Von Bayern lernen!

Zuerst war die baye­ri­sche Schulplattform zusam­men­ge­bro­chen (s. Bayern geht vor­an), nun mel­det der Tagesspiegel: "Gleich am ers­ten Tag streikt die Berliner Lernplattform", und auch das Saarland will nicht hint­an ste­hen: "Online-Schule Saar über­las­tet".

Das Gute: Wenn die Schulserver strei­ken, wer­den die Kinder weni­ger indok­tri­niert. Das Schlechte: So wie die Herrschaften den Unterricht orga­ni­sie­ren, so mana­gen sie auch die Tests und die Impfungen. Im Interesse der jun­gen Generation und der Gesundheit aller müs­sen ihnen Striche durch ihre Rechnungen gemacht werden.

"NYT": Allergische Reaktion auf Impfstoff in Alaska

orf.at berich­tet heute:

»Laut einem Bericht der „New York Times“ („NYT“) hat ein Gesundheitsbediensteter aus Alaska eine schwe­re all­er­gi­sche Reaktion erlit­ten, nach­dem er mit dem Pfizer-Biontech-Impfstoff geimpft wur­de. Die Person aus der Stadt Juneau klag­te zehn Minuten nach der Impfung über Atembeschwerden und Hautrötungen, bei­des wur­de wäh­rend der emp­foh­le­nen Beobachtungsphase direkt nach der Spritze festgestellt.

Die Person sei heu­te noch zur Beobachtung im Krankenhaus gele­gen, ihr Gesundheitszustand sei sta­bil, teil­te ein Sprecher des Gesundheitsamts DHSS in Alaska mit. Es hand­le sich ver­mut­lich um einen ähn­li­chen Fall wie in Großbritannien. Dort erlit­ten eben­falls zwei Personen eine all­er­gi­sche Reaktion nach der Impfung. Beide Betroffenen haben sich wie­der erholt.

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Strafrechtsexperte: Corona-Leugner nicht behandeln

Ausgerechnet einen Dr. Mengel nutzt heu­te der mehr­fach vor­be­las­te­te Lars Wienand* von t‑online.de als Stichwortgeber für ein Interview mit dem Titel "Strafrechtler: Arzt dürf­te bei Triage Corona-Leugner benach­tei­li­gen".

Mit des­sen inzwi­schen selbst in Staatsmedien zurück­ge­wie­se­ner Legende, "dass in der Klinik in Zittau mehr­fach tria­giert wer­den muss­te", lei­tet er das Interview mit Michael Kubiciel, "Inhaber des Lehrstuhls für Deutsches, Europäisches und Internationales Straf- und Strafprozessrecht, Medizin- und Wirtschaftsstrafrecht" (also einer Mulit-Kapazität) ein. Kubiciel ist der Meinung:

»Wenn es einen frei­en Beatmungsplatz gibt, aber meh­re­re Menschen, die ihn benö­ti­gen, ist das Ex-ante-Triage: Nach herr­schen­der Meinung kann der Arzt hier frei ent­schei­den, so Kubiciel. "Er han­delt immer recht­mä­ßig, auch wenn er zum Beispiel Corona-Leugner benach­tei­ligt", sagt der Strafrechtler.«

Was schert ihn die Empfehlung von sie­ben medi­zi­ni­schen Fachgesellschaften – unter ande­rem der Gesellschaft der Intensivmediziner DIVI. Die bestimmt: »Die Auswahl sol­le nach "ethi­schen Grundsätzen" und nicht dis­kri­mi­nie­rend erfolgen.«


Michael Kubiciel ist laut Wikipedia seit 2015

»… Sprecher der von der Volkswagen Stiftung unter­stütz­ten Forschungsgruppe Anwendungsfragen eines Verbandsstrafrechts und Mitveranstalter der Unternehmensstrafrechtlichen Tage

[Er ver­tritt] die Position, dass neue Gesetze mit wei­ter­ge­hen­den Eingriffsbefugnissen zur Terrorbekämpfung not­wen­dig seien…

In Fachkreisen wird kri­ti­siert, dass Kubiciel und ein Zweitgutachter im Jahr 2019 die Dissertation einer Doktorandin mit „sum­ma cum lau­de“, also der best­mög­li­chen Note, bewer­tet haben, obgleich die­se Arbeit for­mal in kei­ner Weise den Anforderungen genü­ge, was den Vorwurf begrün­de, dass Kubiciel die Arbeit nicht gele­sen habe.«

Am 10.12. hat er sich in einer An­hö­rung des Bundestags-Aus­schus­ses für Recht und Ver­brau­cher­schutz gegen einen An­trag der Frak­ti­on Die Linke zur Ent­kri­mi­na­li­sie­rung des so­ge­nann­ten "Con­tai­nerns" von Le­bens­mit­teln aus­ge­spro­chen.

* Siehe Kinder dür­fen nur vom RKI mani­pu­liert wer­den.

Eine inter­es­san­te Ergänzung fin­det sich im Kommentar von some1.

Update 17.12.: In einem Kommentar distan­ziert sich Herr Kubiciel von der Darstellung auf t‑online. Das ergänzt er durch eine Mail, in der er schreibt:

»Ich bin gera­de mit Entsetzen auf Ihre Homepage gestoßen.

Wenn Sie sich mei­nen Thread durch­le­sen, wer­den Sie sehen, dass ich die Rechtslage aus­drück­lich als „nicht hin­nehm­bar“ bezeich­ne. Ich kri­ti­sie­re also die Rechtslage!«

Der genann­te Thread ist hier nach­zu­le­sen. Ein Beitrag auf merkur.de zitiert ihn ähn­lich wie t‑online.de.

