Arbeitgeber-Präsident dringt auf 2G-Regeln in Betrieben – Kirchhoff: Ungeimpfte müssen Einschränkungen hinnehmen

»Köln (ots) – Nordrhein-Westfalens Arbeitgeberpräsident Arndt Kirchhoff hat sich für eine Ausweitung der 2G-Regeln auf die Betriebe aus­ge­spro­chen. "Ich bin über­zeugt, dass sich das 2G-Prinzip in vie­len Bereichen des täg­li­chen Lebens durch­set­zen wird. Wer sich nicht imp­fen las­sen will, wird auf Dauer Einschränkungen in Kauf neh­men müs­sen, auch am Arbeitsplatz", sag­te Kirchhoff im Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe).

Rechtlich könn­ten Unternehmen zwar nie­man­den zum Impfen zwin­gen. Der Verband emp­feh­le aber allen Beschäftigten drin­gend, sich imp­fen zu las­sen. " Klar ist, dass die Impfverweigerung Einzelner nicht zum Schaden von Kollegen, Arbeitgebern und Kunden sein darf", sag­te Kirchhoff weiter.«
finanznachrichten.de

Der DGB will sich die Finger nicht schmut­zig machen. Zur Aufhebung des Datenschutzes in die­ser Frage, den NRW-Arbeitsminister Laumann plant, heißt es:

»Gewerkschaften leh­nen den Vorstoß der Arbeitgeber ab. Anja Weber, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in NRW, sag­te, dass die Kontrolle des Impfstatus nicht gene­rell auf die Betriebe und deren Beschäftigte abge­wälzt wer­den dür­fe. Gleiches gel­te für Testnachweise. „Das ist eine Aufgabe der öffent­li­chen Hand“, so Weber. Sie warn­te vor einer Verunsicherung der Betriebsräte und der Beschäftigten.«
waz.de (31.8.)


Betriebsgemeinschaft (Nationalsozialismus)

Erinnert sei dar­an, daß der "Nationalsozialismus" als spe­zi­fi­sche Form des Faschismus nicht auf die Judenvernichtung redu­ziert wer­den kann. Sie stand 1934 noch kei­nes­wegs im Fokus. Neben der Ausschaltung jeg­li­cher Opposition und deren phy­si­scher Zerschlagung war ihm von Beginn an eine kla­re Positionierung in der Klassenfrage eigen. Eine womög­lich rebel­li­sche Arbeiterbewegung – die war zu die­sem Zeitpunkt nicht aus­zu­schlie­ßen – soll­te ein­ge­hegt und gege­be­nen­falls dis­zi­pli­niert wer­den. Dazu wur­de die allei­ni­ge Herrschaft des Betriebsführers gesetz­lich fest­ge­legt. Das geschah im übri­gen genau so legal wie der Beschluß einer "epi­de­mi­schen Notlage natio­na­ler Tragweite".

»In den Sprachgebrauch ein­ge­führt wur­de der Ausdruck Betriebsgemeinschaft 1934 durch das Gesetz zur Ordnung der natio­na­len Arbeit[1], das dem Unternehmer als „Führer des Betriebs“ die Entscheidung in allen betrieb­li­chen Angelegenheiten über­trug, die „Gefolgschaft“ zu unbe­ding­tem Gehorsam ver­pflich­te­te und das Mitbestimmungsrecht besei­tig­te. Die Betriebsgemeinschaft wur­de als „Vorstufe der Volksgemeinschaft“ geprie­sen.[2] In Übereinstimmung mit der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ideologie konn­ten Ausländer und Angehörige von Minderheiten, die von vor­ne­her­ein als nicht ver­trau­ens­wür­dig ange­se­hen wur­den, nicht Teil der Betriebsgemeinschaft sein.«
de.wikipedia.org

23 Antworten auf „Arbeitgeber-Präsident dringt auf 2G-Regeln in Betrieben – Kirchhoff: Ungeimpfte müssen Einschränkungen hinnehmen“

  1. Langsam bis Anfang Juli die­sen Jahres, danach in einem rasan­ten Tempo stei­gernd: Die zu erwar­ten­de Welle der Konformität von Berufsorganisationen und ‑ver­bän­den, Handel- und Industrieverbänden, bald wohl auch Handwerk. Bald wer­den sicher­lich auch Arbeitnehmerorganisationen ein­kni­cken, sofern dies nicht schon gesche­hen ist. Expertenkommissionen sind schon über­ge­lau­fen. Nachdem die Chancen abge­wo­gen wur­den, wel­che Seite "gewin­nen" wird, ist die Entscheidung pro-Corona gefal­len. Man will ja wei­ter mit­spie­len. Willkommen in der neu­en Hygienenormalität mit über­wäl­ti­gen­der pri­va­ter Nötigung. So schafft man wil­li­ge Untertanen. Kommt dies nicht irgend­wie vom Ablauf her bekannt vor, auch wenn die Ziele ganz ande­re sind?

