„Angst- und Panikmache haben nichts mit Wissenschaft zu tun“

»… Prof. Dr. rer. nat. Annika Hoyer ist Biostatistikerin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und zudem unter ande­rem im Beirat der Biometrischen Gesellschaft und tätig im Deutschen Diabetes-Zentrum Düsseldorf und wei­te­ren Fachgesellschaften.

PD Prof. Dr. rer. nat. Ralph Brinks ist Diplom-Mathematiker und Epidemiologe und lehrt neben sei­ner Tätigkeit am Statistischen Beratungslabor der LMU München zur Zeit an der Universität Witten-Herdecke als Lehrstuhlinhaber für Medizinische Biometrie im Fachbereich für Humanmedizin, zuvor am Universitätsklinikum Düsseldorf.

Wie wür­den Sie bei­de die Grundergebnisse Ihrer Studie für wis­sen­schaft­li­che Laien zusammenfassen?

Annika Hoyer: Wir haben uns mit dem zeit­li­chen Verlauf des R‑Wertes beschäf­tigt und unter­sucht, wann sich die­ser ver­än­dert hat. Dabei haben wir gese­hen, dass dies bereits vor dem Inkrafttreten bestimm­ter Maßnahmen wie dem „Lockdown light“ im November letz­ten Jahres und des­sen Verschärfung im dar­auf fol­gen­den Dezember, sowie der Bundesnotbremse im April die­sen Jahres war. Letztendlich bedeu­tet dies, dass sich das Infektionsgeschehen bereits vor den Maßnahmen posi­tiv ver­än­dert hat und abge­fal­len ist. Damit sind die genann­ten Maßnahmen nicht ursäch­lich dafür ver­ant­wort­lich, kön­nen aber natür­lich posi­tiv gewirkt haben.

Ralph Brinks: Man wür­de mit den Zeitpunkten des Inkraftsetzens von sol­chen Maßnahmen erwar­ten, dass sich das Infektionsgeschehen in etwa zu die­sen Zeitpunkten ändert. Das konn­ten wir in den Daten nicht beob­ach­ten. Wir haben gese­hen, dass die Zeitpunkte des gesetz­li­chen Inkrafttretens schon mit­ten in eine Phase des Abklingens fie­len. Über die Gründe, war­um die Dynamik schon vor dem Inkrafttreten nach­ließ, kön­nen wir nur spe­ku­lie­ren. Dazu haben wir kei­ne Daten…

Ohne eine poli­ti­sche Bewertung: Könnte man in schlich­ter Form sagen, die Bundesnotbremse war unnö­tig – weil die Bevölkerung von sich aus bereits die medi­zi­nisch not­wen­di­ge Vorsicht hat wal­ten las­sen, um die Zahlen zu senken?

Annika Hoyer: Für eine sol­che Schlussfolgerung feh­len uns letzt­end­lich die rich­ti­gen Daten. Wir sehen zwar eine Änderung im Infektionsgeschehen bereits vor Inkrafttreten der Bundesnotbremse und damit kei­ne direk­te Assoziation zwi­schen die­ser Veränderung und den beschlos­se­nen Maßnahmen. Jedoch kann die Bundesnotbremse durch­aus auch posi­tiv ver­stär­kend gewirkt haben.

Ralph Brinks: Ein Befürworter der Restriktionen könn­te behaup­ten, dass alles noch viel schlim­mer gekom­men wäre, wenn man regie­rungs­sei­tig nicht so restrik­tiv gehan­delt hät­te. Außer dem Blick auf ande­re Länder, wo es trotz Lockerungen nicht schlim­mer gewor­den ist, könn­te man die­ser Position wenig ent­ge­gen­set­zen. Ein übli­ches Muster ist dann ins Feld zu füh­ren, war­um die Lage in die­sem oder jenem Land nicht mit der Situation in Deutschland ver­gleich­bar ist.

