Darf man Medikamente an Schwangeren und Kindern testen?

Die Ankündigung Biontech tes­tet Corona-Impfstoff an Schwangeren hat zu hef­ti­gen Reaktion in den Kommentaren geführt. Ich wür­de oben genann­te Frage ger­ne offen hier dis­ku­tie­ren. Medikamente und Impfstoffe sind unter­schied­li­che Dinge. Generelle ImpfgegnerInnen wer­den natür­lich die gestell­te Frage verneinen.

Die meis­ten der hier Lesenden wer­den der Meinung sein, die gera­de dis­ku­tier­ten Impfstoffe sei­en zumin­dest in der Breite unnö­tig, zu schnell ent­wi­ckelt und nach­läs­sig geprüft. Wie ver­hält es sich aber mit nütz­li­chen Impfungen und Medikamenten? Für ImpfgegnerInnen und die­je­ni­gen, die aus­schließ­lich auf ein sta­bi­les Immunsystem set­zen, stellt sich die Frage nicht. Wird ein sol­ches Vorgehen aber nicht grund­sätz­lich abge­lehnt, kommt man nicht dar­um her­um, sich Gedanken dar­über zu machen, wie Wirksamkeit und Sicherheit über­prüft wer­den können.

Man kann dann pro­ble­ma­ti­sie­ren, ob eine sol­che Aufgabe Privatfirmen über­ant­wor­tet wer­den darf, deren Interesse in ers­ter Linie im mas­sen­haf­ten Verkauf besteht. Ein Beitrag auf wdr.de aus dem Jahr 2016 mit dem Titel "Wie Medikamente für Kinder getes­tet wer­den" ver­weist auf ethi­sche Probleme:

»Jahrzehntelang gab es Medikamententests an Heimkindern, wie gera­de eine Wissenschaftlerin auf­deck­te. Heute sind Studien für Kinderarzneimittel streng gere­gelt, aber auch schwie­rig. Medikamente kön­nen bei Kindern ganz anders wirken…

Für die Zulassung ist in Deutschland das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zustän­dig. Neue Impfstoffe wer­den vom Paul-Ehrlich-Institut zugelassen.

Arzneien für kranke Kinder

Viele Wirkstoffe, die Erwachsenen hel­fen, wir­ken auch bei Kindern. Aber es reicht nicht, die Dosis ein­fach auf das Körpergewicht her­un­ter­zu­rech­nen. Kinder haben einen ande­ren Stoffwechsel. Sie wach­sen schnel­ler, kön­nen Wirkstoffe nicht so gut abbau­en und ihr Immunsystem ist oft noch nicht so sta­bil. Manchmal muss aus einer Tablette auch erst ein Saft ent­wi­ckelt wer­den, damit klei­ne Kinder das Medikament über­haupt ein­neh­men kön­nen. Die meis­ten die­ser Studien begin­nen erst, wenn die Zulassung für Erwachsene abge­schlos­sen ist. Auch hier wer­den zunächst nur weni­ge, spä­ter mehr erkrank­te Kinder und Jugendliche behan­delt. Medikamente wer­den an Kindern nur getes­tet, wenn sie krank sind und ihnen das Medikament selbst hel­fen könn­te.

Medizinische und ethische Prüfung vor Studienbeginn

Die Europäische Arzneimittelagentur prüft in der Regel vor­her, ob eine Studie an Kindern Erfolg ver­spricht. Auch das deut­sche BfArM und das Paul-Ehrlich-Institut über­prü­fen im Auftrag des Bundesgesundheits­ministeriums den Plan einer Studie und ver­su­chen zu beur­tei­len, ob sie sicher ist. Zusätzlich ist eine Ethikkommission betei­ligt, die Nutzen und Risiken abwägt und die Durchführung ver­folgt. Ihre Mitglieder sind nicht selbst an der Durchführung der Studien betei­ligt.«

Aus der gegen­wär­ti­gen Praxis sind Vorbehalte die Unabhängigkeit der genann­ten Gremien betref­fend ange­bracht. Im Fall der Biontech-Studie scheint es die Vorab-Prüfung über­haupt nicht gege­ben zu haben.

»Viele Arzneien nicht an Kindern geprüft

Kinderärzte- und ‑ärz­tin­nen müs­sen häu­fig Medikamente ver­ord­nen, die nicht für Kinder zuge­las­sen sind. "Alle Cortisonpräparate, die inha­liert wer­den kön­nen, sind eigent­lich nur für Kinder ab sechs Jahren zuge­las­sen. Aber natür­lich lei­den auch klei­ne­re Kinder unter Asthma", sagt der Bonner Kinderarzt Dr. Hubert Radinger. Schwierig kön­ne es auch wer­den, wenn früh­ge­bo­re­ne Säuglinge ein hoch­wirk­sa­mes Herzmedikament bräuchten.

Weil Kinderärzte und ‑ärz­tin­nen vie­le Arzneimittel ver­schrei­ben muss­ten und müs­sen, die gar nicht an Kindern erprobt wor­den sind, hat die EU 2008 eine spe­zi­el­le Kinderverordnung erlas­sen. Schon bei der Zulassung müs­sen die Hersteller seit­dem für jedes Medikament auch eine mög­li­che Anwendung und Prüfung für Kinder beschrei­ben. Ein wis­sen­schaft­li­cher Ausschuss von Kinderärzten prüft die­se Pläne. Ausgenommen sind Arzneimittel, die schon seit mehr als zehn Jahren ange­wen­det wer­den, Nachahmerpräparate (Generika), homöo­pa­thi­sche oder tra­di­tio­nel­le pflanz­li­che Arzneien.

Kinderstudien sind extrem schwierig

Hersteller haben gro­ße Schwierigkeiten, genug Teilnehmer für ihre Medikamentenstudien mit Kindern zu fin­den. Nur weni­ge Eltern wol­len, dass ihr Kind dar­an teil­nimmt. Viele Medikamente müs­sen in ver­schie­de­nen Altersgruppen getes­tet wer­den, also an Frühgeborenen, Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern, Kindern von 2–11 und Jugendlichen. Weil dies nur jeweils recht klei­ne Bevölkerungsgruppen sind, ver­spre­chen sich Hersteller oft nicht genug Gewinn von einem neu­en Medikament.

