Aktuelles aus den Tollhäusern (5.7.)

Wieder schon am Nachmittag, weil es sonst zu viel wird. Die Quellen sind "DPA-News aus Gesundheitswesen", bereit­ge­stellt über krankenkassen.de.

"AOK: Krankenhaus-Einweisungen von Heimbewohnern oft vermeidbar
Hannover (dpa/lni) – Die meis­ten Menschen möch­ten nicht im Krankenhaus ster­ben. Auch aus die­sem Grund spricht sich die Krankenkasse AOK für den Ausbau der Palliativ-Versorgung und Sterbebegleitung in Pflegeheimen aus…

Der Krankenhaus-Aufenthalt sei eine psy­chi­sche Belastung, es droh­ten auch Infektionen oder Stürze.

Laut AOK leb­te rund jeder Dritte von 37 500 im Jahr 2019 gestor­be­nen AOK-Versicherten in Niedersachsen in einem Heim. Mehr als die Hälfte von ihnen wur­den in den letz­ten zwölf Wochen vor dem Tod min­des­tens ein­mal in eine Klinik ver­legt. Etwa ein Viertel starb im Krankenhaus."

Das wird zu den Studien gehö­ren, von denen Lauterbach noch nicht ein­mal die Überschrift liest.


"Zentrum für Produktion von mRNA-Wirkstoffen ent­steht in Halle
Halle (dpa/sa) – In Halle hat der Ausbau eines Standortes des Chemiekonzerns Wacker zu einem soge­nann­ten mRNA-Kompetenzzentrum begon­nen. Dort sol­len unter ande­rem Corona-Impfstoffe her­ge­stellt wer­den…

Geplant ist ein Erweiterungsbau, um Kapazitäten für die Herstellung von Wirkstoffen auf der Basis von Messenger-Ribonukleinsäure (mRNA) zu schaf­fen. Der Produktionsbeginn ist laut Ministerium für März 2024 vorgesehen…

Sollte die Corona-Pandemie andau­ern oder es zu einer neu­en Pandemie kom­men, soll Wacker im Auftrag von Pharmafirmen 80 Millionen Impfstoffdosen im Jahr herstellen…

Für das Bereithalten der Produktionskapazitäten erhält die Firma – wie vier ande­re Unternehmen auch – ein jähr­li­ches Entgelt. Die Bereitschaftsphase beginnt 2024, nach­dem die Unternehmen die Kapazitäten geschaf­fen haben. Sie endet im Jahr 2029."

Wacker!

Update Erst durch einen Kommentar wur­de ich dar­an erin­nert, daß hier im März über die "Kosten von bis zu 2,861 Milliarden Euro für die Jahre 2022 bis 2029" berich­tet wurde.


"Diakonie über­zeugt: Mit Springerkräften ist Pflegekrise zu lindern
München (dpa/lby) – Mit eigens für kurz­fris­ti­ge Personalengpässe vor­ge­se­he­nen Springerkräften lässt sich die bun­des­wei­te Krise in der Altenpflege nach Einschätzung der Diakonie Bayern deut­lich mil­dern. Diesen Schluss las­se ein drei­jäh­ri­ges Pilotprojekt in fünf ambu­lan­ten und sechs sta­tio­nä­ren Einrichtungen ein­deu­tig zu, hieß es am Dienstag bei der Vorstellung in München…

1,5 Millionen Euro hat­te die Diakonie Bayern für das Projekt zur
Verfügung gestellt…"

Das haben sie von Bill Gates gelernt: Wir beschrei­ben ein Problem, behe­ben aber nicht die Ursachen, son­dern "lin­dern". Was sich an Lindner sto­ßen wird. Immerhin ist für die bahn­bre­chen­de Erkenntnis ein stol­zes Sümmchen für "Forschende" abgefallen.


