Berliner Zeitung: #allesdichtmachen ist "Tiefpunkt der Debattenkultur"

Es ist nur ein Kommentar und damit nicht die Meinung der Zeitung, was am 4.5. dort zu lesen ist:

»Berlin – Sie haben sich nichts dabei gedacht, nicht nach­ge­dacht oder alles durch­dacht. Man weiß es nicht. Oder viel­leicht weiß man es doch? Über die umstrit­te­ne Internet-Kampagne der Schauspielerinnen und Schauspieler #alles­dicht­ma­chen wur­de schon viel geschrie­ben und gesagt – und noch so viel könn­te dar­über gesagt und geschrie­ben werden.«

Und das tut die Autorin, wenn dabei auch wenig Originelles vor­kommt: "Ich bin fest davon über­zeugt, dass sie bis zum letz­ten Wort orches­triert war. "

»Die Kampagne hat etwas Einschneidendes. Vielleicht stellt sie sogar den Tiefpunkt der Debattenkultur in Deutschland dar, zumin­dest steht sie sym­bo­lisch für ein weit­aus grö­ße­res Problem in unse­rer Gesellschaft. Wir leben in einem Zeitalter, in dem Artikel nicht mehr gele­sen wer­den, son­dern nur Überschriften und Vorspänne zäh­len. Es wird geteilt, gefälscht, falsch ver­stan­den, es wer­den aus Berichten die pas­sen­den Statements her­aus­ge­grif­fen, aus­ge­schmückt, zuge­spitzt und über die sozia­len Medien in die Welt gesetzt. In einer welt­wei­ten Pandemie, wo die Gesundheit aller auf dem Spiel steht, ist das fatal und zieht einen gewis­sen Kaskadeneffekt nach sich. Nichts ande­res ist mit der Netz-Kampagne #alles­dicht­ma­chen passiert.

Verbreitung von Alternativen, die eigentlich keine sind

„Wenn wis­sen­schaft­li­che Tatsachen unab­hän­gig vom Kontext prä­sen­tiert wer­den, führt das zu einer Art Tatsachenfetischismus, der es dann leich­ter macht, eine Allianz mit dem Umlauf von Meinungen ein­zu­ge­hen“, bringt die Literaturwissenschaftlerin Nicola Gess es auf den Punkt. Genannt wird dies auch False Balance, fal­sche Balance. Wenn ich bei­spiels­wei­se schrei­be, dass das Coronavirus gar nicht so gefähr­lich ist, wie immer behaup­tet wird, dies mit Aussagen von Virologen unter­füt­te­re, die dazu eine kla­re Minderheitenmeinung haben, ver­brei­te ich Alternativen, die eigent­lich kei­ne sind.«

Der Autorin fällt kei­nes­wegs auf, daß die Literaturwissenschaftlerin bei ihrem intel­lek­tu­el­len Salto Mortale abstürzt. Nach mona­te­lan­gem Predigen des "Hört auf die Wissenschaft!" (anstatt auf die "Querdenker") nun das genaue Gegenteil, die Warnung vor einem "Tatsachenfetischismus". WissenschaftlerInnen mit einer "kla­ren Minderheitenmeinung" kön­nen prin­zi­pi­ell kei­ne Alternativen auf­zei­gen. Eine der­ar­tig gro­tes­ke Umdeutung des Begriffs "Wissenschaft" ist bemerkenswert.

»Längst geht es nicht mehr um die Frage, ob wir nicht mehr in der Lage sind, ande­re Meinungen aus­zu­hal­ten. Auch nicht dar­um, ob es heut­zu­ta­ge „ver­bo­ten“ sei, Kritik aus­zu­üben, son­dern dar­um, in einem ver­gif­te­ten Diskurs die eige­ne Weltanschauung durch­zu­bo­xen. Und die­se Scheindiskussionen gibt es nicht nur bei har­ten wis­sen­schaft­li­chen Themen, wie bei der Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe, son­dern ins­be­son­de­re bei den poli­ti­schen Entscheidungen zur Eindämmung der Pandemie. Bei #alles­dicht­ma­chen bedient man sich eines Narrativs, das man aus der Querdenker-Szene kennt. Völlig undif­fe­ren­ziert, aus dem Kontext geris­sen, ohne Alternativen. Nach einer Recherche von Netzpolitik.org woll­te Volker Bruch, einer der Initiatoren der Kampagne, in die Corona-Protest-Partei „Die Basis“ ein­tre­ten. Eine Nähe zur Querdenker-Bewegung hat­ten die Beteiligten vehe­ment von sich gewie­sen. Tja.«

