Koloniales Denken in der Wissenschaft – Ethik-Dumping

Einblicke in die Testung von Impfstoffen in armen Ländern gibt ein Beitrag auf deutschlandfunk.de vom 27.12. Dort wer­den Erfahrungen vor Covid-19 auf­ge­führt. Ob die Teststudien in Brasilien 2020 wohl Parallelen aufweisen?

In einem Gespräch mit dem Bio-Ethiker Charles Weijer ist zu erfahren:

»Malaria-Impfstoff Mosquirix für Säuglinge und Kleinkinder umstritten
400.000 Kinder ster­ben jedes Jahr an Malaria. Schutzmaßnahmen wie Moskitonetze lösen das Problem offen­sicht­lich nur bedingt. Ein Impfstoff dage­gen wäre der Durchbruch – wenn er denn wirkt. Seit den 1980er Jahren wird der Impfstoff Mosquirix ent­wi­ckelt. Aber Studien zei­gen, dass er Säuglinge kaum schützt und Kleinkinder nur zu etwa 30 Prozent – nach vier Impfdosen…

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Impfen AnalphabetInnen in Stralsund?

In einem ver­harm­lo­sen­den Video zum Impfskandal in Stralsund auf msn.com ist zu sehen:

Quelle: msn.com

Die Anleitung von BionTech sieht vor (s. Impfstoff-Handhabung. Sind inter­na­tio­na­le Beobachter vor Ort?);

    • »Der auf­ge­tau­te Impfstoff muss in sei­ner ursprüng­li­chen Durchstechflasche mit 1,8 ml Natriumchloridlösung 9 mg / ml (0,9%) zur Injektion unter Verwendung einer 21-Gauge-Nadel (Farbe nach EN ISO 6009 dun­kel­grün) oder dün­ne­ren Nadel mit einer 2 ml Spritze asep­tisch ver­dünnt werden.

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Von wegen neue Mutation

»Montag, 28. Dezember:
20.31 Uhr: Corona-Mutation in Hannover nach­ge­wie­sen – Probe stammt aus November!
Seit Mitte Dezember sorgt in England eine mutier­te Corona-Variante für Aufregung. Jetzt kommt raus, dass sie schon viel län­ger gras­siert – und zwar auch in Deutschland. Wie das nie­der­säch­si­sche Sozialministerium mit­teil­te, ist das Virus nach­träg­lich bei einem Mann nach­ge­wie­sen wor­den, der mitt­ler­wei­le ver­stor­ben ist. Brisant: Die Probe bei dem hoch­be­tag­ten Patienten mit Vorerkrankungen ist bereits Ende November genom­men worden.«

Das ist zu lesen auf derwesten.de. Nicht ganz schlüs­sig ist, was folgt:

»„Weitere Ansteckungen hat es im Zusammenhang mit die­sen Fällen nach den Erkenntnissen des Gesundheitsamtes der Region Hannover nicht gege­ben“, teil­te das Ministerium mit…

Die mutier­te Corona-Variante gilt als beson­ders ansteckend. «

Jeckes aus dem Rheinland

rp-online.de hat heu­te u.a. die­se Meldungen im Angebot:

»Streit um Gratis-Masken in Duisburg: Apotheker ver­wei­gert 68-Jähriger FFP2-Masken
Christa Lemm woll­te sich in der Marien-Apotheke in Wanheimerort ihre drei Gratis-Masken holen. Die wur­den ihr jedoch ver­wei­gert. Die Begründung: Sie sei kei­ne Stammkundin son­dern bezie­he ihre Medikamente über die Vesand-Apotheke Doc Morris.
[so im Original, AA]« Quelle: rp-online.de

»„Corona ist mir scheiß­egal“: Polizei löst Weihnachtsfeier mit 25 Menschen in Duisburg auf
Duisburg 25 Personen, dar­un­ter 14 Kinder, fei­er­ten am Donnerstagabend eine Geburtstags- und Weihnachtsparty in Duisburg. Die Polizei lös­te die Feierlichkeiten auf und nahm zwei Männer in Gewahrsam, die sich hef­tig wehr­ten. Einer der bei­den trat nach den Beamten.«
Quelle: rp-online.de

Umgeben sind die Meldungen von Anzeigen wie diesen:

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„Ich finde keine Argumente, die dagegen sprechen, sich mit dem Impfstoff in der jetzigen Situation impfen zu lassen.“

Auf die Gefahr zu lang­wei­len: Meine "HeldInnen der Pandemie" sit­zen in den Bildredaktionen.

Quelle: rp-online.de

»„Ich fin­de kei­ne Argumente, die dage­gen spre­chen, sich mit dem Impfstoff in der jet­zi­gen Situation imp­fen zu lassen.“…Pflegebedürftige Menschen zuhau­se wür­den durch Hausärzte geimpft, kämen aber erst spä­ter an die Reihe, wenn der Moderna-Impfstoff zuge­las­sen sei, sag­te Laumann.«

Schlechte Karten für Laschet-Spezi

"Nach Kritik an Vergabeverfahren: Van Laack ver­liert Auftrag über 1,25 Millionen Polizei-Masken in NRW" berich­tet heu­te rp-online.de.

