»Dagegen werden wir klagen, bis zum letzten Euro«

Es regt sich Unmut in der Wirtschaft, wie einem Artikel auf spiegel.de vom 3.12. unter die­sem Titel zu ent­neh­men ist:

"Der Chef der Modekette Ernsting’s Family wet­tert gegen die jüngs­ten Coronabeschlüsse – und kün­digt juris­ti­sche Schritte an. Weitere Kläger dürf­ten folgen…

Angesichts der jüngs­ten 2G-Beschlüsse der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten ist dem heu­ti­gen Chef Timm Homann nun der Kragen geplatzt.

Der Handel wer­de von der Politik dau­er­haft »zum Faustpfand gegen die Ungeimpften« gemacht, wird Homann in einer von einem Sprecher ver­schick­ten Stellungnahme zitiert. »Die Maßnahmen der Politik gegen­über dem Handel sind rei­ne Symbolpolitik und haben kei­ner­lei Sachbezug«, wet­tert der Manager – und ver­weist unter ande­rem auf Zuwächse im Geschäft bei den nicht regle­men­tier­ten Supermärkten und Drogerien, die bereits in den ver­gan­ge­nen Shutdowns ver­mehrt Mode anboten.

Die Politik sor­ge »in Willkür und ohne fach­li­che Fundierung dafür, dass eini­ge Unternehmen rei­cher wer­den und ande­re an Substanz und Perspektive ver­lie­ren«, kri­ti­siert Ernsting’s‑Chef Homann. »In die­ser Facette hat das Züge einer Bananenrepublik angenommen!«…

Homann befürch­tet, dass, wäh­rend man sich künf­tig unter ande­rem bei Ernsting’s Family legi­ti­mie­ren müs­se, sich bei RossmannLidl oder beim Bäcker unkon­trol­liert die Kundschaft balle…

Auch die gro­ße Buchhandelskette Thalia ist von den neu­en Regeln betrof­fen. »Wir prü­fen aktu­ell die Option einer Klage gemein­sam mit den ande­ren betrof­fe­nen Handelskolleginnen und ‑kol­le­gen«, teil­te eine Sprecherin mit…

16 Antworten auf „»Dagegen werden wir klagen, bis zum letzten Euro«“

  1. Wird Zeit dass dort mal Klartext gespro­chen wird. Wie wäre es mit einer Solidaritätsaktion von Einzelhandel, Pflegekräften, Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, Therapeuten .….
    Nicht nur kla­gen son­dern handeln.

  2. Ich habe wie­der das Forum bei SPON geöff­net. Ich hät­te es nicht tun sol­len, denn dort gras­siert der Hass.

    "Danke für den aus­führ­li­chen Artikel. Jetzt weiß ich wo ich nie wie­der ein­kau­fen wer­de und kann nur an alle ande­ren Vernünftigen appel­lie­ren es mir gleich zu tun. Dann wer­den sich die­se Unternehmen nach nur 30 Prozent weni­ger Umsatz sehnen."

    "Die PolitikerInnen kne­beln lie­ber die Selbständigen und Unternehmer als Säulen der Gesellschaft, als end­lich kla­re Kante gege­ben­über den rück­sichts­lo­sen Ungeimpften zu fahren."

    "Geimpfte wis­sen nun was sie dort erwar­tet. Einfach mit den Füßen abstim­men und einen gro­ßen Bogen drum machen. Analog Firma Douglas. :)"

    "OK, dann weiß ich ja jetzt, wo auf abseh­ba­re Zeit nie­mand aus mei­ner wei­te­ren Familie ein­kau­fen wird.

    Hat der Firmenchef immer noch nicht kapiert, dass die gro­ße Mehrheit der Erwachsenen geimpft ist und i.a.R. eben gera­de kei­ne Lust drauf hat, mit unge­impf­ten Unvernünftigen zusam­men ein­kau­fen zu müssen?"

    "Lass die Firmen mal dage­gen kla­gen… ich weiß dann wenigs­tens bei wel­chen Volksschädlingen ich nicht mehr ein­kau­fen werde."

    Es ist schon ein Kunststück, ange­sichts die­ses Hasses nicht zu verzweifeln.

    1. @Johannes Schumann

      Die Kommentatoren beim SPON haben bis heu­te noch nicht gemerkt, von wem sie ange­lo­gen werden.
      Bei denen ist nichts mehr zu retten.

      Denen kann man befeh­len, nichts darf hin­ter­fragt wer­den, ein­fach machen wie befoh­len. Und sie machen wie befohlen.
      Söder und Konsorten z.B. glau­ben sie offen­bar jedes Wort. Egal wie unglaub­haft es erschei­nen mag.

      Focus-online: Inzidenz bei Ungeimpften viel höher? Daten aus Bayern las­sen Zweifel dar­an aufkommen
      https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/corona-zahlenchaos-geimpfte-vs-ungeimpfte-soeders-inzidenz-vergleich-stimmt-so-nicht_id_24486500.html

    2. Ja, es ist schlimm, ich weiß schon, war­um ich mir die "Bild für Abiturienten" nicht mehr antue. Was ich über­haupt nicht ver­ste­he, dass die­se angeb­lich so soli­da­ri­schen Leute einen der­ar­ti­gen Hass versprühen. 

      "Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein."

    3. Beim Spon ist der Sozialdarwinismus seit der Agenda2010 obli­ga­to­risch. Vor Corona wur­de dort jede noch so klei­ne Verbesserung der kar­gen Lebensverhältnisse der Unterschicht nie­der­ge­macht und Bedürftige als Sozialschmarotzer beschimpft. Um die Sorgen der Geschäftsleute zu ver­ste­hen, deren Firmen durch die Coronamassnahmen rui­niert wer­den, muss man jeden­falls so etwas wie ein sozia­les Gewissen haben und wis­sen wann man sei­ne Ellenbogen ein­fah­ren muss.

