"Der bloßen Fixierung auf politisch festgelegte kumulative Inzidenzen fehlt belastbare Evidenz"

Das sagen sechs SprecherInnen von Berliner Gesundheitsämtern auf aerzteblatt.de am 9.4. Im Februar wur­de hier (Alle Berliner Amtsärzte kri­ti­sie­ren „NoCovid“ scharf) über eine ers­te Stellungnahme infor­miert. Nun wie­der­ho­len die Fachleute ihre Warnungen:

»Bisher wur­den die Gesundheitsämter am Diskurs der Zielmarken nicht betei­ligt, ihre Arbeitsfähigkeit wur­de allein an poli­tisch fest­ge­leg­ten Zielgrößen defi­niert. Dabei ist die Lage spä­tes­tens seit Beginn der Impfungen kom­ple­xer, als es die 7‑Tages‑Inzi­denz ver­mu­ten lässt.

Die Problematik im aktu­el­len Diskurs ist schlicht: Es fehlt an unter­schied­li­chen Perspektiven. Wir müs­sen die Entweder-oder-Logik der No-COVID-Strategie zuguns­ten gut durch­dach­ter, regio­na­ler Stufenpläne ver­las­sen. Allerdings hat sich die poli­ti­sche Beratung an den Wocheninzidenzen von wahl­wei­se 50 oder 100 pro 100 000 Einwohner ver­bis­sen. Dabei wer­den vier Dinge außer Acht gelassen:

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Werde ich nun vom Verfassungsschutz beobachtet?

Dieses Foto ver­wen­det die "Berliner Zeitung" am 14.4. für einen Bericht über die Ankündigung des Berliner Verfassungsschutzes, für­der­hin "Teile der Corona-Protestbewegung unter Beobachtung" zu stel­len. Es zeigt eine Protestaktion gegen das neue "Notbremsen/Notstandsgesetz", das von etli­chen JuristInnen für ver­fas­sungs­wid­rig gehal­ten wird.

https://www.berliner-zeitung.de/news/bericht-berliner-verfassungsschutz-beobachtet-corona-protestbewegung-li.152569

Ich wer­de mich also dar­auf ein­stel­len müs­sen, daß mei­ne Arbeit mit geheim­dienst­li­chen Mitteln ver­folgt wird. „Werde ich nun vom Verfassungsschutz beob­ach­tet?“ weiterlesen

Berlin: Gerichtspräsident kippt Maskenpflicht für Mitarbeiter

Auf berliner-zeitung.de ist am 14.4. zu lesen:

»Berlin – An den Berliner Gerichten gibt es Streit um die Corona-Maskenpflicht. Amtsgerichtspräsident Hans-Michael Borgas soll laut einem Bericht der B.Z. alle Mitarbeiter vom Tragen einer FFP-2-Maske und von der Corona-Testpflicht ent­bun­den haben. Der Jurist habe in einem Schreiben Zweifel dar­an geäu­ßert, dass die Infektionsschutzverordnung mit der Masken- und Testpflicht in sei­nem Hause gel­te. So sei es frag­lich, ob er bei Gericht „Kunden“ oder „Gäste“ habe, für die ent­spre­chen­de Vorgaben gel­tend gemacht wer­den könn­ten. Man übe am Gericht kein Gewerbe aus, soll Borgas laut B.Z. geäu­ßert haben.

Hintergrund der Maskendebatte ist offen­bar ein Konflikt um einen 43-jäh­ri­gen Richter am Landgericht in Moabit. Dieser soll bereits im März Verfassungsbeschwerde gegen die Corona-Regeln ein­ge­legt haben und auch in sei­nen Gerichtsverhandlungen kein Freund der Maskenpflicht sein. Laut B.Z.-Bericht woll­te er es bei­spiels­wei­se Verfahrensbeteiligten frei­stel­len, unter Einhaltung der Abstandsregeln auf das Tragen einer Maske zu ver­zich­ten…«

Siebzehn auf einen Streich. Geimpft und positiv getestet

»Altenheimbewohner trotz Impfung posi­tiv getes­tet – Virologen besorgt«. Das berich­tet heu­te rp-online.de (Bezahlschranke).

»In einem Altenheim in Leichlingen hat sich eine Mitarbeiterin trotz voll­stän­di­gem Impfschutz mit dem Corona-Virus infi­ziert. Das wur­de über einen PCR-Test bestä­tigt. Bei wei­te­ren 17 Bewohnern und Mitarbeitern des „Pilgerheims Weltersbach“ hat­ten Schnelltests ange­schla­gen, 14 von ihnen sind seit Januar eben­falls zwei­mal geimpft. Für Joachim Noß, Geschäftsführer des Altenheims, ist die Häufung der Fälle erstaun­lich. Am spä­ten Mittwochnachmittag kamen ers­te Rückmeldungen der PCR-Tests. Demnach waren eini­ge der betrof­fe­nen, bereits geimpf­ten Bewohner auch dabei posi­tiv, sag­te Noß. Es deu­te sich an, dass die Schnelltests kor­rekt gewe­sen seien…«

Ü80 mit deut­lich schlech­te­re Immunantwort

»Virologen der Uni-Klinik Düsseldorf bewer­ten den Fall als unge­wöhn­lich – unter dem Vorbehalt, dass es bei den PCR-Tests bei der hohen Zahl von Betroffenen bleibt. Aber das sieht nun so aus.

