Fake und Wahrheit

Fake ist:
Ein brau­ner Kanz­ler­amts­spre­cher hat ver­spro­chen, daß zu Füh­rers Geburts­tag (20. April) alles wie­der gut wird.

Wahr­heit ist:
"Kanz­ler­amts­chef Hel­ge Braun hat klar­ge­stellt, dass es vor dem 20. April kei­ne Locke­run­gen der bestehen­den Ein­schrän­kun­gen im Kampf gegen die Coro­na­vi­rus-Pan­de­mie geben werde."

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Erlass von Allgemeinverfügungen zum Verbot und zur Beschränkung von Diesem und Jenem in allen Bereichen 

Down­load
Es wird dar­auf hin­ge­wie­sen, daß zu einem wil­den Pla­ka­tie­ren des Doku­ments aus­drück­lich nicht auf­ge­ru­fen wird. Soll­te es den­noch dazu kom­men, ist dazu eine maxi­ma­le Per­so­nen­an­zahl von vier (4) zuläs­sig, die zumin­dest ver­wandt oder ver­schwä­gert zu sein haben. Ein gegen­sei­ti­ger Min­dest­ab­stand von 3,80 m ist unbe­dingt einzuhalten.

Auf euren Applaus kann ich gerne verzichten

Kran­ken­schwes­ter Nina Böh­mer, (28) mit Mund­schutz auf der Kran­ken­sta­ti­on
Foto: Pri­vat, Quel­le: Link, s.a. https://​www​.tages​spie​gel​.de

bz 28. März 2020 09:26 Aktua­li­siert 13:04 :

Eine Kran­ken­schwes­ter redet Klar­text über die mise­ra­blen Arbeits­be­din­gun­gen – und das nicht erst seit Coro­na. Doch jetzt wird es zur töd­li­chen Katastrophe! 

Von Car­lot­ta Vorbrüggen

Nina Böh­mer ist 28 Jah­re alt und arbei­tet in einem Ber­li­ner Kran­ken­haus (ihr Arbeit­ge­ber möch­te den Namen hier nicht lesen). Auf Face­book hat sie jetzt ihre Wut auf­ge­schrie­ben. Ein Voll­tref­fer! Tau­sen­de Men­schen haben ihr bereits geant­wor­tet, spra­chen Mit­ge­fühl und Zustim­mung aus. B.Z. hat mit der Kran­ken­schwes­ter gespro­chen. Sie sagt über 

… … feh­len­den Coro­na-Schutz: „Erst sol­len wir den­sel­ben Mund­schutz und Schutz­kit­tel für meh­re­re Pati­en­ten benutzen,dann sol­len wir wei­ter­ar­bei­ten, wenn wir Kon­takt zu einem Covid-19-Pati­en­ten hat­ten und schluss­end­lich dür­fen wir auch frü­her zur Arbeit geru­fen werden.“ 

… schlech­te Arbeits­be­din­gun­gen: „Per­so­nal­un­ter­gren­zen wer­den aus­ge­setzt, für die lan­ge gekämpft wur­de. Das heißt, scheiß­egal, es kann eine Pfle­ge­kraft ruhig 50 Pati­en­ten betreuen.“ 

… Hel­den-Applaus: „In einem Beruf, der jah­re­lang unter­be­zahlt ist, in dem alle am Limit arbei­ten, sol­len wir jetzt plötz­lich eure Hel­den sein und wer­den so behan­delt? Euer Klat­schen könnt ihr euch sonst wohin ste­cken.“ „Auf euren Applaus kann ich ger­ne ver­zich­ten“ weiterlesen

Johns-Hopkins-Universität – vernachlässigte Infos

Am 3.4.2020 war auf tages​schau​.de zu lesen:

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Die Johns-Hop­kins Uni­ver­si­tät ist eine pri­va­te Hochschule.

"Die dabei stets genann­te Quel­len­an­ga­be Johns-Hop­kins-Uni­ver­si­tät greift aller­dings zu kurz. Denn die Daten, die die Uni­ver­si­tät in einem soge­nann­ten Dash­board laut eige­nen Anga­ben für 180 Län­der in Echt­zeit publi­ziert, stam­men aus Hun­der­ten Ein­zel­quel­len und lau­fen bei der Pri­vat­uni­ver­si­tät aus Bal­ti­more ledig­lich zusam­men. Gleicht man die Daten mit denen der offi­zi­el­len deut­schen Mel­de­stel­le, dem Robert Koch-Insti­tut ab, lie­gen die Zah­len der US-Uni­ver­si­tät teils um meh­re­re Tau­send Neu­in­fek­tio­nen höher."

