Eiertanz oder Rückzugsgefecht?

Nun macht auch NRW teil­wei­se Rückzieher von den Beschlüssen der MP-Konferenz. "15-Kilometer-Regelung fehlt in NRW-Coronaschutz­verordnung" heißt es auf rp-online heu­te. Auch die "Kinder-Regel" gilt so nicht mehr.

»HOTSPOT-REGELUNG Die Ministerpräsidenten hat­ten sich mit Kanzlerin Angela Merkel dar­auf ver­stän­digt, dass in beson­ders betrof­fe­nen Kreisen und kreis­frei­en Städten eine Bewegungs­einschränkung für die Bürger gel­ten soll. In einem Radius von nicht mehr als 15 Kilometern sol­len sich die Bürger dem­nach von ihrem Wohnort weg­be­we­gen dür­fen. So hat­ten es Merkel und auch der NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstagabend nach der Ministerpräsidentenkonferenz vor­ge­stellt. Wer nun aller­dings die neue Verordnung aus dem Hause von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) nach dem 15-Kilometer-Radius durch­sucht, sucht ver­geb­lich. NRW über­lässt es den betrof­fe­nen Kommunen selbst, „die Erforderlichkeit über die­se Verordnung hin­aus­ge­hen­der zusätz­li­cher Schutzmaßnahmen“ zu prü­fen und die­se im Einvernehmen mit dem NRW-Gesundheitsministerium anzu­ord­nen. Der 15-Kilometer-Radius wird damit von einer Muss- zu einer Kann-Regelung.

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Magdeburger OB wettert gegen Corona-Leine

Das berich­tet am 8.1. u.a. bild.de. Dr. Lutz Trümper (SPD) wird so zitiert:

»Ich hal­te die­se gan­zen Maßnahmen für nicht admi­nis­trier­bar und auch nicht kon­trol­lier­bar. In Magdeburg ist laut der aktu­el­len Zahlen einer von 10000 Einwohnern infi­ziert. Und jetzt wol­len sie den ande­ren 9999 Einwohnern sagen, du sollt die Stadt nicht verlassen?“«

Quelle: youtube.com

Update: Trotz des Rechenfehlers (10 von 10.000 ist rich­tig) hörenswert.

"COVID-19 als Anfang einer Pandemie-Serie?" – "Auch für Start-ups von großem Interesse"

«Einladung zur Präsentation des Gesundheitsjahrbuchs 2020

Livestream der Veranstaltung von Sanofi und der Plattform Gesundheitswirtschaft der WKÖ

Wien (OTS) – Am 12. Jänner 2021 prä­sen­tie­ren Sanofi Österreich und die Plattform Gesundheitswirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich im Rahmen einer hoch­ka­rä­tig besetz­ten Veranstaltung per Livestream aus den ProSiebenSat1. PULS 4 Studios das mitt­ler­wei­le 12. „Jahrbuch für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft Österreich“.

Das „Gesundheitsjahrbuch“ bie­tet gemein­sam mit der Wiener Städtischen Versicherung und dem 4GameChangers Festival als lang­jäh­ri­gen Partnerinnen seit 2009 jähr­lich einen kom­pak­ten Überblick über alle rele­van­ten gesund­heits­po­li­ti­schen und gesund­heits­wirt­schaft­li­chen Veränderungen des ver­gan­ge­nen Jahres.

Einfluss von Biodiversität auf Gesundheit und Wirtschaft. COVID-19 als Anfang einer Pandemie-Serie?

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"Da hilft nur Zwang". Gegen "skrupellose Zocker" aka PflegerInnen

Diese Meinung wird in einer Kolumne auf spiegel.de am 9.1. ver­tre­ten zum Thema

»Impfskepsis bei Ärzten und Pflegekräften – Querdenker in Weiß"
Erschreckend vie­le Menschen in Gesundheitsberufen wol­len sich nicht gegen Corona imp­fen las­sen. Da hilft nur Zwang.«

Alexander Neubacher, der sol­ches bekennt, ist kein Angestellter eines Reichspropagandaministeriums. Vielmehr darf er sich "Leitender Redakteur SPIEGEL+" nen­nen.

»Bei DVA hat er die SPIEGEL-Bücher "Ökofimmel. Wie wir ver­su­chen, die Welt zu ret­ten, und was wir damit anrich­ten" und "Total beschränkt. Wie uns der Staat mit immer neu­en Vorschriften das Denken abge­wöhnt" veröffentlicht.«

In einem deut­schen Journalistenkopf des 21. Jahrhunderts kön­nen offen­bar Gewaltphantasien und rechts­po­pu­lis­ti­sche Auffassungen bes­tens mit­ein­an­der aus­kom­men. So näm­lich in einem inter­es­san­ten Werbeumfeld:

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Long Covid – leicht gemacht

Schon als im Sommer die Zahl der gemel­de­ten "Corona-Toten" nicht mehr so recht zum Alarmismus pas­sen woll­ten, wur­den die Langzeitfolgen für "Genesene" the­ma­ti­siert. Als ob nicht jede schwe­re Atemwegserkrankung der­ar­ti­ge Folgen mit sich bräch­te, wur­de unter dem Namen "Long Covid" ein neu­es Phänomen kre­iert. Es tut auch heu­te gute Dienste. "Von Covid-19 gene­sen – aber noch sechs Monate spä­ter Symptome" über­schreibt der "Spiegel" einen Artikel am 9.1.