Einerseits sol­len Kinder natür­lich von neu­en Entwicklungen und Medikamenten pro­fi­tie­ren, ande­rer­seits sind die ethi­schen Bedenken beson­ders groß, Medikamente an Kindern zu tes­ten. Im Alltag sei das oft eine sehr schwie­ri­ge Entscheidung, sagt Professor Joachim Boos von der Universitätsklinik Münster…

"Eltern, deren Kind Krebs hat, wür­den alles ver­su­chen", so Joachim Boos. Solche "real-world-Studien" sei­en unbe­dingt nötig, man müs­se sie aller­dings gut gegen Missbrauch absi­chern. Auch bei der Behandlung von Frühgeborenen, von Kindern mit Rheuma, nach Unfällen und vie­len ande­ren schwe­ren Krankheiten, sind Kinderärzte noch dar­auf ange­wie­sen, vor­sich­tig auf Medikamente für Erwachsene zurück­zu­grei­fen.«

(Hervorhebungen nicht im Original.)

26 Antworten auf „Darf man Medikamente an Schwangeren und Kindern testen?“

  1. Zitat:.…. Medikamente wer­den an Kindern nur getes­tet, wenn sie krank sind und ihnen das Medikament selbst hel­fen könnte."
    Alles ande­re sehe ich als ziem­lich unethisch an. Es wer­den eh schon viel zuviel Medikamente ver­ab­reicht von den vie­len Impfungen ganz zu schwei­gen . Nicht alles macht bei jedem Sinn.

  2. Nein, das soll­te man auf kei­nen Fall. Es ist ein Unterschied, ob z.B. ein neu­es Schmerzmedikament auch an Schwangeren getes­tet wird, wobei es um rein toxi­ko­lo­gi­sche Fragestellungen geht, oder ob es sich um eine 'Impfung' han­delt, die in Wahrheit kei­ne klas­si­sche Impfung ist, son­dern ein Medikament, das expli­zit ins Immunsystem ein­greift. Denn: Schwangerschaft ist per se der Präzedenzfall für die Komplexität des Immunsystems (das dafür sorgt, dass der 'Fremdkörper' nicht abge­sto­ßen wird). Alleine schon, wie das funk­tio­niert, ist bis­lang nicht aus­rei­chend erforscht und es gibt noch vie­le, vie­le Unklarheiten. Daher ist der Test der mRNA-Impfung an Schwangeren m. E. per se unethisch. Außer man fin­det, even­tu­el­le Fehlgeburten sind kei­ne gro­ße Sache.

  3. Eine Diskussion, ob ein Impfung ein Medikament ist oder nicht, betei­li­ge ich mich nicht. So eine Diskussion dient nur der Ablenkung.

    Das Risiko einer sol­chen ist ein­fach zu hoch. Für die meis­ten Menschen ist die Krankheit Pippifax, auch für Frauen in dem Alter, wo sie übli­cher­wei­se Kinder bekom­men. Das Risiko der Impfung muss man immer ins Verhältnis set­zen zum Risiko der Krankheit. Wenn man das macht, spricht alles gegen die Impfung.

    Wirklich irre. Da ster­ben die Menschen jah­re­lang an Krankenhauskeimen und die Politik tut nichts. Aber wegen so einer Pippifax-Krankheit, wo die Toten künst­lich hoch­ge­rech­net wer­den, in dem jeder Verkehrstote mit posi­ti­ven Testergebnis als Corona-Toter geführt wird, da knal­len die Sicherungen bei den durch.

    Warum wer­den zwei Dinge mit­ein­an­der the­ma­tisch ver­mischt. Die Impfung dient der Prophylaxe. Das lässt sich schwer ver­glei­chen mit uner­prob­ten Medikamenten u. Therapien, wo das Leben des Kindes schon am sei­de­nen Faden hängt, wie bei Krebs.

    1. @Johannes Schumann: Das ist kei­ne Antwort. Darf man, und wenn ja, unter wel­chen Umständen? Und zwar nicht bezo­gen auf die so genann­te "Pippifax-Krankheit", ein Ausdruck, der lei­der geeig­net ist für das berühm­te Wasser auf die Mühlen der "ande­ren Seite".

      1. Man darf neue Therapien und Medikamente tes­ten, wenn eine aku­te Gefahr abge­wen­det wer­den muss, und die Betroffene bzw. die Eltern damit ein­ver­stan­den sind. An Covid-19 zu erkran­ken, ist kei­ne aku­te Gefahr. Es ist nur ein Risiko, ein sehr gerin­ge­res dazu. Die Impfung dient ja nur der Prophylaxe, also der Risikominderung und nicht der Gefahrenabwehr. Wenn bei einer Schwangeren ein unge­woll­ter Schwangerschaftsabbruch ansteht, dann hat man nicht nur ein totes unge­bo­re­nes Kind, son­dern auch Patienten für Psychologen. 

        Better safe than sor­ry., heißt es doch. Gunnar Kaiser hat es im Interview mit Norbert Bolz erwähnt (und mir ist es auch schon vor kur­zem auf­ge­fal­len), dass mit die­ser Phrase Lockdowns beschlos­sen wer­den, aber die­se Phrase offen­bar nicht mehr gilt, wenn schlecht getes­te­te Impfstoffe in die Menschen gepumpt werden.

        1. @Johannes Schumann Danke, das Du das 'pipi­fax' noch­mal erlae­u­tert hast. Natuerlich stim­me ich Dir hier auch zu.

          Es endet eben an der Agenda: CV19 ein tod­brin­gen­der Virus oder doch eben 'nur' einer von vie­len Corona-Schnupfen-Viren.

          Aktuelle Zahlen las­sen natu­er­lich auf letz­te­res schliessen,
          aber die ist natu­er­lich eine unge­woll­te Sicht.

          Nur ein CV19 mit 'ster­ben wie die Fliegen' wuer­de mei­nes erach­tens eine sol­che wei­te­re Massnahme ('Impfen' und 'Impfen' von Schwangeren/Ungeborenen) rechtfertigen.

          Denn das Risiko ist eher auf Seiten des Impfstoffes als auf Seiten die­se 'CV19 Schnupfen' – nach aktu­el­ler Lage Deutschland und Schweden.

  4. Und gleich noch hin­ter­her: Ich fra­ge mich, wer die Schwangeren sind, die bei der Studie mii­t­ma­chen. Vielleicht Frauen aus ärme­ren Ländern, die finan­zi­ell mit dem Rücken an der Wand ste­hen? Wer genau sind die "4000 schwan­ge­ren, gesun­den Frauen ab 18", die das mit­ma­chen? Ich wür­de es befür­wor­ten, wenn die­se Tests direkt bei denen durch­ge­führt wür­den (bzw. deren Frauen/Freundinnen), die die­se gan­ze unsäg­li­che glo­ba­le Politik momen­tan ver­ant­wor­ten und vorantreiben!

