Corona-Daten aus Berlin: Wundersam und offiziell

Zum einen sind da merk­wür­di­ge Zahlen zu "Impfungen": für die unüber­sicht­li­che Darstellung kann ich nichts:

berlin.de (19.7.)

Da haben sich also tau­sen­de BerlinerInnen zwei- bis vier­mal mit Janssen sprit­zen las­sen. Der Stoff wird vom RKI nur für den Erststich emp­foh­len (s. hier), Schwangeren wird gänz­lich abgeraten.

Auch mit Dritt- und Viert-Dosen von Novavax wer­den Menschen in Berlin "ver­sorgt". Dabei liegt laut RKI "kei­ne Zulassung für die Auffrischimpfung vor".

Ob die 250.000 BerlinerInnen, die sich die vier­te Dosis Biontech und Moderna haben ver­ab­rei­chen las­sen, sämt­lich zu den vom RKI genann­ten Risikogruppen gehö­ren, kann bezwei­felt werden.


Hervorragend wird das Wissenschaftsverständnis des Berliner Senats illus­triert – nach dem Motto "Wie Sie sehen, sehen Sie nichts":

berlin.de (19.7.)

Selbst wenn man für einen Augenblick bereit ist, die Fallbestimmung über einen PCR-Test anzu­er­ken­nen, wirkt das Zahlenwerk nicht über­aus beunruhigend:

berlin.de (19.7.)

Dennoch wird die­se absur­de Ampelschaltung in Schwarz-Rot-Gold gezeigt:

berlin.de (19.7.)

Interessiert irgend­wen in der Berliner Verwaltung, womit 94,1% der Intensivbetten belegt sind?

13 Antworten auf „Corona-Daten aus Berlin: Wundersam und offiziell“

  1. Norbert Häring Retweeted
    Patrick Breyer #JoinMastodon
    @echo_pbreyer
    Lasst uns die Demokratie vor mani­pu­la­ti­ver Überwachungswerbung schützen! 

    Meine heu­ti­gen Änderungsanträge 

    zum neu­en Gesetz über poli­ti­sche Werbung fordern 

    ein Verbot der Ausbeutung von Personendaten für die­se Zwecke.

    Infos: https://patrick-breyer.de/neue-regeln-zu-politischer-werbung-sollen-wahlmanipulation-stoppen/

    10:42 AM · Jul 19, 2022·
    https://twitter.com/echo_pbreyer/status/1549343897398218752?cxt=HHwWgMC49ZuEsIArAAAA

  2. Hat jetzt nix mit dem Berlin-Bericht zu tun:
    hier
    https://www.spiegel.de/ausland/russland-lange-haftstrafen-fuer-opernsaenger-wadim-scheldijew-und-zwei-weitere-angeklagte-a-64f21350-5497–40f7-b804-6822398f327e
    erzählt man im Kaltkriegsduktus, wie gut's "uns" eigent­lich geht!
    Hat hier etwa irgend­je­mand jemals von so etwas gehört:
    "Die Justiz gilt als poli­tisch gesteu­ert und hat in der Vergangenheit immer wie­der har­te Urteile gegen Regierungsgegner gefällt."?
    Klar, "wir" haben immer noch Luft nach oben… .

  3. Interessiert irgend­wen in der Berliner Verwaltung, womit 94,1% der Intensivbetten belegt sind?

    Ja. Weil die­se Quoten Einfluß auf die Preise haben für all­die schö­nen Dinge die an der Börse gehan­delt wer­den. Wie z.B. Intensivbetten, med. Spezialausrüstung, Aztpraxen und gan­ze Kliniken.

    Und der Staat steckt mit­ten­drin in die­sen Gaunergeschäften und treibt zudem die Preise in die Höhe.

  4. Wieviel Einwohner hat Berlin?
    Oder wer­den Touris und Durchreisende auch abgespritzt?
    Und gibt’s das für Affenpocken auch?