Genau. Die Auffassung von Volker Bruch kön­nen nur falsch sein, weil er angeb­lich in eine fal­sche Partei ein­tritt. Er und die ande­ren SchauspielerInnen knech­ten die Öffentlichkeit, indem sie mit Scheindiskussionen die eige­ne Weltanschauung durch­bo­xen. Damit ist die Lage in den Medien doch hin­rei­chend beschrie­ben. Tja.

Was nicht wahr ist

»Einer der Schauspieler fin­det, dass die Medien in der Pandemie zu unkri­tisch geblie­ben sind und die Corona-Maßnahmen unwi­der­spro­chen wie­der­ge­ge­ben wor­den sei­en – was nicht wahr ist.«

Auch hier: tja.

»Die Aktion hät­te auch ganz anders aus­se­hen kön­nen, wenn den Schauspielerinnen und Schauspielern wirk­lich etwas an der eigent­li­chen Kritik gele­gen hät­te. Sie hät­ten sich gemein­sam und vor allem kon­struk­tiv zu den Corona-Maßnahmen äußern kön­nen, sie hät­ten dar­auf auf­merk­sam machen kön­nen, wie eine gan­ze Branche in der Pandemie zugrun­de geht, hät­ten jun­ge Kulturschaffende in den Fokus rücken kön­nen. Vielleicht sogar mit einer Spendenaktion? In ihrer pri­vi­le­gier­ten Position hät­ten sie damit etwas Sinnvolles getan in der Pandemie. Stattdessen scheint für eini­ge die Genugtuung zu rei­chen, sich im Netz prä­sen­tie­ren zu dür­fen. Und dadurch unwei­ger­lich – ohne Konsequenzen davon­zu­tra­gen – viel Schaden anzurichten.«

Ist es nicht empö­rend, daß SchauspielerInnen sich prä­sen­tie­ren dür­fen?


Die glei­che Autorin hat­te sich – nicht in einem Kommentar – für kom­men­de "Impfungen" von Kindern begeis­tert, mit dem unfrei­wil­lig ent­lar­ven­den Titel "Corona-Impfung: Sind bald Kinder an der Reihe?". Im Februar hat­te sie in "Es reicht, lie­be Freunde der Grundrechte" die ver­meint­lich ehren­rüh­ri­ge Formulierung von der "Berliner Hutmacherin Rike Feurstein" auf­ge­grif­fen und gleich Heribert Prantl mit niedergemacht:

»Die selbst ernann­ten Verfechter der Grundrechte for­dern unter ande­rem, dass es in der Pandemie nicht nur um die Gesundheit der Bürger gehen sol­le, son­dern auch um die Gesundheit der Demokratie. Einen Ausweg will Jurist und Journalist Heribert Prantl erkannt haben: Er fin­det, dass das Coronavirus in das gesell­schaft­li­che und pri­va­te Leben inte­griert wer­den muss. Soziale Distanz sei zu über­win­den, denn davon lebe die Demokratie. Diese Meinung fin­det vie­le Anhänger. Ich fra­ge mich aller­dings: Und was ist mit der Ansteckungsgefahr? „Akzeptieren, dass das Leben sterb­lich ist, mit gesun­dem Optimismus, der Bedrohung zum Trotz!“, lau­tet die Antwort.

Anhänger die­ser Denkweise erhe­ben sich nicht nur über all die Menschen, die nach einem schwe­ren Covid-19-Verlauf gestor­ben sind oder heu­te noch mit schwe­ren Langzeitfolgen zu kämp­fen haben. Sie zei­gen auch, dass sie seit einem Jahr wenig von den Auswirkungen des töd­li­chen Virus mit­be­kom­men haben. Dass für sie Freiheiten deut­lich wich­ti­ger sind als das Recht auf kör­per­li­che Unversehrtheit und das Recht auf Leben.«

Damit sind sie wohl eine Art von Mördern.

