Amtlich: "Ungeimpfte" durften nicht an Charité-Fest teilnehmen

Verschämt kommt der Arbeitgeber von Christian Drosten in der Überschrift auf faz.net am 4.7. nicht vor:

"Gericht: Berliner Klinik darf Ungeimpfte ausschließen

Ungeimpfte dür­fen ange­sichts der Corona-Pandemie von der Betriebsfeier einer Klinik aus­ge­schlos­sen wer­den. Das hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Berlin-Brandenburg im Streit um die Teilnahme am Sommerfest der Charité ent­schie­den. Damit blieb die Beschwerde eines Mitarbeiters aus dem IT-Bereich erfolg­los, wie das Gericht am Montag mitteilte.

Der Mann woll­te juris­tisch sei­ne Teilnahme an dem Fest in der Berliner Kulturbrauerei erzwin­gen, zu dem Europas größ­te Uniklinik für ver­gan­ge­nen Freitag ein­ge­la­den hat­te. Zugelassen waren dafür nur voll­stän­dig geimpf­te oder gene­se­ne Mitarbeiter. Zudem wur­de ein tages­ak­tu­el­ler, nega­ti­ver Corona-Schnelltest verlangt.

Das Berliner Arbeitsgericht hat­te die­se Vorgaben bereits in der ver­gan­ge­nen Woche als zuläs­sig erklärt. Diese Entscheidung bestä­tig­te das LAG am ver­gan­ge­nen Freitag noch recht­zei­tig vor der Party (Az. 6 Ta 673/22): Der Arbeitnehmer habe kei­nen Anspruch dar­auf, ohne Einhaltung der Vorgaben an dem Sommerfest teilzunehmen.

Für Beschäftigte in Kliniken gebe es wegen der Corona-Pandemie einen beson­de­ren Anlass für Schutzmaßnahmen, ins­be­son­de­re auch in Form eines Impf- oder Genesenennachweises. Aus Sicht der Juristen sind dem Beschäftigten kei­ne Nachteile ent­stan­den, weil er nicht an der Feier teil­neh­men durf­te. Dies gel­te erst recht «in Abwägung mit mög­li­chen Nachteilen des Klinikbetriebes im Hinblick auf Infektionsrisiken»".

Zu Hertha BSC oder zum CSD hät­te er gedurft. Und "Geimpfte" sind, wie wir rings­um fest­stel­len, sicher vor "Infektion" und vor Weitergabe des Virus.

Update: Arbeiten dür­fen sie natür­lich auch. Auf fuehrungskraft-mit-herz.zwitschern.net gibt es ein Video von einer klei­nen Protestaktion.

18 Antworten auf „Amtlich: "Ungeimpfte" durften nicht an Charité-Fest teilnehmen“

  1. Faktenresistente (ich mei­ne, echt jetzt? Nach all den Monaten der nun­mehr bekann­ten Wirkungslosigkeit der mRNA-Präparate?) Richter voll auf Linie von gekauf­ten Wissenschaftlern und Pharma-Lobbyisten der Regierung. Nach dem Motto "Gemeinsam sind wir stark!". Mit freund­li­cher Unterstützung von Pfizer und Co. Ein kla­rer Fall von soge­nann­ter Rechtspolitik, die von bestimm­ten Seiten for­ciert wird und immer öfter beob­ach­tet wer­den kann.

    (Dieses "2G +" ist ja ohne­hin sowas von absurd; wenn schon so ein Testnachweis ver­langt wird (und zwar des­we­gen, WEIL eben bekannt ist, dass Geimpfte krank wer­den und anste­cken), war­um dür­fen den nicht unge­impf­te Gesunde abgeben?)

    1. Was ich noch schrei­ben wollte:
      Die igno­ran­ten Richter wäh­nen sich (und sind es ja auch) auf Linie des Ersten Senats unter Harbarth. Und der Vorsitzende des Bundessozialgerichts, Schlegel, hat sich ja auch schon sehr ein­deu­tig posi­tio­niert, ein Beispiel:

      https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/131647/BSG-Praesident-Beteiligung-Ungeimpfter-an-Behandlungskosten-zulaessig

      Da machen die Richter der Arbeitsgerichte viel­leicht (oder offen­bar?) ger­ne mit.

    1. @Einar
      Ja. Es ist ein gren­zen­lo­ses mensch­li­ches Desaster. Ein Desaster der Menschenwürde. Es ist der pure Schrecken, aber wei­ter­hin lau­fen so vie­le mit und wol­len es nicht sehen. Wenn man selbst aber nicht ver­drän­gen kann, nimmt man es zwangs­läu­fig wahr. Gerade heu­te wie­der hat es mich erwischt und ich erken­ne wie­der ein­mal, wie gro­tesk das alles ist, die Bevölkerung in Deutschland steckt wei­ter im Wahn und es läuft alles wie­der in die eine Richtung. Ich habe Angst. Angst, weil so vie­le nicht sehen wol­len. Wegschauen. Nicht ein­grei­fen wür­den. Weil hier wie­der so viel mög­lich wäre mit die­ser Herdentriebenergie, dass einem ein­fach Angst und Bange wer­den muss, wenn man das nicht verdrängt.

