Der echte Klitschko klärt auf. Bei "Bild"

Auch wenn es wirkt wie die Fortsetzung einer Comedy-Serie, das wird am 25.6. auf bild.de präsentiert:

Es kann nur einen Klitschko geben! Jedenfalls einen Vitali. Das poli­ti­sche Berlin ist besorgt. Wer steckt dahin­ter? (Siehe Franziska Giffey führt Telefonat mit fal­schem Vitali Klitschko)

»Nun stellt sich her­aus: Auch die Bürgermeister von Madrid und Wien waren Ziel sol­cher Attacken – und der Wiener Stadt-Chef fiel kom­plett auf Fake-Klitschko rein!

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig hat gar nichts gemerkt, ver­schick­te nach sei­nem Gespräch am Mittwoch sogar eine Pressemitteilung und pos­te­te einen Twitter-Thread auf Deutsch und Englisch, in dem er aus­führ­lich über sein Gespräch berich­te­te. Klitschko habe in Wien einen „ver­läss­li­chen mensch­li­chen Partner in der Unterstützung der Ukrainerinnen und Ukrainer“, schrieb er…«


Hat die Geschichte etwas auf einem Corona-Blog ver­lo­ren? Ich den­ke, ja. Einerseits, weil in der ver­trau­ten Art wie­der Feindbilder auf­ge­baut wer­den, ande­rer­seits weil die neben mRNA als Allzweckwaffe für sämt­li­che Probleme ange­be­te­te Digitalisierung sich auch hier gegen die wen­det, die sie ger­ne zur Überwachung der Bevölkerung ein­set­zen wol­len. Digitale Reisezertifikate und "elek­tro­ni­sche Patientenakte" sind nur eini­ge Beispiele dafür. Sie wer­den min­des­tens so vul­nera­bel sein wie die Kommunikation zwi­schen den Kanzleien von Hauptstädten.

»Anrufe von falschem Klitschko alarmieren Ampel-Koalition

Nach dem Telefonat der Regierenden Berliner Bürgermeisterin Franziska Giffey mit einem fal­schen Vitali Klitschko wächst in der Ampel-Koalition die Sorge vor ganz neu­en Formen der Spionage und hybri­den Kriegsführung.

Das sei ein beun­ru­hi­gen­des Beispiel für die Gefahr von „Deep Fakes“ in der Politik, sag­te der stell­ver­tre­ten­de FDP-Fraktionsvorsitzende Konstantin Kuhle dem Tagesspiegel. Die Deep-Fake-Technologie ist eine beson­de­re Form der Künstlichen Intelligenz, bei der Systeme durch aus­gie­bi­ge Beobachtung von Menschen zum Beispiel ihre Mimik und Sprache erler­nen und nach­ah­men können.

„Wenn Wählerinnen und Wähler nicht mehr erken­nen kön­nen, ob ein Videoschnipsel ein ech­tes Zitat eines Politikers zeigt oder ob es sich dabei um eine Fälschung han­delt, sind Missbrauch Tür und Tor geöff­net“, sag­te Kuhle.«

Wird bei der Senatskanzlei auf jede Mail geklickt?

Offenbar wer­den dort noch nicht ein­mal mini­ma­le Regeln der Datensicherheit befolgt:

»Nach Angaben der Senatssprecherin ging die Anfrage für ein Gespräch mit Bürgermeister Klitschko am 02.06.2022 per E‑Mail bei der Senatskanzlei ein. "Die all­ge­mei­ne Themensetzung wur­de aus der Ursprungsemail klar und war schlüs­sig. Angekündigt waren die Themen: künf­ti­ge Zusammenarbeit der bei­den Städte in den Bereichen Wirtschaft und Kultur, huma­ni­tä­re Projekte in der Ukraine und die aktu­el­le Lage im Land", teil­te Giffeys Sprecherin mit.

Es sei ins­be­son­de­re seit Kriegsbeginn nicht unge­wöhn­lich über Email-Adressen kon­tak­tiert zu wer­den, die ohne insti­tu­tio­nel­le Email-Signatur oder Domain seien.

