Deutsche Stiftung Patientenschutz: Krankenhäuser nicht überlastet

»Der Vor­stand der Deut­schen Stif­tung Pati­en­ten­schutz, Eugen Brysch, erklär­te, es sei gut, dass es nach über zwei Jah­ren Pan­de­mie end­lich ein Coro­na-Moni­to­ring für alle Kran­ken­häu­ser in Deutsch­land gebe.

Aktu­ell sei­en 3,3 Pro­zent der Pati­en­ten mit dem Virus infi­ziert. Ob die Men­schen mit oder wegen des Virus kli­nisch ver­sorgt wer­den, las­se sich nicht erken­nen. Es zeich­ne sich indes ab, dass die Kran­ken­häu­ser momen­tan nicht über­las­tet sei­en.«
tages​schau​.de (10.2.)

Die Mel­dung läßt auf­hor­chen, weil Brysch sehr lan­ge ein ent­schie­de­ner Maß­nah­men­be­für­wor­ter war.

8 Antworten auf „Deutsche Stiftung Patientenschutz: Krankenhäuser nicht überlastet“

  1. Ein Kom­men­tar von Hein­rich Wefing

    Die von Kanz­ler Olaf Scholz geplan­te all­ge­mei­ne Impf­pflicht hat kaum noch Chan­cen, Rea­li­tät zu wer­den. Das liegt nicht nur an der Omikron-Variante. 

    10. Febru­ar 2022
    Man muss mit Pro­gno­sen in die­ser Pan­de­mie natür­lich ein biss­chen vor­sich­tig sein, es ist ja immer wie­der vor­ge­kom­men, dass das Virus einen fie­sen Haken schlägt und alle böse über­rascht. Aber mit die­ser Ein­schrän­kung vor­weg kann man jetzt doch wohl ziem­lich sicher sagen, dass die all­ge­mei­ne Impf­pflicht tot ist. Wenigs­tens macht sie gera­de eine Nahtoderfahrung.
    Dafür gibt es min­des­tens vier Grün­de, einen medi­zi­ni­schen, einen psy­cho­lo­gi­schen und zwei poli­ti­sche. Wobei alle eng mit­ein­an­der zusammenhängen. 
    Zuerst der medi­zi­ni­sche, genau­er wohl: der epi­de­mio­lo­gi­sche Grund. Je mehr Zah­len und Model­le dar­auf hin­wei­sen, dass die Omi­kron-Vari­an­te zwar sehr viel anste­cken­der, aber im Ver­lauf über­wie­gend mil­der ist als Del­ta, je deut­li­cher auch der Ein­druck wird, dass des­halb die Inten­siv­sta­tio­nen weni­ger stark über­las­tet sind und die Ster­be­zah­len eher nicht stei­gen, des­to schwe­rer ist es, eine all­ge­mei­ne Impf­pflicht ver­fas­sungs­fest zu rechtfertigen. 

    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2022–02/coronavirus-allgemeine-impfpflicht-olaf-scholz?utm_referrer=https%3A%2F%2Fnews.google.com%2F

  2. Das RKI schreibt im aktu­el­len Wochen­be­richt nicht mehr von "Über­las­tung des Gesund­heits­sys­tems", son­dern von einer "mög­li­chen hohen Belas­tung". Und aus "kann noch nicht aus­ge­schlos­sen wer­den" wur­de "kann noch nicht voll­kom­men aus­ge­schlos­sen werden".
    Also ist das, was der Herr Brysch erzählt, ein alter Hut.

    https://​www​.rki​.de/​D​E​/​C​o​n​t​e​n​t​/​I​n​f​A​Z​/​N​/​N​e​u​a​r​t​i​g​e​s​_​C​o​r​o​n​a​v​i​r​u​s​/​S​i​t​u​a​t​i​o​n​s​b​e​r​i​c​h​t​e​/​W​o​c​h​e​n​b​e​r​i​c​h​t​/​W​o​c​h​e​n​b​e​r​i​c​h​t​e​_​T​a​b​.​h​tml

  3. Kommt die Impfpflicht für Beschäftigte in Kliniken und Heimen „wäre das vor allem für die Menschen mit Behinderung, eine Katastrophe“. sagt:

