sen­den Impfstoffe. Damals konn­te noch ein Artikel des Chirurgen und Publizisten Dr. med. Bernd Hontschik unter obi­gem Titel erschei­nen. Es ist zu lesen:

»Und wie­der beginnt ein Wettlauf um das ganz gro­ße Geld. Dass ein Impfstoff die Corona-Pandemie sofort been­den wird, ist Wunschdenken.

      • Rund 250 Impfstoffe gegen das Coronavirus SARS-CoV‑2 wer­den der­zeit erforscht.
      • Ein Impfstoff kann jedoch nicht die ein­zi­ge Lösung sein.

Wenn Angehörige mei­ner Generation den Satz: „Schluckimpfung ist süß“ hören, fällt ihnen unmit­tel­bar die Fortsetzung ein: „Kinderlähmung ist grau­sam“. In den sech­zi­ger Jahren des ver­gan­ge­nen Jahrhunderts war es gelun­gen, mit der Schluckimpfung gegen Kinderlähmung die Erkrankungshäufigkeit inner­halb von nur vier Jahren um 99 Prozent zu redu­zie­ren. Impfungen gegen Infektionskrankheiten gibt es inzwi­schen vie­le. Was ist eine Impfung eigentlich?

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Cola positiv getestet

Natürlich war es auch eine PR-Aktion für die rech­te FPÖ. Das ändert nichts dar­an, daß damit ein Schlaglicht auf die Qualität von Corona-Tests gewor­fen wurde:

»SKURRILES EXPERIMENT
FPÖ-Abgeordneter sorgt mit Cola für Corona-Eklat im Parlament

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz tröp­fel­te Cola auf einen Corona-Test. Dieser ist anschlie­ßend posi­tiv. Für den Freiheitlichen ein Beweis für die Fehleranfälligkeit bei den Massentests.

Es wird ein­fach nicht lang­wei­lig im Parlament. Am Donnerstag woll­te FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz mit einem Experiment die Sinnlosigkeit der Massentests demons­trie­ren. Hierzu zück­te er am Rednerpult ein Glas Cola und tröp­fel­te ein paar Tropfen des Softdrinks auf den Corona-Schnelltest. Das Ergebnis: der Test war posi­tiv. Für den Freiheitlichen ein­deu­tig ein Beweis, dass sol­che Tests und auch die Massentests nichts brin­gen wür­den.«

Das ist am 10.12. auf oe24.at zu erfah­ren. Der Mann bringt damit auch sei­nen lang­jäh­ri­gen Koalitionspartner in Rage:

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US-Zulassungsstelle nimmt fast 200 Tests vom Markt

»Die in der nach­ste­hen­den Liste auf­ge­führ­ten kom­mer­zi­el­len Hersteller haben der FDA mit­ge­teilt, dass sie einen dia­gnos­ti­schen Test gemäß Abschnitt IV.C der Richtlinie für Coronavirus-Krankheitstests 2019 vali­diert haben und zu ver­trei­ben beab­sich­ti­gen. Die FDA hat­te sie zuvor in die Website-Benachrichtigungsliste der kom­mer­zi­el­len Hersteller auf­ge­nom­men, die dia­gnos­ti­sche Testkits im Rahmen die­ser Richtlinie ver­trei­ben, aber sie wur­den nun von die­ser Benachrichtigungsliste ent­fernt und in die unten ste­hen­de Liste auf­ge­nom­men. Wie in der Anleitung ver­merkt, beab­sich­tigt die FDA, den Hersteller und den Test von der Benachrichtigungsliste zu strei­chen, wenn ein EUA-Antrag von einem kom­mer­zi­el­len Hersteller eines dia­gnos­ti­schen Tests nicht inner­halb einer ange­mes­se­nen Zeitspanne ein­ge­reicht wird oder wenn signi­fi­kan­te Probleme mit einem sol­chen Test fest­ge­stellt wer­den, die nicht recht­zei­tig beho­ben wer­den kön­nen oder wur­den. Kommerzielle Hersteller kön­nen ihre Testnotifizierung auch frei­wil­lig zurück­zie­hen, und sol­che Tests sind mit einem Sternchen gekennzeichnet.

Die FDA erwar­tet, dass die Tests auf die­ser Liste nicht ver­trie­ben wer­den, bis eine EUA für den Test aus­ge­stellt wird, und die FDA kann gege­be­nen­falls wei­te­re Maßnahmen ergrei­fen.«

Quelle mit Liste der Firmen: fda.gov. Siehe auch Corona-Tests von Herstellern selbst zer­ti­fi­ziert – kei­ne Validierung.