    1. @ Gast

      Genau, wer sind eigent­lich die Schwangeren, die frei­wil­lig an sol­chen Tests teilnehmen?

      Spontan dach­te ich dar­an, dass es Berichte gibt, dass bei den ers­ten Testungen der Impfstoffe teil­neh­men­den Frauen nicht gesagt wur­de, dass es ein Risiko für ihre Fruchtbarkeit gibt.
      Weshalb ich mich jetzt fra­ge, ob man die teil­neh­men­den Frauen tat­säch­lich über das Testrisiko auf­ge­klärt hat.

  5. Ich kann mir gar nicht vor­stel­len dass das stimmt, so ein unglaub­li­cher Horror ist das.
    Welche Frau wür­de ihr Ungeborenes so einer kras­sen unnö­ti­gen Gefahr aus­set­zen? Welcher Staat wür­de so etwas erlauben?

    1. @ Chrissie

      Oh, wel­cher Staat soet­was erlau­ben wür­de, soll­te doch bei nüch­ter­ner Betrachtung des­sen, wel­che Folgeschäden der getrof­fe­nen nicht medi­zi­ni­schen Corona-Bekämpfungsmaßnahmen die Bevölkerung bereits erlei­det, kei­ne Frage mehr sein.
      Oder kön­nen Sie erken­nen, dass bei den getrof­fe­nen Maßnahmen irgend­wo Verantwortungsbewusstsein für die Gesundheit der Bevölkerung deut­lich wird?

  6. Ich stel­le Impfkritik ger­ne in den grö­ße­ren Rahmen "Vorsorgemaßnahmen". Das Sprichwort sagt: "Vorbeugen ist bes­ser als hei­len". Viele Vorsorgemaßnahmen, neben Impfungen ver­schie­dens­te Krebsvorsorgeuntersuchungen oder vor­ge­burt­li­che Untersuchungen beru­fen sich dar­auf. Oder auch aktu­ell heiß in der Diskussion: Abbiegeassistenten für LKWs. Oder davor: Rauchwarnmelderpflicht. Oder immer mal wie­der: Fahrradhelmpflicht.
    Aber so ein­fach ist das nicht. Die meis­ten Diskutanten den­ken nur soweit: Hier ist ein Problem, da ist eine Lösung, Lösung auf Problem drauf wer­fen, fer­tig ist der Lack. Der fata­le Denkfehler dabei: Bei Vorsorgemaßnahmen wird die "Lösung" auf alle Fälle ange­wen­det und damit zum über­wie­gen­den Teil, manch­mal fast aus­schließ­lich, auf Fälle, die kei­ne Probleme gewor­den wären. Wir erken­nen da vie­le Muster wie­der, die jetzt auch gera­de in der Corona-Diskussion wie­der hoch­ko­chen: Falsch-posi­ti­ve Ergebnisse, falsch-nega­ti­ve Ergebnisse, posi­ti­ve Vorhersagerate.
    Beispiel: Die Frauenärztin emp­fiehlt eine Nackenfaltenmessung, um fest­zu­stel­len, ob das Kind Trisomie 21 (Down-Syndrom) hat. Die Kosten von 30€ über­nimmt die Krankenkasse nicht. Das soll­te einen schon hell­hö­rig machen. Die Ärztin sagt, der Test sei 90% sicher, und sug­ge­riert, dass die Ablehnung des Tests einer Vogel-Strauß-Haltung gleich­kä­me. Wikipedia sagt, dass bei einer 40-jäh­ri­gen wer­den­den Mutter die Wahrscheinlichkeit für Trisomie 21 des Kindes bei etwa 1% liegt. Was bedeu­tet nun 90% siche­rer Test? Weiß die Ärztin nicht genau. Ich neh­me mal völ­lig will­kür­lich an, dass das für 90% Spezifität und 90% Empfindlichkeit steht. Sprich: Von 1000 40-jäh­ri­gen Schwangeren bekom­men 10 ein Kind mit Trisomie 21. Von die­sen 10 Kindern erkennt der Nackenfaltentest 9 kor­rekt und 1 einen falsch (falsch nega­tiv). Von den 990 Kindern ohne Trisomie erkennt der Test 99 falsch (falsch posi­tiv) und die rest­li­chen 891 rich­tig. D.h. bei 1000 Tests erhal­ten wir 99+9 posi­ti­ve Testergebnisse, von denen aber nur 9 kor­rekt sind. Es hat also nur jedes zwölf­te posi­tiv getes­te­te Kind tat­säch­lich Trisomie 21. Für 40-jäh­ri­ge ist der Test also für die Tonne. Ja ja, wen­den die Vorsorgeverfechter ein, es ist ja nur ein Test, ein Screening-Test, der lie­ber ein­mal zuviel posi­tiv aus­fällt als zu wenig. Wenn er posi­tiv aus­fällt, kann man ja mit genaue­ren Tests nach­tes­ten. Fruchtwasseruntersuchung bei­spiels­wei­se, aber die birgt dann schon eini­ge Risiken mehr in sich.
    Wir sehen also, dass die 90% Sicherheit gut klin­gen, aber in der Praxis viel zu schlecht sind, weil die Krankheit so sel­ten auftritt.
    Schwenk zur Impfung. Nehmen wir mal die Masernimpfung, die seit März 2020 für alle Schüler, Kindergartenkinder, Lehrer und Erzieher Pflicht gewor­den ist. Der am häu­figs­ten ein­ge­setz­te Impfstoff ist Priorix gegen Masern, Mumps und Röteln. In den Fachinformationen zu Priorix steht: In einem von 1000 bis 2000 Masernfällen tritt eine Enzyphalitis auf, aber nur bei weni­ger als einer von 10 Millionen Impfungen tritt eine Enzyphalitis als Nebenwirkung auf. Will uns sagen: Die Gefahr einer Enzyphalitis ist bei Masern 10.000 mal höher als bei der Impfung. Also ist die Impfung unge­fähr­li­cher. So ein­fach ist es aber nicht, denn die Masern sind eine sel­ten gewor­de­ne Krankheit. In Deutschland wur­den in den letz­ten Jahren zwi­schen 300 und 3000 Fälle pro Jahr regis­triert. Also sagen wir mal im Schnitt 1000 jähr­lich. Macht etwa eine durch Masern ver­ur­sach­te Enzyphalitis pro Jahr! Wir bewe­gen uns hier also im Bereich des Messrauschens. Wieviele Enzyphalitisfälle gehen nun auf das Konto von Impfungen? Nehmen wir mal 1 von 10 Mio an. Wieviele MMR-Impfungen fin­den im Jahr statt? Die STIKO sieht für jeden Menschen drei Impfungen bis zum Alter von 18 Jahren vor. In jeder Altersklasse gibt es etwa 1 Mio Menschen in Deutschland. Macht knapp 3 Mio Impfungen pro Jahr, also 0,3 durch Impfungen ver­ur­sach­te Enzyphalitisfälle im Jahr. Dabei neh­men wir an, dass Impfungen zu 100% gegen Masern schüt­zen – was nicht stimmt, sie­he Impfversager. Außerdem ist nicht gesagt, dass die gemel­de­ten Fälle über­wie­gend Kinder und Jugendliche betref­fen (an wel­che sich ja die Impfpflicht über­wie­gend rich­tet). Es ist auch nicht gesagt, dass das über­wie­gend Einheimische sind (kön­nen genau­so­gut Flüchtlinge sein, die soeben aus­ge­hun­gert aus einem Kriegsgebiet ein­ge­trof­fen sind).
    Gut, jetzt wen­den Menschen ein, dass Masern nur so sel­ten sei­en, _weil_ so mas­siv gegen Masern geimpft wird. Selbst wenn man unter­stellt, dass die MMR-Impfung zu 100% schützt und Ungeimpfte zu 100% unge­schützt sind – Bei 80 Mio Einwohnern und einer Masernimpfrate von 95% heißt das, das 4 Mio nicht gegen Masern geimpft sind. Und trotz­dem erkran­ken nur 1000 dar­an, also etwa jeder 4000 Ungeimpfte. Es bleibt eine sel­te­ne Krankheit.
    Weiter lässt sich ein­wen­den, dass die Meldepflicht für Masern erst lan­ge nach der Einführung der Impfung kam. Aber die Fallzahlen die man seit mehr als 100 Jahren hat, zei­gen, dass Masern lan­ge vor der Impfung auf dem Rückzug waren. Ebenso war und ist Scharlach auf dem Rückzug, ganz ohne Impfung.
    Ich will's dabei bewen­den las­sen. Was ich sagen will: Impfkritik reiht sich naht­los ein in die Kritik an Vorsorgenaßnahmen (Mammographie, PSA-Test, HIV-Screening usw.) Sie ergibt sich aus ganz offi­zi­el­len Zahlen. Das ist nichts eso­te­ri­sches. Und wenn man das Robert-Koch-Institut und das Paul-Ehrlich-Institut zu den Grundlagen für ihre voll­mun­di­gen Werbeversprechen zu Sicherheit und Wirksamkeit der ver­pflich­ten­den Impfungen befragt, wer­den die auch sehr wortkarg.

