Die Off-Label-Verschwörer

Ich wer­de mich hier nicht an Spekulationen über den Freitod der öster­rei­chi­schen "Impfärztin" betei­li­gen, deren Fall gegen jeg­li­che ethi­sche Selbstverpflichtungen der Medien mit vol­ler Namensnennung pie­tät­los aus­ge­schlach­tet wird. Ein beson­ders wider­wär­ti­ger Artikel über Eltern, die "den sehn­li­chen Wunsch nach Impfung von Risikokindern erfül­len wol­len", ist am 2.8. auf t‑online.de unter dem Titel »Drohungen wegen Impfungen – "Wir woll­ten Ärzte vor Drohungen und Anschlägen schüt­zen"« zu lesen:

»Sie such­ten Ärzte, die ihre Kinder früh­zei­tig imp­fen – und erleb­ten die Angst vor Querdenker-Gewalt: Ein Vater erzählt aus Gesprächen mit Hunderten Ärzten…

Der frei­be­ruf­li­che Software-Entwickler und ‑Berater wünsch­te sich Mut und Heldentum von den Ärzten – und muss­te erle­ben und ein­se­hen, war­um Ärzte das nicht auf­brin­gen wol­len. Der Vater eines Risikokindes selbst tritt aus Vorsicht als Sebastian Mathis auf, sein rich­ti­ger Nachname ist der Redaktion bekannt. Lars Wienand hat sei­ne Geschichte auf­ge­zeich­net.«

Wie ernst es dem Portal mit sei­nem Mitgefühl ist, wird an die­sen ein­ge­bet­te­ten Anzeigen erkennbar:

»Mir wur­de klar, dass Corona für unser Kind eine gro­ße Bedrohung dar­stellt, und es wur­de deut­lich, dass es einen effek­ti­ven Impfstoff gibt, den wir für unser Kind woll­ten und den ande­re Eltern auch wollten.

Mit Eltern im Frühjahr 2021 vernetzt

Doch unser Kind damit imp­fen zu las­sen, stell­te sich als sehr schwie­rig her­aus. Zunächst dach­te ich, ich könn­te bei den Berufsverbänden und Fachgesellschaften etwas errei­chen, damit Risikokinder geord­net off­la­bel geimpft wer­den kön­nen. Ich war naiv. Die Verbände haben die Ärzte ins­ge­samt allei­ne gelas­sen…«

Sie haben sich an gesetz­li­che Vorschriften und die Empfehlung der Stiko gehal­ten. Sie woll­ten und durf­ten ÄrztInnen nicht "ermu­ti­gen", sich haf­tungs­recht­li­chen Risiken aus­zu­set­zen. Anders als anschei­nend das ÖR Fernsehen:

»Nachdem ich im öffent­lich-recht­li­chen Fernsehen ein Interview gege­ben hat­te, lei­te­te die Redaktion mir Hunderte Anfragen von Eltern wei­ter. Die Schilderungen waren oft ergrei­fend und es war erschüt­ternd, wie sich man­che zum Schutz der Kinder völ­lig iso­lier­ten und wie sehr sie auf den Impfstoff hoff­ten. Doch die Fachverbände und Universitätskliniken beharr­ten dog­ma­tisch dar­auf, Kinder unter der jewei­li­gen Altersgrenze nicht zu impfen.

Wir hat­ten begon­nen, eine gehei­me Liste von Ärzten zu erstel­len, die bereit waren, vor­er­krank­te Kinder off­la­bel zu imp­fen. Die führ­ten wir aus­schließ­lich auf Papier, weil wir so gro­ße Angst hat­ten, sie könn­te in fal­sche Hände gelangen…

Von fana­ti­schen Impfgegnern gab es da bereits dras­ti­sche Drohungen. Um sinn­voll wei­ter­ma­chen zu kön­nen, wan­del­ten wir die u12schutz in eine neue GmbH um; mit­hil­fe betrof­fe­ner Eltern, die über ent­spre­chen­des Wissen ver­füg­ten – unter der Adresse eines Büroservices. Damit waren wir anonymisiert…