41 Antworten auf „Berliner Zeitung: #allesdichtmachen ist "Tiefpunkt der Debattenkultur"“

  1. Gebt Euch kei­nen Illusionen hin. Leute wie die­se "Journalistin" wer­den den Diskurs auch in Zukunft bestim­men, allen ver­meint­li­chen Lichtblicken in der msm-Journaille zum Trotz. Und sie wer­den dies umso agres­si­ver tun, je offen­sicht­li­cher der ver­bre­che­ri­sche Irrsinn zu Tage tritt, den das Coronaregime ange­rich­tet hat und wei­ter anrich­ten will:

    "Wenn sie dich dazu brin­gen kön­nen, Absurditäten zu glau­ben, wer­den sie dich auch dazu brin­gen, Menschen zu fol­tern." Voltaire

    Und die­se und ande­re klei­ne Schurken (s. 4. Flugblatt der weis­sen Rose) aus dem glei­chen Metier bemü­hen sich nach Kräften, den Worten Taten fol­gen zu lassen.

  2. Gestern auch einen Artikel in der FR zum Thema gele­sen und nach einem Drittel hät­te ich auf die Altersstruktur der Autorin gewet­tet. Was mit dem bespro­che­nen Kommentar bestä­tigt wird. Den Millennials haben Mami und Papi auf dem Weg zur Karriere jeg­li­ches kri­ti­sches Nachdenken aus dem Kopf gestrei­chelt. Klaus Bednarz, Gabriele Krone Schmalz etc. kommt bit­te zurück, eure Nachfolger den­ken Propaganda sei Journalismus!

  3. Liebe Leser,
    In einem Monat müs­sen wir zurück in den Wahnsinn .…ich Frage mich, wie ich das aus­hal­ten kann. Dann begeg­ne ich sol­chen Menschen ja täg­lich REAL und nicht nur auf dem Papier.
    Soviel Resilienz kann ich nicht auf­bau­en. Darf man noch ohne poli­tisch kor­rek­ten Vormund auf die Toilette?
    Mit herz­li­chen Grüßen aus dem Land, in dem Corona im Alltag abso­lut kei­ne Rolle spielt.
    Elke Essien

  4. ".…ob es heut­zu­ta­ge „ver­bo­ten“ sei, Kritik auszuüben,…"
    Kritik übt man!
    Druck, Gewalt, Missbrauch, Straftaten übt man aus!

  5. "Anhänger die­ser Denkweise … zei­gen auch, dass sie seit einem Jahr wenig von den Auswirkungen des töd­li­chen Virus mit­be­kom­men haben."

    Das nennt man wohl klas­si­sches Eigentor – die Pandemie, von der man wenig mit­be­kommt. Tja. Hätten die man mehr Massenmedien kon­su­miert, statt sich an der Realität ihrer Umgebung zu orientieren.

  6. Wo kann man die Dame erreichen?

    Ich möch­te ihr ger­ne ein paar Päckchen Klopapier zukom­men las­sen. Ich bin sicher, dass sie sich dann etwas beru­higt. Zwanghaftigkeit geht meist mit dem Wunsch nach Reinigung einher.

  7. Was sind "har­te wis­sen­schaft­li­che Themen", möch­te man die Autorin fragen. 

    Und dann: "Wir leben in einem Zeitalter, in dem Artikel nicht mehr gele­sen wer­den, son­dern nur Überschriften und Vorspänne zäh­len. Es wird geteilt, gefälscht, falsch ver­stan­den, es wer­den aus Berichten die pas­sen­den Statements her­aus­ge­grif­fen, aus­ge­schmückt, zuge­spitzt und über die sozia­len Medien in die Welt gesetzt. " Man hat den Eindruck, die Autorin schau­te beim Schreiben in den Spiegel. 

    Und wei­ter immer wie­der die­ses Gerede von der "Pandemie", wie wenn die Autorin inmit­ten von Leichenbergen schrei­ben wür­de, wäh­rend in Wirklichkeit weit über 99% der Bevölkerung nicht infi­ziert ist. 

