Antigentests: Warum hört keiner auf Drosten und Wieler?

Das geheim tagen­de Expertenteam der EU zu COVID-19, dem auch Christian Drosten und Lothar Wieler ange­hö­ren, hat am 12.11. das Ergebnis einer Videokonferenz mit­ge­teilt, in dem es heißt:

»Der Einsatz von Antigentests wur­de dis­ku­tiert. Nach wie vor ist klar, dasß die­se Tests in bestimm­ten Situationen einen kla­ren Mehrwert haben , aber nicht in allen. Zum Beispiel stimm­te das Gremium dar­in über­ein, daß Antigentests zwar nütz­li­che dia­gnos­ti­sche Hilfsmittel sein kön­nen, aber beim Screening ver­sa­gen, es sei denn in Situationen mit erwar­te­ter hoher Inzidenz.«

In der Praxis ver­stößt Wieler gegen sei­ne eige­nen Vorschläge. "Lehrer dür­fen selbst Corona-Schnelltest machen – Doch kön­nen sie das auch wirk­lich?" ist der Titel eines Artikels auf wa.de vom 4.12., in dem zu lesen ist:

»Lehrer und Erzieher kön­nen sich selbst auf Corona tes­ten. Für den Schnelltest braucht es kei­nen Arzt mehr. Aber: Der Prozess ist nicht leicht..

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Warum hört Wieler nicht auf Wieler?

Das geheim tagen­de Expertenteam der EU zu COVID-19, dem auch Christian Drosten und Lothar Wieler ange­hö­ren, hat am 26.11. das Ergebnis einer Videokonferenz mit­ge­teilt, in dem es heißt:

»Die Experten schlu­gen vor, Optimismus und Unsicherheit in Bezug auf Impfstoffe aus­zu­ba­lan­cie­ren. Während viel­ver­spre­chen­de Ergebnisse ver­öf­fent­licht wur­den, ist es noch zu früh, die­se Impfstoffe als Lösung für die Pandemie zu betrachten.«

Dennoch, und obwohl kei­ne Prüfergebnisse der zustän­di­gen Gremien vor­lie­gen, trom­pe­ten Wieler und die Ständige Impfkommission sei­nes RKI seit Tagen genau die Botschaft von der Lösung der Corona-Krise in die Medien (s. Hat Chef der Impfkommission gelo­gen?).

Wieler will auch Kranke impfen

Es klingt unglaub­lich, was der Präsident des Robert-Koch-Instituts vor­hat. Unter der Überschrift "Experten gegen Antikörper-Schnelltests vor Impfung" läßt sich Wieler am 11.12. auf stern.de so zitieren:

"Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, [hat­te] der Einschätzung eine Absage erteilt, Impfdosen wür­den «ver­schwen­det», wenn sie Menschen ver­ab­reicht wür­den, die wegen einer uner­kann­ten Corona-Erkrankung mög­li­cher­wei­se bereits immun seien.

Zur Begründung sag­te der RKI-Chef, dass nach bis­he­ri­gen Erkenntnissen weni­ger als zehn Prozent der Bevölkerung – inklu­si­ve Dunkelziffer – mit dem Corona-Virus infi­ziert wor­den sei­en. Bei die­sen sei zudem unklar, wie lan­ge eine Immunität danach über­haupt anhal­te. Es gebe etwa «kla­re Daten», dass neu­tra­li­sie­ren­de Antikörper nach eini­gen Monaten «ver­schwin­den», so Wieler. «Insofern ist die Entscheidung, eben nicht die Antikörper zu tes­ten, genau die richtige.»"

Die Frage ist nicht, ob Menschen immun sind, son­dern, ob akut an einer Krankheit Leidenden ein Impfstoff zu genau die­ser Krankheit ver­ab­reicht wird. Zu Dunkelziffern hat Wieler nie for­schen las­sen, zu Immunität weiß er nichts. Warum bei nach eini­gen Monaten ver­schwin­den­den Antikörpern mas­sen­haft geimpft wer­den soll, wird er eben­so­we­nig erklä­ren können.

Drosten hatte keinen Interessenkonflikt?

»Die Europäische Kommission hat ges­tern (Dienstag) ein Expertenteam zu COVID-19 ein­ge­setzt. Die Epidemiologen und Virologen aus ver­schie­de­nen EU-Staaten sol­len EU-Leitlinien für wis­sen­schaft­lich fun­dier­te, koor­di­nier­te Risikomanagementmaßnahmen aus­ar­bei­ten. Aus Deutschland sind Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, und Christian Drosten, Leiter des Instituts für Virologie der Berliner Charité, Mitglieder des Beraterstabs.«

Das berich­te­te am 18.3. die EU. Zehnmal hat das erlauch­te Gremium seit­dem im Geheimen getagt. Dabei war fest­ge­legt worden:

»Einschlägige Dokumente wer­den ent­we­der im Register der Sachverständigengruppen oder über einen Link vom Register zu einer spe­zi­el­len Website, auf der die­se Informationen zu fin­den sind, zur Verfügung gestellt, wobei der Notwendigkeit des Schutzes der öffent­li­chen Gesundheit und der öffent­li­chen Ordnung gebüh­rend Rechnung getra­gen wird. Darüber hin­aus sind Ausnahmen von der Veröffentlichung vor­ge­se­hen, wenn davon aus­ge­gan­gen wird, dass die Freigabe eines Dokuments den Schutz eines öffent­li­chen oder pri­va­ten Interesses im Sinne von Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1049/2001 beein­träch­ti­gen wür­de.«

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Krokodilstränen und eine Lüge bei Frau Merkel