    1. Hey Henning,
      super Kommentar.
      Ab die­sem Jahr ist die Nackenfaltenmessung sogar bei der Gesetzlichen Krankenkasse drin. Hierbei und bei der MMR-Impfung kann man die erfolg­rei­che Lobbyarbeit erken­nen. Ohne die Verpflichtung und/oder einer Gratisbehandlung, machen nur sehr weni­ge Menschen die­se Untersuchung. So bekommt man Produkte verkauft.

  7. 31.01.2020 ◦ BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung ◦ Pressemitteilung: 011/2020 ◦ CureVac und CEPI bau­en Kooperation zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus nCoV-2019 aus 

    https://www.bmbf.de/de/curevac-und-cepi-bauen-kooperation-zur-entwicklung-eines-impfstoffs-gegen-das-coronavirus-10797.html

    12.02.2021 ◦ The New York Times ◦ Covid Vaccines for Kids Are Coming, but Not for Many Months 

    Pfizer and Moderna are tes­ting their vac­ci­nes on child­ren 12 and older and hope to have results by the sum­mer. (…) Pfizer and Moderna have enrol­led child­ren 12 and older in cli­ni­cal tri­als of their vac­ci­nes and hope to have results by the summer. (…) 

    The Pfizer-BioNTech vac­ci­ne was aut­ho­ri­zed in December for anyo­ne 16 and older. The com­pa­ny has con­ti­nued its tri­al with youn­ger vol­un­te­ers, recrui­t­ing 2,259 ado­lescents from 12 to 15 years of age. (…) Results from that tri­al should be avail­ab­le by sum­mer, said Keanna Ghazvini, a spo­kes­wo­man for Pfizer. 

    “Moving below 12 years of age will requi­re a new stu­dy and poten­ti­al­ly a modi­fied for­mu­la­ti­on or dosing sche­du­le,” Ms. Ghazvini said. (…) 

    https://www.nytimes.com/2021/02/12/health/covid-vaccines-children.html

    21.12.2020 ◦ Uniklinik Köln star­tet Studie zu Corona-Impfstoff ◦ Phase-IIb/III-Zulassungsstudie für mRNA-Impfstoff 

    An der Uniklinik Köln star­tet die Phase-IIb/III-Studie zur Testung des mRNA-Impfstoffs des Unternehmens CureVac gegen das Coronavirus. Das Team um Prof. Dr. Clara Lehmann, Leiterin der Infektionsambulanz und des Infektionsschutzzentrums, hat heu­te die ers­ten Probanden der Studie geimpft. (…) 

    Prof. Dr. Clara Lehmann, Infektiologin und ver­ant­wort­li­che Studienleiterin. 

    „Aufgrund des abseh­ba­ren Engpasses bei der Impfstoffversorgung ist es gera­de jetzt beson­ders wich­tig, mit Nachdruck wei­ter zu for­schen, um die ver­füg­ba­re Basis an siche­ren Impfstoffen so schnell wie mög­lich zu ver­brei­tern“, sagt Univ.-Prof. Dr. Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln. 

    Um den abge­si­cher­ten Nachweis von Wirksamkeit und Sicherheit des neu­en mRNA-Impfstoffs gegen Sars-CoV‑2 zu erbrin­gen, läuft seit Mitte Dezember an vie­len Zentren welt­weit die Phase-IIb/III-Studie zur Zulassung die­ses Impfstoffs. Nach erfolg­ter Genehmigung durch das Paul-Ehrlich-Institut wird der Impfstoff in Deutschland an den Unikliniken Köln, Tübingen und München erprobt. International wer­den für die Studie 36.000 frei­wil­li­ge Probanden geimpft, die Hälfte erhält den Impfstoff, die ande­re Hälfte ein Placebo. Am Studienzentrum in Köln sol­len in den kom­men­den Wochen 1.000 Personen den Impfstoff bzw. Placebo erhal­ten. (…) Ein mRNA-Impfstoff besteht aus den für das Virus typi­schen Sequenzen (Bauanleitung) für Eiweißstoffe, die im Körper eine Immunreaktion pro­vo­zie­ren und somit immun machen. 