    Kommt die Impf­pflicht für Beschäf­tig­te in Kli­ni­ken und Hei­men Mit­te März, droht in der Christ­ope­rus-Gemein­schaft in Kan­dern ein Personalnotstand.
    In der inklu­si­ven Chris­to­pho­rus-Gemein­schaft in Kan­dern (Kreis Lör­rach) leben und arbei­ten rund 130 Men­schen mit Behin­de­rung. Betreut wer­den sie von rund 100 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern. Soll­te die Impf­pflicht ab Mit­te März wirk­lich kom­men, wür­de das Team von Werk­stät­ten-Lei­ter Tobi­as Hüb­ner dra­ma­tisch zusam­men­schrump­fen. Nicht alle Men­schen mit Behin­de­rung an den Web­stüh­len, könn­ten dann betreut wer­den. Der aku­te Per­so­nal­man­gel könn­te zur Nor­mal­si­tua­ti­on werden.

    Die unge­impf­ten Beschäf­tig­ten selbst wol­len sich nicht vor der Kame­ra äußern. Sie fürch­ten eine Stig­ma­ti­sie­rung, selbst im Team wer­de das The­ma Imp­fen inzwi­schen ausgespart. 
    Geschäfts­füh­rer Joa­chim Wal­ter fürch­tet, dass die Unge­impf­ten tat­säch­lich die Chris­to­pho­rus-Gemein­schaft ver­las­sen. Denn ein Wech­sel in ande­re Berufs­be­rei­che ohne Impf­pflicht ist für sie rela­tiv leicht mög­lich. Damit wäre die Ver­sor­gung der zu Betreu­en­den gefähr­det. Wal­ter sagt: "Wenn man den Leu­ten bei uns die Rote Kar­te zeigt und denen sagt, ‚Euch wol­len wir da nicht mehr haben, aber in der Jugend­hil­fe könnt Ihr arbei­ten‘, dann ist es klar, dass bei uns die Mög­lich­keit zur Abwan­de­rung besteht."
    Noch wird hef­tig dis­ku­tiert, ob die ein­rich­tungs­be­zo­ge­ne Impf­pflicht wirk­lich kom­men wird in Baden-Würt­tem­berg. Vor allem für die Men­schen mit Behin­de­rung, sagt Werk­stät­ten­lei­ter Tobi­as Hüb­ner, wäre das eine Kata­stro­phe. In der Chris­to­pho­rus-Gemein­schaft, die meh­re­re Stand­or­te in Süd­ba­den betreibt, weiß man nicht, wie es nach dem 15. März wei­ter­ge­hen soll.
    https://​www​.swr​.de/​s​w​r​a​k​t​u​e​l​l​/​b​a​d​e​n​-​w​u​e​r​t​t​e​m​b​e​r​g​/​s​u​e​d​b​a​d​e​n​/​w​e​g​e​n​-​d​e​r​-​i​m​p​f​p​f​l​i​c​h​t​-​k​o​e​n​n​t​e​n​-​p​f​l​e​g​e​k​r​a​e​f​t​e​-​a​b​w​a​n​d​e​r​n​-​b​e​i​s​p​i​e​l​-​a​u​s​-​k​a​n​d​e​r​n​-​1​0​0​.​h​tml

  4. ZDF:„Wenn die Heimleitung Corona-Impfungen ablehnt und die Heimleiterin auf sogenannte Spaziergänge geht“ sagt:

    Die Impf­pflicht bringt Pfle­ge­hei­me in Bedräng­nis. Ein extre­mes Bei­spiel: Das Heim "Wald­blick" in Radolf­zell. 80 Pro­zent der Pfle­ge­kräf­te dort sind laut Heim­lei­tung ungeimpft. 

