Anzahl der "Bürgertests" in NRW halbiert

Warum soll­te man auch? Anreize fal­len weg, Impf-Enthusiastische neh­men die Abkürzung, für die Apotheken springt zu wenig raus, und auf Delta ist kein Verlaß:

»Die Anzahl der Corona-Bürgertests in NRW geht stark zurück und hat sich im Juni mehr als hal­biert. Darüber berich­tet die in Bielefeld erschei­nen­de "Neue Westfälische" (Freitagausgabe). So wur­den nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums in der letz­ten Mai-Woche in NRW noch gut 4,4 Millionen Bürgertests durch­ge­führt, der bis­lang höchs­te Wert. Zwei Wochen spä­ter waren es nur 1,95 Millionen Tests, also nicht ein­mal mehr halb so vie­le – und in die­ser Woche wur­den bis Donnerstag nur noch 920.000 Tests durch­ge­führt. Davon waren 880 positiv.

Bürger kön­nen sich in NRW in rund 9200 Teststellen tes­ten las­sen. Der Apothekerverband Westfalen-Lippe geht aber davon aus, dass die Anzahl der Teststellen künf­tig mas­siv zurück­ge­hen wird, weil sich die Leistung auf­grund gerin­ge­rer Vergütung künf­tig häu­fig nicht mehr rechne.«
rp-online.de (17.6.)

0,1 Prozent Quote bei den Positiven ist aber auch mick­rig. Ist 920.000 wirk­lich die Hälfte von 4,4 Millionen?

9 Antworten auf „Anzahl der "Bürgertests" in NRW halbiert“

  1. Vielleicht liegt's dran, dass die Abrechnungsbetrügereien für die Tests auf­ge­flo­gen sind. Wenn man nicht mehr bei 50 gemach­ten Tests 250 abrech­net, wird's halt weniger.

  2. … NRW … pein­li­cher­wei­se mei­ne Geburtsregion … Naja, sol­che Zahlenspiele kom­men halt 'raus, wenn Hirntote den Hirntod bei ande­ren testen …

  3. Tja, wenn das mit den "kos­ten­lo­sen Bürgertests" tat­säch­lich Teil eines Plans war, um die "Inzidenzzahlen" künst­lich hoch­zu­hal­ten (und damit die "Impfbereitschaft" zu erhö­hen), so fällt er den Planern jetzt auf die Füße:
    PCR-Tests gab's in D letz­te Woche nur noch knapp über 800000 – gut 70% von jenen Zahlen, die vor der Einführung der "kos­ten­lo­sen Bürgertests" wöchent­lich so üblich waren.

    War die Schrumpfung durch die sich immun wäh­nen­den und auf ihre "Testfreistellungs-Belohnung" pochen­den Geimpften noch bere­chen­bar, eben­so wie die "Öffnungspläne", die die Testzahlen wei­ter schrump­fen lie­ßen, so hat man wohl die vom "Apothekerverband Westfalen-Lippe" beschrie­be­nen Effekte unter­schätzt, eben­so wie den rela­tiv gerin­gen Prozentsatz jener "Fälle" über­schätzt, die dann durch PCR "bestä­tigt" wer­den (mir deucht, der obers­te Tierarzt hät­te mal "um die 50%" erwähnt).
    Ob im Modell auch "ein­ge­preist" war, dass die Teststellen ein Interesse dar­an haben könn­ten, mög­lichst vie­le Tests durch­zu­füh­ren und das mög­lichst schnell und ohne irgend­ei­ne Qualitätskontrolle? 

    Insofern über­rascht es nicht, dass jetzt "Delta" für die Aufrechterhaltung der Restpanik her­hal­ten muss – obwohl des­sen "Gefährlichkeit" in etwa eben­so über­zeu­gend ist wie die mit dem "Beta" und "Gamma".

    Was steht uns jetzt noch bevor?
    "Epsilon" klingt irgend­wie nach Kleinkram – sogar für die­je­ni­gen, die in höhe­rer Mathematik nicht so bewan­dert waren.
    "Zeta" ist schon bes­ser, passt zu Mordio
    und "Theta" klingt schwer verdächtig.

  4. "Ist 920.000 wirk­lich die Hälfte von 4,4 Millionen?"

    Nö. Wer sagt das?

    Dem Zitat ist jeden­falls zu ent­neh­men, daß 1,95 Mio. nicht ein­mal die Hälfte von 4,4 Mios. sei­en. Die 920.000 wer­den dort in gar kei­nen Vergleich aufgenommen.

    Stutzig macht die Anzahl der Testzentren (9200). Hat für die Herstellung des Zahlensalats viel­leicht jemand einen schlech­ten Zufallszahlengenerator bemüht?

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