  2. Einige Leute träu­men wohl von der Impfgemeinschaft. Da müs­sen nur die ande­ren da drau­ßen Angst haben. Sehr gut.
    Und dann wie­der: Denkste! War alles Mist und gefährlich.
    Einmal vor­her nach­den­ken, bit­te, hilft wirk­lich. Auch die­ses Mal.

  3. wenn Sie schon Geschichtsunterricht betrei­ben, war­um zitie­ren Sie dann den Artikel nicht in Gänze?
    "Der Begriff Betriebsgemeinschaft wird in der Zeit des Nationalsozialismus häu­fig gebraucht für alle Tätigen in einem Betrieb, wobei Führungskräfte und Unternehmer aus­drück­lich ein­be­zo­gen sind. Der Begriff wur­de aber auch im wei­te­ren Sinne ver­wen­det, um das angeb­li­che Zusammengehörigkeitsgefühl zwi­schen Gefolgschaft (Belegschaft) und Betriebsführer zu benennen."
    das "Zusammengehörigkeitsgefühl" = die Solidarität = "unbe­ding­tes Zusammenhalten mit jeman­dem auf­grund glei­cher Anschauungen und Ziele" / "(beson­ders in der Arbeiterbewegung) auf das Zusammengehörigkeitsgefühl und das Eintreten für­ein­an­der sich grün­den­de Unterstützung" (Duden)
    der betrieb ist eine gemein­schaft = eine Betriebsgemeinschaft, ihr Zusammenhalt ist ihre Solidarität.
    zusam­men­ge­hö­rig­keit / klassenkampf
    die leu­te sind soli­da­risch = "mit jeman­dem über­ein­stim­mend und für ihn ein­ste­hend, ein­tre­tend / gemein­sam ver­ant­wort­lich; gegen­sei­tig ver­pflich­tet" = im NS ver­pflich­tet die "Blutsbruderschaft" = "Adel ver­pflich­tet" / heu­te: die Gesundheit, das rei­ne Blut, die gesun­de schleim­haut, der nega­ti­ve test, die imp­fung, die das blut rei­nigt, stählt.
    alle für einen, einer für alle. ich rei­ni­ge mein blut für das rei­ne blut der gemein­schaft usw., man bringt sein opfer.
    man küsst die blut­fah­ne der geimpften.

    1. der mann will ein­fach den betrie­ben die kos­ten für die test­pflicht in den betrie­ben erspa­ren. die betrie­be, z.b. die alten­heim­be­trie­be, bezah­len wei­ter­hin die schnell­tests, wenn die mit­ar­bei­ter für die tests sel­ber auf­kom­men, dann kann auch 3G sein.
      haupt­sa­che kos­ten­ent­las­tung. ganz nor­mal für einen arbeitgeberpräsident.

    2. Wenn Geschichte – dann noch eine Geschichte:

      „Hitlers Rede vor dem Industrieclub in Düsseldorf am
      27. Jan. 1932“, dar­aus wörtlich:

      „…Damit muss zuge­ge­ben wer­den, dass die Menschen
      wirt­schaft­lich nicht auf allen Gebieten gleich wertvoll,
      gleich bedeu­tend sind.“

      Nach dem „Kirchhoff‘schen“ Gesetz heißt das, es gibt
      Geimpfte (wert­voll) und Ungeimpfte (unwert­voll) Menschen für die Wirtschaft.

      Deutlich zu spü­ren, dass der NRW-Arbeitgeberverband
      sei­ne Wurzeln im Düsseldorfer Industrieclub hat.