Um es offen zu sagen: Die Datenlage in Deutschland lässt es nicht zu, seri­ös zu bewer­ten, was pas­siert wäre, wenn dies oder das gemacht wor­den wäre. Wir haben kei­nen Laborversuch unter kon­trol­lier­ten Bedingungen, wo man eine Vergleichsgruppe ohne Maßnahmen hätte… 

„Es ist die Frage, welches Menschenbild bei Warnungen aus der Politik vorherrscht“

An Sie als Bürgerin und Bürger, nicht als Wissenschaftlerin und Wissenschaftler gefragt: Waren die extre­men Warnungen der Politik – zumin­dest im Nachhinein betrach­tet – nicht doch zu krass? Vorsicht ist zwar bes­ser als Nachsicht, aber läh­men­de Angst ist ja auch kein guter Ratgeber und Contenance soll­te zum Grundrepertoire von Führungskräften gehö­ren, zumal denen der gan­zen Gesellschaft …

Annika Hoyer: Dahinter ver­birgt sich für mich die Frage, wel­ches Menschenbild bei sol­chen Warnungen aus der Politik vor­herrscht. Geht man davon aus, dass die BürgerInnen ver­nunft­be­gabt sind, erklärt man die Situation klar und ver­ständ­lich und rich­tet dann einen Appell an die BürgerInnen. Das ent­sprä­che, ver­kürzt gesagt, dem Menschenbild aus dem Zeitalter der Aufklärung. Wenn nun statt­des­sen Drohbilder auf­ge­baut wer­den – nach dem Muster: wenn die Kinder in die Schule gehen, sind sie für den Tod der Großeltern ver­ant­wort­lich – so zeigt mir das, was bei den Warnungen aus der Politik über die Vernunftbegabung der BürgerInnen gedacht wird. Wissenschaft basiert auf Argumenten und rich­tet sich an die Vernunft und Einsichtsfähigkeit der RezipientInnen. Angst- und Panikmache haben nichts mit Wissenschaft zu tun…

„Deutlich vor dem Lockdown im November 2020 gab es schon eine Trendumkehr Auch der Inzidenzen“

In Ihrer Studie kamen Sie zudem auch zu dem Schluss, dass es bereits seit September(!) kei­ne Korrelation zwi­schen dem R‑Wert und den Lockdowns gab – aber das im Gegensatz zur Entwicklung der Inzidenzen sowie der Fallzahlen. Welche Schlussfolgerung wür­den Sie nun den Betrachtern nahe­le­gen, die sich mit damit nicht pro­fes­sio­nell und täg­lich beschäf­ti­gen? Das Ganze ist ja sehr kom­plex und ver­wei­gert sich ein­fa­chen Interpretationen …

Annika Hoyer: Für die Beschreibung des Infektionsgeschehens eig­nen sich aus unse­rer Sicht Fallzahlen und Inzidenzen nicht beson­ders gut, da die­se wie oben beschrie­ben sehr stark vom Testgeschehen abhän­gen, das heißt: Davon, wie vie­le Tests durch­ge­führt wer­den und über­haupt zur Verfügung ste­hen. Der R‑Wert ist deut­lich sta­bi­ler und unab­hän­gi­ger vom Testverhalten. Insofern soll­ten Schlussfolgerungen nicht aus­schließ­lich auf Basis von Inzidenzen und Fallzahlen getrof­fen werden.

Ralph Brinks: Ich möch­te der Feststellung in der Frage etwas wider­spre­chen, denn auch in den Inzidenzen haben wir deut­lich vor dem Lockdown im November 2020 eine Trendumkehr gese­hen. Das ist kon­sis­tent mit unse­ren Analysen zum R‑Wert.

In Internet-Foren wur­de Ihre Studie oft zustim­mend wahr­ge­nom­men. Es gab zum Beispiel einen Beitrag mit dem Titel: „Bundesnotbremse war kom­plet­ter Unfug“. Stimmt das? Oder stimmt das gera­de nicht? Oder ver­wei­gern sich kom­ple­xe wis­sen­schaft­li­che Betrachtungen einer sol­chen Verkürzung, da sie nicht das Zustandekommen der Ergebnisse ein­be­zie­hen und erziel­te Hinweise ver­wech­seln eini­ge mit Beweisen?

Annika Hoyer: Derartige ver­ein­fach­te Schlussfolgerungen las­sen sich aus unse­ren Ergebnissen nicht zie­hen. Als Wissenschaftler ver­su­chen wir immer, unse­re Ergebnisse neu­tral und basie­rend auf den vor­lie­gen­den Daten dar­zu­stel­len. Wir sehen zwar eine Veränderung im Infektionsgeschehen bereits vor Inkrafttreten der Bundesnotbremse, das heißt im Umkehrschluss jedoch nicht, dass die Maßnahmen nicht auch einen posi­ti­ven Effekt gehabt haben kön­nen. Auf Basis der zur Verfügung ste­hen­den Daten ist es ein­fach nicht mög­lich, zu quan­ti­fi­zie­ren, wel­che Komponenten wel­chen Effekt gehabt haben könn­ten. Beispielsweise spie­len auch sai­so­na­le Effekte eine Rolle.

