Davor, dahinter, direkt daneben

Ab Montag geht es "nor­mal" zu in Laschet-Land:

waz.de (13.8)

Mal hü, mal hott, Hauptsache bekloppt. In NRW wird ein neu­er Kasus ein­ge­führt, der Kontaktiv (Quellfall):

»Neue Quarantäneregeln: Nur noch direkte Sitznachbarn in Quarantäne

Änderungen gibt es an dem oft kri­ti­sier­ten Vorgehen bei posi­ti­ven Corona-Tests. Künftig gel­ten dem­nach nur noch die direk­te Sitznachbarn des "Quellfalls" (davor, dahin­ter, direkt dane­ben) sowie Lehrkräfte und wei­te­res Schulpersonal, die in engem Kontakt stan­den, als enge Kontaktpersonen und müss­ten in Quarantäne. Mit einem PCR-Test kön­nen sich Kontaktpersonen ohne Karenzzeit "frei­tes­ten" las­sen. Vollständig geimpf­te Schülerinnen und Schüler, die kei­ne Symptome zei­gen, sind davon aus­ge­nom­men, so die Ministerin, sie müs­sen also gene­rell nicht in Quarantäne.

Wenn die rest­li­che Klasse wäh­rend des Unterrichts eine Maske getra­gen hat und alle übri­gen Hygiene-Maßnahmen und Abstandsregeln ein­ge­hal­ten wur­den, sol­len die Gesundheitsämter der Städte und Kreise auf eine Einstufung als enge Kontaktperson abse­hen. Allerdings kön­nen die ört­li­chen Gesundheitsämter stren­ge­re Quarantäne-Kriterien für Kontaktpersonen defi­nie­ren, schränk­te Gebauer ein…

Ungeimpfte Schüler müssen Tests nicht zahlen, Lehrer schon

Bei den ver­pflich­ten­den zwei Schnelltests pro Woche – nach­weis­lich Geimpfte und Genesene wer­den davon befreit – sei­en alle orga­ni­sa­to­ri­schen und logis­ti­schen Vorkehrungen „für einen rei­bungs­lo­sen Ablauf ab Tag eins“ getroffen.

Nicht geimpf­te voll­jäh­ri­ge Schülerinnen und Schüler an den Berufskollegs müs­sen auch nach den Herbstferien die ver­pflich­te­ten Schnelltests an den Schulen nicht selbst bezah­len. Für Lehrkräfte, die sich bis Oktober nicht haben imp­fen las­sen, wer­den die Selbsttests hin­ge­gen kos­ten­pflich­tig…«

Vollkommen in der Logik des WEF, kaputt­schla­gen und mit viel Geld (für wen?) neu auf­bau­en, wer­den teu­re Programme finan­ziert, um zu ret­ten, was heil­los zer­stört ist (s. WEF und #ZeroCovid):

»NRW legt Sonderprogramme gegen coronabedingte Lernrückstände auf

Mit rund 500 Millionen Euro aus Landes- und Bundesmitteln sol­len in NRW künf­tig Lernrückstände infol­ge der Corona-Pandemie auf­ge­ar­bei­tet wer­den. Das Geld fließt zum einen in geziel­te Lernprogramme schu­li­scher und außer­schu­li­scher Bildungsträger. Das Land wer­de die Schulen auch mit Extra-Budgets und Pauschalen etwa für zusätz­li­ches Personal unterstützen.

Schülerinnen und Schüler sol­len Bildungsgutscheine erhal­ten, mit denen sie exter­ne Bildungsangebote wahr­neh­men kön­nen, um Lerndefizite zu besei­ti­gen. Das Landesinstitut für Schule hat ein Online-Portal mit Materialien zusam­men­ge­stellt, um Lehrkräfte bei Lernstandsdiagnosen und einer pass­ge­nau­en indi­vi­du­el­len Förderung zu unter­stüt­zen. Das Portal ist seit Mitte Juli freigeschaltet.

Außerdem soll es einen "Extra-Blick Bewegung" geben, hier koope­riert das Land mit dem Landessportbund. Ziel ist es, die Verzögerungen bei der grob­mo­to­ri­schen Entwicklung vie­ler Kinder auf­zu­ar­bei­ten, da wäh­rend der Corona-Pandemie Sportunterricht aber auch Angebote bei Sportvereinen aus­ge­fal­len sind. Fortgeführt wird auch das Angebot "Extra-Zeit zum Lernen in NRW" mit den Jugendherbergen.