    https://medfak.uni-koeln.de/service/kommunikation/pressemitteilungen/uniklinik-koeln-startet-studie-zu-corona-impfstoff

    20.02.2021 ◦ Deutschlandfunk ◦ Klinische Phase-3-Studie an der Uniklinik Köln 

    Clara Lehmann (…) Die Infektiologin lei­tet das Infektionsschutzzentrum an der Uniklinik Köln. Dort wer­den (…) Studien zum neu­ar­ti­gen Coronavirus durch­ge­führt. Seit Mitte Dezember betreut die Professorin (…) die Durchführung der ent­schei­den­den Studie zur Zulassung des Corona-Impfstoffs der Tübinger Firma CureVac. „Nach den Weihnachtsferien haben wir voll durch­ge­star­tet und imp­fen täg­lich etwa fünf­zig Probanden.“ 

    https://www.deutschlandfunk.de/corona-impfstoff-von-curevac-klinische-phase-3-studie-an.676.de.html?dram:article_id=491027

    12.02.2021 ◦ EMA ◦ EMA starts rol­ling review of CureVac’s COVID-19 vac­ci­ne (CVnCoV)

    EMA’s human medi­ci­nes com­mit­tee (CHMP) has star­ted a rol­ling review of CVnCoV, a COVID‑19 vac­ci­ne being deve­lo­ped by CureVac AG. (…) CVnCoV con­tains a mole­cu­le cal­led mes­sen­ger RNA (mRNA) which has inst­ruc­tions for making the spike pro­te­in. The mRNA is con­tai­ned in tiny par­ti­cles of fats (lipids) that pre­vent it from being bro­ken down too quickly. 

    https://www.ema.europa.eu/en/news/ema-starts-rolling-review-curevacs-covid-19-vaccine-cvncov

    18.12.2020 ◦ „Aktueller Stand zu Impfstoffen gegen SARS-CoV‑2 und Ausblick“ 

    Moderator:[00:36:49] Ja, und dann haben wir noch das ganz kniff­li­ge Thema: Kinder und Schwangere haben wir bis­her kei­ne kli­ni­schen Daten zu, was machen wir da? (…) 

    [ Prof. Dr. Peter Kremsner ist Direktor des Instituts für Tropenmedizin, Eberhard Karls Universität Tübingen ] 

    Peter Kremsner:[00:39:32] Das stimmt so für den CureVac-Impfstoff. Das weni­ge, was ich aus den Daten zie­hen kann von den ande­ren Impfstoffen ist das genau so. Vielleicht noch ein Wort zu den Kindern. Schwangere sind immer so eine heik­le Gruppe, da geht man immer ganz, ganz, ganz am Schluss erst dar­an. Aber bei den Kindern, wür­de ich sagen, soll­ten wir, wenn wir infek­ti­ons­ver­hin­dern­de Impfungen haben, auch imp­fen. Wenn wir dann auf Herdenimmunität und viel­leicht irgend­wann auf Elimination oder Eradikation, viel­leicht sogar welt­weit gehen. Aber sicher sind die genau­so wenig wie jun­ge Erwachsene nicht unbe­dingt die, die sich jetzt imp­fen las­sen müss­ten, auch wenn sie selbst ent­schei­den kön­nen. Aber es gibt ja ein­zel­ne Verläufe, die da im Spital enden. Aber ich wie­der­ho­le es noch­mal: Für den 20-Jährigen ist COVID-19 kei­ne Gefahr. Das ist die Regel, Ausnahmen gibt es immer. Aber der 80-Jährige, der muss sich hüten vor COVID-19. 

    https://www.sciencemediacenter.de/fileadmin/user_upload/Press_Briefing_Zubehoer/Transkript_Impfstoffe_SARS-CoV-2_SMC-Press-Briefing_2020-12–18.pdf

    Professor Fred Zepp, Direktor der Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Mainz 

    https://www.swr.de/swr1/rp/leute/corona-impfung-fragen-an-prof-zepp-100.html

    Univ.-Prof. Dr. med. Fred Zepp 

    Mitgliedschaft in Beratungsgremien: 

    - Mitglied der Arbeitsgruppe Ethik im Netzwerk Intersexualität „Besonderheiten der Geschlechtsentwicklung“ 

    - Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Paul-Ehrlich-Instituts 

    - Mitglied der Scientific Advisory Group in Vaccines (SAG) core group des Committee for Human Medicinal Products (CHMP) – (EMA)

    - Mitglied des Experten Panel der IMI (Innovative Medicines Initiative, ein gemein­sa­mes Unternehmen der EU und der EFPIA) 

    - Mitglied des wis­sen­schaft­li­chen Beirats der CureVac AG, Tübingen, seit 2016 

    - Vorsitzender des Data Monitoring Safety Board (DSMB): Development of a new oral polio-2-vac­ci­ne (nOPV2) (Fidec/Bill & Melinda Gates Foundation), seit 2016 

    - Mitglied der Scientific Advisory Group des International Vaccine Institute, Korea, seit 2018 

    https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/WB/Lebenslaeufe/Zepp_03.2020.pdf

    04.01.2021 ◦ India Today 

    Covaxin Approved For Trial On Children Above 12 Years, Covishield Above Age 18 

    Bharat Biotech's anti-coro­na­vi­rus vac­ci­ne 'Covaxin' has been given per­mis­si­on to con­duct its tri­als on child­ren abo­ve the age of 12 years 

    https://www.youtube.com/watch?v=MdPNHhq6KVc

    08.01.2021 ◦ EMA 

    Product Information as appro­ved by the CHMP on 8 January 2021, pen­ding endor­se­ment by the European Commission 

    Comirnaty [ mRNA-Vakzin BNT162b2 von BioNTech / Pfizer ] 

    Study 2 (…) in par­ti­ci­pants 12 years of age and older. 

    https://www.ema.europa.eu/en/documents/other/comirnaty-product-information-approved-chmp-8-january-2021-pending-endorsement-european-commission_en.pdf

    Comirnaty [ BNT162b2 ] 

    Die Studie 2 (…) bei Teilnehmern ab 12 Jahren. (…) Die Population für die Analyse des pri­mä­ren Wirksamkeitsendpunkts umfass­te 36.621 Teilnehmer ab 12 Jahren (18.242 in der COVID-19-mRNA-Impfstoffgruppe und 18.379 in der Placebogruppe) 

    https://www.ema.europa.eu/en/documents/product-information/comirnaty-epar-product-information_de.pdf

  8. Zur Frage.

    Schwangere nicht mit Impfstoffen tes­ten, nie, es geht schließ­lich nicht um Ebola (es müss­te einen trif­ti­gen Grund dafür geben, dass mit einer Impfung nicht ein Jahr oder län­ger gewar­tet wer­den kann). 

