"Abrechnung" im Wandel der Zeiten

Ich habe den Artikel auf spie​gel​.de vom 2.11. nicht gele­sen. Nicht nur, weil ich dafür kein Geld aus­ge­ben wer­de und Precht unin­ter­es­sant finde.

Stattdessen habe ich einen Artikel auf dw​.com aus dem Jahr 2013 unter dem Titel "Verbotene Klänge im NS-Staat" ange­se­hen. Dort ist zu lesen:

»Der "Rassenwahn" der Nationalsozialisten mach­te auch vor der Musik nicht halt. Die deut­sche Musik soll­te rein sein, frei von allem "Undeutschen", "Nichtarischen". Um der Bevölkerung die­se Zielsetzung vor Augen zu füh­ren, wur­de am 24.Mai 1938 – wäh­rend der ers­ten Reichsmusiktage in Düsseldorf – die Ausstellung "Entartete Musik. Eine Abrechnung" eröff­net. Alles, was in der musi­ka­li­schen Kultur des NS-Staates kei­nen Platz mehr haben soll­te, wur­de den Besuchern durch Hörbeispiele, Bilder und Texte vorgeführt.

Am Pranger stan­den Schlager, Operette und ato­na­le Musik, vor allem aber die Musik jüdi­scher Komponisten und die als "Niggermusik" dif­fa­mier­te Jazzmusik. Die Ausstellung wur­de Ausgangspunkt einer bei­spiel­lo­sen Verfolgungskampagne gegen Musiker und ihre Musik: Keiner der dort ver­un­glimpf­ten Musiker konn­te sei­ner Tätigkeit im NS-Staat wei­ter nach­ge­hen. Aufführungs- und Berufsverbot waren der Anfang, Verfolgung und Deportation bis hin zur Ermordung das Ende.«

Man wird Herrn Evers nicht unter­stel­len kön­nen, daß er Precht oder etwa Wagenknecht auch nur das Recht auf Meinungsäußerung neh­men will. Noch weni­ger wird er sie ein­sper­ren oder gar ermor­den wollen.

De fac­to betreibt er aller­dings eine Hetzjagd, die schon in den weni­gen Sätzen sei­nes Vorspanns sprach­lich ein Vorbild in der Nazi-Propaganda hat. Auch die, das macht der Artikel der "Deutschen Welle" deut­lich, begann nicht erst 1933 oder mit den "Rassegesetzen" oder jener Ausstellung von 1938.

So wie heu­te ehr­ba­re Ethikkommissionen oder Professoren für Verhaltensökonomie der gesell­schaft­li­chen Selektion das Wort reden, war auch die Ausstellung nicht von maro­die­ren­den SS-Truppen organisiert:

»Eine abschre­cken­de Schau soll­te die Ausstellung "Entartete Musik" sein, so woll­te es der Hitler-Verehrer Hans Severus Ziegler. Der NSDAP-Funktionär und dama­li­ge Intendant am Staatstheater in Weimar hat­te die Ausstellung orga­ni­siert. In sei­ner Eröffnungsrede sag­te er: "Was in der Ausstellung zusam­men­ge­tra­gen ist, stellt das Abbild eines wah­ren Hexensabbat dar und ein Abbild arro­gan­ter jüdi­scher Frechheit und völ­li­ger geis­ti­ger Vertrottelung."…

Schon 1930 hat­te Ziegler gegen den Jazz gewet­tert: er ver­hel­fe der "Negerkultur zum Sieg". Kreneks Jazz-Oper "Jonny spielt auf", 1927 in Leipzig mit gro­ßem Erfolg urauf­ge­führt und seit­dem an vie­len deut­schen Theatern insze­niert, war für ihn "ver­ju­de­te Niggermusik". In der Ausstellungsbroschüre schrieb er: "Ein Volk, das dem 'Jonny‘, der ihm schon zu lan­ge auf­spiel­te, nahe­zu hys­te­risch zuju­belt, ist see­lisch und geis­tig krank gewor­den und inner­lich wirr und unsauber".«

Nicht bei den Folgen für die Betroffenen, sehr wohl aber bei der Dramaturgie gesell­schaft­li­cher Ächtung haben Faschismus und Vakzinismus erkenn­bar Berührungspunkte. Ewers ist kein Faschist. Was er und zu vie­le ande­re aus sei­ner Zunft betrei­ben, kann jedoch Weichen in eine ver­häng­nis­vol­le Zukunft stel­len, in der jeg­li­che Opposition als "gesell­schafts­schä­di­gend" unter­bun­den wird.