Ralph Brinks: Ich den­ke, dass bei Begrifflichkeiten wie „Unfug“ viel Polemik dabei ist. Wenn wir eine sach­li­che Debatte wol­len, soll­ten wir nicht unzu­läs­sig ver­kür­zen. Unsere Studie gibt Hinweise dar­auf, dass die restrik­ti­ven Maßnahmen allein die Änderungen des Infektionsgeschehens nicht erklä­ren kön­nen. Was die Änderungen bewirkt haben könn­te, wis­sen wir nicht. Aus epi­de­mio­lo­gi­scher Sicht umfas­sen bei­spiels­wei­se die sai­so­na­len Effekte nicht nur Eigenschaften des Virus, son­dern auch die Eigenschaften der Menschen (der Wirtsorganismen). Wenn das Wetter bes­ser wird, sich die Leute ver­mehrt im Freien tref­fen und der Befund der Aerosolforscher rich­tig ist, dass es im Freien weni­ger Ansteckungen gibt, so wäre dies ein sai­so­na­ler Effekt.

„Die Gefahr der Vereinfachung von Studienergebnissen besteht immer“

Ralph Brinks: Ich glau­be auch, dass ein Teil des Vertrauensverlustes daher kommt, dass zu etli­chen poli­ti­schen Treffen und Stellungnahmen immer die­sel­ben WissenschaftlerInnen ein­ge­la­den und gehört wur­den – oft zu Themen, die außer­halb ihrer Kernkompetenzen lagen. Zum Teil wur­den PhysikerInnen oder VirologInnen zu Punkten befragt, die eigent­lich in die Disziplinen Epidemiologie und Public-Health gehö­ren. Es hat außer­dem nicht immer eine Trennung zwi­schen Fakten, per­sön­li­chen Meinungen und Spekulationen gege­ben. Ich wür­de den Medienschaffenden aber auch den BürgerInnen raten, sich dar­über zu infor­mie­ren, wem sie Aufmerksamkeit schen­ken. Wie ein Anwalt für Familienrecht etwas ande­res ist als eine Verfassungsrichterin, sind Fachleute für das eine Gebiet nicht immer auch Fachleute für alles andere…

Annika Hoyer: Man soll­te aus unse­rer Studie nicht leicht­fer­tig sehr all­ge­mei­ne kau­sa­le Schlüsse zie­hen, wie bei­spiels­wei­se dass alle Maßnahmen abso­lut unnö­tig waren

Ralph Brinks: Ich habe die Hoffnung, dass wir die nächs­te Pandemie mit deut­lich weni­ger restrik­ti­ven Maßnahmen bewäl­ti­gen kön­nen. Namhafte Wissenschaftler haben die Lockdowns als ‚Holzhammer-Methode‘ bezeich­net. Fakt ist, dass die­se Ideen aus dem Mittelalter stam­men und mit vie­len Nebenwirkungen ein­her­ge­hen – Nebenwirkungen, deren Konsequenzen wir zum Teil noch gar nicht abse­hen kön­nen. Dass wir so schnell ver­ges­sen haben, die uner­wünsch­ten Nebenwirkungen unse­rer mit­tel­al­ter­li­chen Methoden mit zu beden­ken, ist eines der größ­ten Probleme, die ich mit die­ser Art der Pandemiebewältigung habe. Meine Frage wäre also, ob es nicht eine „mini­mal-inva­si­ve“ Alternative zum bra­chia­len Holzhammer gäbe und wie die aus­se­hen könnte… 

Annika Hoyer: Es soll­te deut­lich wer­den, dass man eine Pandemie nicht nur anhand einer ein­zel­nen Zahl, der Inzidenz, beschrei­ben kann. Letztendlich ist dafür eine Zusammensetzung vie­ler Maßzahlen wich­tig, wie bei­spiels­wei­se dem R‑Wert, aber auch der Belegung von Intensivstationen. Dabei soll­ten jedoch auch Kosten-Nutzen-Aspekte betrach­tet wer­den, was letzt­end­lich bedeu­tet, dass eine Maßnahme sich nicht aus­schließ­lich auf Fallzahlen aus­wir­ken kann, son­dern zum Beispiel auch auf ande­re Erkrankungen, wie das zuneh­men­de Auftreten von Depressionen oder Adipositas…

Ralph Brinks: …Wir soll­ten nie ver­ges­sen, dass es Technologie und Wissenschaft sind, die in fast allen Ländern die­ser Welt zu einer Verbesserung der Lebenssituationen der Menschen geführt haben. Es ist die Wissenschaft, die uns Lösungen für unse­re aktu­el­len oder zukünf­ti­gen Probleme brin­gen wird – sei­en es gesund­heit­li­che Bedrohungen, wie die jet­zi­ge Pandemie, oder das viel wei­ter rei­chen­de Energie- und Klimaproblem. Diejenigen, die sich gegen die Wissenschaft stel­len, möch­te ich fra­gen, ob sie die Leistungen der Wissenschaft in der moder­nen Medizin, wie etwa die bei­spiel­lo­se rasan­te Entwicklung von Impfstoffen gegen COVID-19, immer noch nicht sehen?«
buchkomplizen.de (11.6.)