Die ukrai­ni­sche Botschaft habe eben­falls Kenntnis von dem geplan­ten Gespräch gehabt, da es auch beim Treffen mit dem Botschafter und Sondergesandten der Ukraine am 7.6. in der Senatskanzlei kurz Thema gewe­sen sei, aller­dings sei­en sich Giffey und Klitschko zuvor noch nie per­sön­lich begeg­net…«
tagesspiegel.de (25.6.)

Sowas machen nur Diktaturen

Reichlich albern ist die­se ein­sei­ti­ge Zuschreibung des FDP-Fraktionsvize:

»„Autoritäre Regime wie China und Russland kön­nen Deep Fakes ver­wen­den, um Willensbildungsprozesse in Demokratien zu beein­träch­ti­gen.“«

Wem fällt da nicht das schein-empör­te "Abhören unter Freunden geht gar nicht" von Merkel ein, als 2017 bekannt wur­de, daß nicht nur ihr Handy von der NSA aus­ge­späht wurde?


Ich wäre nicht wei­ter auf die Scheinheiligkeit ein­ge­gan­gen, hät­te der "Tagesspiegel" in sei­nen Bericht nicht die­ses Foto eingefügt:

Die Bildunterschrift lau­tet "Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew, spricht wäh­rend einer Abschiedszeremonie für Oleh Kutsyn, der bei einem Gefecht mit rus­si­schen Truppen in der Nähe von Isjum ums Leben kam."

Der Name sag­te mir nichts, aber das Banner kam mir bekannt vor, "Legion Svobody", Freiheitslegion, eng­lisch Freedom Legion. Auf der Seite ukrinform.net erfuhr ich dann, wer der unlängst gefal­le­ne Kutsyn war:

»"Oleh Kutsyn, einer der mäch­tigs­ten Kommandeure, wur­de an der Ostfront getö­tet. Er war der Gründer und lang­jäh­ri­ge Führer der Freiheitslegion, Kommandeur des Karpatska-Sich-Bataillons (49. sepa­ra­tes Gewehrbataillon der Streitkräfte)… 

Oleh Kutsyn war eine ukrai­ni­sche Persönlichkeit des öffent­li­chen, poli­ti­schen und mili­tä­ri­schen Lebens, Leiter der Legion der Freiheit und Mitglied des poli­ti­schen Rates der gesamt­ukrai­ni­schen Union "Svoboda" (Freiheit). Er wur­de zwei­mal zum Mitglied des Stadtrats von Tiachiv gewählt.

Mit Beginn der Feindseligkeiten in der Ostukraine orga­ni­sier­te Kutsyn eine Freiwilligengruppe, die Hilfsgüter für ukrai­ni­sche Soldaten im Bezirk Slowjansk in der Region Donezk sam­mel­te und lie­fer­te. Im Frühsommer 2014 beschlos­sen die Freiwilligen, sich der Nationalgarde anzu­schlie­ßen.«

Da schei­nen Parallelen zum Asow-Regiment auf, Auch die­ses wur­de 2014 der Nationalgarde (nicht der ukrai­ni­schen Armee) unter­stellt. Als noch nicht per defi­ni­tio­nem jeder Ukrainer ein Freiheitskämpfer war, las man über die Partei des Gefallenen auf daserste.ndr im Jahr 2014 noch:

»Von Anfang an spie­len auch rechts­ex­tre­me Kräfte auf dem Maidan eine wich­ti­ge Rolle: Die ultra­na­tio­na­lis­ti­sche Partei Swoboda (Freiheit), die mit gut zehn Prozent der Stimmen in der Werchowna Rada, dem ukrai­ni­schen Parlament, sitzt, ist seit Beginn der Proteste ein wich­ti­ger Akteur, neben Wladimir Klitschkos Udar und Julija Timoschenkos Vaterlandspartei.

Oppositionsbündnis mit Swoboda

Klitschko und die Vaterlandspartei sind ein offi­zi­el­les Bündnis mit Swoboda ein­ge­gan­gen, die in Deutschland gute Kontakte zur NPD pflegt. So emp­fing zum Beispiel die NPD-Fraktion im säch­si­schen Landtag im Mai letz­ten Jahres eine Swoboda-Delegation…«

Inzwischen ist die weit ver­brei­te­te Lesart die, wonach womög­lich ukrai­ni­sche Neonazis "in sehr sel­te­nen Fällen" Einfluß auf die Ereignisse des Maidans hat­ten, inzwi­schen aber lau­te­re Soldaten sei­en, was ihre Unterstellung unter das Innenministerium hin­rei­chend bele­ge. Mich erin­nert das an die Eingliederung der Nazi-Kader in die Bundeswehr bei ihrer Gründung oder den Aufbau der Geheimdienste durch Spitzenfunktionäre der faschis­ti­schen Sicherheitsdienste.