(Siehe auch Vakzinismus als Gesellschaftsmodell und die Beliebigkeit von Faschismus-Vorwürfen).

(Hervorhebungen nicht im Original.)

27 Antworten auf „"Abrechnung" im Wandel der Zeiten“

  1. The UK plans to make online “pile-ons” a crime, in chil­lin­g­ly broad attempt to sup­press speech

    Das Vereinigte Königreich plant, Online-"Pile-ons" unter Strafe zu stel­len – ein erschre­cken­der Versuch, die Meinungsfreiheit zu unterdrücken

    " ..Ein wei­te­rer Straftatbestand betrifft die Verbreitung von Informationen, von denen Internetnutzer "wis­sen", dass sie falsch sind, wie­der­um mit dem Ziel, ihrem "wahr­schein­li­chen Publikum" emo­tio­na­len oder kör­per­li­chen Schaden zuzu­fü­gen. Der vor­ge­schla­ge­ne Gesetzesentwurf ist gespickt mit eben­so vagen und sub­jek­ti­ven Definitionen künf­ti­ger Straftaten, die vor Gericht schwer zu bewei­sen sein könnten.

    Das Ministerium für Kultur, Medien und Sport hat die "wahr­schein­li­che psy­chi­sche Schädigung" als Grundlage für die neue Gesetzgebung auf­ge­nom­men, wie von der Rechtskommission emp­foh­len, und wird sie in den Gesetzentwurf auf­neh­men, sobald die­ser an die bri­ti­sche Regierung wei­ter­ge­lei­tet wird, die ihn geneh­mi­gen soll­te, bevor er im November ins Parlament kommt.

    Eine wei­te­re Empfehlung, die ange­nom­men wur­de, besteht dar­in, Online-"Pile-ons" unter Strafe zu stel­len – d. h. das Versenden von Trolling-Nachrichten durch meh­re­re Nutzer, die vom Empfänger als beläs­ti­gend emp­fun­den wer­den. Ein Beispiel, das eine Regierungsquelle den Medien gab, um zu ver­deut­li­chen, was es bedeu­tet, "wis­sent­lich" fal­sche Informationen zu ver­brei­ten, wäre, wenn ein Impfstoffskeptiker oder eine impf­kri­ti­sche Person über ihre Überzeugung spricht – dies wird anschei­nend auto­ma­tisch als unwahr ange­se­hen, wäh­rend der Autor dafür ver­ant­wort­lich gemacht wird, dass er "davon weiß". .." (Übersetzer)

    https://​rec​laimt​hen​et​.org/​t​h​e​-​u​k​-​p​l​a​n​s​-​t​o​-​m​a​k​e​-​o​n​l​i​n​e​-​p​i​l​e​-​o​n​s​-​a​-​c​r​i​me/

  2. CDC advi­sers endor­se Pfizer’s Covid-19 vac­ci­ne for kids 5–11

    CDC-Berater befür­wor­ten den Impfstoff Covid-19 von Pfizer für Kinder von 5–11 Jahren

    "Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren kön­nen in den nächs­ten Tagen gegen Covid-19 geimpft wer­den, nach­dem ein Expertengremium, das die Zentren für Seuchenkontrolle und ‑prä­ven­ti­on berät, am Dienstag emp­foh­len hat, dass der Kinderimpfstoff von Pfizer in die­ser Altersgruppe ver­wen­det wer­den sollte.

    Die Empfehlung, die mit 14:0 Stimmen ange­nom­men wur­de, wur­de eini­ge Stunden spä­ter von CDC-Direktorin Rochelle Walensky bestätigt. .."

    https://www.statnews.com/2021/11/02/cdc-advisers-endorse-pfizer-covid-19-vaccine-for-kids‑5–11

    Organisationen, Behörden und Institutionen wel­che unse­re Gesundheit schüt­zen soll­ten sind korrumpiert.