(Hervorhebungen nicht im Original.)

30 Antworten auf „„Angst- und Panikmache haben nichts mit Wissenschaft zu tun““

  1. > dass dies bereits vor dem Inkrafttreten bestimm­ter Maßnahmen wie dem „Lockdown light“ im November letz­ten Jahres

    Ich glau­be in der wis­sen­schaft­li­chen Fachzeitschrift "Demokratischer Widerstand" gab es ent­spre­chen­de Veröffentlichungen bereits vor einem Jahr.
    Das sel­be gilt auch für Impfungen, Stefan Lanka und Konsorten zei­gen ab und zu ent­spre­chen­de Graphen in ihren Vorträgen.

    > Die Datenlage in Deutschland lässt es nicht zu, seri­ös zu bewer­ten, was pas­siert wäre

    Überspezifisches Dementi.
    Dank der welt­weit durch­ge­führ­ten Kontrollexperimente kann man das näm­lich durch­aus bewerten.
    Bilder wie aus Wuhan fin­det man aus zahl­rei­chen Ländern:
    https://bitchute.com/video/dVTf4EANBiKo (bei 02:50)

  2. Vermutlich wur­de Herr Brinks unmit­tel­bar vor sei­ner letz­ten Aussage geimpft.
    Bis dahin war das Interview mit den
    "WissenschaftlerInnen/ aussen "
    erträglich.

  3. Ich habe den über­aus opti­mis­ti­schen Wunsch, dass eine nächs­te Plandemie nach Beendigung des ver­fas­sungs­brü­chi­gen und die frei­heit­li­che Demokratie besei­ti­gen­den Regimes inklu­si­ve sei­ner soge­nann­ten wis­sen­schaft­li­chen und media­len Schergen, das sich im Aufbau eines Kontroll- und Überwachungsstaates bewährt und die Gewaltenteilung abschafft, nicht mehr ein­tre­ten wird.

  4. Hallo,

    corodok.de habe ich von einem Freund vor zwei Wochen emp­foh­len bekom­men, weil es so infor­ma­tiv und aus­ge­wo­gen sein soll. Das kann ich jetzt bestä­ti­gen und möch­te mich an die­ser Stelle bedan­ken für die sorg­fäl­tig auf­be­rei­tet hand­ver­le­se­nen Recherchen.

    Frau Hoyer und Herrn Brinks stim­me ich in fast allen Punkten zu. Die Panikmache und Verunsicherungen waren und sind kon­tra­pro­duk­tiv. Niemandem wird gehol­fen, wenn immer nur hor­ri­ble Szenarien auf­ge­baut wer­den, die dann nicht ein­tre­ten. Ebenfalls ist es der gemein­sa­men Bewältigung einer Krise nicht dien­lich, immer wie­der die Bevölkerung gegen­ein­an­der aus­zu­spie­len. Hier die Korrekten und Guten die alle Maßnahmen ein­hal­ten, da die Asozialen und Bösen, denen alles egal ist. Mit Schwarz-Weiß-Kategorien kommt man hier nicht wei­ter. Und das hat sich eben auch in der Auswahl der Wissenschaftler gezeigt, immer die sel­ben Leute, immer ein sehr ähn­li­cher Tenor.
    Warum hat man so wenig auf Hendrik Streeck gehört? Er war immer beson­nen und hat Angstmache ver­mie­den. In der Heinsberg-Studie hat er als ers­ter auf­ge­deckt, wie viel Immunität auch durch die asym­pto­ma­ti­sche Übertragung ent­stan­den ist.
    Überhaupt fin­de ich es erstaun­lich, dass der ein­zig­ar­ti­ge Vorteil der Asymptomatik bei Corona kaum gese­hen wird. Das Virus wird sehr schnell über die Aerosole über­tra­gen, rich­tet aber über­wie­gend kei­ne Infektionen aus. Trotzdem bil­det sich die Kreuzimmunität. Diese Fakten wer­den in der Medizin kaum dis­ku­tiert. Warum?