  5. Interessant in die­sem Zusammenhang ist auch, dass Berlin irgend­wann ein­fach mal eine eige­ne Berechnung der Hospitalisierungs 7‑Tage-Inzidenz ein­ge­führt hat. Somit ist ein Vergleich mit ande­ren Bundesländern auf den ers­ten Blick gar nicht so leicht mög­lich. Nach der »alten« Zählung, die auch in allen ande­ren Bundesländern ver­wen­det wird, liegt die­se Hospitalisierungs 7‑Tage-Inzidenz näm­lich nicht bei 14,5 son­dern bei 3,5 (nach­zu­prü­fen z.B. bei inzidenz.info).

  6. 15.07.2022
    Servus Nachrichten
    @ServusTV_News
    Die vier­te Impfung jetzt für alle
    – die­se umstrit­te­ne Empfehlung gibt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach.
    Und bei den Corona-Regeln wer­den die Daumenschrauben wie­der ange­zo­gen. #ServusNachrichtenDeutschland
    Lauterbach rät zu vier­ter Impfung
    5:16 PM · Jul 15, 2022
    https://twitter.com/ServusTV_News/status/1547993544769433600?cxt=HHwWgMCj6az7yfsqAAAA

  7. Diese RKI-Daten zeigen, warum die Ampel [mutmaßlich] Corona- durch Grippe-Maßnahmen ersetzen will sagt:

    Stefan Homburg
    @SHomburg
    ·
    46m
    Diese RKI-Daten zei­gen, war­um die Ampel Corona- durch Grippe-Maßnahmen erset­zen will:

    Betrug die Corona-Sterberate (CFR)
    am Jahresanfang noch nied­ri­ge 0,25%,
    ist sie aktu­ell auf fast unsicht­ba­re 0,02% gefallen. 

    Da braucht man neue Viren für Masken und Freiheitsbeschränkungen!
    https://pbs.twimg.com/media/FYCeO23WAAInIRB?format=png&name=small
    Stefan Homburg
    @SHomburg
    Quelle:
    https://rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Klinische_Aspekte.html
    , ers­te Tabelle der Exceldatei, Spalte M.
    3:21 PM · Jul 19, 2022
    https://twitter.com/SHomburg/status/1549414026731454465

  8. Weltspiegel
    China Politische Kontrolle mit Corona-App
    Stand: 17.07.2022 15:31 Uhr

    Ohne Gesundheits-App geht in Chinas Großstädten nichts: 

    Wer einen roten statt grü­nen Code hat, kommt weder in den Bus noch in den Supermarkt. Inzwischen set­zen Behörden die App ein, um miss­lie­bi­ge Personen festzusetzen.
    Von Tamara Anthony, ARD-Studio Peking

    Wang Yu kann sich seit eini­ger Zeit nicht mehr frei bewe­gen. Sie ist Anwältin in China – und eine Kritikerin des auto­ri­tä­ren chi­ne­si­schen Regimes.
    Schon oft wur­de sie in Hausarrest gesetzt. 

    Doch neu­er­dings hat das Regime offen­bar eine ande­re Methode: Ihre Gesundheitsapp zeigt nicht den grü­nen Code
    – obwohl sie zuvor drei­mal einen nega­ti­ven PCR-Test bekom­men hat.
    "Ich muss­te als Anwältin einen Fall vor Gericht verhandeln.
    Aber sie stell­ten mei­nen Code auf Gelb", erzählt Wang Yu. 

    "Ich war kom­plett hilf­los. Du kannst dich qua­si gar nicht mehr bewe­gen, du kannst nir­gends mehr hingehen."
    Tamara Anthony ARD-Studio Peking
    @TAMANTH

    Denn inzwi­schen geht ohne die Gesundheits-App in Chinas Großstädten qua­si nichts mehr: Beim Supermarkt wird Wang Yu ohne den grü­nen Code abge­wie­sen. Weder ein Taxi, noch einen Bus, die U‑Bahn oder einen Zug kann sie betre­ten. In Peking sind sogar die Zugänge zu Wohnungen über­wacht. Jeder wohnt inner­halb einer abge­zäun­ten Anlage, zu der es nur einen Zugang gibt. An dem haben Wärter ihre Grenzposten auf­ge­stellt. Alle müs­sen mit der Gesundheits-App den QR-Code scan­nen und den grü­nen Code vorzeigen.