Florida: Zyklus-Schwellenwerte müssen an Ministerium gemeldet werden

In einem Erlaß »Obligatorische Meldung von COVID-19-Labortestergebnissen: Meldung von Zyklus-Schwellenwerten« vom 3.12. schreibt das Gesundheitsministerium von Florida vor:

»Labore unterliegen der Meldepflicht an das Florida Department of Health (FDOH) gemäß Abschnitt 381.0031, Florida Statutes, und Florida Administrative Code, Chapter 64D-3.

    • Alle positiven, negativen und unbestimmten COVID-19-Laborergebnisse müssen dem FDOH über die elektronische Laborberichterstattung oder per Fax unverzüglich gemeldet werden. Dies umfasst alle COVID-19-Testtypen - Polymerase-Kettenreaktion (PCR), andere RNA-, Antigen- und Antikörperergebnisse. Eine Liste der County Health Departments und deren Kontaktinformationen für die Berichterstattung finden Sie unter www.FLhealth.gov/chdepicontact.
    • Die Zyklusschwellenwerte (CT) und ihre Referenzbereiche müssen von den Labors unverzüglich über die elektronische Laborberichterstattung oder per Fax an die FDOH gemeldet werden.«

Ob die Übermittlung sämtlicher Personendaten mit Datenschutzüberlegungen einhergeht, sei dahingestellt. Anscheinend legt das Ministerium aber anders als die Behörden hierzulande Wert auf die Einhaltung sinnvoller Zyklus-Schwellenwerte.

WHO "über ein erhöhtes Risiko für falsche SARS-CoV-2-Ergebnisse" bei PCR-Tests

»Die WHO hat Rückmeldungen von Anwendern über ein erhöh­tes Risiko für fal­sche SARS-CoV-2-Ergebnisse bei der Untersuchung von Proben mit RT-PCR-Reagenzien auf offe­nen Systemen erhalten.

Wie bei jedem dia­gnos­ti­schen Verfahren sind die posi­ti­ven und nega­ti­ven prä­dik­ti­ven Werte für das Produkt in einer bestimm­ten Testpopulation wich­tig zu beach­ten. Wenn die Positivitätsrate für SARS-CoV‑2 abnimmt, sinkt auch der posi­ti­ve prä­dik­ti­ve Wert. Das bedeu­tet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person mit einem posi­ti­ven Ergebnis (SARS-CoV‑2 nach­ge­wie­sen) tat­säch­lich mit SARS-CoV‑2 infi­ziert ist, mit abneh­men­der Positivitätsrate sinkt, unab­hän­gig von der Spezifität des Assays. Daher wird den Gesundheitsdienstleistern emp­foh­len, die Testergebnisse zusam­men mit den kli­ni­schen Anzeichen und Symptomen, dem bestä­tig­ten Status aller Kontakte usw. zu berücksichtigen.

„WHO "über ein erhöh­tes Risiko für fal­sche SARS-CoV-2-Ergebnisse" bei PCR-Tests“ weiterlesen

Linke Selbstkritik

In einem Beitrag, der "Corona-Demonstrationen: Die ver­pass­te Gelegenheit" über­schrie­ben ist, ist am 14.12. auf lowerclassmag.com zu lesen:

»Am 07. November demons­trier­ten fast 20.000 auf einer von der „Querdenken“-Bewegung orga­ni­sier­ten Demonstration in Leipzig. Was im Vorfeld der Demonstration statt­fand, möch­te ich eine „gelun­ge­ne Massenmobilisierung“ nen­nen. Die Reaktion in der Linken auf die­se Mobilisierung war, wie nicht anders zu erwar­ten, ver­nich­tend. Im Einklang mit die­sen Reaktionen bin ich über­zeugt, dass es not­wen­dig ist, die „Querdenken“-Bewegung zu beob­ach­ten und die völ­ki­schen und anti­se­mi­ti­schen Ideologieelemente auf­zu­de­cken und zu kri­ti­sie­ren. Aber ich bin auch der Meinung, dass das plum­pe Bashing der Bewegung durch hie­si­ge Kommentator*innen eine Kompensation für das eige­ne Scheitern und die aus­blei­ben­de Strategie in Bezug auf Covid-19 ist. Denn es war ein Fehler, dass die Entfaltung des Potenzials einer Bewegung, die von Anfang an eli­ten­feind­lich und staats­kri­tisch auf­trat, den neu­en Rechten über­las­sen wur­de, die die­se Gelegenheit pro­fes­sio­nell erkann­ten und wahr­nah­men und nun die Demonstrationen der Querdenker*innen mit Reichstagsflaggen und ihrer Symbolik dominieren. 

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Tiefenentspannter Drosten: "Schlampige Coronavirus-Immunität"

Es ist schon ein Weilchen her, daß Christian Drosten sich der­art hemds­är­me­lig zeig­te. Von Anfang Oktober September stam­men sol­che Worte wie "Wir haben Angela Merkel, die Dinge ver­steht", aber "Wir ver­lie­ren sicher­lich gera­de das öffent­li­che Vertrauen", weil "die Krankheit nicht vor­han­den ist":

Etwas irri­tiert reagiert auch hier das Publikum auf sei­ne Perkolations-Theorie. Das voll­stän­di­ge loh­nen­de Video gibt es hier unter dem Titel "Sloppy coro­na­vi­rus immu­ni­ty with Christian Drosten".