    Wo ich Herrn Brinks nicht zustim­men kann, betrifft die Impfung im letz­ten Absatz. Noch weiß nie­mand, ob die neu­en Vakzine wirk­lich so erfolg­reich und neben­wir­kungs­arm blei­ben wer­den, wie es bis jetzt noch danach aus­sieht. Aber in England ste­cken sich gera­de jetzt vie­le Vollgeimpfte mit der Deltavariante an. Von daher könn­ten die Nichtgeimpften in Kontinentaleuropa in weni­gen Wochen im Vorteil sein, wenn die Deltavariante im gro­ßen Stil ein­ge­tra­gen wird.

    Es soll­te auch betont wer­den, dass in Schweden ohne Lockdown ein wesent­lich ent­spann­te­res Leben statt­ge­fun­den hat und Massenpanik aus­ge­blie­ben ist. Das Ganze übri­gens ohne Maskenpflichten. Die Inzidenzen sind da deut­lich höher als hier, aber man weiß offen­kun­dig, dass die vie­len Asymptomatischen eigent­lich nicht mit­zu­zäh­len sind und für die Herdenimmunität nütz­lich sind.

  5. Es ist immer wie­der läh­mend zu sehen, dass man in Deutschland unter Wissenschaft vor allem eines ver­steht, näm­lich Ergebnisse zu pro­du­zie­ren, die kei­ner­lei Aussage ermög­li­chen und von der nächs­ten Studie wie­der ad absur­dum geführt wer­den können. 

    Wozu haben die denn geforscht, wenn die Ergebnisse so der­ma­ßen dünn sind, dass sie kei­ne Aussage abge­ben wol­len oder kön­nen? Wenn das Wissenschaft ist, dann ist Deutschland noch auf dem Stand kurz nach der Hexenverbrennung. 

    Wer Studien erstellt ist kein Wissenschaftler, das hat auch nichts mit Wissenschaft zu tun. Es ist ledig­lich ein mathe­ma­ti­scher Taschenspielertrick, um zeit­geist­kon­for­me Wahrheiten zu pro­du­zie­ren. Wie die Hexenverbrennung eben auch. 

    Ein Wissenschaftler forscht und erreicht ein am Ende unum­stöß­li­ches Ergebnis. Oder zumin­dest einen Teilaspekt davon. 

    Wer Studien erstellt ist allen­falls ein Buchhalter oder Analyst, der auf die Ergebnisse ande­rer schaut und dem­entspre­chend allen­falls eine Aussage im Bereich des Zufalls tref­fen kann, denn er hat kei­nen Einblick in den Verlauf, der zu den Ergebnissen geführt hat. 

    So wie die "Wissenschaft" jahr­zehn­te steif und fest behaup­tet hat, Eier wür­den den Cholesterinspiegel erhö­hen oder aktu­ell, dass Masken Viren auf­hal­ten. Weil es Studien gibt, die das nahelegen. 

    Sich ein­fach die Maske selbst anzu­schau­en, das tut nie­mand mehr. Dabei wäre dann sofort klar, dass dies phy­si­ka­lisch unmög­lich ist.

    Bei den Eiern hat man ja irgend­wann mal gemerkt, dass zwar Cholesterin drin ist, über die Aufnahme aber die Verdauung ent­schei­det, und nicht die Nährstoffanalyse.

    1. @Lars: So isses.
      Wer sich mit Masken, vor allem die hoch­ge­lob­ten FFP2, mal aus­ein­an­der setzt
      und in Sachen Dimensionen etwas ver­siert ist, wie mei­ne Wenigkeit Berufsbedingt, weiss, das die nicht schützen.
      FFP2 fil­tern bis min. 0,0006mm, 0,6μm Partikelgröße, Viren lie­gen im Nano, also eine Nummer kleiner.

      1. @ Freebiker

        Das ist zwei­fel­los rich­tig, aller­dings tra­gen die meis­ten die Dinger ohne­hin so, dass "die Aerosole" an den Rändern vor­bei­ge­at­met wer­den. Sonst wür­de das Atmen, auf­grund des erhöh­ten Atemwiderstands, näm­lich unan­ge­nehm wer­den, wobei die natür­lich nie dicht abschlie­ßen. ABC-Schutzmasken sehen nicht umsonst so aus, wie sie aussehen.