Als die "taz" noch nicht voll­stän­dig einen russo­pho­ben Kurs fuhr, ver­öf­fent­lich­te sie am 29.4.21 – also weit nach der Reinwaschung der Neonazis – einen Artikel, in dem zu lesen war:

»Rechtsradikale in der Ukraine
Mit SS-Symbolen und Hitlergruß

BERLIN taz | Mehrere hun­dert Menschen sind am Mittwoch durch die ukrai­ni­sche Hauptstadt Kiew gezo­gen, um des 77-jäh­ri­gen Jahrestages der Gründung der Waffen-SS-Division Galizien am 28. April 1943 zu geden­ken. Mit SS-Symbolen, Flaggen der Ukraine, Blumen und Fahnen von Freiwilligenverbänden zogen die Teilnehmer von der U‑Bahn Station Arsenalnoe zum Maidan. Für ihre Sicherheit sorg­te die Polizei, die einen Teil der Demonstrationsroute für den Verkehr gesperrt hat­te. Dies berich­tet der Radiosender „hromadske.ua“.

Photos in ukrai­ni­schen Medien zei­gen, wie Demonstrierende ihre Hand zum Hitlergruß erhe­ben. Der Marsch am Mittwoch war der ers­te sei­ner Art in Kiew. In den ver­gan­ge­nen Jahren wur­de nur im west­ukrai­ni­schen Galizien der gleich­na­mi­gen Waffen-SS-Division gedacht. Die meis­ten Angehörigen die­ser Division, die auf Adolf Hitler einen Treueeid geschwo­ren hat­ten, stamm­ten aus dem heu­ti­gen Lwiw (frü­her: Lemberg) in der Westukraine.

Veranstalter war die rechts­ra­di­ka­le Organisation „Golosiivska Kryivka“ (Der Bunker von Golosiivsk). Daneben waren der „Rechte Sektor“, die Partei „Swoboda“, die „Union der Veteranen des Krieges im Donbas“ und die „Initiative Ukrainian Military Honor“ vertreten…

Die Journalistin Ekaterina Scharkich, die der­zeit wegen einer Covid-19-Erkrankung ihre Wohnung nicht ver­las­sen kann, ver­steht nicht, dass eine Veranstaltung von „Leuten, die Nazi-Deutschland, Judenvernichtung, Folter, Konzentrationslager und die Eroberung frem­der Gebiete unter­stüt­zen“ mög­lich ist, wäh­rend erst kürz­lich eine anti­fa­schis­ti­sche Veranstaltung wegen der Pandemie-Vorschriften ver­bo­ten wor­den war.

Noch am Mittwochabend stell­te Joel Lion, der israe­li­sche Botschafter in der Ukraine, einen Tweet der deut­schen Botschafterin Anka Feldhusen auf sei­nen Twitter-Account. In ihrem Tweet hat­te die Botschafterin dar­an erin­nert, dass sich die Waffen-SS an den schlimms­ten Verbrechen des Holocaust betei­ligt hat­te. Keine Freiwilligenorganisation, so die Botschafterin in ihrem ukrai­nisch­spra­chi­gen Tweet, die für die Ukraine kämp­fe und arbei­te, dürf­te sich mit der SS in Verbindung brin­gen las­sen…«
taz.de (29.4.21)

Mit die­sen Bemerkungen will ich nicht den rus­si­schen Angriff auf die Ukraine recht­fer­ti­gen. Mir geht es um die schlich­te media­le Einteilung der Welt in gut und böse, frei­heit­li­che Demokratie und Diktatur, soli­da­ri­sches "Impfen" und ver­schwö­re­ri­sche Kritik. Die Diffamierung und Stigmatisierung scheint mir in die­sen Fällen ver­gleich­bar, jeg­li­che Fragen und auch nur lei­se Zweifel wer­den einer "fünf­ten Kolonne" Putins oder "Deligitimierern des Staates" zugeordnet.