    Am Ende nennt sie doch noch den Grund, der sie so panisch und kurz­schlüs­sig schrei­ben lässt: "Und was ist mit der Ansteckungsgefahr?" 

    Tja, die Ansteckungsgefahr, die Ansteckungsgefahr. Ich ver­mu­te, die Autorin hat auch Angst vor Spinnen.

  8. Ich habe gra­de mal bei den Franzosen reingeschaut. 

    "Cerveaux non dis­po­nibles" (Gehirne nicht ver­füg­bar), eine Gelbwesten-affi­ne Seite auf Facebook und Twitter, infor­miert über den Stand der Auseinandersetzungen seit 26. April:
    – Sabotage an Fahrzeugen auf Polizeiparkplatz nahe Paris;
    – Teile der Armee in F. äußern Sympathie für Putsch von rechts;
    – in Mailand zeigt eine orga­ni­sier­te Menge den faschis­ti­schen Gruß;
    – Zahlreiche Beispiele anschei­nend unver­hält­nis­mä­ßi­ger Polizeigewalt gegen Bürger in F und Belgien in letz­ter Zeit, auch eine Vergewaltigung auf dem Revier wird berichtet;
    – Paris, 1. Mai: Gewalt unter Demonstranten : Zentralgewerkschaft wird als Kollaborateure beschimpft und wehrt sich mit Tränengas und Knüppeln – und natür­lich Gewalt der Polizei gegen die Demo im gan­zen: https://www.youtube.com/watch?v=RNJ5_1fZvWQ
    – Brüssel, 1. Mai: Stadtparkschlacht, die Zweite: https://www.youtube.com/watch?v=Et64_xit7C4
    im Umfeld wer­den auch Unbeteiligte terrorisiert:
    https://twitter.com/CerveauxNon/status/1389129038216695810

    in Kolumbien wird seit Tagen gewalt­för­mig gegen eine Finanzreform demons­triert (Generalstreik): https://www.infolibertaire.net/colombie-ni-le-covid-ni-le-confinement-ne-freinent-les-emeutes/

  9. Wer in der Schule immer gute Noten für sei­ne Besinnungsaufsätze bekam und die vom Lehrer erwar­te­te Synthese ohne einen Standpunkt zu bezie­hen am Schluß hin­schmier­te, sah sich nach dem Abitur wie selbst­ver­ständ­lich dazu beru­fen, Journalist zu wer­den. Und land­auf, land­ab sieht man die­se Besinnungsjournalisten ihre treu­doo­fen Kommentare ver­fas­sen. Daß das noch einer lesen mag?

    1. Ich habe mir ange­wöhnt, sol­chen "Journalisten" hin und wie­der mal eine Mail zu schrei­ben. Sehr höf­lich for­mu­liert natür­lich. Manchmal ant­wor­ten sie und ich kann noch­mal nach­le­gen :). Vielleicht bringt es ja ein wenig Nachdenken, denn die meis­ten von denen ken­nen doch Kritiker nur aus den MSM.

      Erschreckend ist es, was man aus die­sen jun­gen Menschen für Systemlinge ohne eigen­stän­di­ges Denken gemacht hat. Die kann man für alles benutzen.

  10. "Es wird gefälscht"

    Allerdings. Zum Beispiel, wie ich heu­te sehen konn­te, bei Stern TV's Video "Doc Caro" vs. D. Brüggemann:
    https://www.youtube.com/watch?v=ayQxRM72Ego&t=214s
    Aktuell:
    7370 Däumchen hoch – 832 Däumchen runter.
    Vor ein paar Tagen waren es etwa halbe/halbe, je 2.000, leich­ter Überhang der Ablehnung.
    Das Verschwinden nega­ti­ver Stimmen, zuguns­ten eines Anwachsens der Zustimmung hat­ten Kommentatoren schon bald nach Erscheinen des Videos behaup­tet. Die hin­ter­las­se­nen 6.300+ Kommentare sind gefühlt 95% pro #alles­dicht­ma­chen.
    In die­sem Fall wohl zuviel Arbeit?