  6. Naja, sagen wir mal so: Es sind wohl eher Pseudowissenschaftler als hoch­ran­gi­ge Wissenschaftler. Der eine sagt schon in der gro­ßen Pandemie der Schweinegrippe Millionen Tote vor­aus der ande­re erfin­det eine Pandemie die nie als Pandemie statt fand son­dern nicht ein­ma 2% der Gesamtbevölkerung betraf. Momentan gibt es schon viel mehr Impftote als an Co19 ver­stor­be­ne. Eine Pandemie kommt macht gro­ßen s Schaden und geht wie­der ohne stän­di­ge Wellen zu erzeu­gen. Hier wer­den mit der Unwissenheit und Dummheit der Menschen über Infektionsverläufe ganz ein­fach nur Panik und Angstwellen her­vor­ge­bracht die nicht begrün­det wer­den kön­nen. Wenn Wissenschaftler schon befeh­len ihr angeb­li­ches Wissen und Handeln nie zu hin­ter­fra­gen müss­te doch jeden auf­fal­len das das nur gut bezahl­te Pseudowissenschaftler sind. Also kei­ne Angst vor Corona und ihre Mutanten. Das sind nur Aussagen um mit ihren Impfungen die Deagle list zu erfüllen.

    1. @Roswitha Ripke
      "Momentan gibt es schon viel mehr Impftote als an Co19 verstorbene."
      Als "Meinung" ist das natür­lich ver­tret­bar. Aber bit­te nicht als nach­weis­ba­re "Erkenntnis" ver­kau­fen – das sind näm­lich genau jene Methoden, die von den Covid-Panikmachern ange­wandt w(u/e)rden.

  7. Ende der Krise ohne Ende des Krisenrechts?
    verfassungsblog.de/ende-der-krise-ohne-ende-des-krisenrechts/

    Christoph Gusy
    15 Juni 2021
    Die per­ma­nen­te Ausnahmesituation?

    Und wer sagt eigent­lich, dass die nächs­te Notsituation wie­der eine Pandemie sein muss?
    Auf
    groß­flä­chi­gen Stromausfall,
    Überschwemmungen oder
    schwers­te Unfälle in Industrieanlagen
    ist das InfSG allen­falls hin­sicht­lich ein­zel­ner Folgen anwendbar. 

    Im dafür gel­ten­den Recht, nament­lich den Katastrophenschutzgesetzen der Länder, fin­det sich zu unse­ren Fragen nahe­zu nichts. 

    Die Pandemie geht, das Lernen geht weiter
    – oder genau­er sagt: 

    beginnt erst richtig.

    Anmerkung:
    Dazu braucht es dort wohl auch einen § 28?

  8. Ja, die Datenlage…Sie läßt kei­ne seriö­se Bewertung zu! Woran mag das wohl lie­gen? An den feh­len­den "ver­säum­ten Alternativen" , sprich mini­mal – inva­si­ven Methoden, hier mal als ver­säum­te ehr­li­che Aufklärung gemeint?? Die waren in aus­rei­chen­der Zahl vor­han­den, wur­den und soll­ten aber nicht gehört wer­den .Weil… das "Menschenbild"man
    höre und stau­ne, deckt sich nicht mit dem der ach so "VERNUNFTBEGABTEN!!! Politiker, als da wären Tante Merkel Spahn, Wieler, neu­er­dings hof­fent­lich nicht noch Baerbock, die vor­ab bereits lügt? Und Drosten! Vielleicht soll­te man es doch lie­ber ein­mal mit dem Menschenbild von Querdenkern ver­su­chen, statt sie per­ma­nent in die Tonne zu treten!
    Ich bewun­de­re gera­de­zu die Naivität des Herrn Brinks, wenn er meint, es sei DIESE poli­tik­hö­ri­ge Wissenschaft ,die uns Lösungen für unse­re aktu­el­len oder zukünf­ti­gen Probleme brin­gen wird. Gott erhal­te ihm sei­nen Optimismus!

  9. offen­sicht­li­cher ver­such von scha­dens­be­gren­zung für den ver­trau­ens­ver­lust an der glaub­wür­dig­keit der aka­de­mi­schen mehrheit..und nicht nur das..

