Cum-Ex, Gates, ZDF und die Kinder-App zum Plattmachen von Virenschleudern

Das hat doch fast alles, was in eine ordent­li­che Verschwörungsgeschichte hin­ein­ge­hört. Angeregt durch einen Kommentar, habe ich mich mit die­sem Thema noch ein­mal beschäf­tigt, wenn ich der Wertung des ver­link­ten Beitrags auf blauerbote.com ("Bill Gates zahlt Geld an Netzwerk funk (ARD/ZDF) – funk ruft „als Satire“ zur Ermordung von Kindern auf") auch nicht folge.

Es geht um das schä­bi­ge Spiel "Super Corona World", über das im Herbst 2020 in Hochansteckende Kinder platt machen berich­tet wurde.

Videoquelle: youtube.com

Damals wur­de zitiert:

»Verantwortlich für das "Corona World"-Spiel ist der Satire-Kanal "Browser Ballett" vom jun­gen Rundfunkangebot FUNK, dem Gemeinschaftsangebot von ARD und ZDF. Das Browser Ballett hat im ver­gan­ge­nen Jahr den Grimme-Preis in der Kategorie "Kinder und Jugend“ bekommen.«
bayern3.de (18.8.20)

Auf sei­ner Seite presse.funk.net infor­miert FUNK:

presse.funk.net

»Wir sind funk – das Content-Netzwerk von ARD und ZDF. Unsere Inhalte sind auf YouTube, Instagram, Facebook, Snapchat und TikTok sowie auf funk.net zu fin­den. Auf über 60 ver­schie­de­nen Kanälen ver­öf­fent­li­chen wir span­nen­de, infor­mie­ren­de, kri­ti­sche und unter­hal­ten­de Videos. 

Wir wol­len mit unse­ren Inhalten Menschen zwi­schen 14 und 29 Jahren erreichen…

funk ist im Oktober 2016 mit dem öffent­lich-recht­li­chen Auftrag gestar­tet. Das bedeu­tet, dass unser Angebot durch den Rundfunkbeitrag finan­ziert wird. So kön­nen wir den Creator:innen ermög­li­chen, Inhalte zu erstel­len, die wer­be­frei und unab­hän­gig von finan­zi­el­len und poli­ti­schen Einflüssen sind.«
presse.funk.net

So weit, so nor­mal. Nicht nur die Talkshows sind im ÖR Rundfunk out­ge­sourct. Spätestens dort, wo via Quote ver­dient wird, kann nicht mehr von Unabhängigkeit gespro­chen wer­den. Da wer­den wie in Dschungelcamps die exo­tischs­ten und skur­rils­ten Figuren ein­ge­la­den, und die ZuschauerInnen kön­nen sich sagen "Wie gut, daß wir nicht so blöd sind wie die".

»WIE IST FUNK ENTSTANDEN?

… Um 14- bis 29-Jährige im Internet mit öffent­lich-recht­li­chen Inhalten zu errei­chen, wur­de funk als ers­tes öffent­lich-recht­li­ches Online-Only-Angebot von ARD und ZDF ins Leben geru­fen. Im Oktober 2014 ent­schie­den sich die Ministerpräsident:innen offi­zi­ell für die­sen Weg und am 1. Oktober 2016 star­te­te das Content-Netzwerk von ARD und ZDF mit 40 Formaten…

WIE BEZAHLT FUNK SEINEN CONTENT?

… funk hat im aktu­el­len Geschäftsjahr 2022 44,6 Mio. Euro Budget. Daran betei­li­gen sich der SWR als feder­füh­ren­de Landesrundfunkanstalt sowie alle wei­te­ren Rundfunkanstalten der ARD gemein­sam mit zwei Dritteln und das ZDF mit einem Drittel…«
funk.net


Kurzgesagt

Das Corona-Propaganda-Spiel "Super Corona World" für Kinder wur­de also von einem üppig aus­ge­stat­te­ten "Content-Netzwerk von ARD und ZDF" aus­ge­dacht. Produziert wur­de es, wie dem obi­gen Screenshot zu ent­neh­men ist, von der Firma "Kurzgesagt".