    Auch bezeich­nend ist die Verteilung der Stimmen unter ein­zel­nen Kommentaren.
    "Ich arbei­te auch in der Pflege, füh­le mich aber nicht ange­grif­fen. Ich füh­le mich von Regierung ver­ra­ten." ( K. Pauer, vor 4 Tagen)
    erhielt 2.200 (!) Däumchen hoch, und Null runter.

    Stern TV ist nun sicher kei­ne Meinungsblase, die nur bestimm­tes Publikum hat. SO lässt sich das nicht erklären.

    Die Fälscher müs­sen sehr ver­zwei­felt sein.
    Ich glau­be, bald kommt #machein­fach­was­du­willst -
    WER will das WIE verhindern?

  11. Wer hin­ter der Klimaschutz-Entscheidung steckt Mit Berech­nung zum "Rie­sen­er­folg"
    von Dr. Franziska Kring 30.04.2021

    "Unsere Klage hat auf­ge­zeigt, dass grund­recht­lich Nullemissionen dra­ma­tisch frü­her nötig sind als bis­her anvi­siert und das Paris-Ziel grund­recht­lich ver­bind­lich ist", sagt Ekardt.
    Der Gesetzgeber hat jetzt bis Ende des Jahres 2022 Zeit, um auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu reagieren.

    https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/bverfg-klimaklage-grundrechte-klimaschutz-das-sind-die-beschwerdefuehrenden/

    Siehe dazu auch:
    Umweltverfassungsrechtler zum BVerfG-Urteil "Jetzt han­deln, sonst droht spä­ter eine Ökodiktatur"
    Interview von Annelie Kaufmann
    29.04.2021
    Das Bundesverfassungsgericht hat den Klimaschützern in wich­ti­gen Punkten Recht gege­ben – und sich neben­bei mit einem neu­en Grundrecht und "inter­tem­po­ra­ler Freiheitssicherung" befasst. Was heißt das wirklich?

    https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/bverfg-klimaklage-20a-gg-grundrecht-oekologisches-existenzminimum-klimaschutz-interview/

    1. @Nach ZeroCovid – ZeroEmissionen: Das wäre tat­säch­lich genau so dumm. Nur haben das weder die Klageführenden noch das Gericht verlangt.

  12. In die­sem Land von einer Kultur zu spre­chen ist ein Witz. Zumal es in Gesellschaftsordnungen die­ser Art noch nie dar­um gegan­gen ist, kul­tu­rel­le Bedürfnisse zu befriedigen.

  13. Im Fall der Kommentatorin
    https://miraycaliskan.com/ "über mich"
    benö­tigt man nicht mal eine hob­by­psy­cho­lo­gi­sche Ferndiagnose um deren Motivation zu verstehen:
    Man erfährt dort etwas über die Kränkung, als ihr "von so man­chen Menschen gesagt wur­de", dass sie es mit ihrem "Migrationshintergrund eh nicht weit brin­gen werde."und das
    "Ich. Will. Journalistin. Werden. "
    sowie
    https://miraycaliskan.com/babam-icin-fur-papa/
    den Schmerz über den (zu frü­hen) Verlust des Vaters.

    Wenn man eini­ger­ma­ßen mit Sprachen umge­hen kann: nichts leich­ter als Menschen, die von der Mehrheit(?) der KollegInnen bereits als (für bei­des?) "Schuldige" iden­ti­fi­ziert wur­den, dafür ver­ant­wort­lich zu machen.
    Und es "denen" allen mal so rich­tig zu zeigen?!

    1. @ Kassandro

      Ich habe mir die von Ihnen ver­link­ten Seiten der Autorin ange­schaut. Und hal­te eher deren erleb­te Hilflosigkeit im Umgang mit der MS-Erkrankung ihrer Schwester und die Gläubigkeit, mit der das Urteil "unheil­bar" und in Folge sämt­li­che "wis­sen­schaft­li­chen" Behandlungen ange­nom­men wur­den, für die grund­le­gen­de Motivation zu ihrer sich in obi­gem Kommentar zei­gen­den Haltung. 