Corona-Tests von Herstellern selbst zertifiziert – keine Validierung

»Alle COVID-19-Tests unter­lie­gen der EU-Richtlinie über In-vitro-Diagnostika (IVD), die der­zeit in Europa die Marktzulassung für IVDs regelt. Gemäß die­ser Richtlinie kön­nen die Hersteller die COVID-19-Tests – als "IVD nied­ri­gen Risikos" – noch selbst zer­ti­fi­zie­ren und auf eine unab­hän­gi­ge Überprüfung der Tests ver­zich­ten, bevor sie auf den Markt gebracht wer­den. Die Validierung der Tests, die im Internet und in Apotheken ange­bo­ten wer­den, ist aus Sicht des Paul-Ehrlich-Instituts, Bundesinstitut für Impfstoffe und bio­me­di­zi­ni­sche Arzneimittel, daher nicht gesi­chert. Nachweislich gibt es hier auch Fälschungen.

Unter der künf­ti­gen IVD-Verordnung, die ab Mai 2022 umge­setzt wer­den muss, muss ein EU-Referenzlabor sowie eine Benannte Stelle hin­zu­ge­zo­gen wer­den, da die COVID-19-Tests dann vor­aus­sicht­lich in die höchs­te Risikoklasse gehö­ren wer­den. Dies erfor­dert eine Laboruntersuchung der Tests sowie eine unab­hän­gi­ge Überprüfung der Daten. Das Paul-Ehrlich-Institut berei­tet sich dar­auf vor, sich als eines der EU-Referenzlabore zu bewer­ben.«

Dieser Meinung ist das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Bundesinstitut für Impfstoffe und bio­me­di­zi­ni­sche Arzneimittel. Selbst die FDA ist stren­ger (s. US-Zulassungsstelle nimmt fast 200 Tests vom Markt).

Danke, Konzerne!

Dieses Dankgebet stößt ein Winand von Petersdorff-Campen in einem Kommentar der FAZ vom 4.12. aus:

Nicolas Poussin: Die Anbetung des gol­de­nen Kalbes (1633–1634)

»Die Entwicklung der Covid-Impfstoffe ist eine ein­zig­ar­ti­ge Erfolgsgeschichte, der viel zu wenig Würdigung zuteil­wur­de. Für einen kur­zen Moment soll­ten alle Nebengeräusche auf stumm gestellt wer­den, die von den gro­ßen Leistungen von Pharmakonzernen, Forschern, Behörden und Regierungen ablenken.

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Egal, ob verboten oder nicht: Polizei will Querdenken-Demo in Frankfurt behindern

Auf fr.de ist heu­te zu lesen:

»Nachdem die für Samstag (12.12.2020) geplan­te „Querdenken 69 – Frankfurt“ Großdemonstration von der Stadt Frankfurt abge­sagt wur­de, wol­len Organisatoren gericht­lich gegen das Verbot vor­ge­hen. Nach Angaben eines Polizeisprechers hal­ten sich die Einsatzkräfte bereit.

Die Beamten sei­en für jeden Fall der Fälle vor­be­rei­tet. Egal ob die Klage gegen das Verbot Erfolg habe oder nicht. Die Polizei Frankfurt wer­den mit aus­rei­chend Kräften vor Ort sein…

Die Organisatoren der geplan­ten „Querdenken 69 – Frankfurt“ Großdemonstration in Frankfurt am kom­men­den Samstag (12.12.2020) wol­len gegen das Verbot der Stadt Frankfurt vor­ge­hen. Das Frankfurter Ordnungsamt hat­te die geplan­te Corona-Demonstration, bei der die Veranstalter etwa 10.000 Teilnehmer erwar­ten, am Dienstag (08.12.2020) ver­bo­ten. Die Stadt begrün­det die Entscheidung damit, dass eine sol­che Großveranstaltung in der Corona-Pandemie eine Gefahr für die öffent­li­che Sicherheit dar­stel­le… „Egal, ob ver­bo­ten oder nicht: Polizei will Querdenken-Demo in Frankfurt behin­dern“ weiterlesen

Wegschwimmende Fälle

»Bis zum 10. Dezember 2020 wur­den 14 479 094 Fälle in der EU/im EWR und im Vereinigten Königreich gemel­det.« (European Centre for Disease Prevention and Control).

In der EU und Großbritannien leben 447.731.751 Menschen (euro­stat). Damit gel­ten 3,2 % der Bevölkerung der EU als "Fälle".

Nach der glei­chen Quelle wer­den 360.949 Menschen als ver­stor­ben "an und mit" Corona defi­niert. Das sind 0,08 %. Der Anteil der Verstorbenen an den "Fällen" beträgt 2,49 %.

In der 50. Kalenderwoche waren laut Statistischem Bundesamt im Schnitt 2016–2019 18.643 Menschen gestor­ben. Laut RKI star­ben "an und mit" Corona bis zum 10.12. 1.600 Menschen. Wenn für die rest­li­chen drei Tage der Woche noch ein­mal 1.500 Verstorbene dazu­ge­rech­net wer­den, kämen wir auf einen Anteil von weni­ger als 20 %.

Zur Problematik der vom RKI gemel­de­ten täg­li­chen Sterbefälle erklärt Dr. Felix zur Nieden, Experte für Demografie und Sterbe­fall­zahlen im Statistischen Bundesamt:

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