Professor Brockmann weiß es eigentlich besser

Der glei­che Professor Dirk Brockmann, der sich ges­tern vehe­ment für die Einstellung jeg­li­cher Kontakte aus­ge­spro­chen hat­te ("Eigentlich müss­ten wir uns so ver­hal­ten, als sei­en wir alle infi­ziert") – sie­he dazu Ernsthafter Konkurrent für Drosten – klang Ende Mai völ­lig anders. In einem Interview mit der Deutschen Welle sag­te er: "Das Einschränken von Mobilität macht die Situation nicht deut­lich besser."

Quelle: dw.com

Siehe auch Darf man Prof. Brockmann einen Dummschwätzer nennen?

Druck auf Pflegepersonal wird erhöht

Ausgerechnet in einem Artikel, der von zwei Pflegeheimen berich­tet, in denen es nach einer Impfung "Corona-Ausbrüche" gab, macht die "Süddeutsche Zeitung" am 7.1. Stimmung gegen PflegerInnen, die einer Impfung skep­tisch gegenüberstehen.

»Für Georg Sigl-Lehner, den Präsidenten der Vereinigung der Pflegenden in Bayern, sind die Vorfälle in den ober­frän­ki­schen Einrichtungen ein Beweis mehr dafür, dass auch für Geimpfte die stren­gen Corona-Regelungen wei­ter­hin Bestand haben müs­sen. "Natürlich muss man davon aus­ge­hen, dass nach der ers­ten Corona-Impfung immer noch Infektionen auf­tre­ten kön­nen", sag­te er. 

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Bundesregierung bricht Versprechen der Gleichbehandlung von Geimpften und Nicht-Geimpften

So beti­telt handelsblatt.com einen Artikel vom 8.1.

»Berlin Der Impfstart in Deutschland befeu­er­te die Debatte, ob Bürger nach einer Corona-Impfung mehr Freiheiten bekom­men kön­nen. Die Bundesregierung ver­trat dabei eine kla­re Position: Geimpfte sol­len kei­ne Sonderrechte erhal­ten. Wie schwer die­ses Versprechen in der Praxis ein­zu­hal­ten ist, zeigt aller­dings die Musterverordnung des Bundes für den Reiseverkehr.

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Klaus Maria Brandauer: "Ich mache das, was Regierungen und Virologen sagen"

»Zum Jahresauftakt blick­te der öster­rei­chi­sche Schauspieler Klaus Maria Brandauer (77) im Interview mit der "Bild am Sonntag" auf das ver­gan­ge­ne her­aus­for­dern­de 2020 zurück. "Es geht mir eigent­lich ganz gut. Obwohl ich weiß, dass wir mit die­ser Pandemie nur sehr, sehr schwer fer­tig­wer­den und dass es län­ger dau­ern wird, als wir alle zunächst glau­ben konnten."

Dennoch ver­hal­te er sich über­aus kor­rekt, wie er beton­te: "Bei all mei­nem Freiheitsbedürfnis habe ich fest­ge­stellt, dass ich auch ein sehr guter Untertan sein kann. Ich mache tat­säch­lich das, was die Regierung und die Virologen sagen." So macht es für ihn auch kei­nen Sinn, sich hier quer zu stel­len. "Ich ver­ste­he die­je­ni­gen nicht, die sich nicht an Regeln hal­ten wol­len. Sich selbst und die ande­ren zu schüt­zen, soll­te selbst­ver­ständ­lich sein."

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Ernsthafter Konkurrent für Drosten

Man könn­te den­ken, was Schwurbelei und Platzieren von sich wider­spre­chen­den Äußerungen in einem Satz angeht, kön­ne nie­mand Christian Drosten das Wasser rei­chen (s. Beiträge mit Suchwort "Podcast"). Womöglich hat er nun sei­nen Meister gefunden.

