Besser als Karneval: Oper abgebrochen, weil Test negativ/positiv/negativ… war

Bekanntlich hat­ten Stadt und Karnevals-OIigarchen in Düsseldorf auch in die­sem Jahr auf den Rosenmontagszug ver­zich­tet. Irgendetwas mit Korona und Crieg muß­te als Grund her­hal­ten. Da man in der Stadt, die auch schon mal "Verweilverbote" auf Straßen und Plätzen aus­ge­spro­chen hat­te, nicht ganz auf Jux und Dollerei ver­zich­ten woll­te, wur­de die Oper eingespannt:

»Zwischenfall in Düsseldorf
Oper „Carmen“ vor der Pause abgebrochen
Zugetragen hat sich das Ganze bei der Aufführung von Bizets „Carmen“. Um 15 Uhr hat­te sich der Vorhang geöffnet, zunächst lief alles ab wie geplant. Dann aber wur­de die „Opéra comi­que in vier Akten“ tatsächlich komisch, wobei es dies­mal kei­ne vier Akte gab. 

Ein Mitarbeiter der Oper trat noch vor der Pause vor das Publikum und teil­te mit, dass die Aufführung lei­der been­det wer­den müsse. Ein Solist sei erkrankt, man möge doch bit­te nach Hause gehen.

Im Publikum führte dies zu gro­ßem Rätselraten, denn wei­te­re Informationen wur­den nicht mitgeteilt…

Am Montagvormittag teil­te die Oper mit, dass für einen der Solisten während der Aufführung ein posi­ti­ver PCR-Test ein­ge­gan­gen sei und der „direk­ti­ons­dienst­ha­ben­de“ Mitarbeiter kurz vor dem ers­ten Auftritt der betref­fen­den Person die Reißleine gezo­gen habe, sprich aus Sicherheitsgründen für Künstler und Publikum die Vorführung gestoppt habe.

Nach Auskunft der Oper wer­den die Künstler vor den Aufführungen einem Schnelltest unter­zo­gen. Dieser war bei der betref­fen­den Person nega­tiv aus­ge­fal­len, sie hat­te auch kei­ne Symptome. Zusätzlich fin­den aber auch zwei Mal pro Woche PCR-Tests statt. Das
Ergebnis eines sol­chen PCR-Tests sei erst mit Verspätung bei der Oper ange­kom­men – eben mit­ten in der Aufführung. Da ohne Masken gesun­gen wird und die Direktion kei­ne Ansteckungsgefahr ein­ge­hen woll­te, wur­de die Aufführung kur­zer­hand gestoppt. 

Nach die­sem abrup­ten Ende ging der Künstler am Abend zu einem Testzentrum für einen wei­te­ren PCR-Test. Dieser wie­der­um fiel nega­tiv aus, wie es am Montagvormittag hieß…«
rp-online.de (9.5. – Bezahlschranke)


»Im Opernhaus Düsseldorf gilt bis ein­schließ­lich 15. Mai 2022, Maskenpflicht. Bitte tra­gen Sie Ihren Mund-Nasen-Schutz auch im Saal wäh­rend der gesam­ten Vorstellung.«
operamrhein.de


Ob das die Stelle war, an der abge­bro­chen wurde?

»Zweiter Akt

… Da ertönt der Zapfenstreich, der José zum Appell ruft und dem er fol­gen will. Carmen ver­spot­tet ihn wegen sei­nes Pflichtbewusstseins.«
de.wikipedia.org


Es hat auch etwas von der Chaplin-Version:

Videoquelle: youtube.com

10 Antworten auf „Besser als Karneval: Oper abgebrochen, weil Test negativ/positiv/negativ… war“

  1. Blinde Hörigkeit ist so mit das Dümmste, was es gibt. Und sie ent­lar­ven sich jeden Tag mehr. Man glaubt bald wirk­lich nicht mehr, dass das alles real ist.
    Jemand ohne Symptome, der 45 Minuten auf der Bühne ste­hen durf­te, wird plötz­lich zum Gefährder, wenn er noch wei­te­re 45 Minuten auf der Bühne stün­de. Diese Leute sind so krank – mer­ken die das nicht?!?! Und ich bin mir sehr sicher, mit die­ser büro­kra­ti­schen Hörigkeit und dem Fehlen jeg­li­chen gesun­den Menschenverstands wäre wie­der sehr vie­les mög­lich in die­sem Land. Meiner Meinung nach sogar ALLES. Aber lei­der gibt es kei­ne öffent­li­chen Debatten über den Konformismus und was die­ser anrich­tet – immer noch, jeden Tag.
    Was hat man davon, wenn man Dinge durch­schaut, aber die­ses gan­ze kran­ke Theater geht täg­lich weiter? :((

    Ich hät­te das Theater wegen Maskenpflicht per Hausrecht eh nicht betre­ten, das ist das nächs­te Ding, was end­lich auf­ge­ar­bei­tet gehört. Diese Diskriminierung per Hausrecht darf nicht län­ger hin­ge­nom­men werden.