»Dinge erklärt – kurzgesagt (ZDF/ funk) 

„Dinge erklärt – Kurzgesagt“ ist ein deut­scher Wissenschaftskanal, der kom­ple­xe Themen aus Weltraumforschung, Physik, Biologie, Politik, Philosophie und Technik ein­fach und ver­ständ­lich in ani­mier­ter Form erklärt. Mit Liebe zum Detail wer­den kom­pli­zier­te Zusammenhänge durch Storytelling, Illustration und Animation zum Leben erweckt, um mög­lichst vie­le Menschen für wis­sen­schaft­li­che Themen zu begeis­tern. Das Format rich­tet sich an alle Zuschauer*innen, die etwas über das Universum ler­nen und sich fas­zi­nie­ren las­sen möchten…

In den letz­ten Jahren wur­den bereits die funk-Formate „Einigkeit & Rap & Freiheit“ (2019), „maiLab“ (2018) und „Datteltäter“ (2017) mit dem Grimme Online Award aus­ge­zeich­net.«
presse.funk.net (22.4.20)

Die Firma rühmt sich hoch­ran­gi­ger Kunden, von denen in unse­rem Zusammenhang min­des­tens drei von Interesse sind:

kurzgesagt.org

Eine eige­ne Geschichte dürf­te sein, wel­che Aufträge das ZDF neben der Produktion des "Wissenschaftskanals" noch erteilt. Daß sich hier mit Sandoz die Firma wie­der­fin­det, deren Mutterkonzern heu­te Frau Baerbock auf­such­te, um die Unabhängigkeit medi­zi­ni­scher Lieferketten sicher­zu­stel­len (s. Baerbock, Novartis und Lieferketten für Medikamente), ist ein net­ter Zufall.

Cum Bill & Melinda Gates Foundation

Auch daß die BMGF wie das ZDF Kundin des Unternehmens ist, besagt nicht viel. Interessanter ist schon die Doppelrolle der Stiftung. Man ist nicht nur der erst­ge­nann­te Kunde, son­dern auch ein groß­zü­gi­ger Spender an "Kurzgesagt":

gatesfoundation.org

Man kann spe­ku­lie­ren, ob der Förderungszeitraum 2020 gera­de abge­lau­fen war. Doch eine hal­be Million Dollar zu exakt dem Thema des Kinderspiels wird ihre Wirkung bei des­sen Produktion nicht ver­fehlt haben. Der Link zur genann­ten "Grantee web­site" führt zu kurzgesagt.org.

Ex

Der Begriff "Cum-Ex" in der Überschrift des Beitrags trifft nicht rich­tig zu. Es geht hier nicht um die Art der von Olaf Scholz gedul­de­ten kri­mi­nel­len Steuerhinterziehungen. Trotzdem könn­te es span­nend sein für Rechnungshöfe und Aufsichtsgremien der ÖR-Medien, auf die Geldzu- und Abflüsse der koope­rie­ren­den Unternehmen zu blicken.

Bekanntlich ist ein Anliegen der Familie Gates, gro­ße Teile des gehor­te­ten Privatvermögens über die Einbringung in Stiftungen von Steuern zu befrei­en. Das ist in den USA noch ein­fa­cher als bei uns, und legal. Nun ist die Gates-Stiftung nicht nur "wohl­tä­tig" unter­wegs, son­dern auch unter­neh­me­risch, bei­spiels­wei­se auch in (deut­schen) Pharmafirmen. Wie sich ihre steu­er­be­güns­tig­ten Zuwendungen an "Kurzgesagt" zu den zu ver­steu­ern­den Gewinnen der Firma aus Aufträgen der Stiftung ver­hält, wäre eine inter­es­san­te Frage.

Ganz abge­se­hen von der recht­li­chen Würdigung bleibt das Problem, daß eine pri­va­te Stiftung mit enor­men Geldmitteln eine Produktionsfirma des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks beim "digi­ta­len Storytelling" in Sachen "Gesundheitsforschung" finan­ziert – ver­mut­lich gewohnt unei­gen­nüt­zig und höchst neutral.

13 Antworten auf „Cum-Ex, Gates, ZDF und die Kinder-App zum Plattmachen von Virenschleudern“

  1. "… wer­be­frei und unab­hän­gig von finan­zi­el­len und poli­ti­schen Einflüssen…"
    Wahrscheinlich glau­ben die Produzenten ihre eige­ne Eigenwerbung, ich an deren Stelle hät­te aber trotz­dem manch­mal Angst, dass mich der Blitz beim defä­kie­ren (habe ich extra geguuglt) trifft.