  4. Auf sol­che Aussagen kann die Antwort nur Generalstreik lau­ten. Als ers­tes wer­den die Bonzen/Funktionäre/Nichtskönner-im-Leben mas­si­ve Probleme bekom­men. Dienstleistungen für sol­che Agitatoren ein­stel­len, soll der wer­te Herr Kirchhoff sei­nen defek­te Heizung selbst repa­rie­ren. Solche Nichtsnutze wür­den schnell bet­teln. Funzt aber lei­der nicht, weil immer irgend­ein Opportunist in die Parade fah­ren würde.

  5. Geheimnisse und Lügen: Ideologie und Sprache in tota­li­tä­ren Systemen
    25. Aug. 2021 , 18:37

    Oliver Hirsch schreibt im Club der kla­ren Worte über
    Ideologie und Sprache in tota­li­tä­ren Systemen. 

    Sie kön­nen den Text als .pdf auch downloaden
    und in Ihrem Kreis weiterleiten.
    https://clubderklarenworte.de/wp-content/uploads/2021/08/Ideologie-und-Sprache-in-totalitaeren-Systemen-Prof.-Oliver-Hirsch.pdf
    von Prof. Dr. Oliver Hirsch

    Alexandra Stein ist eine US-ame­ri­ka­ni­sche Sozialpsychologin,
    die selbst Mitglied eines links­ex­tre­mis­ti­schen poli­ti­schen Kults war und
    somit die Gefahren bes­tens kennt,
    die von tota­li­tä­ren Strukturen inner­halb von Kulten und tota­li­tä­ren Systemen ausgehen.

    In ihrem neu­en Buch
    „Terror, Love and Brainwashing“ (Stein, 2021)
    gibt sie einen Überblick über die Funktionsweise und die ver­wen­de­ten Strategien und Konzepte in Kulten und tota­li­tä­ren Systemen.
    Von beson­de­rem Interesse fin­de ich das Kapitel 7
    „Secrets and lies: Ideology and lan­guage in tota­list sys­tems“: „Geheimnisse und Lügen: Ideologie und Sprache in tota­li­tä­ren Systemen“,
    das ich in einer sub­jek­ti­ven Zusammenfassung wie­der­ge­ben möchte.

    https://clubderklarenworte.de/ideologie-und-sprache-in-totalitaeren-systemen/

  6. Der Kirchhoff .…. was soll ich sagen. Ich ken­ne inzwi­schen so vie­le denen die­ser gan­ze gro­be Unfug mehr als egal ist.
    Den Impfstatus abfra­gen? Ich frag den ja auch nicht ob der ent­wurmt ist oder er letz­te Nacht Sex hatte

  7. Unabhängige Unternehmer – die Mehrheit der Arbeitgeber in Deutschland – und Selbstständige soll­ten aufpassen!

    Ich hat­te vor eini­ger Zeit die­se Entwicklung dar­ge­stellt. Mit den Zertifikaten wer­den anfangs "nur" Menschen in Gaststätten und der­glei­chen über­wacht und kon­trol­liert. Jetzt kom­men schein­bar "nur" die Arbeitnehmer hin­zu, die von den Arbeitgebern über­wacht und kon­trol­liert wer­den sollen.

    Die Arbeitgeber (ins­be­son­de­re die unab­hän­gi­gen Unternehmer) müs­sen ver­ste­hen, dass das Zertifikatesystem ein all­um­fas­sen­des Instrument zur Überwachung und Kontrolle ist. Die Überwacher sind gleich­zei­tig auch Überwachte. Das trifft auf Gaststättenbetreiber eben­so zu wie auf Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Behörden, Regierungen usw. Die, die mit den Zertifikaten über­wa­chen, wer­den eben­so über­wacht. Sie sind selbst abhän­gig von Zertifikaten. So funk­tio­niert das Zertifikatesystem ("mesh of trust"). Die ein­zi­gen, die die Kontrolle haben, sind die kri­mi­nel­len Superreichen (ver­steckt hin­ter Konzernen und Verbrecherorganisationen wie die IMF, WEF, GAVI, Bill & Melinda Gates Foundation), die die Schlüssel für das Zertifikatesystem haben. Spätestens wenn das mit der "Corona Pandemie" ein­ge­führ­te Zertifikatesystem als Grundlage für eine digi­ta­le Währung ein­ge­setzt wird (ich den­ke, dass das bei uns der "digi­ta­le" Euro wird), soll­te allen klar sein, wor­um es ging. Das ist der Punkt, an dem wirk­lich jeder erpress­bar ist. Ohne gül­ti­ges Zertifikat kein Handeln mehr. Leider ist es dann zu spät.