Mit der Säule "Extra-Geld" stellt das Land Schulen, Schulträgern und Ersatzschulträgern Finanzmittel zur Verfügung, die sie zum Aufholen von pan­de­mie­be­ding­ten Lernrückständen benö­ti­gen. Das Budget kann jede Schule auch für Besuche außer­schu­li­scher Lernorte aber auch für den Kauf von Lizenzen für Förderprogramme ein­set­zen.«

Ein Anagramm für Armin Laschet lau­tet "Stalin-Charme".

7 Antworten auf „Davor, dahinter, direkt daneben“

  1. Da in der Schule kein Lernen mehr mög­lich ist, wird jetzt viel Geld aus­ge­ge­ben "um Defizite zu beheben".
    Mich amü­siert auch die­se Gläubigkeit, dass man alles im Leben mit Geld in Ordnung brin­gen kann.
    1.5 Jahre Schulausfälle, psy­chisch und moto­risch geschä­dig­te Kinder, zer­stör­te Wirtschaftszweige, ein Heer von Arbeitslosen, mas­sen­haf­te Insolvenzen, zer­stör­te Freundschaften und Familien und Ehen, ein Heer von Müttern im bur­nout – alles kein wirk­li­ches Problem, wir kön­nen alles reparieren.

    (Btw, die unsicht­ba­ren Staatsschulden haben sich bin­nen eines Jahres ver­dop­pelt auf 14700 Milliarden Euro: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/konjunktur/forscher-warnen-deutschlands-unsichtbare-staatsschulden-liegen-bei-14–7‑billionen-euro-17482283.html ).

  2. Die Quarantäne-Regelung für die Schüler fin­de ich inter­es­sant. Als man mich dort hin­ein­ge­schickt hat, reich­te es für die Quarantäneverordnung aus, dass wir (zwei wei­te­re Personen) mit einer angeb­lich infi­zier­ten Kollegin in einem zwangs­be­lüf­te­ten und dazu noch 70 qm gro­ßen Büro geses­sen haben und der Abstand unter­ein­an­der mit Sicherheit ein Vielfaches des­je­ni­gen betra­gen hat, den Schulkinder in der Klasse zuein­an­der halten.

    Auch dies zeigt ein­mal mehr, wie ver­lo­gen die gan­zen Politiker und Fachverbände sind und alles immer so zurecht­ge­schus­tert wird, wie es gera­de passt. Leider fällt dies immer noch zu weni­gen Menschen im Land auf.

    Quarantäne: Mitte September fin­det die (Güte)Verhandlung mei­ner Klage gegen den Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Köln statt. Ich bin gespannt, wer dann dort erschei­nen wird.

  3. Das freund­li­che Virus weiß, wo die Grenze ist und hält sich brav an die Ausreisebeschränkung.
    "Corona-Pandemie
    Kopenhagen (dpa) – Auch die letz­ten Masken in Dänemark fal­len: Ab Samstag muss man im nörd­lichs­ten deut­schen Nachbarland auch dann kei­nen Mund-Nasen-Schutz mehr tra­gen, wenn man in Bus, Bahn oder Fähre steht."
    https://www.radiobonn.de/artikel/daenemark-schafft-maskenpflicht-ab-1037553.html

    "Die Maskenpflicht für ste­hen­de Passagiere im öffent­li­chen Nahverkehr soll­te ursprüng­lich am 1. September auf­ge­ho­ben wer­den, fällt nun aber bereits jetzt, wie das däni­sche Verkehrsministerium am Freitag mitteilte.
    Grund dafür ist, dass die Empfehlung der Gesundheitsbehörden zum Einhalten eines Ein-Meter-Abstandes im öffent­li­chen Raum gestri­chen wor­den ist. Dass auch die Pflicht zum Maskentragen abge­schafft wird, sei «eine natür­li­che Folge» davon, erklär­te das Ministerium."

    (Juni-Juli-August …
    … nach Dänemark kommt man fast schon zu Fuß.)
    "Bereits seit Mitte Juni müs­sen die Däninnen und Dänen kaum noch Maske tra­gen. Einzige Ausnahme bleibt nun der Luftverkehr: Fliegt man, gilt die Anforderung eines Mund-Nasen-Schutzes näm­lich noch immer, da der Luftverkehr nach Angaben des Verkehrsministeriums unter inter­na­tio­na­le Regeln fällt."