    Chinas Gesundheits-App: Digitale Fußfessel
    6 Min
    Chinas Gesundheits-App: Digitale Fußfessel
    Tamara Anthony, BR, welt­spie­gel, 17.7.2022
    "Ich lie­be das Gesetz"

    Zunächst konn­te Wang Yu auch nicht in ihre Wohnung. Denn immer wie­der funk­tio­nier­te ihre App nicht. Die Wärter an der Schranke zu Wang Yus Wohnanlage woll­ten sie nicht rein­las­sen. Nach einem hef­ti­gen Streit ließ das Wachpersonal sie pas­sie­ren. "Aber du weißt nicht, was mor­gen sein wird. Vielleicht wird der Wärter mich dann nicht durch­las­sen. Und ich kann hier nicht ein­bre­chen," sagt die Anwältin.

    Was Wang Yu schier in den Wahnsinn treibt: Alles basiert auf Willkür. Für den Einsatz des Gesundheits-App gibt es kei­ne Gesetze. "Ich bin Anwältin. Ich lie­be das Gesetz. Ich brau­che genaue Regeln, denen ich fol­gen kann." Das chi­ne­si­sche Parlament hat aber dazu nichts ent­schie­den. "Es gibt nichts. Kein Papier, kei­ne Regelungen. Die Restriktionen durch die App sind damit kom­plett ille­gal," schluss­fol­gert Wang Yu.
    ARD-Korrespondentin Tamara Anthony zeigt ihre Gesundheitsapp: Springt sie auf Rot, kann sie sich in Peking kaum noch frei bewe­gen. | ARD-Studio Peking

    ARD-Korrespondentin Tamara Anthony zeigt ihre Gesundheits-App: Springt sie auf Rot, kann sie sich in Peking kaum noch frei bewe­gen. Bild: ARD-Studio Peking

    Wang Yu sieht in der Gesundheits-App daher vor allem ein neu­es Werkzeug des auto­ri­tä­ren Regimes zur kom­plet­ten Überwachung – zumal bei jedem Scannen die Daten mit Ortsmarke gesam­melt wer­den. Die Zeitung "New York Times" hat her­aus­ge­fun­den, dass die Daten der App in Echtzeit an die Polizei geschickt wer­den: Ein Teil des Programms mit der Bezeichnung "reportInfoAndLocationToPolice" sen­de den Standort der Person, den Namen der Stadt und eine iden­ti­fi­zie­ren­de Codenummer an einen Server. Da inzwi­schen über­all gescannt wer­den muss und die App mit dem Ausweis ver­knüpft ist, bekommt die Polizei ein umfas­sen­des Bewegungsprofil aller Einwohner.
    Ein Mann steckt in Shanghai sei­nen Kopf durch eine Absperrung. | EPA

    Reportage
    14.07.2022
    Coronavirus in China Shanghais Sorge vor neu­em Lockdown

    In Chinas Wirtschaftsmetropole Shanghai wächst die Sorge vor neu­en Corona-Beschränkungen.
    Rote App bei Protestteilnehmern

    Ende Juni setz­ten Behörden die Gesundheits-App beson­ders auf­fäl­lig für poli­ti­sche Zwecke ein. Eine ange­schla­ge­ne Bank in der Millionenstadt Zhengzhou hat­te die Konten von Kunden ein­ge­fro­ren. Vor der Zentrale der Bank began­nen sich Leute für Proteste zu ver­sam­meln. Weitere Kunden woll­ten anrei­sen. Doch bei vie­len sprang der Gesundheitscode in der App auf Rot.