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Chaos Computer Club sieht Sicherheitsprobleme bei Luca-App

Am 14.4. auf rbb24.de.:

»Die Hackervereinigung Chaos Computer Club (CCC) hat gefor­dert, für die neue Luca-App zur Kontaktnachverfolgung kei­ne Steuermittel mehr aus­zu­ge­ben. Bei der App gebe es eine nicht abrei­ßen­de Serie von Sicherheitsproblemen, sag­te CCC-Sprecher Linus Neumann am Mittwoch laut Mitteilung.

Auf die IT-Sicherheitslücken hat­ten zuvor Datenschutz-Aktivisten hin­ge­wie­sen. Vor allem der soge­nann­te Luca-Schlüsselanhänger sei ein Problem. Dieser Schlüsselanhänger soll Menschen ohne Smartphone hel­fen. Allerdings könn­te den Aktivisten zufol­ge damit die Identität jedes Nutzers schnell kopiert und miss­braucht wer­den. "Wer den QR-Code (eines Schlüsselanhängers) scannt, kann nicht nur künf­tig unter Ihrem Namen ein­che­cken, son­dern auch ein­se­hen, wo Sie bis­her waren", kri­ti­sier­te Neumann.

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Brandenburg stoppt Terminvergabe für Erstimpfungen

Über man­che Sparmaßnahmen kann man sich freu­en. Auf rbb24.de ist am 14.4. zu erfahren:

»Wegen Engpässen bei der Lieferung von Impfstoffen könn­ten neue Termine für Erstimpfungen für Biontech und Moderna in Brandenburg nach Angaben der Landesregierung in den nächs­ten Wochen auf Null gefah­ren werden.

"Wir wer­den kei­ne Erstimpfungstermine mehr her­aus­ge­ben, um wenigs­tens – soweit es irgend geht – mit den vor­han­de­nen Biontech- und Moderna-Dosen die Kompensation der Zweitimpfungen zu Astrazeneca durch­hal­ten zu kön­nen", sag­te Innenminister Michael Stübgen (CDU) am Mittwoch in einer Sitzung von Gesundheits- und Innenausschuss des Landtags. "Das wird so eng wer­den, dass wir nach Stand jetzt nicht unbe­dingt in der Lage sind, das zu errei­chen."«

Susi aus Guben kom­men­tiert empört: "Dieses ewi­ge bla­bla, ich kann es nicht mehr hören. Anderswo wird nur die Autoscheibe run­ter­ge­las­sen und man bekommt ne Impfung". A. meint: "Jetzt soll­ten die deut­schen Politiker ernst­haft über ein Exportstopp für BIONTECH Impfstoff nach­den­ken".

Die bes­te Idee hat Paul aus BRB: "Ich glau­be es hilft nur noch ein Generalstreik. Alle blei­ben der Arbeit fern, bis wir geimpft sind".

Corona-Impfungen beim Hausarzt
Das Glück beim Doktor

So ist am 14.4. im Fachblatt für Pharma-Marketing "taz" ein Artikel der Impfenthusiastin Alena Weil über­schrie­ben. Begeistert lesen wir:

»Ein beson­de­rer Tag für Anita Drews: Endlich wird sie geimpft – und das um die Ecke. Die Nachfrage beim Hausarzt über­steigt das Angebot mehrfach.

BERLIN taz | Heute nur Impftermine“ steht auf einem klei­nen wei­ßen Schild vor der Praxis am Maybachufer in Berlin-Neukölln. Es ist ein son­ni­ger Tag, die Menschen fla­nie­ren am Landwehrkanal, der Frühling liegt in der Luft – und damit auch die Hoffnung auf bes­se­re Zeiten. Ein beson­ders guter Tag ist es für Anita Drews: Die 57-Jährige erhält heu­te ihre lang ersehn­te Covid-19-Impfung…

Um halb zwölf sitzt sie gut gelaunt im Behandlungsraum. Ärztin Bergner kon­trol­liert zunächst die Unterlagen, dann folgt die Impfaufklärung. Bergner erklärt, wel­che typi­schen Impfreaktionen zu erwar­ten sind und ab wann der vol­le Impfschutz besteht. Nur noch ein kur­zer Piks, und schon ist alles erle­digt: der Impfstoff im Arm, die Patientin glücklich…«

„Corona-Impfungen beim Hausarzt
Das Glück beim Doktor“
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