  2. es ent­steht sicher­lich kein nach­teil dar­aus, wenn man bei der betriebs­fei­er nicht zuge­las­sen ist, aber, die kul­tur­braue­rei ist doch kein kran­ken­haus, wo die rege­lun­gen für kran­ken­häu­ser gelten?

  3. Tja – es ist ja nicht wie frü­her wo Menschen wegen Ihres Glaubens, Ihrer Ansichten oder Herkunft aus­ge­grenzt wur­den – schließ­lich hät­te er sich ja frei­wil­lig (und kos­ten­los und fast garan­tiert Nebenwirkungsfrei) imp­fen las­sen kön­nen – um dann zukünf­tig bes­tens gegen Corona ( also nur bedingt gegen die Erkrankung – und auch nicht zwin­gend vor einem "schwe­ren" Verlauf – aber manch­mal fast sicher vor dem Tod durch Covid 19 ) geschützt zu sein 

    Realsatire OFF

    1. –ste­fan

      Wegen ihres Glaubens wur­de Menschen noch nie ver­folgt und aus­ge­grenzt. Das behaup­ten die ja nur. Das behaup­ten genau die­je­ni­gen die ein Interesse dar­an haben daß die wah­ren Gründe jeg­li­cher Ausgrenzung und Diskriminierung uner­kannt bleiben.

  4. Immer wie­der aktuell:
    Choral von Heinrich Schütz (1585–1672) nach dem Psalm 58 "Wie nun, ihr Herren" von Cornelius Becker (1561–1604)

    1. Wie nun, ihr Herren, seid ihr stumm,
    daß ihr kein Recht könnt sprechen?
    Was gleich und grad ist, macht ihr krumm,
    helft nie­mand zu sein Rechten.
    Mutwillig übt ihr G´walt im Land,
    nur Frevel geht durch eure Hand,
    was will zuletzt draus werden?

    2. Ihr unge­rech­ten Herren wißt,
    dass ihr der Armen Dulden
    doch ein­mal bit­ter büßen müßt
    als euer eigen Schulden.
    Der bösen Taten Klagemund
    wird euch in eures Herzensgrund
    ein bit­ter Urteil sprechen.

    3. All Erdenrund ist voll Geschrei,
    ver­letzt sind Recht und Sitten.
    Ihr armen Menschen kommt herbei,
    ist´s nicht genug gelitten?
    Wir brau­chen aller Seel und Kraft,
    daß nach viel böser Leidenschaft
    ein neu Geschlecht erwachet.

    1. Wenn mal jemand in Weißenfels sein soll­te: Der Besuch im Heinrich-Schütz-Haus lohnt sich sehr! Wunderschön gemacht.

    2. @Korbinian
      Dankeschön. Du hast mich an mei­nen eins­ti­gen poli­ti­schen Chor, dem ich in den 80er Jahren ange­hör­te erin­nert. Wir gehör­ten zu den Künstlern und Künstlerinnen für den Frieden.

      Unser bes­tes und zugleich schwie­rigs­tes Stück war das von Hanns Eisler ver­ton­te Brecht-Gedicht: "Gegen den Krieg".
      Hier mit Text: https://www.youtube.com/watch?v=pq4ZImvg6Eg
      Und hier akzen­tu­ier­ter und daher auch in den bis zu sechs-stim­mi­gen Passagen gut zu verstehen.
      https://www.youtube.com/watch?v=B‑Ue7Srm8nE

  5. Durfte man zu die­sem Sommerfest eigent­lich sei­nen (unge­impf­ten?) Hund mitbringen?

    Und falls ja: Vielleicht gewährt man uns Ungeimpften ja in Zukunft doch Einlass, wenn wir auf allen Vieren krie­chen, anstatt auf­recht zu ste­hen. Denn geht es dar­um nicht eigent­lich bei der Sache?

  6. Gestern habe ich in einer Dokumentation zufäl­lig alte Filmaufnahmen ver­mut­lich aus dem Jahr 1939 gese­hen (es ging nicht spe­zi­ell um die NS-Zeit in die­ser Dokumentation, son­dern um eine Schauspielerin, die ihren Alltag damals doku­men­tiert hat­te). Da war in einer Großstadt ein klei­ner Laden zu sehen, an dem vor­ne am Schaufenster groß ein Plakat prang­te "jüdi­sches Geschäft". Das fand ich inter­es­sant zu erfah­ren, denn ich kann­te nur Informationen, dass z. B. jüdi­sche Geschäfte frü­her mit "kauft nicht bei Juden"-Plakaten ver­se­hen wur­den. Es fing also damals ganz sub­til an und jüdi­sche Geschäfte wur­den erst ein­mal 'nur' markiert. 