    Welchen Sinn hat­te der Inzidenzwert noch­mal? Kein Abstand und nun auch kei­ne Masken mehr, trotz­dem ist kaum jemand krank. Es gibt ledig­lich einen Haufen PCR-posi­tiv Getesteter.
    "Im Zuge weit­rei­chen­der Lockerungen der Corona-Beschränkungen sind die Neuinfektionszahlen in Dänemark in den ver­gan­ge­nen Monaten nach oben gegan­gen, seit eini­ger Zeit haben sie sich aber sta­bi­li­siert. In den jüngs­ten Vergleichszahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC weist Dänemark eine 14-Tages-Inzidenz auf, die fünf­mal so hoch wie in Deutschland ist. Hauptsächlich jün­ge­re Däninnen und Dänen in den grö­ße­ren Städten ste­cken sich der­zeit mit dem Coronavirus an.

    © dpa-info­com, dpa:210813–99-828291/2"

  4. nach dem sehr kurz­le­bi­gen 3G, "getestet[ParaWissenschaft, PW], geimpft[PW], gene­sen", kommt 4D, "davor, dahin­ter, direkt dane­ben". auch schön

  5. "Kontaktiv" – bril­lant, vie­len Dank.

    Wenigstens weiß man in NRW, dass man die klei­nen Diktatoren, die man sich in den regio­na­len Gesundheitsämtern in den letz­ten 18 Monaten her­an­ge­züch­tet hat, nicht sofort aller lieb­ge­won­ne­nen Macht berau­ben darf, weil sie sonst in eine Sinnkrise gera­ten. Ein ande­rer Grund für die Erlaubnis, "stren­ge­re Quarantäne-Kriterien für Kontaktpersonen zu defi­nie­ren", will mir beim bes­ten Willen nicht einfallen.

  6. Solche Berichte aus Qualitätsmedien sind unbrauch­bar, weil sie alles weg­las­sen, was man für eine rechts­si­che­re Bewertung benö­tigt. Das Geldgeschwafel soll nur von den wich­ti­gen Dingen ablen­ken: was pas­siert, wenn jemand kei­nen Maulkorb trägt, kei­nen Test macht?
    Dieses Blättchen gibt nur Aufschluß über die, die über die Klippe sprin­gen, nicht aber über die, die am Abgrund stehenbleiben.

  7. Einfach mal als Neuauflage. Was die Fachärzte für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, am 04.09.2020, vor etwa einem Jahr, schon wussten.
    "Wider die Maskenpflicht an baye­ri­schen Schulen – ein offe­ner Brief"
    https://eliant.eu/fileadmin/user_upload/de/pdf/Wider_die_Maskenpflicht.pdf

    "Bayerische Staatskanzlei
    z.Hd. Herrn Ministerpräsident Dr. Markus Söder
    Postfach 220011
    80535 München
    D: markus.soeder@soeder.de

    Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
    z.Hd. Herrn Staatsminister Prof. Dr. Michael Piazolo
    80327 München
    D: buero@fw-muenchen-landtag.de

    Sehr geehr­ter Herr Dr. Söder, sehr geehr­ter Herr Prof. Piazolo,
    wir wen­den uns heu­te als Fachärzte für Kinderheilkunde und Jugendmedizin an Sie, um unse­rer Sorge wegen der in Bayern im Zuge der COVID-19-Pandemie an KiTas und Schulen ergrif­fe­nen und ange­kün­dig­ten Maßnahmen Ausdruck zu verleihen.

    Mittlerweile wis­sen wir, dass die Gefährlichkeit des Coronavirus SARS CoV2 für die Gesamtbevölkerung zu Beginn der Pandemie wesent­lich über­schätzt wur­de. Die Erkrankungs- und Sterberaten sind in Deutschland eben­so wie in ande­ren euro­päi­schen Ländern auf nahe Null abge­sun­ken und blei­ben dort – auch in Regionen ohne stren­ge Containment-Maßnahmen.

    Trotzdem wer­den wei­ter hohe Infektionszahlen sug­ge­riert durch die von zahl­rei­chen Fachleuten kri­ti­sier­te enor­me Steigerung der Testzahlen mit einem Test (RT-PCR), der in der Mehrzahl der Fälle weder eine Erkrankung noch Infektiosität anzeigt(1).