    1. @ Getriebesand:
      Diskriminierung per Hausrecht auch an der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin.

      Die "C"-Stuss-Verordnung im Land Berlin sieht jedoch gar nicht vor, dass in Bibliotheken der Affenhut im Gesicht zu tra­gen ist.

      Vorauseilender Kadavergehorsam an der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin.

  2. Zukünftige Generationen wer­den mit fas­sungs­lo­sem Kopfschütteln auf die­se Zeit zurück­bli­cken, in der die Menschen sich zu einem voll­kom­men unsin­ni­gen Testwahn ver­füh­ren ließen.

  3. Alle Akteure, aber wirk­lich auch alle Akteure ein­schließ­lich der unbe­deu­tends­ten Nebenrolle die­ses nicht mehr zu unter­bie­ten­den Schmierentheaters machen wei­ter, als wenn mor­gen der Weltuntergang vor der Tür stän­de. Und das schlim­me dar­an ist, der C‑Bürger macht wei­ter­hin voll und ganz mit, wie eh und je!

    Nachdem ich jetzt über zwei Wochen im Volleinsatz für den Wahlkampf war, woll­te ich heu­te nur noch Wählen gehen, was ich natür­lich auch gemacht habe. Ich woh­ne aber in Köln, der Stadt mit dem "Corona-Muckel", auch OBin R.… genannt, und da pas­sie­ren einem wegen der "dra­ma­ti­schen Lage" schon mal sol­che Dinge wie unten ste­hend, da man sich gegen­über D'dorf ja auf kei­nen Fall eine Blöße geben darf:

    Vor der Eingangstüre zur Grundschule, dem Wahllokal, hing ein gro­ßes Schild "BITTE MASKE TRAGEN". Direkt hin­ter der Eingangstüre saß, ver­mut­lich im Auftrag der Stadt, eine Jugendliche, die mich direkt ange­spro­chen hat, wo mei­ne Maske wäre. Ich habe sie gefragt, wes­we­gen ich eine Maske brau­chen wür­de. Antwort: In der Schule gäbe es noch eine Verpflichtung, Maske tra­gen zu müs­sen. Daraufhin habe ich Ihr laut und deut­lich (für jeden im Umkreis von 20 Metern wahr­nehm­bar) zu ver­ste­hen gege­ben, dass für die LTW kei­ne Maskenpflicht besteht, und bin wei­ter­ge­gan­gen. Alle ande­ren Wähler haben wäh­rend mei­ner Anwesenheit dort tat­säch­lich eine Maske getragen!

    Meine Vermutung ist, dass jetzt, nach dem die Wahl in NRW durch ist, wie­der mit har­ter Hand regiert wer­den kann, und der Corona-Wahnsinn wie­der in vol­ler Fahrt wei­ter­geht. Alles, was mög­lich ist, wird getan, um kei­ne Normalität auf­kom­men zu lassen

    1. Es gibt auch Grundschulen an denen nicht alle Schilder "Maskenpflicht"
      zum Wahltag abge­han­gen wur­den, dabei gab es in NRW die Regel, dass
      die Schulen nicht per Hausrecht eine Maskenpflicht fort­set­zen dürfen.
      .
      Den Eltern wur­de erklärt, es gäbe kei­ne Maskenpflicht mehr und es
      wür­den die Kinder nicht zum Maskentragen gedrängt,
      an den Eingangstüren steht es aber weiter.
      .
      Was für einen Umgang ler­nen Grundschüler mit Regeln in unse­rem Staat?

    2. @Helmi2000
      Das war bei uns auch der Fall: Maskenpflicht im Wahllokal und es war nicht in einer Schule. Als wir uns wei­ger­ten, wur­den wir raus­ge­wor­fen und muss­ten vor der Tür wäh­len. Damit wir auch ordent­lich vor­ge­führt und beschämt wer­den konn­ten, wur­de das Wahllokal wäh­rend unse­res Wahlvorgangs geschlos­sen, so dass sich eine lan­ge Schlange bil­de­te. Wir stan­den prak­tisch auf dem Präsentierteller. Das war so geplant, denn ein Stehtisch für den Wahlsichtschutz war schon vorbereitet.
      Gut, dass man schon seit Monaten spa­zie­ren geht und daher rela­tiv abge­här­tet ist. Erschüttert hat es mich aber doch.

  4. Deutschland wird von Irren regiert.

    Die Wahlbeteiligung zur Landtagswahl NRW 2022 ist auf 55 Prozent gefal­len. Unter Berücksichtigung der abge­ge­be­nen Stimmen und der Fünfprozenthürde haben alle Abgeordneten und Parteien mit Sitz im Landtag zusam­men noch nicht ein­mal die Hälfte der Stimmen aller Wahlberechtigten erhalten.

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