  2. Diese ÖPP "Produkte" gibt es doch schon lan­ge oder wie ich sag: KirchenWirtschaften!
    Kirche zahlt 10–0% und bestimmt alles!
    Die Steuerfinanzierte Sozialhilfe zahlt 90–100% und hat nix zu bestimmen!!
    Dieses fasch­sis­ti­sche System (Mussolini) hat sich spä­tes­tens seit den 80ern wie ein Tsunami verbreitet!
    (Die USAnisierungsBesatzung wur­de komplett!)

    1. @Marla: Ich ken­ne ein paar Italo-Western, das mit der mus­so­li­nis­ti­schen USAnisierung habe ich ver­paßt. Die Kritik ist ja rich­tig, aber die "Besatzer" wür­den sich freu­en, wenigs­tens ein Gesundheits- und Sozialsystem wie bei uns zu haben.

  3. Also doch auch Gates. 

    Globalisten, die mit ihrem Geld und/oder ihrer Macht die Demokratien die­ser Welt unter­wan­dern, sind unse­re Gegner. Ihr Ziel: Untergang des bür­ger­li­chen Mittelstandes und Machtübernahme durch einen neu­en Geldadel. 

    Nur der Zusammenschluss mit sei­nen alten Gegenspielern, den Arbeitern und Bauern, kann das Bürgertum vor die­sen Neufeudalisten retten.

    1. Nein –Ehrlicher Handwerker

      hat Ihnen die Geschichte der 48er Revolution nicht gezeigt wie die­ser Zusammenschluß aus­ge­gan­gen ist?

      Die Arbeiterklasse stand näm­lich ganz plötz­lich allei­ne da und hat­te neben dem auf­stre­ben­den Bürgertum den gan­zen alten Feudaladel und das gan­ze Junkertum gegen sich!

      Ansonsten haben Sie schon Recht: In den Kreisen des Bürgertums wird es eng. Es geht um die Neuaufteilung der Welt mit allen Ressourcen!

      MFG

      1. @Erfurt: Ja, kor­rekt was die 48er Revolution betrifft. Wir haben aber heu­te eine ande­re Situation: Denn das Bürgertum bekämpf­te damals nicht nur die Arbeiterklasse, son­dern auch den Feudaladel. Und über den trug es den Sieg davon. Das Ergebnis war eine Zweiklassengesellschaft. 

        Im Laufe der Zeit aber wur­de das Bürgertum über­mäch­tig. Das führ­te zu einer Spaltung im Bürgertum selbst: Superreiche eman­zi­pier­ten sich vom bür­ger­li­chen Mittelstand, es ent­stand ein neu­er Geldadel von Bankiers und Großindustriellen. 

        Diese Entwicklung blieb dem Kleinbürgertum selt­sa­mer­wei­se weit­ge­hend unbe­merkt: Noch bis vor kur­zem fühl­ten sich nicht weni­ge Inhaber von Einmannbetrieben mit 80-Stundenwoche dem Großkapitalisten näher als dem Arbeiter oder Bauer, und wähl­ten wegen dem Steuersenkungsprogramm unbe­irrt FDP oder CDU. 

        Wenn die C19-Tragödie eins klar gemacht hat, ist es, dass die­se ver­meint­li­che Zusammengehörigkeit von Klein- und Großbürgertum auf einer Illusion beruh­te. Für das sich glo­bal zusam­men­schlie­ßen­de Großkapital wur­de C19 zur lan­ge her­bei­ge­sehn­ten und in vir­tu­el­len Simulationen durch­aus bereits durch­ge­spiel­ten Gelegenheit zum Great Reset, zur glo­ba­len Machtergreifung. Und Teil des Planes bil­det eben auch die Zerstörung des bür­ger­li­chen Mittelstandes mit­samt des­sen natio­na­len Demokratien. 