Da zieht der ande­re Christian, der Karagiannidis von Divi, mit:

"Sorgen wegen Corona-Personalausfällen an Kliniken
Berlin (dpa) – Personalausfälle in Kliniken wegen der wach­sen­den Corona-Sommerwelle las­sen bei Kliniken und Medizinern die Besorgnis wach­sen. «Aus allen Bundesländern errei­chen uns Meldungen, dass ein­zel­ne Stationen und Abteilungen auch wegen Personalmangel abge­mel­det wer­den müs­sen», sag­te der Vorstandschef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß…

Der wis­sen­schaft­li­che Leiter des Intensivbettenregisters Divi, Christian Karagiannidis, sag­te der «Rheinischen Post» (Dienstag), die Auslastung stei­ge zwar nur mode­rat. «Allerdings ist die Belegung für einen Sommer rela­tiv hoch, und die zur Verfügung ste­hen­den Betten wer­den auf Grund des Personalmangels immer weni­ger.» Daher sei jetzt die Zeit zu nut­zen, Kapazitäten opti­mal zu verteilen…

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen sag­te,… Mancher Sommerurlaub sei in Gefahr, wenn Beschäftigte bei Fluggesellschaften ausfielen…

Auch soll­te geprüft wer­den, ob nicht alle Erwachsenen eine sol­che vier­te Impfung erhal­ten soll­ten, um mit «fri­schem Impfschutz» bes­ser in den Herbst zu gehen…"

Hierzu nur der Verweis auf den Pfleger Ricardo Lange in Leben trifft auf Ideologie. Der Pfleger und der Minister.


"Hausärzte sehen wei­ter Schwierigkeiten bei Corona-Bürgertests
Berlin (dpa) – Der Deutsche Hausärzteverband sieht auch nach einer Einigung zur Abrechnung von Corona-Bürgertests Schwierigkeiten für vie­le Praxen. Der Vorsitzende Ulrich Weigeldt sag­te am Dienstag: «Die Kassenärztlichen Vereinigungen sind aus dem Schneider, die Ärztinnen und Ärzte vor Ort sind die Gelackmeierten.» Das «Bürokratiemonster» blei­be unver­än­dert bestehen. So müss­ten Praxen eine Barkasse füh­ren und von eini­gen Patientinnen und Patienten drei Euro ein­trei­ben. Sie soll­ten außer­dem über­prü­fen, ob jemand anspruchs­be­rech­tigt sei. Dies belas­te sowie­so schon stark gefor­der­te Hausarztpraxen noch wei­ter…"

Bargeldlos wäre in Ordnung?


"Zahl der Habilitationen in Deutschland um sechs Prozent gestiegen
Wiesbaden (dpa) – Im ver­gan­ge­nen Jahr haben in Deutschland 1621 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Habilitation an Universitäten und gleich­ge­stell­ten Hochschulen in Deutschland erfolg­reich abge­schlos­sen…"

Wieder ist Drosten nicht dabei.

14 Antworten auf „Aktuelles aus den Tollhäusern (5.7.)“

  1. Wie wärs mit einer Polin für die Oma? Gibts als Buch. Die Überschrift sagt prak­tisch alles!

    Btw. Wo Kapital expor­tiert wird muß es was geben? Richtig, den Import. Und daß Arbeitskraft Kapital ist wis­sen Sie ja schon. Also genau­so wie Windenergie Elektroenergie ist. Man muß nur die rich­ti­gen Produktionsmittel besit­zen um Windenergie in Elektroenergie und Arbeitskraft in Kapital zu verwandeln.

  2. https://www.berliner-zeitung.de/news/kanzleramt-muss-protokolle-zu-corona-beratungen-herausgeben-li.243541

    Die Begründung, war­um man sie nicht raus­rü­cken woll­te, ist lesenswert

    Das Bundeskanzleramt lehn­te dies mit der Begründung ab, einer Herausgabe ste­he der „Schutz von behörd­li­chen Beratungen und des Kernbereichs exe­ku­ti­ver Eigenverantwortung“ ent­ge­gen. Eine Veröffentlichung kön­ne einen künf­ti­gen frei­en und offe­nen Meinungsaustausch beein­träch­ti­gen. Eine ent­spre­chen­de Berichterstattung brin­ge eine neue und „unge­woll­te Dynamik“ in die wei­te­ren Beratungen zur Pandemiebekämpfung.