    Plague of Corruption

    Plage der Korruption

    ".. Eine wahr­haft scho­ckie­ren­de Reihe von Enthüllungen über die tie­fe Korruption und Kriminalität des medi­zi­ni­schen Industriekomplexes. Entlarvt den wis­sen­schaft­li­chen Betrug und die dreis­te intel­lek­tu­el­le Unredlichkeit, die heu­te die Pharmakartelle kenn­zeich­nen, die die mensch­li­che Gesundheit den Unternehmensgewinnen opfern. .." (Übersetzer)

    https://​www​.nara​ya​na​-ver​lag​.de/​P​l​a​g​u​e​-​o​f​-​C​o​r​r​u​p​t​i​o​n​-​D​r​-​J​u​d​y​-​M​i​k​o​v​i​t​s​-​K​e​n​t​-​H​e​c​k​e​n​l​i​v​e​l​y​-​R​o​b​e​r​t​-​F​-​K​e​n​n​e​d​y​-​j​r​/​b​2​5​876

  3. die einen stel­len imp­fäs­se aus, die ande­ren unbe­denk­lich­keits­be­schei­ni­gun­gen: "ewers ist kein faschist" und stem­pel drauf. har­ry pot­ter muß­te ler­nen, daß die welt nicht nur aus "totes­sern" und guten men­schen bestand.
    die fol­gen für die betrof­fe­nen unter­schei­den sich, weil das wesen des faschis­mus der ver­nich­tungs­wil­le ist.
    der faschis­mus ist der ver­nich­tungs­wil­le in aktion.
    "der stür­mer" und "t‑online" haben berüh­rungs­punk­te, sie berüh­ren sich aber nicht in den fol­gen, kon­se­quen­zen für die "Verfolgten". Verfolgt wird durch aus­gren­zung, wer sich unter­wirft, ein­reiht, wer mit­macht, wird nicht mehr ver­folgt, wer aus­stei­gen will, aus der ver­folg­ten­grup­pe, "quer­den­ker­sze­ne", der wird aufgenommen.
    viel­leicht geht es um einen kampf um anerkennung?
    der herr will imp­fen und der knecht läßt sich stechen.
    und vor­her: herr A steht herr B gegen­über, dann ent­brennt der kampf auf leben und tod: herr B läßt sich mit dem tode bedro­hen, den für ihn schon die imp­fung darstellt.
    herr B läßt sich töten, gewalt­sam oder er unter­wirft sich freiwillig.
    das ist eine art selbst­mord, selbstaufgabe.
    herr B über­lebt den Angriff von herrn A nicht, durch selbst­mord, durch sym­bo­li­schen tod, durch impf­tod, durch gewaltmaßnahmen.
    das bewußt­sein von herrn B wird ange­sichts der todes­dro­hung, durch sich selbst, durch den ande­ren, verändert.
    das selbst­be­wußt­sein von herrn B wird gekränkt, verletzt.
    die ver­let­zung ist eine verneinung.
    herr A muß dazu gebracht wer­den, die ver­nei­nung auf­zu­he­ben, B in sei­ner Verneinung anzu­er­ken­nen = B als Wille anzuerkennen.
    herr B ist in sei­nem Dasein negiert, weil er nicht als per­son, als wil­le aner­kannt ist und er ist nichts als wille.
    des­halb ist ein gebro­che­ner wil­le vernichtung.
    der ver­nich­tungs­wil­le negiert dasein.
    herr A negiert B als instanz, durch die sich A selbst aner­kannt weiß. der kampf geht dar­um, daß B dar­um kämpft, instanz der Anerkennung des ande­ren zu sein.
    A will aber nur noch sich als aner­kannt wis­sen, durch A‑Strich, durch sich selbst. A = A.
    A negiert B und erkennt sich nur noch in A‑Strich.
    in B erkennt A das ande­re sei­ner selbst, das gegen­teil, den gegen­satz, den wider­spruch, die ver­nei­nung sei­nes wil­lens, die negie­rung sei­ner person.
    B ist der Tod. A ist das Leben.

