Artikelschwund bei der "taz"

Es kann sich nur um ein tech­ni­sches Problem han­deln. Angekündigt ist die­ser Artikel noch. Nur lesen kann man ihn bei der "taz" nicht mehr. Hier schon.

https://taz.de/Ulrich-Keil/!a59990/

In dem Beitrag schrei­ben die AutorInnen (hier gibt es den Text komplett):

»Aus unse­rer Sicht haben sich Politik und öffent­li­che Meinung sel­ten so sehr auf den Rat von nur weni­gen Fachleuten gestützt wie jetzt in der Coronakrise. Und es stellt sich die Frage, ob die Expertengremien genü­gend inter­dis­zi­pli­när und aus­ge­wo­gen zusam­men­ge­setzt sind, um die Politik in die­ser Krise mit Gelassenheit und Augenmaß und ohne Interessenkonflikte bera­ten zu können.

Es geht ja nicht nur um die Beurteilung der Gefährlichkeit der Pandemie, son­dern auch um die Abschätzung des tat­säch­li­chen Nutzens der Maßnahmen für die Eindämmung der Pandemie; und nicht zuletzt geht es auch um die Beurteilung der durch die Maßnahmen mög­li­cher­wei­se ver­ur­sach­ten Kollateralschäden – nicht nur für die Gesundheit, son­dern auch für Gesellschaft, Demokratie, Kultur, Bildung und Wirtschaft.

Bis heu­te sind im Wesentlichen nur zwei Fachrichtungen, Virologen und mathe­ma­ti­sche Modellierer, in den Medien und von der Politik gehört wor­den. Die anfäng­li­chen Modellrechnungen ins­be­son­de­re der Wissenschaftler des Imperial College in London waren maß­geb­lich für die poli­ti­schen Entscheidungen zum Lockdown ver­ant­wort­lich. Sie erga­ben, dass es welt­weit 40 Millionen Covid-19-Tote geben wür­de; für Deutschland wur­den 1,1 Millionen Intensivpatienten prognostiziert…

Die von der Politik als Entscheidungsgrundlage über­nom­me­nen Hochrechnungen gin­gen von der Grundannahme eini­ger Virologen aus, dass das Virus voll­kom­men neu sei und sich jeder, unge­ach­tet ande­rer Faktoren, infi­zie­ren kön­ne, dass es also welt­weit kei­ne Immunität gegen das neue Virus gebe. Dem ist aber nicht so. Das Immunsystem vie­ler Menschen ist offen­bar durch frü­he­re Kontakte mit Viren aus der Coronagruppe mit deren und ähn­li­chen Antigenen ver­traut – so bei der sai­so­na­len Grippe, die ja durch einen Virencocktail, dem häu­fig auch Coronaviren ange­hö­ren, her­vor­ge­ru­fen wird –, wes­halb vie­le Menschen offen­bar eine Immunität oder Teilimmunität gegen Sars-CoV‑2 auf­wei­sen. Eine Teilimmunität gegen Sars-CoV‑2 erklärt auch die lan­gen Inkubationszeiten – und war­um sich nur ver­gleichs­wei­se weni­ge Menschen infi­zie­ren, vie­le nicht sehr schwer erkran­ken oder ganz sym­ptom­los bleiben…

Es ist drin­gend not­wen­dig, dass die poli­ti­schen Entscheidungen zur Pandemiebekämpfung unter Einbeziehung eines unab­hän­gi­gen inter­dis­zi­pli­nä­ren Expertengremiums getrof­fen wer­den, das nicht nur mit Vertretern der Biomedizin, son­dern wei­te­rer rele­van­ter Fachrichtungen wie Public Health, Sozial‑, Kultur- und Bildungswissenschaften besetzt ist. Ein inter­dis­zi­pli­nä­rer Austausch zwi­schen Modellierern, Virologen, Immunologen und bevöl­ke­rungs­be­zo­gen arbei­ten­den Epidemiologen hät­te aus unse­rer Sicht Politik und Gesellschaft astro­no­mi­sche Fehlrechnungen – mit ihren noch nicht abseh­ba­ren Folgen – erspa­ren kön­nen.«