    Kinder betref­fend: Grundsätzlich nein, denn völ­lig alters­ge­mäß ist ein Mensch unter acht­zehn Jahren in eine Impfstudie nicht ein­wil­li­gungs­fä­hig. Kinder, und Kind ist Mensch unter 18 Jahre (CRC / UNCRC Article 1), sind kein Eigentum der Eltern. Weil sie grund­sätz­lich an Coronaviren nicht schwer erkran­ken, ist für Minderjährige an einem Impfstoff gegen SARS-CoV‑2 kein Bedarf, Kinder zu tes­ten wäre also bereits inso­fern unethisch. 

    (Im Falle der neu­ar­ti­gen gene­ti­schen soge­nann­ten Impfstoffe und gegen ein Coronavirus von der Gefährlichkeit eines Influenzavirus ist auch die der­zeit lei­der durch­ge­führ­te mil­lio­nen­fa­che Testung an Erwachsenen unethisch.)

    1. @Edward von Roy: Das ist eine ernst­haf­te und offe­ne Frage: Kann es jen­seits der aktu­el­len frag­wür­di­gen Impfung eine ver­ant­wort­li­che Entwicklung von Medikamenten für Kinder und Schwangere geben, ohne sie an die­sen Gruppen zu tes­ten? Mir ist schon bewußt, daß Impfen wie­der ein ande­res Thema ist.

      1. @ aa
        Auch wenn ich offen­sicht­lich nicht Edward von Roy bin, möch­te ich gern dar­auf hin­wei­sen, dass die Nachfrage sehr grund­sätz­lich ein Dilemma des moder­nen Menschen aufgreift:
        Kein Fortschritt der Welt kann ver­hin­dern, dass der Mensch Teil der Natur ist und damit auch den grund­le­gen­den Notwendigkeiten des Lebens aus­ge­setzt und unter­wor­fen ist. Dieser Umstand wird in der west­li­chen Welt schon seit vie­len Jahrzehnten wei­test­ge­hend igno­riert, wobei die Ignoranz stark von der Werbung geför­dert wird. Schließlich hat man doch für alles, was einem Menschen zusto­ßen kann, inzwi­schen ein (ver­kauf­ba­res) Mittel gefun­den. Oder etwa nicht?
        Zumindest ist es in der Gedankenwelt der aller­meis­ten so: Geht es mir nicht gut, gehe ich zum Arzt und der macht dann schon was.

        Das ist Abgabe der Verantwortung für das eige­ne Dasein in höchs­tem Maße.
        Und es funk­tio­niert nicht, wie an der end­lo­sen Kette von Nebenwirkungen erken­nen kann. Diese wer­den erzeugt durch ver­meint­lich hilf­rei­che Medikamente, und sol­len wie­der­um durch wei­te­re Medikamente kuriert wer­den und deren Nebenwirkungen ebenso…

        Eine Schwangerschaft ist und bleibt ein Ausnahmezustand weib­li­chen Daseins. Die Idee, dass das Leben in einer Schwangerschaft wei­ter­gin­ge wie vor­her, nur dass die Schwangere eben ein biss­chen zuneh­men wird ü, was sich aber bei Geburt des Kindes wie­der erle­digt, ist so popu­lär wie däm­lich. Wer jemals "moder­nen" Müttern in der Schwangerschaft zuge­hört hat, der wird sich eines gewis­sen Grauens nicht ent­hal­ten können.
        Denn die Natur hat es so ein­ge­rich­tet, dass die Schwangerschaft der wer­den­den Mutter die Gelegenheit fibt, sich auf ihr kom­men­des Kind und das Zusamnenleben einzustellen.

        Und das bedeu­tet eben auch (wenn­gleich nicht nur) dass eine Schwangere vom Tag der Zeugung an Verantwortung für Zwei trägt und des­halb auch min­des­tens dop­pelt um- und vor­sich­tig sein müss­te, was ihre Lebensumstände angeht.
        Wozu – und da bin ich gern bereit, Prügel für ein­zu­ste­cken – eben auch gehört, nicht mehr über­all dabei sein zu können.

        Die Verantwortung für zwei Menschen zu tra­gen heißt eben, selbst dafür zu sor­gen, dass von den eige­nen Lebensumständen kei­ne Gefahr aus­geht. Und sich nicht "ein­fach" gegen alles, eas eine Gefährdung sein könn­te, imp­fen zu lassen.

        Und das hört nach der Geburt nicht auf.

        Mir ist aber klar, dass eine der­art stren­ge Sicht in der heu­ti­gen Zeit nicht popu­lär ist. Die Einbindung des Menschen in die Natur hat ja nir­gends mehr einen Wert; selbst das, was als schäd­li­cher Eingriff des Menschen in die Natur erkannt wird, wird als ein Eingriff in etwas Äußeres, von uns Getrenntes ange­se­hen. Und soll des­halb nicht mit natür­li­chen Mitteln geheilt wer­den, son­dern mit technischen/ technologischen. 

        Es steht zu befürch­ten, dass der aller­größ­te Teil der west­li­chen Menschen erst ver­steht wie falsch die­ser Weg ist, wenn die Folgen der­zei­ti­gen Denkens und Handelns so mas­siv sind, dass der Menschheit kei­ne ande­re Chance mehr bleibt, als zur Natur zurück zu kehren.

      2. Normalerweise wer­den nur erkrank­te Kinder in einem Test mit­ein­be­zo­gen, hier oft auch nur ohne Plazebo mit einem ande­ren kon­kur­rie­ren­den Wirkstoff. 

        Wir reden hier aber meist von erns­ten Krankheiten, aus­schliess­lich – mit Todesfolge. 

        So wae­re es ethisch nicht ver­tret­bar mit einem Plazebo zu testen.
        Dies im ueb­ri­gen auch bei Erwachsenen.

        All dies hat mit 'Impfung' nichts zu tun, denn wir ster­ben ja nicht wie die Fliegen. Somit ist die­se Frage in die­sem Zusammenhang gaenz­lich unan­ge­bracht, obwohl fuer sich sicher sehr interessant.