16 Antworten auf „Der echte Klitschko klärt auf. Bei "Bild"“

  1. Ich habe den Tweet von Konstantin Kuhle auch gele­sen und ihm geschrie­ben, dass die Willensbildung gar nicht beein­träch­tigt sei, da die Giffey als Oberbürgermeisterin Berlins ohne­hin nichts zu sagen hat. Es ist eigent­lich eine recht pein­li­che Nummer, denn wie konn­te Giffey über­haupt glau­ben, dass Vitali Klitschko mit ihr reden woll­te? Der ruft doch direkt beim Olaf oder der Annalena an.
    Ich habe mich auch gefragt, was das jetzt auf einem Corona-Blog zu suchen hat. Die Antwort: Man könn­te auch so eine Deepfake-Nummer mit Bill Gates, Klaus Schwab und Konsorten durch­füh­ren. Zudem wirft Kuhles Äußerung fol­gen­de Frage auf: Mit wem reden die denn sonst noch? Mir ist natür­lich klar, dass die Politiker hin­ter geschlos­se­nen Türen sich mit ihrem Personal bera­ten müs­sen und dass da auch unaus­ge­go­re­ne Gedanken geäu­ßert wer­den müs­sen, ohne dass sie an die Öffentlichkeit gera­ten. Jedoch war­um quat­schen die über­haupt mit sol­chen Leuten. Giffeys Aufgaben als Oberbürgermeisterin: u.a. Schulen, Infrastruktur, Polizei, Müllabfuhr. Was gibt sie sich über­haupt mit Klitschko ab? Der Deepfake funk­tio­nier­te übri­gens genau des­halb: Eitle Provinzpolitiker füh­len sich geschmei­chelt, wenn da ein ehe­ma­li­ger Boxweltmeister und der jet­zi­ge Bürgermeister von Kiew, der kriegs­be­dingt die Gazetten füllt, in der Videokonferenz mit ihnen spre­chen möch­te, in der Hoffnung, dass da ein wenig Heldenhaftes auf die eige­ne Person zurück­fällt, ohne dass man sich an vor­des­ter Front in Gefahr begibt. (Anders als die Zugreise eini­ger mit­tel­eu­ro­päi­scher Staatschefs in die Ukraine.)

  2. Welch köst­li­che Ironie. Ein nicht gera­de lang­jäh­ri­ger Bürgermeister aus einem Land, des­sen diplo­ma­ti­sche Tradition bei sehr wohl­wol­len­der Lesart äußerst kurz ist, erklärt der Verwaltung des bes­ten Berlins aller Zeiten, wie man einen offi­zi­el­len dpi­loa­ti­schen Termin macht.

    Ja, das darf ruhig in einem Corona-Blog ste­hen. Die Unfähigkeit und Blauäugigkeit der Exekutive von oben bis unten; die Empörung, dass die eige­ne Doofheit aus­ge­nutzt wird; die Schwarz-Weiß-Matrix mit Schnellschussverdächtigungen; das kom­plet­te Ausblenden höchst bedenk­li­cher Informationen – das alles fin­det sich 1:1 bei Corona.

  3. hat nicht auch der Bill nich tim­mer wie­der eif­rig tele­fo­niert mit unse­ren Obrigkeiten…und wur­de ihm gedankt für die "leadership"…nuja… wie auch immer…solangsam aber sicher schei­nen die "vir­tu­el­len" Welten das "wirk­li­che ana­lo­ge" zu über­la­gern und zu kapern. Was ist die Lösung? Abschalten?

    Wir hat­ten auf unse­rem klei­nen fei­nen Treffen in Düsseldorf zumin­dest das gute Gefühl des Analogen, authen­ti­schen und Verständnisses . was es eben braucht, um sich auch ohne sich jah­re­lang zu ken­nen, aus­tau­schen zu kön­nen und zu stärken.

    Wir wol­len es wie­der­ho­len und freu­en uns, wenn Du/Ihr (Artur, Sabine) das nächs­te Mal dabei seid.

  4. https://www.stern.de/politik/ausland/manipulierte-videoschalte-sorge-nach-telefonaten-mit-fake-klitschko-31984034.html

    Auszug

    Face Reenactment

    Als Deep Fakes bezeich­net man rea­lis­tisch wir­ken­de Medieninhalte, die mit Techniken künst­li­cher Intelligenz mani­pu­liert wurden.
    Bislang lässt sich nur dar­über spe­ku­lie­ren, wel­che Art der Manipulation beim Video-Telefonat mit dem fal­schen Klitschko ver­wen­det wurde.

