Drei-Stufen-Plan soll Großveranstaltungen wieder ermöglichen

Gewiß stellt der Vorschlag nicht den Bruch mit den "Corona-Maßnahmen" dar. In Trippelschritten bewegt sich das Maßnahmen-Lager auf einen Plan B zu. Wenn selbst der mäch­ti­ge DFB der Panikerzählung von Lauterbach (eben­falls heu­te: "Ich hal­te es für gesi­chert, dass die­se Zahlen dar­auf hin­wei­sen, dass wir am Beginn der drit­ten Welle sind") nicht mehr unein­ge­schränkt fol­gen mag, ist das ermu­ti­gend. Auf rp-online.de ist unter obi­ger Überschrift heu­te zu lesen:

»Berlin Mit einem Drei-Stufen-Plan sol­len nach einem Vorschlag aus Wissenschaft, Sport und Kultur trotz Corona-Pandemie wie­der Zuschauer bei Großveranstaltungen mög­lich werden.

Das Papier, das am Montag vor­ge­stellt wer­den soll, liegt der Deutschen Presse-Agentur bereits vor. Der Ansatz ermög­li­che es, „Breitenveranstaltungen mit ver­tret­ba­rem Aufwand und Spitzenveranstaltungen unter rele­van­ten Zusatzinvestitionen wie­der zu den Zuschauern und Gästen zu trans­por­tie­ren“, heißt es dar­in. Zuvor hat­te die „Bild“-Zeitung berichtet.

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Hunderte bei "Schweigemarsch" gegen Corona-Auflagen

Der Blog muß­te heu­te etwas zurück­ste­hen. Deshalb:

"Berlin (dpa/bb) – Hunderte Menschen haben bei einem «Schweigemarsch» gegen die Corona-Regeln demons­triert. Die Polizei sprach am Samstagnachmittag von rund 580 Teilnehmern. Etwa 80 Polizisten waren vor Ort, wie ein Sprecher mit­teil­te. Die Demonstration soll­te vom Walther-Schreiber-Platz an der Grenze zwi­schen Friedenau und Steglitz zum Potsdamer Platz in Mitte füh­ren. Angemeldet waren ursprüng­lich etwa 1000 Teilnehmer.

Teilweise tra­ten Anwohner auf die Balkone und pro­tes­tier­ten gegen den Aufzug mit Trillerpfeifen. Einige Gegendemonstranten stan­den am Straßenrand und rie­fen «Nazis raus», ande­re schlu­gen mit Kochlöffeln auf Töpfe. Im «Großen und Ganzen» ver­lau­fe das Geschehen aber bis­lang stö­rungs­frei, sag­te der Polizeisprecher. Für den Nachmittag sei­en zudem zwei klei­ne­re Gegenkundgebungen in der Nähe der Demonstrationsroute mit jeweils rund 50 ange­mel­de­ten Teilnehmern geplant.
© dpa-info­com, dpa:210220–99-522841/3"

Diese dpa-Meldung fin­det sich auf zeit.de. Auf den Portalen der Lokalpresse ist sie bis jetzt (17:00) noch nicht ange­kom­men. Es war eine ent­spann­te Stimmung, selbst eini­ge der GegendemonstrantInnen waren zu Gesprächen bereit. In einer Bildunterschrift spricht die "Zeit" übri­gens von etwa ein­tau­send Menschen.

Neustrelitz: 34 von 100 zweifach Geimpften positiv getestet

»Neustrelitz: Corona-Ausbruch in Pflegeheim – Bewohner geimpft
Stand: 19.02.2021 14:08 Uhr
In einem Pflegeheim in Neustrelitz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) sind 34 der ins­ge­samt gut 100 Bewohner posi­tiv auf das Coronavirus getes­tet wor­den. Sämtliche Bewohner haben bereits bei­de Impfungen erhal­ten* – die zwei­te Anfang Februar.
Damit sind die Infektionen rela­tiv nahe an der zwei­wö­chi­gen Zeitspanne auf­ge­tre­ten, nach der der Schutz des Impfstoffs wirk­sam wer­den soll­te. Wie es hieß, sind die Krankheitsverläufe sehr mil­de. Die Infizierten hät­ten kaum oder gar kei­ne Symptome, nie­mand habe ins Krankenhaus ein­ge­lie­fert wer­den müs­sen, sag­te der Geschäftsführer der Diakonie Mecklenburgische Seenplatte, Christoph de Boor.

Keine Einschränkungen bei der Betreuung
Ob die ver­gleichs­wei­se mil­den Verläufe mit der Impfung zusam­men­hän­gen, sei Spekulation, hieß es. Aber ver­gli­chen mit frü­he­ren Ausbrüchen in ande­ren Einrichtungen sei die Lage in dem Neustrelitzer Heim bedeu­tend bes­ser – zumal unter den Mitarbeitern nur zwei posi­ti­ve Testergebnisse regis­triert wur­den. Die Betreuung der Bewohner sei wei­ter ohne Einschränkungen gewähr­leis­tet, hieß es wei­ter.«
ndr.de

Auch in die­sem Fall bleibt im Dunkeln, wie es denn wohl – wenn nicht die Impfung die Ursache war – zu die­sem "Ausbruch" gekom­men sein kann.

* Update: Mit Stand 20.02.2021 06:16 Uhr wur­de vom NDR verändert:

„Neustrelitz: 34 von 100 zwei­fach Geimpften posi­tiv getes­tet“ weiterlesen

Impfkampagne: Handbuch der Manipulation

Für das Verständnis, auf wel­che Weise Manipulation in der Impfdebatte statt­fin­det, ist ein Blick in "Das Kommunikationshandbuch zum COVID-19-lmpfstoff. Ein prak­ti­scher Leitfaden zur Verbesserung der Impfstoff-Kommunikation und Bekämpfung von Falschinformationen" sehr hilfreich.

"Dieses Handbuch wur­de von einem Team von Wissenschaftlern und Freiwilligen aus vie­len aka­de­mi­schen Disziplinen erstellt."

Zur Gruppe der fünf "Koordinierenden Leitautoren" gehört "Dr. Philipp Schmid, Vetretungsdozent für Statistik und Forschungsmethoden" an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt. Vor den kon­kre­ten Anleitungen zur Beeinflussung von Meinungen fin­den sich Statements, die die Grundlage der Argumentation bilden:

»… Wissenschaftler haben inzwi­schen meh­re­re hoch­wirk­sa­me Impfstoffe gegen COVID-19 entwickelt.

Aufgrund des von COVID-19 aus­ge­hen­den Risikos und sei­ner star­ken Verbreitung war es mög­lich, die kli­ni­schen Studien zu beschleu­ni­gen, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen:

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