  3. Also, wenn es sich bei den Entscheidungsträgern nicht um Vollpfosten han­delt, dann ist dies Teil des Plans:
    – brin­ge die Einzelhändler eben­falls gegen die "Ungeimpften" auf (sind ja dran Schuld, dass die "Pandemie" noch nicht been­det ist!)
    – brin­ge "das Volk" dazu, 2G(+) auch noch in Supermärkten zu akzeptieren
    Beides soll den "Impfdruck" wei­ter erhöhen.
    Tippe aber eher auf: Wut. 

    Ich hal­te es aller­dings für wahr­schein­li­cher, dass "wir" es (über­wie­gend) mit Vollpfosten zu tun haben.
    Die, die das nicht sind, hal­ten sich noch zurück, aber für die "post-pan­de­mi­sche" Phase bereit.

    1. Vermutlich brau­chen wir mehr Wut, nicht Hass son­dern Wut.
      Wir dre­hen uns hier im Kreis und ich will end­lich han­deln, sicht­bar han­deln, aber ich habe kei­ne Ahnung wie, weil mir die phy­si­schen Kräfte feh­len und die geis­ti­gen wir­kungs­los zu sein scheinen.

  4. Ist schon selt­sam: In Supermärkten darf der Ungespritzte im dich­ten Gedränge Zeitschriften, Schuhe, Blumen, Technik usw. kau­fen und sich auch in den Fluren der grö­ße­ren Einkaufstempel bewe­gen, jedoch in die Geschäfte für Zeitschriften, Schuhe, Blumen, Technik usw. nicht mehr.

    In Sachsen darf man nicht mehr als Ungespritzter in den Baumarkt, also fährt man weni­ge Kilometer nach Thüringen, solan­ge es noch geht – schließ­lich kann ja im Haushalt immer mal etwas defekt wer­den. Das ist aber nicht neu, da es ja zum Jahresbeginn schon ein­mal die 15km-Leine gab, wo man sich dann zur Warenübergabe an der Landesgrenze traf, da die­se ja auch dann nicht über­schrit­ten wer­den durf­te, wenn sie näher als 15 km lag. Dafür konn­te man damals noch ohne Test ÖPNV fahren.

  5. Auch die­ser Spiegel-Bericht ist für nicht ganz voll zu neh­men. Hier wird wie­der ein­mal kei­ne gene­rel­le Kritik geübt, son­der nur ein Unternehmer prä­sen­tiert, der gegen, ja was eigent­lich ist?

    Antwort: Da wir es mit dem "Spiegel" zu tun haben, ist es als Beschwerde von Herrn Homann gegen die Unterscheidung zwi­schen 2G und 3G im Einzelhandel zu bewer­ten. Wer hier glaubt, dass Herr Homann 3G möch­te – kann ich nicht erken­nen. Wenn schon, über­all 2G! alles ande­re wäre eine Konfrontation zur heu­ti­gen Aussage des Einzelhandelsverbandes!

    Wer dar­über hin­aus glaubt, der Spiegel wür­de gene­rell eine Lanze für die Abschaffung von 3G bre­chen, ist auf dem abso­lu­ten Holzweg – dem­je­ni­gen auf der Mondrückseite!

  6. Das Kapital beklagt, dass mit den 2G-Regeln der Profit geschmä­lert wird. Lieber wür­den sie die all­ge­mei­ne Impfpflicht ein­füh­ren um die unge­impf­ten Kunden zurück zu bekom­men. Nur dar­um geht es – nicht um Solidarität mit Ungeimpften.

  7. @Helmi2000

    Ja so sehe ich das auch. Was den Unternehmer umtreibt ist nicht die Sorge um die Ungeimpften und die schä­bi­ge Behandlung der­sel­ben oder die 2 G Regel an sich, son­dern dass man­che Unternehmen davon aus­ge­nom­men wer­den und sich dort dann die Kunden tum­meln wäh­rend bei ihm ( so nimmt er an) gäh­nen­de Leere herr­schen wird. Ganz der Kapitalist sorgt er sich um sei­nen Profit und die unglei­che Behandlung zwi­schen Gruppen von Einzelkapitalen. Um kein Missverständnis auf­kom­men zu las­sen, ich begrü­ße jede Art von Widerstand gegen das Coronaregime auch das von Herrn H., dass er aller­dings von einer Solidarität mit den Ungeimpften ange­trie­ben wird, wage ich zu bezweifeln.

  8. Leider hat Herr Homann nicht ver­stan­den, dass nicht die "2G" Regel das ein­zi­ge Problem ist, son­dern die sinn­lo­se "Impfung" an sich, die schon zu vie­len Menschen die Gesundheit und das Leben gekos­tet hat.

    Er sieht lei­der auch nicht, dass dies erst der Anfang eines tota­li­tä­ren Regimes ist, das die Kontrolle unse­res Lebens umsetzt und über die WHO schon den nächs­ten Schlag gegen die Menschen ange­kün­digt hat: Die Änderung des mensch­li­chen Erbguts.

    Ich wün­sche mit, dass Leute wie Herr Homann den Schulterschluss der gesam­ten Gesellschaft suchen und sich nicht für ver­fas­sungs­feind­li­che Verbrechen wie die Impfpflicht ein­span­nen ließen.

    Aber immer­hin, Herr Homann wehrt sich.

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