    Das von der Berliner Senatskanzlei ver­öf­fent­lich­te Foto zeigt Kiews Bürgermeister in einem Setting, das wie das eines Interviews mit einem ukrai­ni­schen Journalisten im Frühjahr aussieht.
    Klitschko trägt die glei­che hell­brau­ne Jacke und im Hintergrund ist eben­falls unter ande­rem die ukrai­ni­sche Flagge zu sehen.

    Möglicherweise wur­de das Videomaterial des dama­li­gen Interviews als Grundlage ver­wen­det und in Echtzeit mit dem Gesprochenen und den Lippenbewegungen des­je­ni­gen zusam­men­ge­führt, der tat­säch­lich mit Giffey sprach.
    Fachleute nen­nen das Face Reenactment.

    Das Gespräch mit Giffey wur­den laut Senatskanzlei über einen Fake-E-Mail-Verkehr Anfang Juni angebahnt.
    Die ukrai­ni­sche Botschaft sei ein­ge­bun­den gewesen.
    "Das war ein ganz stan­dard­mä­ßi­ger Vorgang", sag­te Giffey.
    Zu Beginn des Gesprächs habe das Gegenüber dar­um gebe­ten, Russisch spre­chen zu kön­nen, damit sei­ne Mitarbeiter zuhö­ren konnten.
    Die Gegenseite habe einen rus­sisch-deut­schen Dolmetscher hinzugezogen.

    Eine Gefahr für die Demokratie?

    Klitschko sag­te am Samstag, offi­zi­el­le Gespräche kön­ne es nur über offi­zi­el­le Kanäle in Kiew geben.
    Für Gespräche auf Deutsch oder Englisch brau­che er auch nie einen Übersetzer.

    Giffey reagier­te dage­gen besorgt: «Es ist ein Mittel der moder­nen Kriegsführung.» Es gehe dar­um, dass Vertrauen in die ukrai­ni­schen Partner zu erschüttern.

    Deep Fakes ber­gen aus Sicht der SPD-Politikerin eine Gefahr für die demo­kra­ti­schen Gesellschaftsordnung. Menschen könn­ten Worte in den Mund gelegt wer­den, die sie nie­mals gesagt haben. «Das bedeu­tet, dass wir künf­tig noch stär­ker in die Prüfung gehen, noch stär­ker miss­trau­isch sein müssen.»

    Dann ist dem­nächst das

    https://www.corodok.de/nach-poebel-eklat/

    Eine Gruppe Impfgegner hat die eigent­li­che Verdi-Demo ‚geka­pert‘“, so ein Sprecher. „Als Reaktion dar­auf, hat sich der Minister in sei­ner Rede expli­zit an die­se Gruppierung gewandt, nach­dem er zuvor allen Pflegerinnen und Pfleger der ange­mel­de­ten Demonstration für ihren Einsatz in der Pandemie gedankt hat. Allen, und zwar unab­hän­gig von ihrem Impfstatus.“…«

    wahr

    Diese Volksvertreter haben sich schon sowas von unmög­lich und unwähl­bar gemacht …
    Selbst wenn Politiker sich hier zum Affen machen,
    im Endeffekt dient es zur Verunsicherung der Bürger.

    Fake vide­os of real peop­le – and how to spot them
    Gefälschte Videos von ech­ten Menschen – und wie man sie erkennt
    https://www.youtube.com/watch?v=o2DDU4g0PRo

  5. Sieht ganz so aus als hät­ten die sich die Geschichte mit dem fal­schen Klitschkoff sel­ber aus­ge­dacht. Solche ähn­li­chen Geschichten habe ich mal in einer Bauernzeitung von 1933 gelesen.

    1. @aa: Hast Du Dir den neu­en Wegscheider schon ange­schaut? Falls noch nicht – unbe­dingt nach­ho­len! Dieses mal lohnt es sich! Kleiner Tipp sei.