  9. Ich gebe mal mei­nen Senf dazu. Es gibt ein Grundlegendes Problem bei der Pharmaindustrie: Geldgier.
    Das hat zur Folge das wenn die Pharma etwas ent­deckt was man zu Dauereinnahmen machen kann (Impfen, Insulin, Blutdrucksenker etc.) dann wird mei­nes Erachtens nach die Gelddruckmaschine ohne Rücksicht los getre­ten. Grippeimpfungen wer­den Jährlich ver­ab­reicht und die Grippe (dies Miststück) kommt doch tat­säch­lich nächs­ten Winter wie­der um die Ecke!?
    Bei der Masern/ Pocken Impfung sieht es anders aus. Das lässt sich nicht Jährlich wie­der­ho­len und somit wird anders damit umge­gan­gen. Insgesamt bin ich nicht unbe­dingt ein Impfgegner ABER es gibt halt wie immer im Leben 2 Möglichkeiten:
    1. Pharma hat kei­nen blas­sen Schimmer wie das mit den Viren funk­tio­niert (was ich mir schwer­lich vor­stel­len kann)
    2. Pharma weis wie es funk­tio­niert und pro­du­ziert etwas um zu lin­dern, zu behan­deln, Impfstoff aber nicht um zu hei­len (sehr abträg­lich für das Dauergeschäft).
    Ich den­ke das man man bei Produkten der Pharma immer alle Seiten angu­cken soll­te und ein blin­des Vertrauen in deren Marketing mit äußers­ter Vorsicht genies­sen soll­te. Zu den Behörden kann ich nur sagen, da gibt es zu vie­le die über­haupt kei­ne Ahnung haben (davon aber ganz viel) von dem was die beur­tei­len sol­len sie­he z. B. Chemische Erzeugnisse wie Farben, Schimmelschutz, Desinfektion, Reiniger. Das läuft auch eher im Stillen ab, da das nicht gut wäre wenn raus kom­men wür­de wie was gehand­habt wird. Zulassungen hän­gen in dem Bereich vom Geldbeutel ab. Ich habe auch zu oft gese­hen wie Erfindungen, Patente gekauft wur­den um in der Schublade zu ver­schwin­den. Ich habe auch zu oft gese­hen wie gute Ideen zu Nichte gemacht wurden.
    Generell kann ich sagen das man neue Ansätze, Ideen, Produkte nicht des­halb ableh­nen soll­te nur weil die neu sind. Versuche an Menschen sind immer hei­kel und soll­ten beson­ders genau über­legt wer­den, glei­ches gilt für Tiere und Natur. Die Natur braucht uns nicht.…

  10. Nein, man darf Medikamente nicht an Schwangeren und Kindern testen!

    Allein bei Schwangeren ergibt sich die­se Idiotie schon am Beispiel des Mutterschutzgesetzes: Schwangere Beschäftigte wer­den durch die­ses Gesetz geschützt, wobei der Schutz bezo­gen auf Gefahrstoffe auch noch durch die Mutterschutzverordnung ergänzt wird.
    Um die schwan­ge­re Mitarbeiterin und ihr unge­bo­re­nes Kind so gut wie mög­lich schüt­zen zu kön­nen, müs­sen Arbeitgeber den Arbeitsplatz dem MuSchG zufol­ge sicher gestal­ten, wer schwan­ge­re und stil­len­de Mitarbeiterinnen beschäf­tigt, muss gesetz­li­che Beschäftigungsverbote beach­ten. So sind Schwangere am Arbeitsplatz zu schüt­zen vor gesund­heits­ge­fähr­den­den Stoffen, vor Strahlung, vor Gasen, Dämpfen, Staub, Kälte, Nässe und Hitze, sowie vor Lärm und Erschütterungen.
    Aber nicht vor völ­lig unge­tes­te­ten Impfstoffen? Wie geht das zusammen? 

    Und obwohl die­se Fragestellung allein schon aus­reicht, kommt ein viel­leicht noch drin­gen­de­rer Grund hin­zu: Warum soll­te man einem Industriezweig, war­um soll­te man einer Pharmabranche ver­trau­en, die seit Jahrzehnten immer und immer wie­der wegen ihrer mafiö­sen Strukturen auf­fällt? Eine Branche, die mit kri­mi­nel­len Handlungen bei Medikamenten wie Contergan, Lipobay, Vioxx, Zoloft oder auch Prozac auf­ge­fal­len ist, um nur eini­ge zu nennen.

    Warum soll­te man einer Branche ver­trau­en, in der es zur Tagesordnung gehört, immer wie­der mit Gesetzesverstößen auf­zu­fal­len, nur, um noch mehr Gewinne ein­zu­fah­ren. Allein GlaxoSmithKline zahl­te im Jahr 2011 drei Milliarden Dollar Strafe, weil es meh­re­re Medikamente ille­gal für nicht zuge­las­se­ne Indikationen ver­mark­tet hat­te. Pfizer zahl­te für ähn­li­che Delikte sat­te 2,3 Milliarden, Elly Lilly durf­te 2009 gut 1,4 Milliarden Dollar zah­len. Und das sind nur drei Beispiele, gro­ße und klei­ne Pharmaunternehmen ver­sto­ßen per­ma­nent und ohne Skrupel gegen Gesetze. Schaut man sich die Liste der Strafzahlungen der Pharma-Konzerne an, wird einem schwin­de­lig. Dennoch wer­den sol­che Strafzahlungen von den Konzernen aus der Portokasse gezahlt, weil sie von vorn­her­ein schon ein­kal­ku­liert und ein­ge­preist wur­den und sol­che Strafen viel zu nied­rig ange­setzt wer­den. Auch dau­ert es Jahre, bis es zu einem Gerichtsurteil kommt, Jahre, in denen mit sol­chen Medikamenten noch mas­si­ve Umsätze gene­riert werden.

    Zudem – allein in Deutschland ster­ben jähr­lich rund fünf­zig­tau­send Menschen an Medikamenten, sie sind die dritt­häu­figs­te Todesursache.

    Und nun die Impfung. Da wer­den plötz­lich Gesunde zu Kranken gemacht, alle müs­sen jetzt geimpft wer­den, eine uner­schöpf­li­che Geldquelle, eine Lizenz zum Gelddrucken.
    Nun wer­den nicht nur an Kranke Medikamente ver­hö­kert, durch die Impferei kann man eine wei­te­re, viel grö­ße­re Zielgruppe rekru­tie­ren. Und tre­ten durch die Impferei Nebenwirkungen auf, gibt´s das pas­sen­de Medikament direkt dazu.

    Diese weni­gen Gründe allein soll­ten aus­rei­chen, sich gegen das Testen an Schwangeren und Stillenden auszusprechen.

  11. Nein. Man darf kei­ne unge­nü­gend geprüf­ten Medikamente an Kinder oder Schwangere ver­ab­rei­chen. Das gilt heu­te genau­so wie es galt als es vor einem Jahr noch abso­lu­ter Konsens war.