      Schade, hät­te sie Sven Böttcher und des­sen Bücher über sei­ne per­sön­li­che Erfahrungen im Umgang mit MS gekannt, hät­te sie sich ver­mut­lich lebens­fro­he­ren und weni­ger angst­be­setz­ten Themen zuwen­den können.

  14. Das muss man ein­fach ver­ste­hen, die Berliner Zeitung gehört Menschen, die hoch­pro­zen­tig anteils­eig­nend in Pharmakonzerne inves­tiert haben… Hach ja.

  15. "..Wir leben in einem Zeitalter, in dem Artikel nicht mehr gele­sen wer­den, son­dern nur Überschriften und Vorspänne zäh­len. Es wird geteilt, gefälscht, falsch ver­stan­den, es wer­den aus Berichten die pas­sen­den Statements her­aus­ge­grif­fen, aus­ge­schmückt, zuge­spitzt und über die sozia­len Medien in die Welt gesetzt. In einer welt­wei­ten Pandemie, wo die Gesundheit aller auf dem Spiel steht, ist das fatal und zieht einen gewis­sen Kaskadeneffekt nach sich. .."

    Das ist ganz rich­tig beob­ach­tet. Tatsächlich pral­len sehr unter­schied­li­che Sichtweisen auf­ein­an­der, was zu einem Lagerdenken geführt hat, Pro-Regierungskurs vs. Anti-Regierungskurs.

    Die Herangehensweise aus bei­den Lagern ist mit­un­ter unwis­sen­schaft­lich, auch wenn das nicht zuge­ge­ben wird.

    Halten wir uns dar­an Behauptungen auch immer bele­gen zu kön­nen? Einige Medien tei­len all­zu leicht­fer­tig Inhalte, die sich als falsch oder unbe­leg­bar her­aus­stel­len. Sollten wir nicht mitmachen.

    Wer eine wis­sen­schaft­li­che Debatte wünscht, soll­te auf­hö­ren sein Gegenüber zu beschimp­fen und sich mit den Inhalten aus­ein­an­der­setz­ten, ohne Ansehung der Person. Gilt auch bei­de Seiten.

    1. @info: Für die­sen Blog neh­me ich in Anspruch, jede Information belegt zu haben. Wenn ich Vorbehalte hat­te zur Zuverlässigkeit, habe ich dar­auf hin­ge­wie­sen. Oft zei­ge ich Zusammenhänge, etwa, von wem die Arbeit von WissenschaftlerInnen finan­ziert wird. Ein ähn­li­ches Verhalten kann ich im "Pro Regierung"-Lager nicht erkennen.

      1. @aa: supi, sehe ich auch so. 

        Einige Medien, Websites und Kanäle hau­en irgend­was wil­des raus und schwupp, es wird auf­ge­nom­men, nur weil die Message aus dem "rich­ti­gen" Lager kommt, oder umge­kehrt wird es sofort zerrissen.

        Ich glaub auch da ist vie­les psy­chisch bedingt. Die Leute sind gekränkt, auf­ge­regt, wütend, stolz, ängst­lich, was auch immer. Nicht wei­ter ver­wun­der­lich die­ser Tage, wem geht es da schon gut.

        1. Entschuldigung, aber wer schränkt hier – unter Berufung auf
          Moral und Ethik – noch­mal seit über einem Jahr wes­sen Grund- und Menschenrechte ein? Auf Basis wel­cher Belege?

          Jaja, in der "Mitte" ist es halt am bequems­ten. Ich freu mich für jeden, der sich das noch leis­ten kann. Schaut euch mal um – der­zeit bre­chen über­all die Liefer- und Produktionsketten zusam­men. Man kommt bspw. nicht ein­mal mehr an Fahrradketten.

          1. @:DS-pektiven: Es ist wich­tig die Verletzungen zu beach­ten und dar­auf ein­zu­ge­hen. So wie ich z.B. das Führungspersonal in der Politik erle­be, ist das dort ein gro­ßes Thema. Da sind nar­ziss­ti­sche Persönlichkeiten am Werk, dahin­ter ste­cken Gewalterfahrungen, die von Generation zu Generation wei­ter­ge­ge­ben werden. 