    Das Pfle­ge­heim "Wald­blick" liegt am Orts­rand von Radolf­zell Stah­rin­gen, unweit des Boden­sees. 45 psy­chisch Kran­ke wer­den hier betreut, das Durch­schnitts­al­ter liegt bei 70 Jah­ren, man­che leben seit Jahr­zehn­ten in der Ein­rich­tung. Bis auf neun Bewoh­ner sind alle gegen Coro­na geimpft und geboos­tert, erklärt die Heim­lei­te­rin Edith Klup.
    Doch dem Heim droht mög­li­cher­wei­se das Aus, wenn am 15. März die Impf­pflicht für Ange­hö­ri­ge bestimm­ter Beru­fe ein­ge­führt wird: Von den 30 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern sind nach Aus­kunft der Heim­lei­tung nur sechs geimpft, gera­de mal 20 Pro­zent. Das mel­de­te Klup nach Infor­ma­tio­nen des ZDF so auch dem Gesundheitsamt.
    Sogar sie selbst ist unge­impft. Sie habe zwar nichts gene­rell gegen Imp­fun­gen. Aber die Impf­stof­fe gegen das Coro­na­vi­rus sei­en "inner­halb von neun Mona­ten auf wun­der­sa­me Wei­se erfun­den wor­den" und dar­um "ein­fach nicht aus­ge­reift", erklärt Klup ihre ableh­nen­de Hal­tung gegen­über ZDFheute.
    Heim­lei­te­rin geht auf soge­nann­te Spaziergänge
    Mit Tests, Mas­ken, und Hygie­ne kön­ne man die Situa­ti­on auch ohne Imp­fun­gen gut bewäl­ti­gen – in zwei Jah­ren habe man kei­nen ein­zi­gen Coro­na-Fall im Haus gehabt, dank sehr stren­ger Maß­nah­men, so Klup.
    Dar­um ist sie auch strikt gegen die Impf­pflicht: "Da hab' ich per­sön­lich ein Pro­blem damit". Nach eige­ner Aus­sa­ge nahm sie bereits an meh­re­ren soge­nann­ten Spa­zier­gän­gen im benach­bar­ten Ravens­burg teil – "nicht immer, aber immer öfter", sagt sie. Ob man sie als Quer­den­ke­rin bezeich­nen kön­ne? "Quer­den­ke­rin viel­leicht im Hin­blick auf mei­nen Kör­per", ant­wor­tet Klup.

    Das Pfle­ge­heim "Wald­blick" ist ein extre­mes Bei­spiel. Doch in abge­schwäch­ter Form müs­sen sich der­zeit vie­le Ein­rich­tun­gen mit der Fra­ge beschäf­ti­gen, wie sie ab dem 15. März und nach even­tu­el­len Tätig­keits­ver­bo­ten für Unge­impf­te noch ihre Arbeit auf­recht erhal­ten sol­len – ange­sichts des jetzt schon bestehen­den Man­gels an Pflegekräften.
    Denn lan­des­weit sind in Baden-Würt­tem­berg nur gut 85 Pro­zent der Pfle­ge­kräf­te voll­stän­dig geimpft, die bun­des­wei­te Impf­quo­te der Beschäf­tig­ten in Pfle­ge­ein­rich­tun­gen liegt nach Zah­len des Robert-Koch-Insti­tuts (RKI) noch gerin­ger, bei 81 Prozent.
    Der gesund­heits­po­li­ti­sche Spre­cher der Uni­on fin­det, dass die Bun­des­re­gie­rung die Impf­pflicht für Pfle­ge­kräf­te vor­läu­fig aus­set­zen sollte: 