  4. @ hol­ger blank

    "die einen stel­len imp­fäs­se aus, die ande­ren unbe­denk­lich­keits­be­schei­ni­gun­gen: 'ewers ist kein faschist' und stem­pel drauf."

    Treffender kann man es nicht formulieren.

    "Kampf um Anerkennung", Herr und Knecht, Dialektik. Ich sehe Hegel.

  5. aa, gra­tu­lie­re zur Erkenntnis, dass es im poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Leben durch­aus Parallelen zur NS Zeit gibt. Sie haben sich ja lan­ge genug dage­gen ver­wehrt und den Vergleich nicht zu gelas­sen. Und Sie wer­den erstaunt sein, was noch alles an Parallelen kom­men wird. Wir sind nicht mehr am Anfang einer neo-faschis­tisch gepräg­ten Zeit, son­dern bereits mittendrin.

      1. @aa: Wie ein Freund von mir in sol­chen Fällen sagen wür­de: "Zukunft, es gibt auch eine Zukunft!"
        Nur weil etwas bis­her nicht pas­siert ist, heißt das nicht, daß es auch in Zukunft nicht ein­tre­ten wird.
        Ich bin bei­spiels­wei­se noch nie gestor­ben, das ist jetzt aber kein Beweis dafür, daß ich auch in Zukunft nicht ster­ben werde 😉 .

        1. @Klaudia: Für die­se Annahme gibt es hin­rei­chend plau­si­ble Gründe. 🙂
          Vielleicht gibt es in fünf­zig Jahren nur noch eine klei­ne mensch­li­che Kolonie von Superreichen auf dem Mars, wer weiß? Ist bis­her nicht pas­siert, kann viel­leicht ein­tre­ten. Vielleicht wür­de ich auch bald einen Sechser im Lotto lan­den, wenn ich denn spie­len wür­de. Kann sein, kann nicht sein. Also was soll uns Geunke bringen?

    1. @Schäbiger Lump

      soweit sogut. Es kommt jedoch dar­auf an zu erken­nen, daß der Faschismus sei­ne Wurzeln im kapi­ta­lis­ti­schen System hat und zwar in Jedem kapi­ta­lis­ti­schen System.

      Genau das zeigt ja die Geschichte! MFG

  6. Leute begreift das doch end­lich: Noch nie wur­den Menschen wegen ihrer Rasse oder wegen ihres Glaubens ver­folgt! Die wur­den ver­folgt, gefol­tert und ermor­det wegen ihrer Klassenzugehörigkeit! Klassenkampf ist näm­lich sys­tem­be­dingt und der kapi­ta­lis­ti­schen Propaganda ist jede Lüge recht, die­sen Fakt zu verleugnen.

    Die sind die Leugner, nicht wir! Die Kapitalisten bedro­hen die Menschheit, nicht irgend­wel­che Viren die es schon immer gab!

    MFG

    1. @Erfurt: Oftmals fin­de ich die­se Hinweise auf Klasseninteressen ja hilf­reich. Manchmal sind sie mir zu platt.
      Nach Holocaust und Apartheid so etwas zu behaup­ten, ist schon skur­ril. Interessen über­la­gern sich, Widersprüche sind viel­fäl­tig. Es wur­den auch jüdi­sche Kapitalisten von den Nazis ermor­det, und in Südafrika gab es eine wei­ße Arbeiterklasse, die auch von der "Rassentrennung" pro­fi­tier­te. Krankheiten bedro­hen zunächst ein­mal Menschen weit­ge­hend unab­hän­gig von ihrer Klassenzugehörigkeit. An Krebs kann auch der mäch­tigs­te Kapitalist kre­pie­ren. Es gibt natür­lich sozia­le Abhängigkeiten, Lebensverhältnisse kön­nen Krankheiten begüns­ti­gen oder ver­mei­den. Es hilft wenig, etwa die Gewalt eines Erdbebens oder Tsunamis zu leug­nen, ent­schei­dend ist, ob mein Haus sta­bil ist oder eine Wellblechhütte, ob ich Zugang zu medi­zi­ni­scher Versorgung nicht nur im Notfall habe und so wei­ter. Da sind wir in der Tat wie­der bei der Klassenfrage.