      Liebe Grüße aus Wien
      Walter aka Der Ösi

      1. @Der Ösi: Danke für den Tip! Ich kann mit die­ser Art des Populismus (wie mit jeder ande­ren) nichts anfan­gen. Nenn' mich bor­niert, aber da sträu­ben sich sowohl der Wissenschaftler als auch der Linke in mir.

        1. @aa: komisch… das was er in sei­nem Wochenkommentar mit spit­zer Feder aufs Korn nimmt ist doch exakt das glei­che was Du in Deine Blogeinträge eben­falls schreibst. Wenn man das so sieht betreibst Du hier eben­falls Populismus (im posi­ti­ven Sinn). 

          Bzgl. Links und Rechts… so ist die­se Grenze mitt­ler­wei­le auf­ge­ho­ben. Was Links ist neu­er­dings Rechts und umge­kehrt. Die Linken haben uns den Mist mit den Corona- und auch mit den Anti-Putin-Maßnahmen weit­ge­hend eingebrockt.

          Den Kommentar zu den bun­ten Zebrastreifen (in Schulnähe?) hät­te er sich Wegscheider ver­knei­fen kön­nen. Soll aber jetzt nicht den Informations- und Wahrheitsgehalt sei­ner rest­li­chen Beiträge schmälern.

          Wir Corona-Maßnahmenkritiker sind halt in einer gewis­sen Populisten:
          [zitat= https://de.wikipedia.org/wiki/Populismus ]
          Dem Begriff Populismus (von latei­nisch popu­lus ‚Volk‘) wer­den von Sozialwissenschaftlern meh­re­re Attribute zuge­ord­net. Charakteristisch ist eine mit poli­ti­schen Absichten ver­bun­de­ne, auf Volksstimmungen gerich­te­te Themenwahl und Rhetorik. Dabei geht es einer­seits um die Erzeugung bestimm­ter Stimmungen, ande­rer­seits um die Ausnutzung und Verstärkung vor­han­de­ner Stimmungslagen zu eige­nen poli­ti­schen Zwecken.

          Liebe Grüße
          Walter aka Der Ösi

          1. Edit zu mei­nem letz­ten Kommentar: In dem Satz "Wir Corona-Maßnahmenkritiker sind halt in einer gewis­sen Populisten:" hat­te ich das Wort "Hinsicht" ver­ges­sen. Der Satz soll­te also so lauten:
            "Wir Corona-Maßnahmenkritiker sind halt in einer gewis­sen Hinsicht Populisten:"

            Viele Grüße
            Walter

  6. So funk­tio­niert poli­ti­sche Propaganda und da die Medien es will­fäh­rig ver­brei­ten, kann man davon aus­ge­hen, dass die deut­sche Regierung auch mit unter der Decke steckt. Meiner Meinung nach geht es allein dar­um, die INHALT aus den Telefonaten zu ver­brei­ten. Meiner Meinung nach wür­de die dpa allei­ne kein sol­ches Interesse haben, die­se abso­lut lächer­li­che und für die Regierungsvertreter pein­li­che Sache so schnell zu ver­brei­ten, aber man weiß es nicht, bei dem 'Qualitätsniveau' 'unse­rer' 'Medien'.
    Vielleicht soll auch offi­zi­ell dazu auf­ge­ru­fen wer­den, die Regierung an der Nase her­um­zu­füh­ren und kri­ti­sche Bürger dazu ani­miert wer­den, Politiker anzu­ru­fen, um nach­her irgend­wel­che neu ein­ge­führ­ten Telekommunikationsüberwachungsdienste anset­zen zu kön­nen? Ich traue die­sen Leuten alles zu. Von daher auf jeden Fall erst­mal nicht nachahmen 😉

  7. „Wenn Wählerinnen und Wähler nicht mehr erken­nen kön­nen, ob ein Videoschnipsel ein ech­tes Zitat eines Politikers zeigt oder ob es sich dabei um eine Fälschung han­delt, sind Missbrauch Tür und Tor geöff­net“, sag­te Kuhle.«

    Wow: der Dummie hier und die klu­gen Entscheidungsträger dort? Super unde­mo­kra­ti­sches Herrschaftsbild!
    Was pas­siert wenn ein Dummie auf­grund von Fehlinfos ne fal­sche Entscheidung trifft…
    Und dagegen:
    Was pas­siert wenn ein Entscheidungsträger auf­grund von Fehlinfos fal­sche Entscheidung trifft??

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