    Für die aktu­ell ver­impf­ten Stoffe wäre eine Prüfdauer von min­des­tens zehn Jahre das Mindeste (wegen mög­li­chen und auch zu erwar­ten­den Langzeitschäden).

  12. Das ist eine extrem schwie­ri­ge Frage. Wenn es um eine Krankheit geht, die für Schwangere oder Kinder häu­fig schwe­re, womög­lich lebens­lan­ge Folgen nach sich zie­hen kann, und es wirk­lich kei­ne ande­re Möglichkeit der Folgenforschung gibt, dann wird man um Tests an Schwangeren oder Kindern nicht her­um­kom­men, so unan­ge­nehm die­se Vorstellung auch ist. Daher muss die grund­sätz­li­che Möglichkeit für sehr sorg­fäl­tig aus­ge­such­te Einzelfälle bestehen. Natürlich nicht für einen Fall wie Covid, hier fehlt es an jeg­li­cher spe­zi­fi­schen Gefahr für Schwangere, Kinder oder Ungeborene (eigent­lich für fast alle Menschen…)

    Ethik-Kommissionen u.ä. sind sicher gut gemeint, aber machen wir uns nichts vor: letzt­lich kann die Frage, ob man an einer Arzneimittel- oder Impfstudie teil­neh­men möch­te, nur die jewei­li­ge Person beant­wor­ten. Ich bin kein Freund von auf­dik­tier­ter Ethik oder Moral. "Das tut man nicht" genügt viel­leicht an eini­gen Stellen in der Kindererziehung, aber unter Erwachsenen soll­te man sich nicht über Andere erheben.

    Natürlich müss­te der­je­ni­ge, der die Studie durch­führt, ohne wenn und aber ver­schul­dens­un­ab­hän­gig für sämt­li­che Folgen im vol­len Umfang haf­ten bzw. für even­tu­ell ent­ste­hen­de Kosten auf­kom­men und dürf­te sich aus die­ser "Betriebsgefahr" auch nicht her­aus­wie­seln. Das wäre ver­mut­lich die wirk­sams­te Bremse, um ein Ausufern zu verhindern.

  13. Bevor an Menschen getes­tet wird, zudem noch an Schwangeren und Kindern soll­ten genug Daten aus Tierversuchen vor­lie­gen, die die Unbedenklichkeit bei Tieren (in die­sem Fall bei jun­gen und träch­ti­gen Tieren) bestä­ti­gen. Aber da fängt es schon an, war­um soll­te man das an Tieren tes­ten, wenn die Krankheit für die ent­spre­chen­de Zielgruppe kein gro­ßes Risiko dar­stellt. Aber so ist der gän­gi­ge Ablauf der Studien und soweit ich weiß war die Präklinik (Tests an Tieren) bei den Impfstoffen nicht sehr umfang­reich. Ich sehe hier nicht die Voraussetzungen erfüllt für die Tests bei der Zielgruppe (zu wenig Daten aus Tierversuchen und sehr gerin­ges Risiko für einen schwe­ren bis töd­li­chen Verlauf von Covid 19). Für mich ist auch die Frage wie kommt man bit­te an die Probanden für die aktu­el­len Impfstoffstudien (also die Schwangeren und Kinder)? Und wie willst du das als Eltern ver­ant­wor­ten, dein Kind der Impfung aus­zu­set­zen, vor allem wenn es dann schief geht. Es soll­te nicht erlaubt sein, so etwas für sein Kind ent­schei­den zu kön­nen bei einem nicht vor­han­de­nem oder gerin­gem Risiko der Krankheit für das Kind. Schwangere kön­nen zwar für sich selbst ent­schei­den, aber war­um soll­ten sie ihr Ungeborenes die­sem Risiko aus­set­zen – unge­wollt schwan­ger und zu spät gemerkt?

  14. Ein Großteil der Medikamententestungen fin­det in Indien statt, meist unter der ärme­ren Bevölkerung, die "gern frei­wil­lig" an sol­chen Versuchen teil­neh­men. Wie frei­wil­lig die Teilnahme wohl ist, wenn man unter wirt­schaft­li­chem Druck steht? Ob Teilnehmer immer so auf­ge­klärt wer­den, die als Analphabeten nicht wis­sen, was sie da mit einem Daumenabdruck unter­schrei­ben? Als erwach­se­ner Medizinprodukttester ist man bes­ten­falls für sich selbst ver­ant­wort­lich. Als Schwangere oder Elternteil auch für das Leben eines ande­ren abhän­gi­gen Menschen. Deswegen mei­ne Antwort: Nein.
    Das Dilemma besteht trotz­dem wei­ter, auch in ande­ren Bereichen des Lebens, z. B. Sterbehilfe.

  15. Vorher war auf der Seite qua­si eine Entwarnung zu lesen!

    Aktuelle Highlights

    Nachdem sich die EMA zu den Impfstoffvorfällen mit AstraZeneca gemel­det hat­te, äußert sich nun auch das Paul-Ehrlich-Institut und erklärt, dass es bis­lang kei­ne Hinweise für einen Kausalzusammenhang der throm­bo­em­bo­li­schen Eregnisse und der Impfung mit AZD1222 gebe.
    Am 11. März 2021 wur­de die COVID-19 Vakzine Janssen (Ad26.COV2.S) zur akti­ven Immunisierung von Personen ab 18 Jahren zur Vorbeugung von COVID-19 als 4. Corona-Impfstoff in der EU zugelassen.

    ———————–
    Eine wis­sen­schaft­li­che Einschätzung zur Corona-Impfung vor oder in der Schwangerschaft fin­den Sie hier.
    http://coronavirus/sicherheit-corona-impfung-schwangerschaft

    -> Seite wur­de nicht gefunden

    Die Verbindung mit dem Server coro­na­vi­rus schlug fehl.

    Falls die Adresse kor­rekt ist, kön­nen Sie noch Folgendes versuchen:

    Die Seite spä­ter noch ein­mal aufrufen.
    Die Netzwerkverbindung überprüfen.
    Falls der Computer sich hin­ter einer Firewall befin­det, über­prü­fen Sie bit­te, ob Firefox der Internetzugriff erlaubt wurde.

    13.03.2021 16:41
    ———————
    Aufgrund neu­er Daten emp­fiehlt die STIKO seit dem 4. März 2021 den Corona-Impfstoff AZD1222 von AstraZeneca auch für über 65-Jährige.

    https://www.gelbe-liste.de/nachrichten/potentielle-impfstoffe-corona

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