    Die Schließung von KiTas und Schulen als epi­de­mio­lo­gi­sche Maßnahme konn­te sich schon vor der COVID-19-Pandemie nicht auf eine wis­sen­schaft­li­che Evidenz stüt­zen. Zahlreiche jün­ge­re Studien(2) bestä­ti­gen erneut die Wirkungslosigkeit die­ser Maßnahme. Dennoch sind – ent­ge­gen dem aus­drück­li­chen Rat der WHO und ent­ge­gen den aktu­el­len Forderungen von UNICEF(3) – par­ti­el­le oder voll­stän­di­ge Schulschließungen in Deutschland wei­ter­hin eine gän­gi­ge poli­ti­sche Erstmaßnahme, wenn die posi­ti­ven Testergebnisse über eine bestimm­te Marke klettern.

    In vie­len euro­päi­schen Staaten wur­den KiTas und Schulen schon im Frühsommer 2020 weit­ge­hend ohne Einschränkungen wie­der geöff­net. Dies führ­te nir­gend­wo zu rele­van­ten COVID-19-Ausbrüchen, weder bei Schülern oder Lehrern der betrof­fe­nen Schulen, noch in den jewei­li­gen Regionen. Die wis­sen­schaft­li­che Untersuchung die­ser Strategien beleg­te nach­drück­lich, dass KiTas und Schulen für die Verbreitung von COVID-19 kei­ne wesent­li­che Rolle spie­len. Dies wur­de auch in Deutschland durch Studien der Universitäten in Leipzig und Dresden(4) bestätigt. 

    Der neue Rahmenhygieneplan der baye­ri­schen Staatsregierung(5) erfüllt uns Kinderärzte, als Fachleute sowohl für Infektionskrankheiten als auch für die kind­li­che Entwicklung, mit gro­ßer Sorge. Er steht unter der Prämisse: „Mit der Umsetzung des Regelbetriebs in den Schulen ist wei­ter­hin der Infektionsschutz für die gesam­te Schulfamilie das obers­te und dring­lichs­te Ziel.“

    Diese Wertigkeit wider­spricht klar den obers­ten Bildungszielen, wie sie im Paragraphen 131 der baye­ri­schen Verfassung for­mu­liert sind, und eben­so den Bildungszielen der UN-Kinderrechtskonvention, die von der Bundesregierung 2010 unein­ge­schränkt rati­fi­ziert wurde.

    Gemäß des Rahmenhygieneplans ist von den Schülern unter ande­rem zu beachten:
    – das Berühren von Augen, Nase und Mund zu vermeiden,
    – auf Körperkontakt (z. B. per­sön­li­che Berührungen, Umarmungen, Händeschütteln) zu verzichten,
    – einen Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.

    Unbewusste Gesten wie das Berühren des eige­nen Gesichtes sind schon für Erwachsene kaum zu kontrollieren(6) – ihr Verbot führt bei Kindern, denen die­se Kontrolle noch schwe­rer fällt, zwangs­läu­fig zu Schuld- und Versagensgefühlen. Die ver­ord­ne­ten Verhaltensmaßregeln brem­sen Kinder in den ihnen urei­gens­ten zwi­schen­mensch­li­chen Interaktionen und in ihrer sozia­len Entwicklung und brin­gen sie – da sie ihren natür­li­chen Entwicklungsbedürfnissen dia­me­tral ent­ge­gen­ste­hen – zwangs­läu­fig in schwe­re psy­chi­sche und sozia­le Konflikte. In letz­ter Konsequenz neh­men sie den Kindern ihre Würde.

    Der schwer­wie­gends­te Eingriff in die see­li­sche Integrität der Schulkinder ist zwei­fels­oh­ne die Maskenpflicht, die jetzt teil­wei­se auch im Unterricht gilt. Die Wirksamkeit der so genann­ten „Alltagsmasken“ gegen die Ausbreitung respi­ra­to­ri­scher Viren wie SARS-CoV‑2 ist wei­ter­hin hoch umstrit­ten und wird in Übersichtsarbeiten renom­mier­ter Wissenschaftler angezweifelt(7). Untersuchungen zu körperlichen(8) und seelischen(9) Nebenwirkungen der Masken zei­gen zudem, dass die­se kei­nes­wegs immer harm­los sind. Die bis­her ein­zi­ge Übersichtsarbeit zu Masken bei Kindern aus dem Jahr 2011(10) spricht von mög­li­chen Nebenwirkungen wie erhöh­tem Atemwiderstand, Wärme- und Feuchtigkeitsansammlung, CO2-Rückhaltung, Klaustrophobie und Angstzuständen.