»Dirk Brockmann ist Physik-Professor an der Humboldt-Universität Berlin, für das Robert Koch-Institut und die Wissenschaftsakademie Leopoldina. Er arbei­tet zu kom­ple­xen Systemen, Netzwerken und com­pu­ter­ge­stütz­ter Epidemiologie.«

erfah­ren wir über ihn im Artikel "So lässt sich die Verbreitung in Deutschland sofort stop­pen" auf t‑online.de vom 8.1. Von einem Experten, der für das Robert Koch-Institut ist (!), kann man nicht weni­ger erwar­ten. Seine Worte machen deut­lich, war­um man tun­lichst nicht mit Smartphones unter­wegs sein sollte.

»Als Leiter des "Covid-19 Mobility Projects" des Robert Koch-Instituts hat er in den letz­ten Monaten unter­sucht, wie sich die Deutschen in der Corona-Krise bewegen.

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Das kommt bei der digitalen Schule heraus

Bildungs- und MedienforscherInnen war­nen schon lan­ge vor der Vereinsamung von Menschen, die lan­ge Zeiten ihres Tages allei­ne vor PC- und Smartphone-Bildschirmen ver­brin­gen. Eingeschränkte Blickwinkel, feh­len­der Austausch durch man­geln­de Kontakte, Anfälligkeit für Verschwörungstheorien kön­nen die Folge sein, je län­ger ein sol­cher Zustand anhält. sol.de ("Partner von RP ONLINE") berich­tet am 8.1.:

»Abschlussklassen im Saarland for­dern Verlängerung von Homeschooling

Die Schülervertretung einer Schule im Landkreis Saarlouis hat eine Petition gestar­tet. Der Abschlussjahrgang des Albert-Schweizer-Gymnasiums (ASG) Dillingen ver­öf­fent­lich­te einen offe­nen Brief an Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot. Eine wei­te­re Petition der Schülerin Selina Birk hat bereits über 1.000 Unterstützer:innen.«

Nun müs­sen die MacherInnen nicht not­wen­di­ger­wei­se wis­sen, wer Albert-Schweitzer (!) war. Sie müs­sen auch nicht die "Vision" der Schule kennen:

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"Wir machen auf!" Wie ist die Rechtslage?

Die Kanzlei Beate Bahner schreibt:

»Sehr geehrte Damen und Herren,

vor wenigen Tagen startete eine Unternehmerinitiative den Aufruf „Wir machen auf“. Derzeit – und vermutlich noch länger als angekündigt – ist es den meisten Betrieben, Geschäften, Hotels und Gaststätten untersagt, ihren Betrieb zu öffnen. Die damit verbundenen finanziellen Belastungen sind inzwischen so existenzbedrohlich, dass viele Unternehmer diese Verbote nicht mehr hinnehmen wollen und können – denn sie haben fast nichts mehr zu verlieren.
Beigefügt finden Sie eine Darstellung der Rechtslage, die Sie gerne verwenden oder weiterleiten können..«

Dem sei hiermit nachgekommen

Rechtsanwältin Beate Bahner zur Rechtslage - Wir machen auf - Stand 8. Januar 2021

Keine Maskenpflicht mehr, solange Geschäfte zu sind in Krefeld

»Krefeld Obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz in Krefeld seit die­ser Woche wie­der steigt, endet nun die Maskenpflicht in der City. Außerdem ver­zich­tet die Verwaltung auf Parkgebühren in der Innenstadt. Der Oberbürgermeister begrün­det die Entscheidungen.…

„Wir haben uns mit die­ser Entscheidung schwer­ge­tan“, gesteht Oberbürgermeister Frank Meyer, Chef des Corona-Krisenstabs. „Wir wol­len damit kein fal­sches Signal set­zen. Aber wir wür­den sehen­den Auges Gefahr lau­fen, dass die Gerichte die bestehen­de Situation kas­sie­ren, weil die Geschäfte geschlos­sen sind.“ Sobald der Lockdown been­det ist und der Handel wie­der öff­nen darf, sol­len die „prä­ven­ti­ven Maßnahmen wie­der ein­ge­lei­tet wer­den“, betont der Verwaltungschef. Und: Die Verwaltung ver­zich­tet – wie schon beim ers­ten Lockdown – bis zum 31. Januar auf die Parkgebühren im Innenstadtbereich. Meyer: „Die Menschen sol­len schließ­lich zu Hause blei­ben.“« (rp-online.de)

Eines ist so logisch wie das Andere.