    Wir müs­sen alles dar­an tun, das kom­men­de tota­li­tä­re Regime per Zertikatesystem zu ver­hin­dern, egal als was man es uns ver­kauft ("Impfpass", "Green Pass", "EU Green Pass", "Freedom Pass" in Griechenland, "IATA Passport" – alles das­sel­be, sie­he ID2020).

    Ich habe nicht Geschichte stu­diert, hät­te aber trotz­dem ger­ne einen Vergleich zu frü­he­ren Regimen. Vielleicht gibt es Beispiele aus der Geschichte (bis hin zur Zeit der Stadtmauern und der­glei­chen), wie ein System Arbeitgeber kon­trol­liert hat, um ihre Unabhängigkeit ein­zu­schrän­ken oder gar gänz­lich gleich­zu­schal­ten. Wissenschaftlich fun­dier­te Studien wür­de ich inter­es­sant fin­den (Wikipedia oder Hörensagen gehö­ren nicht dazu). Herr Aschmoneit?

    1. @Dieter Müller: Ich bin nicht sicher, ob ich die Fragestellung rich­tig ver­ste­he. Ich habe mei­ne Zweifel, daß Herr Kirchhoff weni­ger Einfluß auf die Regierung hat als Herr Gates. Das Zitat zum NS zeigt doch, daß es eine Legende ist, daß "Arbeitgeber" vom Staat zu irgend etwas gezwun­gen wer­den. Bei der Betrachtung faschis­ti­scher Regime sehe ich eher, daß sie umge­kehrt im Dienste der Wirtschaft stan­den und ins­be­son­de­re die Arbeiterbewegung unter­drückt haben. Dabei ist mir schon klar, daß es "die" Wirtschaft in Reinform nicht gibt, son­dern auch da wider­stre­ben­de Interessen zur Geltung kom­men. Genau die­se unter­schied­li­chen Ausrichtungen von BigPharma und BigTech gegen tra­di­tio­nell pro­du­zie­ren­de Industrie erle­ben wir gera­de bei Corona eben­so wie den Widerspruch zwi­schen Großkonzernen und klei­ne­ren Betrieben. Den vom Staat geknech­te­ten "Arbeitgebern" bin ich noch nicht begegnet.

      1. @aa: Glauben sie wirk­lich, dass alle Arbeitgeber gleich sind? Fragen Sie in der Fahrradwerkstatt ihres Vertrauens nach, ob die Firmeninhaber sich an den neu­ar­ti­gen Gesetzgebungsverfahren und Rechtsprechung à la "Handelsabkommen" betei­li­gen. Oder rufen Sie in einem Obstladen: "Ihr Arbeitgeber seid Unterdrücker der Arbeitnehmer, ihr wer­det nie vom Staat 'geknech­tet' und über­haupt, wo sind die fri­schen Tomaten?"
        Ich glau­be Sie haben das Problem noch nicht erkannt und befin­den sich mit Ihren Gedanken in einer geschicht­li­chen Blase des Klassenkampfs.

        1. @Die Muh-Muhtante kommt!: Genau das steht in mei­nem Kommentar. Es gibt gro­ße Widersprüche zwi­schen "Arbeitgebern". Ihre Gemeinsamkeit ist, daß sie die Arbeitskraft ande­rer Menschen nut­zen und dar­über ihre Gewinne erzie­len. Daß die klei­nen Obst- und Gemüsegeschäfte (in denen ich nicht rum­prol­le) kaum Chancen haben gegen die Riesen der Branche, kann sie zu Verbündeten machen. Klassenkampf ist übri­gens nicht davon abhän­gig, ob er bewußt statt­fin­det. Es gibt Millionen von Menschen, die glau­ben, sie wür­den kein biss­chen aus­ge­beu­tet – wie sie auch glau­ben, sie wür­den nicht mani­pu­liert zu Corona und ande­ren Themen.