      1. @aa, lei­der haben auch Sie immer noch nicht begrif­fen was Klassenkampf ist. Und wie die Propaganda funk­tio­niert um zu ver­schlei­ern um was es da über­haupt geht. 

        Nochmal zum Nachdenken: Wessen Glauben oder wel­cher Rasse Menschen ange­hö­ren, war der Herrschenden Klasse schon immer egal. Aber wahr­schein­lich klemmt es bei Ihnen schon am Klassenbegriff.

        Noch Schlimmer ist es, wenn sich Menschen nicht ein­mal die Mühe geben, das zu verstehen!

        MFG

    2. @Erfurt: Naja, wenn 'de Geld hast spielt die Farbe kei­ne Rolle mehr. Da ist schon was dran. Man beach­te, dass vie­le der­je­ni­gen, wel­che aus den ärms­ten der armen Länder zu uns gelan­gen, dort fast "Privilegierte" sind, weil sie sich sonst die ver­hält­nis­mäs­si­ge Flucht/Schleusung gar nicht leis­ten könn­ten. Die aller­ärms­ten, dort wo die her­kom­men, haben gar kei­ne Chance. Deswegen ist die­ses Gutmenschentum der Asylhelfenden bis zu einem gewis­sen Grade kom­plett ver­lo­gen. Es sind die Verhältnisse vor Ort und nicht die Fluchtmöglichkeiten das Problem. Das darf man nie ver­ges­sen. Die hie­si­gen Verhältnisse den dor­ti­gen anzu­pas­sen ändert gar nichts zum Positiven. Die Rechnung geht nicht auf.

      1. @Alf: Es geht dar­um, Verantwortung wahr­zu­neh­men für die Verbrechen, die die Wohlstandswelt den Menschen in den armen Ländern antut. Nicht dar­um, unse­re Verhältnisse den dor­ti­gen anzu­pas­sen. Wir schau­en zu, wie inzwi­schen Millionen Menschen meh­re­rer Generationen in elen­den Flüchtlingslagern vege­tie­ren müs­sen, in die sie flie­hen vor Kriegen, bei denen die rei­che west­li­che Welt ordent­lich mit­mischt. Wenn sich jun­ge Leute auf den Weg ins gelob­te Europa machen, weil das ihre ein­zi­ge Hoffnung auf Bildung und ein erträg­li­ches Leben ist, dann müs­sen wir ihnen das ermög­li­chen. Die Alternative kann ein­zig sein, ihnen dort lebens­wer­te Umstände zu ermög­li­chen. Wenn wir ihre Fischfanggebiete leer­räu­bern, mit unse­rer Lebensweise ihre Umwelt ver­step­pen, mit unse­ren Billigstexporten loka­le Märkte zer­stö­ren, sie zwin­gen, gen­tech­nisch ver­än­der­tes Saatgut von "unse­ren" Großkonzernen zu kau­fen, wenn ihre Kinder auf Müllkippen mit "unse­rem" Elektronikschrott arbei­ten müs­sen, anstatt in die Schule zu gehen…, dann sind wir ver­ant­wort­lich für die­se und vie­le ande­re Fluchtgründe.

        1. @aa: Habe ich ver­stan­den, stim­me ich mit über­ein! Allein die Mathematik macht mir dabei Sorgen. Ohne eine unend­li­che Debatte los­tre­ten zu wol­len. An dem was @Erfurt sagt ist etwas dran. Es wird – bewusst wohl – ein gewal­ti­ger Druck erzeugt.

        2. ".….,dann sind wir ver­ant­wort­lich für die­se und vie­le ande­re Fluchtgründe."
          Aber wir sind auch ver­ant­wort­lich für die vie­len Bürger in unse­rem Land, die unter Brücken leben. 

          Fahren Sie mal zur Unterführung der SB Charlottenburg.