            Ja sicher, teu­er wird das Ganze, wenn das Einkommen nicht mit­wächst. Die gesun­ke­ne Umlaufgeschwindigkeit des Geldes in Folge der Lockdowns und der Börsenboom trotz sin­ken­dem BIP hal­ten die Inflation noch in Grenzen. Wenn die Billionen zusätz­lich geschaf­fe­ner Geldmenge in Commodities abwan­dert, joah, see­ehr teu­er wird es.

            Der „Going Direct“ Reset

            https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/going-direct-januar-2021/

  16. Verfassungsbeschwerde gegen "Bundesnotbremse" eingereicht

    "Für im Ganzen 18 Beschwerdeführer hat Herr Rechtsanwalt Dr. Lipinski bereits am letz­ten Donnerstagabend (22.04.2021) beim Bundesverfassungsgericht einen Eilantrag auf Aussetzung des „Vierten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epi­de­mi­schen Lage von natio­na­ler Tragweite“ gestellt. Es wird das gan­ze Gesetzespaket ange­foch­ten, d.h. nicht nur die Ausgangssperren. .."

    https://www.impfkritik.de/pressespiegel/2021050401.html

    https://www.rechtsanwalt-verfassungsrecht.de/Pressemitteilungen/Sog._Bundesnotbremse_in_Gaenze_angefochten_Verfassungsbeschwerde_und_Eilantrag_beim_Bundesverfassungsgericht_eingereicht

    Stellungnahme zur Verfassungsklage der FPD gegen die "Bundesnotbremse"

    "Die Mandanten von Herrn Dr. Lipinski, die gegen die sog. „Bundesnotbremse“ kla­gen (vgl. die Pressemit-tei­lung vom 27.04.2021) haben mit Erstaunen zur Kenntnis genom­men, dass die FDP-Bundestagsfraktion eben­falls der Auffassung ist, dass das Gesetzespaket ein Zustimmungsgesetz ist. 

    ..

    Die vor­erst abschlie­ßen­de ergän­zen­de Begründung ist vor­ges­tern an das Bundes-ver­fas­sungs­ge­richt geschickt wor­den. Wann mit einer Eilentscheidung zu rech- nen ist, steht der­zeit noch nicht fest. Das Aktenzeichen lau­tet: 1 BvR 2700/20. Dieses Aktenzeichen bein-hal­tet jedoch auch die Verfassungsbeschwerde nebst Eilantrag gegen das sog. "Masernschutzgesetz" sowie auch gegen die §§ 5, 28a BIfSG a.F. und n.F.. Über sämt­li­che Eilanträge ist noch nicht entschieden.

    Heidelberg, den 02.05.2021 .."

    https://www.rechtsanwalt-verfassungsrecht.de/Pressemitteilungen/Stellungnahme_zur_Verfassungsklage_der_FPD_gegen_die_Bundesnotbremse

  17. nur eine wei­te­re mit­läu­fin, pro­fi­lie­rungs­üch­tig und mit ideo­lo­gi­scher voll­nar­ko­se, wel­che die coro­na wel­le surft. denk­be­freit und unfä­hig sich unvorei­ge­nom­men mit wis­sen­schaft­li­chen infor­ma­tio­nen und unter­schied­li­chen posi­tio­nen und men­schen auseinanderzusetzen. 

    vor der plan­de­mie hat sie ver­mut­lich die kli­ma­ver­wand­ler hof­fiert und gehol­fen die gesund­heit­li­chen fol­gen und todes­op­fer der wind­kraft zu mar­gi­na­li­sie­ren. könn­te pas­sen und muss unter­stell­bar sein, da die­se frau sel­ber ver­sucht ihre (eige­nes) ideo­lo­gi­sches gift als rea­le fak­ten zu verkaufen. 