        Der neue Geldadel ist auf­grund der fort­ge­schrit­te­nen tech­no­lo­gi­schen Entwicklung und des glo­ba­len Zusammenschlusses gefähr­li­cher, weil mäch­ti­ger, als es der frü­he­re Schwertadel war. Tragen die Neufeudalisten den Sieg davon, sind die Verhältnisse unum­kehr­bar gewor­den. Eine neue Zweiklassengesellschaft wür­de ent­ste­hen, aber nicht mehr von Arbeitern und Bürgern, son­dern von frei­en Milliardären und unfrei­en Dienstleistern. 

        Diesem Schicksal zu ent­rin­nen gibt es nur einen ein­zi­gen Weg: Alle als künf­ti­ge Dienstleister ein­ge­plan­ten Bevölkerungsgruppen müs­sen sich zusam­men­tun, um die Globalisten zu ent­mach­ten bzw. von der Macht fern­zu­hal­ten und die mul­ti­po­la­re Welt sou­ve­rä­ner Staaten vor deren Zugriff zu retten. 

        Was immer man von Putin hält und ob sei­ne Worte nun wahr­haf­tig sind oder nicht, hier hat er voll­kom­men Recht: https://t.me/Antimain_Stream/13810.

        1. @Ehrlicher Handwerker: Bedauerlich, daß außer dem Telegramisten "Clandestine" nie­mand eine sol­che Rede Putins gehört hat. Gibt es sie irgend­wo zum Nachlesen?
          Vermutlich wer­de ich nie begrei­fen, war­um Corona dem Mittelstand klar­ge­macht haben soll, daß das glo­ba­le Großkapital irgend­wel­che Pläne zum Great Reset hat, um ihn zu ver­nich­ten. Vor allem in der BRD waren die Regierenden so cle­ver, mit Stützungsprogrammen und Kurzarbeit mög­li­chen Widerstand aus Mittelstand und Arbeiterklasse zu ver­hin­dern. Sie haben es bes­tens ver­stan­den, die natio­na­len Reihen fest zu schlie­ßen im "Kampf gegen das tücki­sche Virus". Erhebliche Teile der Bevölkerung sind stolz auf den "deut­schen Impfstoff" aus Mainz und haben die Produkte aus den USA und GB wei­sungs­ge­mäß links lie­gen las­sen, als Biontech gehypt wur­de. Das Wegkaufen der Spritzmittel und von Medikamenten ver­läuft durch­aus in natio­na­len Rahmen und wird nur not­dürf­tig mit EU-Glitzer kaschiert.

          Im Gegensatz zu den Spekulationen über eine Herrschaft glo­ba­ler Eliten, die zu einem "Neufeudalismus" führt, sehen wir gera­de sehr deut­lich, daß jen­seits von Ideologien genau die Realwirtschaft mit den her­ge­brach­ten Problemen von Rohstoffmangel und Lieferkettenschwierigkeiten der bestim­men­de Faktor der Entwicklung ist. In die­sem Kontext sind Trucker- und Bauernproteste wie die Streiks von Hafenarbeitern – übri­gens dann erfolg­reich, wenn nicht natio­nal bor­niert geführt, son­dern inter­na­tio­nal soli­da­risch – eine Gefahr, ganz klas­sisch öko­no­misch. Dort einen Widerstand gegen einen Great Reset, wie auch immer der (miß)verstanden wird, hin­ein zu inter­pre­tie­ren, fin­de ich kühn.

          1. @aa, "Bedauerlich, daß außer dem Telegramisten 'Clandestine' nie­mand eine sol­che Rede Putins gehört hat. Gibt es sie irgend­wo zum Nachlesen?": 

            Sehr gut kri­tisch nach­ge­fragt, tat­säch­lich hat­te ich nicht an einen mög­li­chen Fake gedacht. Ich habe die Quelle noch nicht gefun­den, bin aber nahe dran. Hier auf jeden Fall schon mal eine Reaktion in der Washington Post mit wört­li­chen Zitaten aus der Rede und einer Erläuterung des Begriffs "gol­den bil­li­on": https://www.washingtonpost.com/world/2022/07/22/putin-golden-billion-russia/.

              1. @aa: Gerne! Eine offi­zi­el­le rus­si­sche Quelle habe ich nicht, aber Gugeln mit "putin" "july 20" und "gol­den bil­li­on" lehrt, dass die Rede welt­weit Beachtung fand, nur bei uns nicht.

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