      2. da waren die "Väter der Klamotte" ande­rer Meinung:
        Am 21. April 1948 (abge­druckt in: Ludwig Erhard, Deutsche Wirtschaftspolitik, der Weg der sozia­len Marktwirtschaft, Frankfurt 1962; in: Foucault, Geschichte der Gouvernementalität II, S. 119.) hält Ludwig Erhard eine Rede vor dem wis­sen­schaft­li­chen Beirat der Wirtschaftsverwaltung der Bizone in Frankfurt [vor Franz Böhm und Walter Eucken]: „Es sind aber weder die Anarchie noch der Termitenstaat als mensch­li­che Lebensformen geeig­net. Nur, wo Freiheit und Bindung [Notwendigkeit] zum ver­pflich­ten­den Gesetz wer­den, fin­det der Staat die sitt­li­che Rechtfertigung, im Namen des Volkes zu spre­chen und zu han­deln.“ (Erhard, zitiert in: Foucault, Gouvernementalität II, Anmerkung des Herausgebers zu Fußnote 23, S. 119) Der Herausgeber gibt in der Anmerkung eine Referenz für „Termitenstaat“: „Der Ausdruck „Termitenstaat“ wur­de schon … von Wilhelm Röpke ver­wen­det in: Civitas Humana: Grundfragen der Gesellschafts- und Wirtschaftsreform, Erlenbach/Zürich 1944 mit Bezug auf die „Gefahr des Kollektivismus“, S. 26“: „Ebenso darf ich auf die all­ge­mei­ne Einsicht ver­trau­en, daß die­ser Termitenstaat, der da her­auf­kommt, nicht nur alle Werte und Einrichtungen ver­nich­tet, die nach einer Entwicklung von drei Jahrtausenden alles aus­ma­chen, was wir mit Stolz und mit dem Bewußtsein ihrer Unersetzlichkeit und Unübertrefflichkeit die abend­län­di­sche Zivilisation nen­nen, (…) son­dern vor allem auch dem Leben des Individuums sei­nen nur in der Freiheit zu fin­den­den eigent­li­chen Sinn nimmt (…).“
        „Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten ist ein Massenaufstand gegen die letz­ten Grundlagen alles des­sen ange­bro­chen, was wir Kultur nen­nen: ein Massenaufstand gegen Vernunft, Freiheit, Humanität und gegen jene geschrie­be­nen und unge­schrie­be­nen Normen, die in Jahrtausenden ent­stan­den sind, um eine hoch­dif­fe­ren­zier­te mensch­li­che Gemeinschaft zu ermög­li­chen, ohne die Menschen zu Staatssklaven zu ernied­ri­gen.“ (Röpke, Vortrag: Wo ste­hen wir, wohin trei­ben wir?: Kritischer Vortrag des Marburger Nationalökonomen Wilhelm Röpke, 8. Februar 1933, in: Zeitgeschichte in Hessen. (Stand: 1. Juni 2012). in: Wikipedia, Wilhelm Röpke)
        Der natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Termitenstaat ist ein „Massenprodukt“:
        „Das „Massenfundament“ bil­de­ten vie­le Millionen ato­mi­sier­ter, „im moder­nen Sinne ent­wur­zel­ter Menschen“. Sie hat­ten „ihre wirt­schaft­li­che, sozia­le und geis­ti­ge Eigenständigkeit ver­lo­ren“, sich in einen struk­tur­lo­sen „Sandhaufen“ von Massenindividuen ver­wan­delt. / Die Legende von den bösen Kapitalisten, die mit Hilfe des Nationalsozialismus die unschul­di­gen deut­schen Massen ver­ge­wal­tigt haben sol­len, kann nicht rück­sichts­los genug zer­stört wer­den. […] Man kann den Nationalsozialismus nicht ärger ver­ken­nen, als wenn man sei­nen Massencharakter leug­net.“ (Zitate aus: Röpke, ohne Angabe / Die deut­sche Frage (1948), in: Leseprobe zu Götz Aly: Volk ohne Mitte. Teil 2. Perlentaucher.de, 13.2.2015).

        1. @holger blank: Auch wenn es Wikipedia ist und die Rolle der Großindustrie eher her­un­ter­ge­spielt wird, ist dazu lesens­wert Großindustrie und Aufstieg der NSDAP. Daß sich die Nazis dar­über hin­aus eine Massenbasis ver­schaf­fen konn­ten und dafür lan­ge vor der Machtübergabe an sie einen üppig finan­zier­ten Propagandaapparat nut­zen konn­ten, kann und darf nicht geleug­net werden.