    "Ralph Brinks: …Wir soll­ten nie ver­ges­sen, dass es Technologie und Wissenschaft sind, die in fast allen Ländern die­ser Welt zu einer Verbesserung der Lebenssituationen der Menschen geführt haben. Es ist die Wissenschaft, die uns Lösungen für unse­re aktu­el­len oder zukünf­ti­gen Probleme brin­gen wird – sei­en es gesund­heit­li­che Bedrohungen, wie die jet­zi­ge Pandemie, oder das viel wei­ter rei­chen­de Energie- und Klimaproblem. "

    das ist der sprin­gen­de punkt ..
    es geht um dog­mas und götzendienste.

    es ist auch die wis­sen­schaft, die viren einer gain of funk­ti­on meta­mor­pho­se unter­zieht, die unter­drü­ckern und tyran­nen zuar­bei­te­te. es ist die wis­sen­schaft, die gen-expe­rie­men­te am men­schen voll­führt und befür­wor­tet, die kriegs­mit­tel, gift und seu­chen produziert.

    und hin­ter­her immer ein unschul­di­ges gesicht macht..
    rich­tig, herr brinks. schön, dass sie das noch ein­mal klarstellen.

  10. Die Politik der Angstmache hat die Bevölkerung in eine kol­lek­ti­ve Virenphobie getrie­ben, sie also buch­stäb­lich /krank/ gemacht. Das ist ein Verbrechen. Diese Politik war kei­ne Panikreaktion, son­dern folg­te einem Plan, einer Strategie, sie war kein spon­ta­nes, son­dern ein geplan­tes Verbrechen. Eines Tages wird ein Richter den acht Hauptverantwortlichen (Merkel, Spahn, Seehofer, Altmaier, Söder, Lauterbach, Drosten und Wieler) die Rechnung präsentieren.

  11. „… wel­ches Menschenbild bei sol­chen Warnungen aus der Politik vor­herrscht. Geht man davon aus, dass die BürgerInnen ver­nunft­be­gabt sind, …“ – nett gesagt. Ein gro­ßes Problem liegt wohl dar­in, dass vie­le Politiker den Bürgern eine Vernunftbegabung unter­stel­len, die nicht höher ist als ihre eigene.

  12. OT: Demos gegen Corona-Politik blei­ben ver­boten | LTO.

    Meint der Blogbetreiber immer noch, dass bald alles vor­bei wäre? Mein Entschluss steht fest; ich wer­de alles ver­su­chen, die­ses faschis­ti­sche Drecksloch für immer zu ver­las­sen. Wer den glei­chen Gedanken hat – wir soll­ten uns dbzgl. zusammenschließen.

    1. @DS-pektiven: Davon ist der Blogbetreiber nie aus­ge­gan­gen. Wohl aber davon, daß beharr­li­che Aufklärung und Widerstand (Sand im Getriebe) nötig sind, damit es endet. Ich ver­ste­he alle, die sich dem ent­zie­hen wol­len, weil sie es nicht mehr ertra­gen. Aber bit­te macht uns nicht nie­der, die wir hier­blei­ben und ver­su­chen, etwas zu bewirken.

    2. @DS-pektiven: Auch die fal­schen Gerichtsentscheidungen sind letzt­end­lich Folge einer Politik, die die Bevölkerung krank gemacht hat, indem sie die­se wis­sent­lich und wil­lent­lich in eine kol­lek­ti­ve Virenphobie trieb. Für die­se ver­bre­che­ri­sche Politik gibt es acht klar und ein­deu­tig aus­zu­ma­chen­de Hauptverantwortliche, näm­lich Merkel, Spahn, Seehofer, Altmaier, Söder, Lauterbach, Drosten und Wieler. Eines Tages wird die Bevölkerung ver­ste­hen, dass sie von die­ser Achterbande hin­ters Licht geführt wur­de. Und dann gna­de ihnen Gott.

  13. Wissenschaft und Technologie in einen Topf zu wer­fen, ist schon schäd­lich. Das sagt lei­der genau das aus, was momen­tan hier pas­siert. Wissenschaft ist etwas aus Erkenntnis und vor allem dar­aus eine Erfahrung dar­aus zu sehen oder zu zie­hen, erforsch­tes aus vie­len Versuchen, ob selbst oder auch lei­der Tierversuchen über lan­ge, lan­ge Jahre dann zum Nutzen der Menschen zu erlangen.
    In der Technologie geht es nur, mal ganz flaps gesagt, Rohstoffe in brauch­ba­re Stoffe für den Markt (und da ist es eigent­lich egal ob Lebensmittel, Körperpflege oder wie aktu­ell um Stoffe, wel­che man als Impfung anpreist, zu vermarkten.

    1. @ Susanne Horstmann

      Die Wissenschaft sagt, wenn sie kann, was ist und war­um etwas ist. In Ausnahmefällen mag sie sagen, was und ob etwas sein kann. 

      Wenn die Wissenschaft dekre­tiert, was sein und wozu etwas genutzt wer­den soll, hört sie auf, Wissenschaft zu sein.