»Die Bundeskanzlerin rede­te den Deutschen die­se Woche ins Gewissen. Sie fleh­te ihre Landsleute gera­de­zu an, auf Kontakte zu ver­zich­ten. „Es tut mir leid, es tut mir wirk­lich im Herzen leid“, sag­te Angela Merkel am Mittwoch, aber der Preis von 590 Toten am Tag sei zu hoch für Glühweinstände und Waffelbäckereien.«

Niemand kam an die­ser Botschaft vor­bei, die hier nach faz.net zitiert ist. Merkel arbei­tet hier bewußt mit einer fal­schen Zahl. Vom RKI kann sie nicht stam­men. Es ver­ar­bei­tet Daten nach Meldedatum und weiß nichts vom Tag des Todes – ganz abge­se­hen davon, daß es sich stets um Verstorbene "an und mit" Corona han­delt. Doch selbst das RKI berich­tet nach einem Höchststand von 1.794 Toten in der KW 47 (256/Tag) für die KW 48 von 1.228 Verstorbenen (175/Tag ). Neuere Wochenzahlen wer­den dort nicht vermeldet.

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Leidet DIVI-Chef unter Dyskalkulie?

»Dyskalkulie ist der Fachbegriff für Rechenschwäche. Betroffene haben gro­ße Schwierigkeiten, ein­fachs­te Mathematik zu ver­ste­hen und anzuwenden.«

So wird der Begriff auf netdoktor.de defi­niert. Christian Karagiannidis ist Leiter des DIVI-Intensivregisters und damit ver­ant­wort­lich für die täg­li­chen Statistiken. "Diese Dynamik haben wir alle unter­schätzt" ist sze­ne­ty­pisch ein Interview mit ihm auf faz.net vom 12.12. über­schrie­ben. Wir lesen da von einer Art Ampel:

»Was Sie nicht öffent­lich ein­se­hen kön­nen, ist ein Ampelsystem: rot, gelb, grün. Das ist zwar eine sub­jek­ti­ve Einschätzung, aber sie kommt der Realität sehr nah.

Und wor­auf steht die Ampel gerade?
Im Sommer hat­ten wir mehr als 1000 Meldebereiche, die auf grün waren und nur 200 auf gelb. Stand jetzt sind es nur noch etwa 400 auf grün, 400 auf gelb und etwa 300 auf rot. Das hat sich dras­tisch ver­än­dert.«

Ganz sub­jek­tiv hat­ten wir im Sommer mehr als 1.200 Meldebereiche, jetzt haben wir eine Idee von ca. 1.100. Sie haben alle eine Farbe; was die bedeu­tet, außer daß sie sub­jek­tiv ist, wird nicht erklärt. Und schon mal gar nicht gibt es einen Vergleich zur Entwicklung in einem belie­bi­gen Vorjahr.

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Kritik an Maßnahmen aus der Pharma-Fraktion

Während Corona gol­de­ne Zeiten für Pharma- und IT-Konzerne gebracht hat und ande­re Branchen wie die Automobil- und Tourismus-Industrie aus Steuergeldern gepäp­pelt wer­den, ver­sin­ken wei­te Teile der Volkswirtschaft im gewoll­ten Chaos – mit allen Folgen für die dort Beschäftigten.

Aber selbst bei den Pharmagiganten regt sich Unmut über die Maßnahmen. Denn nicht alle Konzerne pro­fi­tie­ren glei­cher­ma­ßen von der Situation. faz.net zitiert am 12.11. unter dem Titel "Wissenschaftler kri­ti­sie­ren Lockdown" eine gewich­ti­ge Stimme aus einer Fraktion der Pharmaindustrie. Allerdings ver­schweigt die Zeitung die­sen Zusammenhang. Die Stimme gehört Klaus Stöhr, der bis zu sei­ner Pensionierung 2017 für den Novartis-Konzern tätig war, zuletzt als "Head Global Public Policy and Stakeholder Management".

»Auch der Virologe und Epidemiologe Klaus Stöhr, ehe­ma­li­ger Leiter des glo­ba­len Influenza-Programms der Weltgesundheitsorganisation, kri­ti­sier­te den Regierungskurs. „Was ich für kri­tik­wür­dig hal­te, ist, dass es kei­ne lang­fris­ti­ge Strategie gibt“, sag­te er der F.A.S. „Man fährt auf Sicht. Die Bekämpfungskriterien sind nicht ein­deu­tig fest­ge­legt wor­den. Wie vie­le Fälle sind denn akzep­ta­bel? Wie ist die Zielstellung zum Beispiel bei Intensivbetten, wie stark sol­len die belegt sein?“

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Biontech: Die Legende vom Startup-Unternehmen

Das ist die Realität:

»Wir haben ein im Handelsregister ein­ge­tra­ge­nes Grundkapital in Höhe von 246.310.081 €, das in 246.310.081 Namensaktien ein­ge­teilt ist. Bei allen Aktien han­delt es sich um Stückaktien ohne Nennbetrag mit einem auf jede Stammaktie ent­fal­len­den rech­ne­ri­schen Betrag von 1,00 €. Jede aus­ge­ge­be­ne Stammaktie ist voll eingezahlt.«

Das die Erzählungen: "Biontech: Vom Startup zum Superstar" (dw.com), "Start-up-Experte über Biontech" (rnd.de), "200 Prozent Plus in drei Monaten: Ein Startup aus Mainz ist der neue Börsenstar" (focus.de)…

Siehe auch Ach nee! Biontech ent­wi­ckelt Impfstoff seit Mitte JanuarWas wuß­te BioNTech schon 2019?Biontech: An der Goldgrube.