»Die Vergabe eines Auftrags über die Fertigung von Alltagsmasken für die nord­rhein-west­fä­li­sche Polizei an die Modefirma van Laack wird rück­ab­ge­wi­ckelt und neu aus­ge­schrie­ben. Ein Sprecher des Düsseldorfer Innenministeriums sag­te am Montag, es gehe um einen Auftrag von 1,25 Millionen Masken zum Preis von 1,9 Millionen Euro. Nach der EU-wei­ten Neuausschreibung kön­ne es bis März 2021 dau­ern, bis die Vergabe abge­schlos­sen sei.

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Virologin fordert europaweiten Lockdown

Ist das die Fortsetzung des öko­no­mi­schen Niederkonkurrierens durch den deut­schen Zuchtmeister, dies­mal mit viro­lo­gi­schen Mitteln? Isabella Eckerle, die in einem Artikel des Tagesspiegels vom 27.12. eben­so pene­trant wie falsch als "Schweizer Virologin" (s.u.) bezeich­net wird, wird dort so zitiert:

»Die Virologin sag­te der „Neue Zürcher Zeitung (NZZ) am Sonntag“ nun: „Wenn die einen lockern, wäh­rend die ande­ren ver­schär­fen, gefähr­det das den Erfolg des Lockdowns in einem ande­ren Land.“

„Letztlich läuft das auf einen europaweiten Lockdown hinaus“

Die Genfer Virologin sag­te wei­ter: „In einem Europa mit offe­nen Grenzen funk­tio­niert die Pandemiebekämpfung nur so gut, wie es das Land hin­be­kommt, das es am schlech­tes­ten macht.“ Es brau­che des­halb rasch eine gemein­sa­me Strategie zur Senkung der Fallzahlen. „Letztlich läuft das auf einen euro­pa­wei­ten Lockdown hin­aus.“«

Am ver­meint­li­chen deut­schen Erfolgsmodell soll "sich die geo­gra­fi­sche Region Europa (nicht nur die EU)" ori­en­tie­ren. Da soll­ten sich die viel­ge­lob­ten DemonstrantInnen in Belarus mal warm anziehen.

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Liebe Ana-Marie, lieber Markus!

Ihr betei­ligt Euch rege an der Diskussion in den Kommentaren. Dafür vie­len Dank. Dabei arbei­tet Ihr Euch ab dar­an, was ande­re aus Eurer Sicht fälsch­lich behaup­ten oder in wes­sen gefähr­li­che Nähe sie sich damit begeben.

Ich möch­te Euch ein­la­den, Eure Argumentation posi­tiv dar­zu­stel­len, also das, wovon Ihr über­zeugt seid. Ich bie­te Euch an, jeweils einen "Gastbeitrag" hier zu ver­öf­fent­li­chen, der unzen­siert erscheint. Was hal­tet Ihr davon? Ich den­ke da an einen Umfang von zwei DIN-A4-Seiten, also ca. 2.000 Zeichen. Vielleicht ist das ja eine Möglichkeit, die Debatte zu versachlichen.

Wenn Ihr Euch damit anfreun­den wollt, schickt mir eine Mail mit Eurem Text!

Update: Mich wür­de z.B. interessieren:

      • Haltet Ihr für abwe­gig, daß Pharma-Konzerne wie ande­re auch ein Marktumfeld schaf­fen und sich über Lobby-Arbeit Einfluß verschaffen?

„Liebe Ana-Marie, lie­ber Markus!“ weiterlesen

Der „Drosten-Test“: Wie alles anfing

Der Ursprung der „Corona-Krise“ ist die Anwendung der Polymerase-Kettenreaktion PCR. Mittlerweile sind die Probleme die­ser Methode, mit der COVID-19 nach­ge­wie­sen wer­den soll, recht gut bekannt. Man weiß, dass dadurch gan­ze Virengenome nicht von Bruchstücken und das Gesuchte nicht von Verunreinigungen, die zu bestimm­ten Vorgaben pas­sen, unter­schie­den wer­den kön­nen und es kei­ne Erkennungsmöglichkeit für die Vermehrungsfähigkeit von Viren gibt. Ohne eine genaue Überprüfung – die aber nur in den sel­tens­ten Fällen statt­fin­det – sind die Zahlen wert­los und alles, was dar­aus folgt, sinn­los bis falsch. [1] Erschwerend kommt hin­zu, dass das im Januar von der Weltgesundheitsorganisation WHO als Standard prä­sen­tier­te PCR-Protokoll meh­re­re schwe­re metho­di­sche Fehler wie die Zyklenzahl von 45 [2] auf­weist, die es „nutz­los“ [3] machen.

Wie konn­te es gesche­hen, dass die­ses unge­nü­gen­de Protokoll von der WHO akzep­tiert und als Standard prä­sen­tiert wur­de? Wie konn­te es danach gesche­hen, dass das ECDC (European Center for Disease Prevention and Control), die für Infektionskrankheiten in Europa zustän­di­ge Behörde, die­ses Protokoll in ihrem Publikationsorgan Eurosurveillance ver­öf­fent­lich­te? Gab es bei der WHO und bei Eurosurveillance denn über­haupt kei­ne Begutachtung von Fachleuten? Und war­um trifft man über­all auf Christian Drosten, den Direktor des Virologischen Instituts der Berliner Charité? „Der „Drosten-Test“: Wie alles anfing“ weiterlesen