12 Antworten auf „Artikelschwund bei der "taz"“

      1. Aber war­um? Die Zeichen deu­ten doch wohl ein­deu­tig nach China:

        - Chinas Einfluss und Agieren bei der W.H.O (ua Tedros war Mitglied einer mao­is­ti­schen Partei in Äthiopien, Chinas Einfluss dort ist über­deut­lich, China hat Tedros mit auf das höchs­te WHO-Amt gehievt, …)
        – Chinas pro­mi­nen­te Teilnahme bei Event201 (Herr Gao)
        – Chinas vor­rei­ten beim "Entdecken" der "neu­en Lungen-Krankheit" Covid-19, die Warnung an die WHO kam aus China, der gan­ze Hype hat sich aus und mit­hil­fe von China her­aus ent­wi­ckelt (völ­lig unab­hän­gig davon wo und was nun der Ursprung von SARSCOV2 sei)
        – Chinas vor­ex­er­zie­ren des Lockdown
        – Chinas Mammut-Demonstration im Klinik-Bau, …
        – China-Bezüge etwa bei dem Panik-Papier-Kölbl
        – Chinas Konzepte bei Menschenrechten und Kontrolle und Überwachung und Steuerung der Bürger wer­den gera­de glo­bal pro­pa­giert und teils schon angewandt
        – "Linke" Zustimmung zu Lockdown, ja sogar über­trump­fen mit ZeroCovid, etc. ("Maoisten" zählt man hier­zu­lan­de schließ­lich auch zu den "Linken", mir kom­men da so lang­sam gro­ße Bedenken)
        – und nicht zuletzt Ex(?)-Maoisten und "Linke" in höchs­ten Ämtern und Würden in der BRD, die alle beim Hype mitziehen

        was braucht man eigent­lich noch mehr als Historiker als Belege für eine These?

        Etwas sieht aus wie eine Ente, wat­schelt wie eine Ente, quakt wie eine Ente …

        1. @ Albrecht Storz

          Klingt für mich wie ein lau­war­mer Aufguss des alten Geredes von der "gel­ben Gefahr" oder Schlimmerem.

          - Ein chi­ne­si­scher Teilnehmer an E201 macht das zu einer pro­mi­nen­ten Teilnahme? Wer hat das feder­füh­rend orga­ni­siert, wer war sonst noch dabei? Wie ist das Kräfteverhältnis?
          – Treiber des Hypes war China? Ich erin­ne­re mich vor allem an die wer­te­west­lich-trans­at­lan­tisch-pazi­fi­sche Oligarchie und ihre Satrapen.
          – China exer­ziert den "Lockdown" vor? Mag sein, aber "hier" geht der Lockdown län­ger oder – je nach Land – viel län­ger und/ oder härter.
          – Das genann­te "Panik-Papier-Kölbl" wur­de also von der chi­ne­si­schen Regierung in Auftrag gege­ben? Ich habe eine ande­re Erinnerung.
          – "Chinas Konzepte bei Menschenrechten und Kontrolle und Überwachung und Steuerung der Bürger wer­den gera­de glo­bal pro­pa­giert und teils schon ange­wandt". Richtig, aber nicht von der chi­ne­si­schen, son­dern von den hei­mi­schen Regierungen.
          – Zu per­so­nel­len Kontinuitäten kann man viel schrei­ben. Ich belas­se es dabei, dass sich die auto­ri­tä­ren Staatsozialisten immer erstaun­lich ein­fach in ande­re auto­ri­tä­re staat­li­che Systeme ein­fü­gen konn­ten. Das war die Regel und nicht die Ausnahme und hat wohl weni­ger mit "dem Sozialismus" und mehr mit "der Autorität" bezie­hungs­wei­se "dem Staat" zu tun.