  3. Seit 2 Jahrzehnten nimmt die Habilitation an Bedeutung ab, mit Ausnahme bei den Fakultäten der Geisteswissenschaften. Ich bin mir nun nicht sicher, ob ich mich über die Entwicklung freu­en soll.

    Was macht eigent­lich die Aufklärung zu Drostens Doktorarbeit und deren erstaun­li­che Entstehungsgeschichte?

  4. Affenpocken: "Aktuell 761 registrierte Fälle" in Berlin - aber "1242 Affenpockenfälle aus allen 16 Bundesländern" beim RKI sagt:

    Mit der Bitte um mathe­ma­ti­sche Unterstützung – nicht von Viola Priesemann:

    Wenn aktu­ell 761 Affenpockenfälle in Berlin regis­triert sind und sich in den letz­ten 3–4 Wochen täg­lich 30–50 Menschen infi­zie­ren wür­den: wie kommt man da auf 761?

    "Mit Stand 5.7.2022 sind 1242 Affenpockenfälle aus allen 16 Bundesländern ans RKI über­mit­telt worden."

    Wie lau­tet der Rechenweg?

    https://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/8000-affenpocken-impfdosen-da-aber-geimpft-wird-nicht

    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/A/Affenpocken/Ausbruch-2022-Situation-Deutschland.html

  5. https://econpapers.repec.org/paper/waieconwp/22_2f11.htm

    Zusammenfassung:
    Die Einführung von Auffrischungsimpfungen mit COVID-19-Impfstoffen in der Allgemeinbevölkerung ist umstritten.
    Das Verhältnis zwi­schen Risiko und Nutzen des Impfstoffs hat sich wahr­schein­lich mehr in Richtung Risiko ver­scho­ben als bei den ursprüng­li­chen ran­do­mi­sier­ten Studien, was auf dosis­ab­hän­gi­ge uner­wünsch­te Ereignisse und die Fixierung von Immunreaktionen auf eine nicht mehr zir­ku­lie­ren­de Variante zurück­zu­füh­ren ist, doch ist die Evidenz für die mas­sen­haf­te Verwendung von Auffrischungsimpfungen schwä­cher als die Evidenz für die ursprüng­li­che Einführung des Impfstoffs. Angesichts der unbe­frie­di­gen­den Risiko-Evidenz-Situation wer­den hier aggre­gier­te wöchent­li­che Daten zur Übersterblichkeit in Neuseeland ver­wen­det, um die Auswirkungen der Einführung von Auffrischungsdosen zu untersuchen.
    Instrumentalvariablen-Schätzungen, die eine plau­si­ble Quelle für exo­ge­ne Variationen in der Rate der Einführung von Auffrischungsdosen ver­wen­den, zei­gen 16 über­zäh­li­ge Todesfälle pro 100.000 Auffrischungsdosen, ins­ge­samt über 400 über­zäh­li­ge Todesfälle durch die Einführung von Auffrischungsdosen in Neuseeland bis heute.
    Der Wert des sta­tis­ti­schen Lebens die­ser über­zäh­li­gen Todesfälle beträgt über 1,6 Milliarden Dollar.
    In den Altersgruppen, die am ehes­ten Auffrischungsimpfungen in Anspruch neh­men, stieg die Übersterblichkeitsrate im Zuge der Einführung von Auffrischungsimpfungen um 7–10 Prozentpunkte an, wäh­rend in der Altersgruppe, die meist zu jung für Auffrischungsimpfungen ist, kein Anstieg der Übersterblichkeit zu ver­zeich­nen war.