Boulevard(?)zeitung als deut­sche Quelle

"Auf ZAPP-Anfra­ge lässt die Uni­ver­si­tät wis­sen, dass ihre Haupt­quel­le – das "Worl­do­me­ter" – ein auf Echt­zeit­sta­tis­ti­ken spe­zia­li­sier­ter Daten­dienst sei, der sich für Deutsch­land nahe­zu aus­schließ­lich der Daten von der "Ber­li­ner Mor­gen­post" bedie­ne." „Johns-Hop­kins-Uni­ver­si­tät – ver­nach­läs­sig­te Infos“ weiterlesen

Burgfrieden

Bis­lang wur­de als Burg­frie­den-Poli­tik die Hal­tung der SPD bezeich­net, die 1914 dem Kai­ser ver­sprach, im Kampf gegen den "gemein­sa­men Feind" alle innen­po­li­ti­schen Kon­flik­te zurück­zu­stel­len, ins­be­son­de­re auf Lohn­be­we­gun­gen und Streiks zu verzichten.

Der Begriff muß heu­te erwei­tert wer­den. Inhalt­lich eben­so wie von den poli­ti­schen Akteu­ren her.

Der heu­ti­ge Feind ist min­des­tens so tückisch wie sei­ner­zeit der Franz­mann. Selbst die Lin­ke kennt heu­te fast nur noch die­sen Geg­ner. Sicher, ein wenig Gezie­re gibt es, das als Fuß­no­te zur umfas­sen­den Stüt­zung der Regie­rungs­po­li­tik zu Pro­to­koll gege­ben wird.

Die Links­frak­ti­on hat in der ent­schei­den­den Bun­des­tags­sit­zung vom 25.3.2020 ein Ermäch­ti­gungs­ge­setz für den Gesund­heits­mi­nis­ter per Ent­hal­tung mit­ge­tra­gen. Gera­de ein­mal 13 ihrer Abge­ord­ne­ten haben zumin­dest die Ermäch­ti­gung der Bun­des­re­gie­rung kri­ti­siert, für ein Jahr über die Aus­set­zung von Grund­rech­ten zu ent­schei­den. Für die­se Sit­zung wur­den sämt­li­che Tages­ord­nungs­punk­te abge­setzt – bis auf Coro­na und den Bun­des­wehr-Ein­satz im Irak (ist halt irgend­wie auch von natio­na­ler Bedeutung).

Da paßt dann auch: Im thü­rin­gi­schen Suhl hal­ten sich Ende März eini­ge Asyl­be­wer­ber nicht an Qua­ran­tä­ne­maß­nah­men. Dar­auf­hin tele­fo­niert der lin­ke Minis­ter­prä­si­dent mit der Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin. 'Er habe per­sön­lich mit Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er (CDU) über "zivi­le Unter­stüt­zung" gespro­chen, so wie die Bun­des­wehr sie schon 2015 und 2016 in der Flücht­lings­kri­se geleis­tet habe. Da habe die Bun­des­wehr "einen wirk­lich wun­der­ba­ren Job gemacht".' Sein SPD-Innen­mi­nis­ter hin­ge­gen stellt es so dar: 'der Frei­staat habe die Bun­des­wehr für Bewa­chungs­auf­ga­ben angefordert'.

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Dir meis­ten Men­schen sind der Mei­nung, Coro­na stel­le eine noch nie dage­we­se­ne Bedro­hung dar, die strengs­te Maß­nah­men erfor­de­re. Welt­weit mel­den sich dut­zen­de For­scher, die dazu vor­sich­ti­ger for­mu­lie­ren – kei­ne Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker, son­dern Fach­leu­te.
Doch selbst bei die­ser Grund­an­nah­me gibt es unter­schied­li­che Umgangs­wei­sen mit der Bedro­hung. Sie rei­chen vom sehr libe­ra­len schwe­di­schen Modell über das des bra­si­lia­ni­schen Igno­rie­rens hin zum offen dik­ta­to­ri­schen in Ungarn.
Die Lin­ke hat bis­her nicht mit­ge­teilt, was ihre Grün­de dafür sind, sich dem Main­stream anzu­schlie­ßen, der uns ein­trich­tert: Es gibt zur jet­zi­gen auto­ri­tä­ren Lösung kei­ne Alter­na­ti­ve. Sie kann nicht wirk­lich ver­ges­sen haben, daß TINA schon immer das ver­lo­ge­ne Man­tra der Rech­ten war. Nicht erst seit 1914.