          Und das sind kei­ne Belege für eine These, son­dern rei­ne, teils will­kür­li­che Spekulationen – die rei­chen grund­sätz­lich nicht.

  1. Das sind ja rich­ti­ge Schnellmerker! Hut ab, Leute, dass Ihr inner­halb von 13 , in Worten D R E I Z E H N !! Monaten schon bereits und dann so schnell zu die­ser Erkenntnis gekom­men seid. Das macht wirk­lich rich­tig Mut und schafft Vertrauen in die Medien, gell?

  2. Ein Fundstück beim Tagesspeigel. 2012.

    Mehr Nachteile als Nutzen
    Die sai­so­na­le Grippeimpfung ist ein Milliardengeschäft. Kein Wunder, dass die Pharmaindustrie eine gerin­ge Motivation hat, bes­se­re Impfstoffe zu ent­wi­ckeln. ALEXANDER S. KEKULÉ
    https://www.tagesspiegel.de/meinung/was-wissen-schafft-mehr-nachteile-als-nutzen/7384824.html

    Das haben die dort doch tat­säch­lich "ver­ges­sen" …

    Demnächst bei Fahrenheit 451
    https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrenheit_451

  3. Vorgesehen ist in Deutschland der Expertenbeirat Influenza mit Geschäftstelle am RKI, fest­ge­leg­ten inter­dis­zi­pli­nä­ren Mietgliedern, Geschäftsordnung (die u.a. Offenlegung von Interessenskonflikten fest­legt) etc. Nachzulesen hier:

    https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/EBI/EBI_node.html

    Für den Fall einer Pandemie hat­ten wir in Deutschland ein hier­für vor­ge­se­he­nes Gremium im Rahmen des natio­nalen Pan­de­mie­plans. Der Experten­beirat besteht seit November 2012. Er ersetz­te die bei­den vor­he­ri­gen Gremien „Experten­gruppe Pandemie­planung“ und „Influenza­kommission für den Pande­mie­fall“. Jetzt dür­fen Sie raten, wie er sei­ne Funktion im Rahmen der akteul­len Pandemie in Deutschland wahr­ge­nom­men hat!?

    Folgende Fachrichtungen bzw. Institutionen/Körperschaften sol­len lt. Geschäftsordnung ver­tre­ten sein: a) Institutionelle Mitglieder aus fol­gen­den Bundesbehörden: – Paul-Ehrlich-Institut – Friedrich-Loeffler-Institut – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte – Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung

    Persönlich als Experten beru­fe­ne Mitglieder aus fol­gen­den Fachgesellschaften: – Gesellschaft für Virologie – Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie – Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin – Deutsche Gesellschaft für Infektiologie – Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie – Fachausschuss Infektionsschutz des Bundesverbandes der Ärzte des öffent­li­chen Gesundheitsdienstes – Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin – Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin – Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und lnten­siv­me­di­zin e.V. – Deutsche Gesellschaft für Immunologie

    b) Institutionelle Gäste aus fol­gen­den Bundesbehörden und Institutionen: – Arbeitsgruppe Infektionsschutz der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden (AOLG) – Bundesministerium für Arbeit und Soziales – Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe – Kassenärztliche Bundesvereinigung – Bundesärztekammer – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – Deutsche Krankenhausgesellschaft – Spitzenverband Bund der Krankenkassen – Gemeinsamer Bundesausschuss – Ständige Impfkommission beim RKI

    Das liest sich rich­tig inter­dis­zi­pli­när, so wie man es sich in einer Pandemie vor­stellt, aber das alles ers­tetzt wur­de durch: Drosten, Michael Meyer-Hermann, Melanie Brinkmann, Leopoldina … eben­so, dass es auch hier in Deutschland passt und steu­er­bar bleibt.

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