    Ich emp­fin­de es immer noch als Unverschämtheit, dass man ähn­li­che Mechanismen nicht mehr dis­ku­tie­ren darf. Wir sind ja mit der Corona-Sache längst nicht mehr dort, dass Ungeimpfte nur beti­telt wer­den, son­dern sie wer­den will­kür­lich (wie bei die­ser Betriebsfeier) ein­fach aus der Gesellschaft ausgeschlossen.
    Weil sie *unge­impft* sind. Man könn­te prin­zi­pi­ell jede ande­re 'Eigenschaft' ein­set­zen, denn es ist nahe­zu Willkür, zumal mitt­ler­wei­le bekannt ist, dass die Impfungen gar nicht vor Ansteckung schützen.
    Das beson­ders per­fi­de fin­de ich, dass man die­ses Mal sagen kann "ai wo, das ist doch alles kei­ne Ausgrenzung, du musst dich ja ein­fach nur imp­fen las­sen!!!", dabei ist es eine rela­tiv will­kür­li­che und men­schen­un­wür­di­ge Ausgrenzung.

    Wir wer­den weder mit Gerichten, noch mit Gesetzen, noch mit Krieg wei­ter­kom­men, son­dern nur mit Menschlichkeit und indem wir jeden Tag immer und immer wie­der für die Menschenwürde ein­ste­hen. Leider wer­de ich momen­tan wie­der ver­zwei­felt, weil die­ser wahn­kran­ke Lauterbach tat­säch­lich sei­nen Wahn wei­ter aus­lebt und die Medien ihn immer noch hypen. Auch beim Einkaufen heu­te wie­der eini­ge Lemminge, die wie die Soldaten vor den Läden eif­rig ihre FFP2-Masken aus der Tasche zie­hen und wie die Roboter im Laden umher­lau­fen. Leider wird mei­ne Wut immer grö­ßer, weil ich die Hörigkeit nicht mehr ertra­ge und dazu schon wie­der die Energie in den Medien mit Lockdowns, angeb­lich unver­nünf­ti­ge Ungeimpfte, dabei sieht jeder, der ein Paar Augen im Kopf hat, dass die Impfungen nichts brin­gen, da sich vor­wie­gend Geimpfte infi­zie­ren (bzw. posi­tiv getes­tet wer­den). Ich ver­zweif­le an die­ser Gesellschaft und deren Hörigkeit. Ich ver­zweif­le an den Medien. Ich ver­zweif­le an die­sem Land, dass wie­der mit am Handgelenk auf­ge­stell­ter Schnabelmaske dem Teufel in die Arme läuft. Ich ver­zweif­le daran. :(((
    Wie lan­ge sol­len wir in die­sem Wahn noch leben? Diese Corona-Sch*** wird ver­mut­lich län­ger als der 2. WK dau­ern, ver­mut­lich sogar für immer. Wie aber soll man als Mensch in die­sem ver­ach­tens­wert unmensch­li­chen Klima über­le­ben kön­nen? Ich kann momen­tan ein­fach nicht mehr.

  7. Filmbranche-Unter solchen Bedingungen will Auth nicht spielen. „Ich bin doch keine Systemhure“ sagt:

    Corona-Politik – Vorauseilender Gehorsam in der Filmbranche
    04. Juli 2022 um 8:55 Ein Artikel von Eugen Zentner

    Abstandsgebote, Maskenpflicht und 2/3G-Regeln gel­ten seit April eigent­lich nur noch in medi­zi­ni­schen Einrichtungen und im öffent­li­chen Nah- wie Fernverkehr. 

    Doch die Filmbranche setzt sich dar­über hinweg.
    Dort herrscht vor­aus­ei­len­der Gehorsam, sagt die Schauspielerin Senta Auth, die in den letz­ten zwei Jahren viel erlebt hat. 

    Fernsehzuschauer dürf­ten sie aus der Serie «Dahoam is Dahoam» des Bayerischen Rundfunks ken­nen. Auth spielt dar­in Veronika «Vroni» Brunner, eine poten­te Frau, die von Anfang an zu den Hauptfiguren gehört.
    Die Arbeit am Set berei­te­te ihr lan­ge Zeit gro­ße Freude – bis die Corona-Politik begann. Von Eugen Zentner.

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=85490

  8. Ironie an:
    Ihr habt das mit der Diskriminierung auch nicht rich­tig verstanden.
    Wenn man dick ist kann man ja abneh­men, wenn man unge­bil­det ist kann man ja ler­nen, wenn man unge­impft ist kann man sich ja imp­fen lassen.…das ist also kei­ne Diskriminierung weil man das ja ändern kann…
    Wenn man aber strun­zen­doof ist, kann man das nicht ändern, schlau­er zu sein ist dann Diskriminierung (wie zu einem Blinden zu sagen guck mal) des­halb ist es jetzt Trend das sich alle nach unten hin anpas­sen und noch döö­fer wer­den oder .…sich die Augen zu bin­den.…." Ironie aus…

    1. und wei­ter: Frauen wer­den immer noch benach­tei­ligt. "na sel­ber schuld, kannst ja Mann wer­den"! ich wun­de­re, mich glaub ich so schnell über nichts mehr…

      1. Seine Religion kann man auch rela­tiv unkom­pli­ziert ändern, wenn der Eintritt eine bestimm­te ver­langt. Und sei­nen Beruf auch, falls der mit der Pikspflicht belegt ist. Eigentlich kann man das mit den Grundrechten doch ziem­lich locker sehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.