  14. "Für eine sol­che Schlussfolgerung feh­len uns letzt­end­lich die rich­ti­gen Daten. "

    Die haben die Pandemisten / die Regierung auch nicht.
    Dafür reich­lich fal­sche " Daten".

  15. Mir gefal­len die kaum ver­hoh­le­nen Hiebe, die in Richtung der "Experten" vom Schlage Brinkmann, Dorsten und Presemann aus­ge­teilt wer­den. Besonders Tristan der Drosten wür­de schäu­men vor Wut, bekä­me er die­se Worte zu Gesicht. Aber es ist nun ein­mal unter sei­ner Würde, Fachwissen außer­halb sei­nes win­zi­gen Fachgebietes anzu­sam­meln, daher sind Brinks und Hoyer sicher vor sei­nem gött­li­che Zorn.

    Liest man zwi­schen den Zeilen, dann sind die Äußerungen für Leute von der LMU schon extrem. Man ist dort all­ge­mein sehr zurück­hal­tend, ganz im Sinne der alten wis­sen­schaft­li­chen Schule: wenn man kein kla­res Ergebnis hat, dann schließt man nichts aus. Und kla­re Ergebnisse sind, das mag bei vor allem auf Zahlen basie­ren­den Forschungen über­ra­schen, ver­blüf­fend sel­ten. Das führt mit­un­ter zu Aussagen, die wachs­weich und unent­schlos­sen wir­ken, aber die Alternative heißt pseu­do­wis­sen­schaft­li­che Propaganda der Priesemann‑, Brinkmann- oder Drosten-Klasse.

    Natürlich darf man den "Experten"der Regierung ger­ne auch mal offen attes­tie­ren, dass sie Stuss reden. Aber das soll­te man vor allem an den Stellen tun, wo man selbst so gut wie unan­greif­ba­re Argumente hat und sich für beson­de­re Gelegenheiten aufheben.

  16. 1. "Pandemie"-Gequatsch: Es wird in zivi­li­sier­ten Ländern nie­mals mehr eine Pandemie geben. Weil die Länder zivi­li­siert sind. Herr Gates ist kom­plett auf den Kopf gefal­len. Bei dem Satz "Microbes are the new nukes" geht ihm einer ab. Dass er auf den Kopf gefal­len ist, hät­te schon klar sein müs­sen, als er angab, durch sei­ne famo­sen Impfereien wür­den die Frauen in Afrika weni­ger Kinder bekom­men, weil durch sei­ne Impfereien weni­ger Kinder an Kinderkrankheiten stär­ben. Die nack­te Wahrheit: es bekom­men die Frauen weni­ger Kinder, wenn die Misere hin­ter ihnen liegt.

    2. Der Professor gibt sich unwis­send und rät­selt, war­um plötz­lich bloß weni­ger Leute an der Grippe erkran­ken und erwähnt noch irgend­et­was mit "sai­so­nal". Er möge bei Wikipedia die Tabelle mit der Temperaturverträglichkeit von Influenza-Viren sich anse­hen. Aus die­ser Tabelle geht her­vor, dass es ab 20 Grad kri­tisch mit der Überlebensfähigkeit die­ser obsku­ren Formationen wird. https://de.wikipedia.org/wiki/Influenza

    1. Oder doch nur 2x erhöh­te Sterblichkeit Vaccinated ggü. Unvaccinated?
      Wäre aber in bei­den Fällen katastrophal:

      "Dr Ah Kahn Syed@arkmedic

      IMPORTANT UPDATE.

      More data has emer­ged from @PHE_UK
      which now con­firms that the #del­ta #covid19 death rate is 2x HIGHER for the #vac­ci­na­ted

      The result is high­ly sta­tis­ti­cal­ly signi­fi­cant (Vax=37/17605, Unvax= 34/35473, RR=2.19, p<0.01)

      PAUSE. THIS. NOW."

      https://twitter.com/arkmedic/status/1406075170595295232

  17. Wie kann der R‑Wert sta­bi­ler sein als Inzidenzen, wenn er doch der Quotient aus zwei Fake-Inzidenzen ist? Der ist doch tat­säch­lich noch emp­find­li­cher für Manipulationen als die rei­ne Fake-Inzidenz. Wenn ich einen hohen R‑Wert will, dann muss ich nur für einen klei­nen Meldeverzug sor­gen, dann gibt es frü­her weni­ger Meldungen als spä­ter und der R‑Quotient erhöht sich, obwohl ich nicht mal an der Anzahl der Testungen geschraubt habe.

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