          1. @Weißer Rabe: Richtig! Deshalb hal­te ich über­haupt nichts davon, die Elenden der Welt gegen­ein­an­der aus­zu­spie­len. Es sind die glei­chen mäch­ti­gen Halunken, die aus Profitgier Menschen hier wie dort in Armut stür­zen. Gegen die soll­ten wir hier wie dort gemein­sam ange­hen. Das wäre mein Verständnis der viel stra­pa­zier­ten Solidarität.

    3. @Erfurt: Die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen fin­det auch in der "Dritten Welt" statt. Auch unge­ach­tet der Rasse. Die Macht bedient sich ger­ne der Konkurenz, weil "die Armen" dann unter­ein­an­der "beschäf­tigt" und abge­lenkt sind. Man nennt es auch "Teile und herr­sche". Die Uneinigkeit erhält und ver­stärkt die Macht. Ob es dabei um Rassismus geht, oder um Religion, inter­es­siert den Mächtigen nur soweit es nütz­lich ist. Insofern sehe ich das auch so. Das "Klassenproblem" kann aber genau­so miss­braucht wer­den. Vieleicht ist es das was @aa meint. Man beden­ke dass eine Klasse schon­mal dazu neigt aus­zu­gren­zen, zB. in die Innehalter einer Arbeit und die­je­ni­gen wel­che man ihrer ent­fernt hat. Das kann auch spalten.

  7. Der Faschismus lie­fert jede Menge Anschauungsmaterial, wie ein auto­ri­tär-tota­li­tä­res Regime instal­liert, kon­so­li­dert und ver­ste­tigt wird. Natürlich steht eine ande­re Motivation hin­ter die­sem Corona Putsch mit fol­gen­der kom­plet­ter Transformation der Gesellschaften, als als dies beim Nationalsozialismus der Fall war. Obwohl: Man kann auch hier her­vor­ra­gend dis­ku­tie­ren, ob nicht auch dies ver­gleich­ba­re Eliten/ Profiteure im Hintergrund mit­tels einer schreck­li­chen Tarnkappenideologie waren, die den "Wünschen" der aus­füh­ren­den Organe und Personen erfüllte. 

    Die Methoden sind bei der Errichtung eines auto­ri­tär-tota­li­tä­ren Systems immer ähn­lich, fol­gen einer Sequenz. Nun ist es die Zeit der Konsolidierung und die Säuberungen. Wieviel von den ca. 30% Abweichlern, die noch nicht geimpft sind, wird man erpres­sen kön­nen? Bleiben am Ende wenigs­tens 5% – 10% übrig, die man nicht hat erpes­sen kön­nen mit Entzug der wirt­schaft­li­chen Lebensgrundlagen? Wie wird gegen die­se dann ver­blie­be­ne Minderheit welt­weit vor­ge­gan­gen? Man kann treff­lich spe­ku­lie­ren anhand von Erfahrungen mit bish­ri­gen auto­ri­tär-tota­li­tä­ren Systemen (und dies ist nicht nur der Faschismus).

  8. @aa, "Nicht bei den Folgen für die Betroffenen, sehr wohl aber bei der Dramaturgie gesell­schaft­li­cher Ächtung haben Faschismus und Vakzinismus erkenn­bar Berührungspunkte. Ewers ist kein Faschist. Was er und zu vie­le ande­re aus sei­ner Zunft betrei­ben, kann jedoch Weichen in eine ver­häng­nis­vol­le Zukunft stel­len, in der jeg­li­che Opposition als "gesell­schafts­schä­di­gend" unter­bun­den wird."

    Die Berührungspunkte kom­men daher, dass es sich um Ideologien handelt. 

    "Gesundheit" ist zu einer Art Ersatzreligion gewor­den und damit zu einer Ideologie nach deren "Logik" die Gesellschaft umge­stal­tet wird. Frühere Ideologien waren *expli­zit* gesell­schafts­ge­stal­tend: "Wir glau­ben an X und for­dern daher, in der Gesellschaft sol­le Y gel­ten." Die "Gesundheitsreligion" (*) kommt dage­gen "unschul­dig" daher: Jeder will doch gesund sein und blei­ben und die medi­zi­ni­sche Wissenschaft sagt uns, wie das geht. Wir müs­sen nur "der Wissenschaft fol­gen". Auf die­se Weise wird der ideo­lo­gi­sche Charakter, den der Begiff "Gesundheit" ange­nom­men hat, ver­deckt. Das scheint mir ein Grund zu sein, war­um so vie­le "Linke" das Kapitalmachtspiel hin­ter der Pandemie nicht begreifen.