    Wäh­rend Bay­erns Minis­ter­prä­si­dent Mar­kus Söder (CSU) die Not­brem­se zog und das Gesetz zur Impf­pflicht vor­erst nicht anwen­den will, stell­te das Land Baden-Würt­tem­berg heu­te klar: An der Ein­füh­rung der Impf­pflicht soll grund­sätz­lich fest­ge­hal­ten werden.
    Es soll jedoch "gewis­se Über­gangs­fris­ten" geben: Auch eine ein­zi­ge Imp­fung vor dem 15. März soll "einst­wei­len vor einem Tätig­keits­ver­bot schüt­zen", wie es vom Sozi­al­mi­nis­te­ri­um auf Anfra­ge von ZDFheu­te heißt. Gesund­heits­mi­nis­ter Man­fred Lucha sag­te am Mit­tag, Ziel des Geset­zes sei es, vul­nerable Grup­pen zu schüt­zen. Er schränk­te jedoch ein:
    Wenn die Ver­sor­gung nicht mehr gewähr­leis­tet wer­den kann, muss zwi­schen dem Rechts­gut und der siche­ren Ver­sor­gungs­si­tua­ti­on im Ein­zel­fall abge­wo­gen werden.
    Man­fred Lucha, Gesund­heits­mi­nis­ter Baden-Württemberg
    Das Minis­te­ri­um erstellt der­zeit einen Leit­fa­den, sowohl für die betrof­fe­nen Ein­rich­tun­gen als auch für die Gesund­heits­äm­ter, die ja am Ende die Impf­pflicht durch­set­zen müs­sen. So soll eine "mög­lichst ein­heit­li­che lan­des­wei­te Umset­zung" gewähr­leis­tet wer­den, heißt es.
    Wie es mit dem Pfle­ge­heim "Wald­blick" wei­ter­geht, ist unklar. Das Land­rats­amt Kon­stanz schreibt auf Anfra­ge von ZDFheu­te, dass not­falls auch "Betre­tungs­ver­bo­te" erlas­sen wür­den. Bei der Ent­schei­dung kön­ne auch das "Auf­recht­erhal­ten des Betriebs und die Pfle­ge­si­tua­ti­on in den ein­zel­nen Ein­rich­tun­gen eine Rol­le spielen".
    Dabei ist auch die Ver­le­gung von Bewoh­ne­rin­nen oder Bewoh­nern in eine ande­re Ein­rich­tung denk­bar, sofern der Ver­sor­gungs­auf­trag auf­grund einer zu gerin­gen Impf­quo­te nicht mehr zu gewähr­leis­ten ist.
    Jens Bit­ter­mann, Lei­tung Büro des Land­rats Kreis Konstanz
    Selbst, wenn auf­grund der Impf­pflicht eine Schlie­ßung ihrer Ein­rich­tung droht: Edith Klup will bei ihrer Über­zeu­gung blei­ben. "Dann wer­de ich nach ande­ren Wegen suchen. Aber imp­fen wer­de ich mich nicht."

    https://​www​.zdf​.de/​n​a​c​h​r​i​c​h​t​e​n​/​p​o​l​i​t​i​k​/​c​o​r​o​n​a​-​i​m​p​f​p​f​l​i​c​h​t​-​b​e​r​u​f​s​g​r​u​p​p​e​n​-​k​o​n​s​e​q​u​e​n​z​e​n​-​1​0​0​.​h​tml

  5. Die Deut­sche Stif­tung Pati­en­ten­schutz ist ein Pri­vat­un­ter­neh­men wie jedes Ande­re wo Kapi­tal sowohl akku­mu­liert wird als auch an der Zir­ku­la­ti­on teil­nimmt. Gleich­wohl ent­ste­hen dabei Kapi­tal­erträ­ge über deren Ver­wen­dung der Staat auch dann mit­ent­schei­det wenn er selbst kei­ne Antei­le hält.

      1. @aa,

        guckst Du Wiki:

        Eine Stif­tung ist eine Ein­rich­tung, die mit Hil­fe eines Ver­mö­gens einen vom Stif­ter fest­ge­leg­ten Zweck ver­folgt.… Die meis­ten Stif­tun­gen wer­den in pri­vat­recht­li­cher Form errich­tet und die­nen gemein­nüt­zi­gen Zwecken. 

        Pri­vat­recht­li­che Form, na sowas, steht sogar im Wiki 😉

        Gemein­nüt­zi­ge Zwe­cke, wers glaubt.

  6. Auch aus der nie­der­säch­si­schen Lan­des­re­gie­rung sind eben­sol­che Töne zu vernehmen. 

    https://​www​.welt​.de/​r​e​g​i​o​n​a​l​e​s​/​n​i​e​d​e​r​s​a​c​h​s​e​n​/​a​r​t​i​c​l​e​2​3​6​7​6​4​1​6​7​/​P​r​o​g​n​o​s​e​-​K​e​i​n​e​-​U​e​b​e​r​l​a​s​t​u​n​g​-​d​e​r​-​K​r​a​n​k​e​n​h​a​e​u​s​e​r​-​d​u​r​c​h​-​O​m​i​k​r​o​n​.​h​tml

    Die 30 ‑40 geplan­ten Kli­nik­schlies­sun­gen müs­sen ja zumin­dest medi­al irgend­wie vor­be­rei­tet wer­den. Wen inter­es­siert da noch das Lügen­ge­bil­de eige­ner Massnahmenrechtfertigung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.