    #» Wir leben in einem Zeitalter, in dem Artikel nicht mehr gele­sen wer­den, son­dern nur Überschriften und Vorspänne zäh­len. Es wird geteilt, gefälscht, falsch ver­stan­den, es wer­den aus Berichten die pas­sen­den Statements her­aus­ge­grif­fen, aus­ge­schmückt, zuge­spitzt und über die sozia­len Medien in die Welt gesetzt. In einer welt­wei­ten Pandemie, wo die Gesundheit aller auf dem Spiel steht, ist das fatal und zieht einen gewis­sen Kaskadeneffekt nach sich. Nichts ande­res ist mit mir und der Berliner Zeitung passiert.#

    wie recht sie doch haben, frau caliskan.

    mit betrof­fen­heits­kul­tur und for­de­rungs­un­ter­stüt­zen­der kör­per­spra­che haben sie ja sicher erfah­rung, jetzt sam­meln sie halt erfah­run­gen im akti­ven pau­schal denun­zie­ren und dis­kre­di­tie­ren ihnen völ­lig unbe­kann­ter menschen .. 

    das man sowas auch als vor­sätz­li­che men­ta­le kör­per­ver­let­zung, ver­ste­hen könn­te, steht auf einem ande­ren blatt. wenn man denn noch die betrof­fen­heits­kul­tur leben und argu­men­te suchen würde..

    wie schnell doch die wen­de vom angeb­li­chen opfer zum gewis­sen­lo­sen mit­tä­ter voll­zo­gen ist, nicht wahr ?

  18. Also ich fin­de auch, das das der Tiefpunkt der Debattenkultur ist.
    Allerdings sehe ich das Problem eher bei Leuten die die Protagonisten der Clips medi­al ver­nich­ten wol­len und in deren Leben rum­schnüf­feln. Siehe netzpolitik.org die einen Datenreichtum nut­zen um einen Schauspieler zu dis­kre­di­tie­ren der in eine aus deren Sicht fal­sche Partei ein­tre­ten will.

  19. Das wär doch ein intel­lek­tu­ell anre­gen­der Interviewpartner für die Journalistin. Wenn man sie denn lie­ße und sie sich trau­en würde… 

    "Das war mutig von euch. Ihr geht da mit euren Klarnamen rein und steht zu einer sehr bri­san­ten Aussage. Gibt es schon eine öffent­li­che Antwort von „Team Drosten“?

    (Lacht) Nicht wirk­lich. Drosten wird von einem oder meh­re­ren PR-Thinktanks für Social Media betreut. Die Beratung und Betreung die­ser PR-Firmen ist aller­dings eher beschei­den. Das heißt, er schickt uns dann irgend­wel­che Low-Quality/Low-Tier „Shills“ (von PR Firmen ange­heu­er­te Kommentarschreiber, Anmerkung der Red.)) vor­bei, die ein ent­spre­chen­des Antworten-Skript bereit halten.

    Ihr wer­det auf Social Media sys­te­ma­tisch von bezahl­ten PR-Schreibern ange­grif­fen — und die­se Leute behaup­ten dann, Ahnung zu haben und ver­tei­di­gen Drosten und Co.?

    Ja, genau. Wenn wir sie dann fest­na­geln auf wis­sen­schaft­li­che Details, lau­fen sie meis­tens weg. Ich bin ja selbst pro­fes­sio­nel­ler „Troll“. Ich bin mit dem Internet auf­ge­wach­sen. Ich weiß ganz genau, wie das funk­tio­niert und erken­ne sie auch gleich. Einer der run­ning gags auf mei­nem Twitter-Profil ist, dass ich immer ganz schnell geblockt wer­de. Das feie­re ich eigent­lich jedes Mal ab."

    https://ayavela.medium.com/wir-befinden-uns-mitten-in-einem-informationskrieg-bbbddda5e28

    1. bezahl­te shills ver­schie­de­ner inter­es­sen­grup­pen zum steu­ern der öffent­li­chen wahr­neh­mung auch im bereich der kom­mu­ni­ka­ti­ons nischen gehö­ren seit lan­gem in foren, image­boards und game­chats zum alltag.

  20. Und genau jetzt wird die Trennung von Melinda und ihrem Bill ( wird bestimmt teu­er.…) bekannt, er will mehr "pri­va­cy" -
    die hätt er doch durch Nicht-ein-mischen ins Weltgeschehen und Freigabe des Quellcodes von W95 bisW10 haben kön­nen, wenn die Controller ihn gelas­sen hätten.…
    Bisherige Debatten sind kein wis­sen­schaft­li­cher Diskurs.
    Bleibt Angstfrei und Genußfähig.

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