    (*) Dr. med. H. Jäger, "Gesundheit, Religion, Tianxia", Medizinisches Coaching.
    https://​www​.medi​zi​ni​sches​-coa​ching​.net/​p​s​y​c​h​o​l​o​g​i​e​/​s​p​r​a​c​h​e​n​_​d​e​r​_​p​s​y​c​h​e​/​w​a​h​r​h​e​i​t​/​g​e​s​u​n​d​h​e​i​t​s​-​r​e​l​i​g​i​o​n​.​h​tml

  9. "Faschismus und Vakzinismus (haben) erkenn­bar Berührungspunkte"
    z.Bsp.: Der Gebrauch und die Definition von Sprache und Worten wird den Bedürfnissen angepasst.

    “Im »Ministerium für Wahrheit« wird die Geschichte umge­schrie­ben. Dort arbei­tet Winston in der Dokumentations-Abteilung, wo Zeitungsartikel und ande­re Schriftstücke »kor­ri­giert« und neu gedruckt werden”:
    Impfdurchbruch (Impfversagen), vorher/nachher.
    7:23 vorm. · 2. Nov. 2021"
    https://​twit​ter​.com/​r​o​s​e​n​b​u​s​c​h​_​/​s​t​a​t​u​s​/​1​4​5​5​4​2​0​3​2​4​3​3​4​4​8​1​4​1​2​/​p​h​o​t​o/1

    z.Bsp.: Die Zensur als Teil der Propaganda.

    "Big Brother Zuckerberg will künf­tig Folgendes von sei­ner Kundschaft nicht mehr lesen, sonst wird sie GELÖSCHT.
    Ach ja: das ist nur ein klei­ner Auszug zum Thema Corona. Mit einem Social Credit System könn­te sowas bald auch außer­halb von fb gel­ten… 1/3 (-3/3)
    2. Nov. 2021"
    https://​twit​ter​.com/​r​o​s​e​n​b​u​s​c​h​_​/​s​t​a​t​u​s​/​1​4​5​5​5​4​9​3​0​2​4​9​1​7​8​3​181

  10. Deutlichere Worte und kla­re­re Analyse:

    https://​nor​berthae​ring​.de/​m​e​d​i​e​n​v​e​r​s​a​g​e​n​/​s​p​i​e​g​e​l​-​p​r​e​c​ht/

    "Rekordverdächtige Abrechnung des Spiegel mit einem Corona-Abtrünnigen"

    hier die Liste der Injurien, die nur auf den Autor Evers selbst zurück fal­len kön­nen (egal was man von Precht hält oder denkt):

    Wirrkopf
    (Talkshow-Dauergast)
    intel­lek­tu­ell abgestürzt
    schwadroniert
    auf Querdenker-Niveau
    vie­le Menschen hal­ten ihn für klug … war­um nur?
    (dampf­plau­dern)
    erzählt gedank­lich unge­fil­ter­ten Unsinn
    (ärger­lich)
    (gefähr­lich)
    (intel­lek­tu­el­ler Scheinriese)
    (Quatsch)
    Nähe zum Milieu der Querdenker
    (unwür­dig)
    hat Meinung ver­mut­lich (!) anhand Schmalspur-Internetinfos gebildet
    in ver­schwö­re­ri­scher Querdenker-Manier
    denkt nicht vor dem Reden
    (Vielsprecher)
    Schwurblertum pur

    Was haben sol­che Leute wie Evers nur gespritzt bekommen?