Dort wer­den Ergebnisse einer chi­ne­si­schen Studie dar­ge­stellt, die am 8.1. in der Zeitschrift "Lancet" publi­ziert wur­den. Von 2469 PatientInnen, die zwi­schen dem 7. Januar und dem 29. Mai 2020 aus dem Jin Yin-tan Krankenhaus ent­las­sen wor­den waren, wur­den bei 1733 von ihnen Nachuntersuchungen zwi­schen dem 16. Juni und dem 3. September 2020 durch­ge­führt. 94 PatientInnen erhiel­ten einen Blut-Antikörper-Test. 390 einen Lungenfunktionstest und wei­te­re Spezialuntersuchungen. Der "Spiegel" faßt die Ergebnisse so zusammen:

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Professor Brockmann weiß es eigentlich besser

Der glei­che Professor Dirk Brockmann, der sich ges­tern vehe­ment für die Einstellung jeg­li­cher Kontakte aus­ge­spro­chen hat­te ("Eigentlich müss­ten wir uns so ver­hal­ten, als sei­en wir alle infi­ziert") – sie­he dazu Ernsthafter Konkurrent für Drosten – klang Ende Mai völ­lig anders. In einem Interview mit der Deutschen Welle sag­te er: "Das Einschränken von Mobilität macht die Situation nicht deut­lich bes­ser."

Quelle: dw.com

Siehe auch Darf man Prof. Brockmann einen Dummschwätzer nennen?

Druck auf Pflegepersonal wird erhöht

Ausgerechnet in einem Artikel, der von zwei Pflegeheimen berich­tet, in denen es nach einer Impfung "Corona-Ausbrüche" gab, macht die "Süddeutsche Zeitung" am 7.1. Stimmung gegen PflegerInnen, die einer Impfung skep­tisch gegenüberstehen.

»Für Georg Sigl-Lehner, den Präsidenten der Vereinigung der Pflegenden in Bayern, sind die Vorfälle in den ober­frän­ki­schen Einrichtungen ein Beweis mehr dafür, dass auch für Geimpfte die stren­gen Corona-Regelungen wei­ter­hin Bestand haben müs­sen. "Natürlich muss man davon aus­ge­hen, dass nach der ers­ten Corona-Impfung immer noch Infektionen auf­tre­ten kön­nen", sag­te er. 

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Bundesregierung bricht Versprechen der Gleichbehandlung von Geimpften und Nicht-Geimpften

So beti­telt handelsblatt.com einen Artikel vom 8.1.

»Berlin Der Impfstart in Deutschland befeu­er­te die Debatte, ob Bürger nach einer Corona-Impfung mehr Freiheiten bekom­men kön­nen. Die Bundesregierung ver­trat dabei eine kla­re Position: Geimpfte sol­len kei­ne Sonderrechte erhal­ten. Wie schwer die­ses Versprechen in der Praxis ein­zu­hal­ten ist, zeigt aller­dings die Musterverordnung des Bundes für den Reiseverkehr.

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Klaus Maria Brandauer: "Ich mache das, was Regierungen und Virologen sagen"

»Zum Jahresauftakt blick­te der öster­rei­chi­sche Schauspieler Klaus Maria Brandauer (77) im Interview mit der "Bild am Sonntag" auf das ver­gan­ge­ne her­aus­for­dern­de 2020 zurück. "Es geht mir eigent­lich ganz gut. Obwohl ich weiß, dass wir mit die­ser Pandemie nur sehr, sehr schwer fer­tig­wer­den und dass es län­ger dau­ern wird, als wir alle zunächst glau­ben konnten."

Dennoch ver­hal­te er sich über­aus kor­rekt, wie er beton­te: "Bei all mei­nem Freiheitsbedürfnis habe ich fest­ge­stellt, dass ich auch ein sehr guter Untertan sein kann. Ich mache tat­säch­lich das, was die Regierung und die Virologen sagen." So macht es für ihn auch kei­nen Sinn, sich hier quer zu stel­len. "Ich ver­ste­he die­je­ni­gen nicht, die sich nicht an Regeln hal­ten wol­len. Sich selbst und die ande­ren zu schüt­zen, soll­te selbst­ver­ständ­lich sein."

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Ernsthafter Konkurrent für Drosten

Man könn­te den­ken, was Schwurbelei und Platzieren von sich wider­spre­chen­den Äußerungen in einem Satz angeht, kön­ne nie­mand Christian Drosten das Wasser rei­chen (s. Beiträge mit Suchwort "Podcast"). Womöglich hat er nun sei­nen Meister gefunden.

»Dirk Brockmann ist Physik-Professor an der Humboldt-Universität Berlin, für das Robert Koch-Institut und die Wissenschaftsakademie Leopoldina. Er arbei­tet zu kom­ple­xen Systemen, Netzwerken und com­pu­ter­ge­stütz­ter Epidemiologie.«

erfah­ren wir über ihn im Artikel "So lässt sich die Verbreitung in Deutschland sofort stop­pen" auf t‑online.de vom 8.1. Von einem Experten, der für das Robert Koch-Institut ist (!), kann man nicht weni­ger erwar­ten. Seine Worte machen deut­lich, war­um man tun­lichst nicht mit Smartphones unter­wegs sein sollte.

»Als Leiter des "Covid-19 Mobility Projects" des Robert Koch-Instituts hat er in den letz­ten Monaten unter­sucht, wie sich die Deutschen in der Corona-Krise bewegen.

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