    In Videos in den sozia­len Netzwerken zei­gen sie, wie sie vom Reisen abge­hal­ten wer­den. Das Phänomen wird klar: Allein Bankkunde zu sein reicht aus, um einen roten Code zu bekom­men. Die loka­len Behörden in Zhengzhou müs­sen sich öffent­lich für den Missbrauch der App entschuldigen.
    Protest in Zhengzhou (China) vor der Filiale der Zentralbank | AP

    Protest in Zhengzhou vor der Filiale der Zentralbank. Bild: AP
    Drei Gruppen von Einwohnern

    Doch die Macht liegt im System. Denn die Seuchenbekämpfung und die Polizei haben Zugriff auf die Daten. Einen Einblick hin­ter die Kulissen von Big Data ermög­lich­te kürz­lich eine öffent­li­che Ausschreibung für die Gesundheits-App für die Zwölf-Millionen-Einwohnerstadt Hangzhou. Nach Informationen der "Financial Times" erhielt die­sen Monat ein Joint Venture zwi­schen der E‑Commerce-Gruppe Alibaba und zwei staat­li­chen Betreibern einen zwölf­mo­na­ti­gen Vertrag über den Betrieb des Systems. Die tech­ni­sche Vorgabe ist, dass 25.000 Informationsabfragen pro Sekunde bewäl­tigt wer­den müssen.

    Die Ausschreibung zeigt auch, dass die Einwohner von Hangzhou in meh­re­re Datensätze auf­ge­teilt sind – mit jeweils unter­schied­li­chen Regeln. Der Datensatz für Arbeiter in der Liefer- und Kühlkettenlogistik etwa defi­niert, dass sie auto­ma­tisch einen oran­gen Code bekom­men, sobald sie einen obli­ga­to­ri­schen PCR-Test auslassen.
    Schlafstelle für Arbeiter bei Rheinmetall China. | Rheinmetall China

    Weltspiegel
    29.05.2022
    Lockdown in China Essen, waschen, schla­fen in der Fabrik

    Mitarbeiter von Shanghaier Firmen über­nach­ten am Arbeitsplatz, da sie das Werksgelände nicht ver­las­sen dürfen.

    China
    Corona
    Corona-App
    Menschenrechte

    Über die­ses Thema berich­te­te das Erste am 17. Juli 2022 um 18:30 Uhr im Weltspiegel.
    https://www.tagesschau.de/ausland/asien/china-app-corona-kontrolle-101.html

    aus
    hen­ning rosen­busch Retweeted
    hen­ning rosenbusch
    @rosenbusch_
    Glaubt noch irgend­wer, das kön­ne bei uns nie passieren?

    https://tagesschau.de/ausland/asien/china-app-corona-kontrolle-101.html

    http://t.me/Rosenbusch
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    https://pbs.twimg.com/media/FX7lskhWQAA1JOS?format=jpg&name=900x900
    7:09 AM · Jul 18, 2022
    https://twitter.com/rosenbusch_/status/1548927882688446464?cxt=HHwWgIC-5fzs8v4qAAAA

  9. Also irgend­et­was passt hier nicht zusammen. 

    Bundesweit wur­den über 900 Tsd. Tests gezählt mit einer Positvrate von 53,7 %. in der KW 27. Das wür­de bedeu­ten, daß fast 500 Tsd Menschen in Quarantäne sind. 

    in der KW 22 waren es 506 Tsd. Tests mit einer Positivrate von 28,4 %.

  10. Was heißt eigent­lich "COVID-19 ITS Belegung"? Wie ist das defi­niert? So wie "an und mit" verstorben?

    Das ist doch nur Schwachsinn, was von der Senatsverwaltung Berlin ver­öf­fent­licht wird.

  11. Wer auf Novavax gewar­tet hat, hat höchst­wahr­schein­lich Vorbehalte gegen die Geninjektionen und wird sich daher wohl kaum mit mRNA boos­tern las­sen wollen.

    Die Dritt- und Viertimpfungen mit Novavax sind zur Zeit natür­lich noch „Off-Label“ Impfungen. Aber das hat man ja bei (Klein-)Kindern und den mRNA Injektionen auch schon gemacht. Von daher dürf­te es nicht all­zu schwie­rig sein, einen Arzt zu fin­den, der dazu bereit ist.

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