Ärztepapier: Bizarre Enthüllung der FAZ. Wer ist die Leopoldina?

Nun ist auch die Stellungnahme der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, unter­stützt von über 50 ärzt­li­chen Fachverbänden und den Professoren Schmidt-Chanasit und Streeck, von der FAZ wahr­ge­nom­men worden.

Dem Blatt ist es gelun­gen, einen der Verbände, den Berufsverband Deutscher Anästhesisten e.V. (BDA), mit einem Widerruf zu zitie­ren: "Wir ste­hen jetzt schon mit dem Kinn im Wasser, des­halb gibt es zur Einschränkung von Kontaktmöglichkeiten der­zeit kei­ne Alternative."

Ausgerechnet in der FAZ zu lesen, daß die FDP hin­ter dem Papier ste­cken soll, ist witzig:

»Hauptgeschäftsführer des Verbandes ist der frü­he­re FDP-Bundestagsabgeordnete Lars Lindemann. Dem Bonner Virologen Hendrik Streeck und dem KBV-Vorstand Andreas Gassen wird fer­ner ein ein guter Draht zur FDP-Führung nachgesagt.«

Bei dem genann­ten Verband han­delt es sich um den Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V.

Keine Interessen erkennt die FAZ offen­bar bei einem Gegenpapier.

Es han­delt sich dabei um die

"Gemeinsame Erklärung der Präsidentin der Deutschen Forschungs­gemeinschaft und der Präsidenten der FraunhoferGesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
Coronavirus-Pandemie: Es ist ernst"

Dort wird gefor­dert: Jetzt müs­sen "kla­re Entscheidungen getrof­fen und schnell umge­setzt wer­den." Dazu gehö­re auch "das kon­se­quen­te Tragen von Masken auch in Schulen und die kon­se­quen­te Nutzung der Corona-Warn-App".

Leopoldina…

Der Impfstoffhersteller Biontech wird von einem wis­sen­schaft­li­chen Beirat unter der Leitung der Leopoldina-Mitglieder Rolf Zinkernagel und Hans Hengartner unter­stützt (s. Kungelei von Impfstoff-Firmen: Leopolidina-Mitglied behilf­lich).

Präsident der Leopoldina ist Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jörg Hacker. Er war oder ist Mitglied im Stiftungsrat der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, Jurymitglied Sanofi - Institut Pasteur Awards, sowie im Stiftungsrat der Arthur-Burckhardt-Stiftung für Wissenschaftsförderung und im Kuratorium des Fonds der Chemischen Industrie (FCI) Link
Er ist neben Christian Drosten und einem Vertreter der Bill & Melinda Gates Foundation eines von 10 Mitgliedern des "Internationalen Beratergremium zu glo­ba­ler Gesundheit" der Bundesregierung, vgl. Wer sitzt im "Internationalen Beratergremium zu glo­ba­ler Gesundheit" der Bundesregierung? .

Korrektur: Eine Leserin weist dar­auf hin, daß Hacker nur bis zum März 2020 Präsident der Leopoldina war. Danke!

… und RKI

Zur Zeit der "Schweinegrippe" war Hacker RKI-Präsident und wur­de damals in einem Artikel "Zweite Welle hat begon­nen – Tote erwar­tet" so zitiert:

»Hacker hält die Diskussion um die Schweinegrippe nicht für Panikmache. "Man muss die Todesfälle sehen", beton­te er. Die enge Verbindung zwi­schen Pharmaindustrie und Impfkommission sieht er nicht als kri­tik­wür­dig an. "Impfstoffe müs­sen pro­du­ziert wer­den", sag­te er. Ohne eine "Interaktion" mit Wissenschaftlern, die das Virus bewer­ten, sei das nicht mög­lich. "Die Verbindungen zu Unternehmen wer­den trans­pa­rent gemacht", beton­te der RKI-Präsident. Beim Anschein von Befangenheit wür­den Mitglieder der Kommission bei Besprechungen den Raum ver­las­sen.« 
Siehe dazu auch Drosten-Landt-Connection: Geld schef­feln mit Pandemien (III)

… und Charité… und Bernhard-Nocht-Institut

Dem Stiftungsrat der Stiftung Charité, der die­se über­wa­chen soll, gehö­ren neben Prof. Heyo K. Kroemer (Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und aktu­el­ler Vorstandsvorsitzender der Charité) Stefan Quandt und LobbyistInnen der Pharma-Industrie an (s. Stiftung Charité – fest in der Hand der Wirtschaft).

Einer der Unterzeichner des Bekenntnisses der Professoren an den deut­schen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler und dem natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Staat aus dem November 1933 war Bernhard Nocht, der 1942 Ehrenmitglied der Leopoldina wur­de. Nach ihm ist das Institut benannt, das neben RKI und Charité in Sachen Corona stets bes­tens ver­tre­ten ist. (Und in dem Christian Drosten sei­ne Karriere star­te­te.) Siehe zu die­sem Komplex: Übelste Gestalten Träger der Bernhard-Nocht-Medaille (Teil 3). Im Faschismus waren die Leiter des Instituts Peter Mühlen und Ernst-Georg Nauck beken­nen­de Nationalsozialisten und eben­falls Leopoldina-Mitglieder. Letzterer blieb Institutsleiter bis 1963. Das wird dar­ge­stellt in: Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin und sei­ne Nazi-Vergangenheit.

Direktor des Tropeninstituts war bis 2007 Prof. Bernhard Fleischer. Seitdem ist er stell­ver­tre­ten­der Vorsitzender. Er ist Kuratoriums‐Mitglied der neo­li­be­ra­len Werner-Otto-Stiftung ("Otto-Versand"), die 2003 ihren Preis an das Drosten-Team ver­lieh. Er ist zudem Mitglied der Leopoldina. Ausführlicher dazu und zu den ande­ren Verbänden, die die Erklärung unter­zeich­net haben: Spin-Offs: Wie Wissenschaftler zu Unternehmern werden

Das Versagen der Leopoldina in Bezug auf psy­chi­sche Folgeschäden des Lockdowns war in einem Artikel auf faz.net beschrie­ben worden.

(Hervorhebungen nicht in den Originalen.)

5 Antworten auf „Ärztepapier: Bizarre Enthüllung der FAZ. Wer ist die Leopoldina?“

  1. Vielleicht ist die­se Art von "Qualitätsjournalismus" der Grund dafür, dass die FAZ in 2 Jahren gut 20% ihrer ver­kauf­ten Auflage ein­ge­büßt hat?

  2. Joachim Sauer ist doch auch noch in der Leopoldina, war dem nicht so? Der hat natür­lich mit den Entschlüssen der Kanzlerin ü‑ber-haupt nichts zu tun…

  3. So ein ver­damm­tes Verbrecher-Pack! Es soll sie der Teufel holen! Wie vie­le Menschen haben ihre Existenz ver­lo­ren, Suizid began­gen, die Alten allei­ne ster­ben las­sen, unse­re Kinder ein­ge­sperrt uvm. Sie gehö­ren vor Gericht gestellt, ver­ur­teilt und ab in den Knast. Es ist das größ­te Verbrechen an der Menschheit!!!

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