  11. Eine Stilblüte hier­zu: "Über die incon­sis­ten­cy des Berliner Kulturlebens in Pandemiezeiten kriegt sich der älte­re bri­ti­sche Streichquartettkenner hin­ter mir im Pierre-Boulez-Saal kaum mehr ein. Ganz Unrecht hat er nicht, es ist zwar schön, ohne Maske im voll­be­setz­ten Saal zu sit­zen. Aber wäh­rend uns reni­ten­te Impfmuffel gera­de ins nächs­te Desaster seu­chen, wäre es schö­ner mit 2G-Regel statt des gel­ten­den „3G“. Und auch eine genaue­re Kontrolle der Impfzertifikate wäre eine fei­ne Sache – man kann und soll­te die QR-Codes mal scan­nen, nicht bloß anschau­en, lie­ber Boulezsaal (und lie­bes Konzerthaus am Vortag)!" (gefun­den auf https://​hun​der​t11​.net/​k​o​n​s​i​s​t​e​n​t​-​e​i​n​z​y​k​e​lnd)

  12. "Nicht bei den Folgen für die Betroffenen, sehr wohl aber bei der Dramaturgie gesell­schaft­li­cher Ächtung haben Faschismus und Vakzinismus erkenn­bar Berührungspunkte"

    Der "Vakzinismus" ist expli­zit nicht Zielsetzung der NSDAP und somit nicht in die­sem Zusammenhang geächtet.
    Die Zielsetzungen der NSDAP waren in der Weimarer Republik nicht geset­zes­wid­rig, weil die Abschaffung der bestehen­den Verfassung ehe­dem recht­lich mög­lich war. Das ist in der BRD nicht der Fall. Der Rechtsweg ist einer "zwei­ten NSDAP", wie die sich auch immer nen­nen möch­te, ver­schlos­sen. Sie wäre also gar nicht in der Lage zu bestehen.
    Das fällt erst mit dem Wegfall unse­rer Verfassung, z.B. durch mas­si­ve Veränderungen. Das Ermächtigungsgesetz von 2020 hat genau des­we­gen also sehr wohl einen sich im NS-Zusammenhang befind­li­chen Charakter. Zumal die Evidenz sei­ner Herleitung, zu Recht erheb­lich ange­zwei­felt wird. Die Covid-19-Erkrankung gehört ihrer Sterberate nach in den Kreis der so genann­ten sai­so­na­len grip­pa­len Atemwegserkrankungen.
    Wieso glaubt man, sol­le das nicht im Zusammenhang mit dem Faschismus ste­hen? Das ist schwer zu ver­ste­hen. Liegt es denn nicht näher das anzu­neh­men als es in Abrede zu stel­len? Wo sind denn die Zahlen die das bele­gen sol­len. "An und Mit" kann kei­ne Todesursache sein. Das ist doch Blödsinn. Und was heisst dabei "im Zusammenhang"?

    Welche Bank, wel­cher Juwelier, ver­zich­tet denn auf Sicherheitsmassnahmen, bloss weil seit acht­zig Jahren kein Überfall statt­ge­fun­den hat?

    Der gesam­te "Pandemiefall /-betrug" ist das Problem und nicht bloss der "Vakzinismus". Die Diskussionen dar­um sind Augenwischerei.

  13. "Vakzinismus". Eine Frage wäre, war­um aus­ge­rech­net die Impfung die­sen Kultcharakter ange­nom­men hat. Schaut man sich die Entwicklung schon vor Corona an, so fällt auf, dass heut­zu­ta­ge klei­nen Kindern eine enor­me Zahl von Impfungen rein­ge­drückt wird und die meis­ten Impfungen ziem­lich nutz­los zu sein schei­nen. Hier hat sich eine Therapieform offen­sicht­lich von ihrem medi­zi­ni­schen sinn abgelöst. 

    Eine mög­li­che Antwort, im Rahmen der "Gesundheitsreligion" (H. Jäger, s.o.), wäre, dass die Impfung ja allen Menschen ange­bo­ten wird, auch allen die Teilnahme am Kultus ermög­licht, wäh­rend Heilbehandlungen nur wirk­lich Kranken zuteil wer­den. Eine ande­re Erklärung (die die ers­te nicht aus­schliesst) wäre, dass die Impfung pro­phy­lak­tisch gedacht ist, also einen "Schutzschirm" dar­stellt, wäh­rend die Behandlung gewis­ser­mas­sen zu spät kommt. Der Gesundheitsgläubige hat schon vor der Krankheit an sich Angst.

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