    Gerade Kinder sind für eine zwi­schen­mensch­li­che Kommunikation zwin­gend auf non­ver­ba­le Signale wie die Mimik des Gegenübers ange­wie­sen. Die Behinderung des zwi­schen­mensch­li­chen Austauschs durch Verdecken des Gesichts erschwert die Verständigung, ver­rin­gert die Gesprächsbereitschaft und stört die emo­tio­na­len Beziehungen. Ein nor­ma­les Schulleben ist unter die­sen Bedingungen nicht vor­stell­bar, und für vie­le Schüler wird der Schulalltag zur Qual. Es kön­nen weder „Herz und Charakter“(11) gebil­det wer­den, noch kön­nen „die Persönlichkeit, die Begabung und die geis­ti­gen und kör­per­li­chen Fähigkeiten des Kindes voll zur Entfaltung“(12) gebracht werden.

    Zusammenfassend sind ange­sichts der unwe­sent­li­chen Rolle, die KiTas und Schulen für die Ausbreitung von COVID-19 spie­len, die bis­her ergrif­fe­nen und jetzt prä­zi­sier­ten Maßnahmen unverhältnismäßig.
    Das Recht der Kinder auf Bildung muss unein­ge­schränk­te Priorität haben.
    Der mehr als frag­wür­di­ge Nutzen der von Kindern getra­ge­nen „Alltagsmasken“ steht in kei­nem ver­nünf­ti­gen Verhältnis zu der damit ver­bun­de­nen Belastung und den mög­li­chen Risiken.

    Wir for­dern Sie daher auf,
    – die Maskenpflicht und die Abstandsregeln abzuschaffen,
    – von Quarantänemaßnahmen und Schließungen von Schulklassen oder Schulen abzusehen,
    – den Rahmenhygieneplan kom­plett zu über­ar­bei­ten im Sinne der obers­ten Bildungsziele der Bayerischen Verfassung, der UN-Kinderrechte und der WHO-Forderung nach obers­ter Priorität schu­li­scher Bildung.

    Sehr geehr­ter Herr Dr. Söder, sehr geehr­ter Herr Prof. Piazolo,
    wegen der gro­ßen öffent­li­chen Bedeutung die­ses Themas erlau­ben wir uns, die­sen Brief an Sie bewusst als offe­nen Brief zu ver­fas­sen, ihn auf unse­ren jewei­li­gen Internetseiten zu ver­öf­fent­li­chen und aus­ge­wähl­ten Pressevertretern zur Kenntnis zu geben.

    Wir ver­blei­ben mit freund­li­chen Grüßen,

    Dr.med. Martin Hirte
    http://www.martin-hirte.de
    (Dr. med. Martin Hirte
    Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
    Tal 14
    80331 München)

    Dr.med. Steffen Rabe
    http://www.der-rabendoktor.de
    (Dr. med. Steffen Rabe
    Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
    Gottfried-Keller-Str. 12
    81245 München)

    1 New York Times: Your Coronavirus Test Is Positive. Maybe It Shouldn’t Be. 29.8.2020
    2 Merckx J: Übertragung von SARS-CoV‑2 durch Kinder. Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 553–60
    3 https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/2020/report-kindeswohl-in-reichen-laendern-in-gefahr/224250
    4 MDR Sachsen: Corona-Schulstudie in Sachsen: Keine Testpersonen infi­ziert. 3.8.2020
    5 Rahmen-Hygieneplan zur Umsetzung des Schutz-und Hygienekonzepts für Schulen nach der jeweils geltenden
    Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 01.08.2020
    6 Grunwald M: „Wir berüh­ren uns selbst, um eine Stresssituation psy­chisch aus­zu­ba­lan­cie­ren“. Pressemitteilung der
    Universität Leipzig, 24.3.2020
    7 Jefferson T: Masking lack of evi­dence with poli­tics. Centre for Evidence-Based Medicine 23.7.2020
    8 Fikenzer, S., Uhe, T., Lavall, D. et al. Effects of sur­gi­cal and FFP2/N95 face masks on car­dio­pul­mo­na­ry exer­cise capacity.
    Clin Res Cardiol (2020). https://doi.org/10.1007/s00392-020–01704‑y
    9 Prousa D: Die Selbstverletzung . Rubikon 1.8.2020
    10 Roberge R: Facemask use by child­ren during infec­tious dise­a­se out­breaks. Biosecur Bioterror. 2011;9(3):225–231.
    11 Bayerische Verfassung §131
    12 UN Kinderrechtskonvention Art. 29"

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