  6. "So müss­ten Praxen eine Barkasse füh­ren und von eini­gen Patientinnen und Patienten drei Euro eintreiben."

    Erinnert sich eigent­lich nie­mand mehr an die "Praxisgebühr"? Damals haben die Ärzte auch die "Geldeintreiber" gespielt. Und von jedem Versicherten in jedem Quartal 10 Euro ein­ge­trie­ben. Eines der Ziele davon war, die Menschen davon abhal­ten, zu oft zum Arzt zu gehen. Wer wird wohl von den 10 Euro/Quartal davon abge­hal­ten wor­den sein, zum Arzt zu gehen?

  7. "für das Bereithalten der Produktionskapazitäten erhält die Firma – wie vier ande­re Unternehmen auch – ein jähr­li­ches Entgelt"

    von wem? wieviel?

      1. "jährliches Bereitschaftsentgelt [...] mit Kosten von bis zu 2,861 Milliarden Euro für die Jahre 2022 bis 2029." sagt:

        "Hierbei zahlt der Bund den Unternehmen ab dem Zeitpunkt der Bereitschaft ein jähr­li­ches Bereitschaftsentgelt dafür, dass die Kapazitäten erhal­ten und im Abruffall zeit­nah für die Produktion von aus­rei­chend Impfstoff für die Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung steht. Der Bund rech­net hier­bei mit Kosten von bis zu 2,861 Milliarden Euro für die Jahre 2022 bis 2029." (Stand: 16.03.2022)

        https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/vertraege-fuer-impfstoffversorgung.html

  8. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: "Allergien vorbeugen 0-6 Jahre" - weht der Wind vom Impfen? sagt:

    "Allergien vor­beu­gen: 0–6 Jahre

    Das Kind ent­spre­chend den Impfempfehlungen imp­fen lassen.

    Es gibt Hinweise in Studien, dass Impfungen das Allergierisiko sen­ken kön­nen. Alle Kinder, auch sol­che mit einem erhöh­ten Allergierisiko, soll­ten des­halb ent­spre­chend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) geimpft werden."

    -> Durch die ganz aktu­el­le Impfung, die auf den Markt gewor­fen wur­de, besteht eher ein gro­ßes Risiko Allergien zu entwickeln.

    https://twitter.com/bzga_de/status/1544267846800138240?cxt=HHwWgICj6Zfbq-4qAAAA

    https://www.kindergesundheit-info.de/themen/risiken-vorbeugen/allergievorbeugung/

    1. Allergien jeg­li­cher Art sind ein Phänomen, das im heu­ti­gen Umfang erst bei Generationen erschie­nen ist, die in erheb­li­chem Maße bereits im Säuglingsalter unzäh­li­ge Impfungen erhal­ten haben.

      Kann durch­aus eben­so ande­re Gründe geben, z. B. Stoffe in Nahrung/ Kleidung, Zusammenwirken von che­mi­schen Substanzen in der Luft, Abgase von "moder­nen" Motoren.

      Müsste alles mal unter­sucht wer­den, denn so vie­le Leute mit teil­wei­se selt­sa­men Allergien sind abso­lut nicht normal!

      Wird jedoch die Pharmaindustrie Einwände haben!

  9. ot und auch nicht. gera­de auf arte zwei dokus angesehen:

    Genlabor Afrika – (die Geschäfte des Bill Gates)
    https://www.arte.tv/de/videos/095723–000‑A/genlabor-afrika/

    und

    https://www.arte.tv/de/videos/098073–000‑A/insektenkiller/

    Es ist depri­mie­rend zu sehen, wie immer wie­der die glei­chen Akteure ihre Interessen durchsetzen.

    Schade, daß bis­lang auch bei arte kei­ne kri­ti­sche­re Haltung bei der "Virusbekämpfung" zu erken­nen ist. Dabei sind die Parallelen
    offensichtlich.

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