          1. Ich woll­te Ihnen nur Röpke ent­ge­gen­hal­ten, ich bin nicht Röpke, nicht ver­schwä­gert und nicht verwandt.
            Die "Arbeitgeber" und die "Wirtschaft" haben eine eige­ne Sicht auf die Geschichte.
            Die Erzählung der Geschichte ist umkämpf­tes Gebiet.
            So wie auch die Erzählung der Gegenwart ein Kampfplatz ist. Ich lebe bereits jetzt in einer ande­ren Geschichte als z.B. die Antifa, Klaus Kleber, Angela Merkel, usw.
            Ich sehe nicht, daß die Geschichten sich ver­söh­nen wer­den. Vielleicht wird mei­ne Geschichte eines Tages ver­bo­ten, noch zu mei­nen Lebzeiten.

          2. @holger blank: Wir sind uns in die­sem Punkt einig. Geschichte ist wie jedes Gebiet der Wissenschaft ein "umkämpf­tes Gebiet". Da hilft immer die Frage, wem nutzt sie, wer finan­ziert sie, mit wel­chen Quellen wird gear­bei­tet, wel­che wer­den igno­riert. Da ist ein Historiker AA genau so zu befra­gen wie ein Virologe Drosten.

  8. Der Korporatismus ent­fal­tet sich nun voll­stän­dig; die Machtübernahme der Konzerne, in der die Bedeutung des Privatrechts gar ele­men­ta­re Grund- und Menschenrechte überragt.

    Und wir? Wir las­sen das alles wider­stands­los zu. Also haben wir es auch nicht anders verdient.

  9. Denen wird wohl lang­sam klar, dass bei nur 60% Geimpften nach dem Medien-Zinnober jetzt schwe­re Geschütze auf­ge­fah­ren wer­den müs­sen, damit man nach den Kindern den Rest auch noch impft. An Universitäten gibt es schon Impfpflichten, da die unbe­fris­te­ten aber meis­tens pre­kä­re beschäf­tig wer­den und den gan­zen Uni-Betrieb über­haupt am Laufen hal­ten, fra­ge ich mich ob der Schuss da nach hin­ten los­ge­hen wür­de. In der Schweiz die Impfung von Studenten zu ver­lan­gen damit sie wei­ter stu­die­ren kön­nen ist schon mies

    Das die­se 40% viel­leicht auch aus­län­di­sche Presse mal lesen und sich wun­dern war­um hier eine Impfpflicht dis­ku­tiert wird wäh­rend man woan­ders seit über einem Jahr ohne Masken über­all ver­keh­ren darf, dar­auf kom­men die nicht. Der Glaube alle durch­imp­fen zu kön­nen irgend­wie scheint schon wahn­haft, und was unter­schei­det Sie dann noch von den Faschisten? Macht es einen Unterschied ob die gute oder böse Gründe/Motive haben für ihren Totalitarismus? 45 star­ben die Juden, jetzt Millionen Kinder in der drit­ten Welt. Ist das kein ver­bre­che­ri­scher Rassismus wenn eine Klasse zu Lasten einer ande­ren deren Tod in Kauf nimmt, wenn nie wirk­lich eine pan­de­mi­sche Gefahr bestand?

    Ich emp­feh­le mal die gan­zen zdfin­fo Dokus zum drit­ten Reich, die glei­chen Gruppenmechanismen, es fällt einem wie Schuppen von den Augen, vor allem wie es dazu kam. Darin wird aber auch ana­ly­siert, dass man den Holocaust nur 4–5 Jahre vor 39–45 hät­te auf­hal­ten kön­nen, denn davor wur­de die Opposition schon ermor­dert von Schargen etc. pp und die Presse gleich­ge­schal­tet, danach war die Geschichte bereits geschrieben.

    Nur die sehr wich­ti­ge Frage stellt sich wie­vie­le der Deutschen waren damals wirk­lich glü­hen­de Nazis oder gaben es nur vor? Das wäre wich­tig um zu sehen wie wahr­schein­lich es ist, dass deren Plan auf­ge­hen kann. Hier geht es um die eige­ne Gesundheit, nicht einen inzen­tier­ten Feind. In Italien wer­den die Covid-Pass Stände auf den Straßen schon nie­der­ge­ris­sen vom wüten­den Mob. 

    Bisher hät­te ich gedacht die kom­men damit durch, doch lang­sam scheint sich was zu regen bei vie­len, nur in Deutschland natür­lic wie­der mal zu letzt. Vorreiter waren wir noch nie in etwas posi­ti­ven, in einer gesell­schaft­li­chen Utopie, dafür waren wir schon immer zu unter­tä­nig und abhän­gig transatlantisch

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