Schutzmechanismen für Ärzte aufgebaut

Ich habe argu­men­tiert, dass man fana­ti­sier­ten Impfgegnern und Corona-Verharmlosern kei­ne Macht geben darf, indem man aus Furcht sei­ne Meinung nicht sagt… Wir haben auch Leute abge­stellt, die Telegram-Kanäle gesich­tet haben, und wir haben beob­ach­tet, ob imp­fen­de Ärzte plötz­lich mas­sen­haft nega­ti­ve Google-Bewertungen bekom­men. Dann haben wir Patienten gebe­ten, posi­ti­ve Bewertungen dagegenzusetzen…

Ich bin hart­nä­ckig geblie­ben und habe Heldentum gefordert.

Es lässt sich aber leicht sagen, dass man dem Terror nicht nach­ge­ben darf. Es sieht anders aus, wenn man dort von Ärzten hört, dass sie tat­säch­lich ange­grif­fen wur­den, dass es Farbbeutel gibt, Drohbriefe, Galgen vor der Tür und Mahnwachen.

Es ist kaum mehr zu über­se­hen, dass die­ser Terror tat­säch­lich die Kraft ent­wi­ckelt hat, das Gesundheitswesen in unse­rem Lande zum Schlechteren zu ändern. Lisa-Maria Kellermayrs Schicksal, die Tragödie, die sie in den letz­ten Monaten schil­der­te, droht ande­re Ärzte und Politiker erst recht zum Schweigen zu bringen…

Sollte ein pro­mi­nen­ter Politiker oder Wissenschaftler Ziel eines Anschlages wer­den, dann sind eini­ge der Twitteraccounts auch in der Verantwortung…«


Über den Scharlatan, der bereits immense Geldsummen mit "Off-label-Impfungen" ver­dient hat, ist hier u.a. zu lesen in

Kühlschrank-Gate: Kröner bit­tet um Entschuldigung, Hausarzt-Kollegen sind fassungslos

Siehe u.a.:

Off-Label-Impfung: Kinder-Impfstraße für Wien in Planung

Wie kann so viel Dummheit geglaubt werden?

Wie Impftrotzkisten das Leben die­ser schö­nen Frau aufs Spiel setzen


Zu Lars Wienand gibt es auch wenig Nettes zu berich­ten: https://www.corodok.de/?s=lars+wienand

14 Antworten auf „Die Off-Label-Verschwörer“

  1. Um sinn­voll wei­ter­ma­chen zu kön­nen, wan­del­ten wir die u12schutz in eine neue GmbH um.…

    Genau. Macht Sinn. Haftung beschränken!

  2. ".… Eltern, die den sehn­li­chen Wunsch nach Impfung von Risikokindern erfül­len wollen".

    Warum nur kommt mir immer wie­der fol­gen­der Buchtitel in den Sinn :
    "Was hat man dir du armes Kind getan"?

    Damit mei­ne ich nicht allein die sog. Impfung, son­dern die gesam­te Virus- Inszenierung, die eine Art v. Machtmissbrauch darstellt

  3. Der Artikel ist frei­lich ein kom­plett lächer­li­cher Relotius. Die Grundhaltung dahin­ter aber ist ein unhin­ter­frag­ter Glaube an Big Pharma. 

    Journalisten, die Big Pharma bedin­gungs­los glau­ben, sind abge­ho­be­ne, welt­frem­de, ver­bil­de­te Zeitgenossen. Sie durch­schau­en das Geschäftsmodell nicht: 1. Angst vor einer Krankheit ver­brei­ten, 2. ein angeb­li­ches Gegenmittel teu­er ver­kau­fen und 3. Produktwerbung als Wissenschaft kaschieren. 

    Vielleicht aber durch­schau­en sie das Geschäftsmodell sehr wohl. Umso schlim­mer, denn dann sind sie ent­we­der cha­rak­ter­lo­se Mitläufer oder Komplizen (1. Profiteure, 2. Erpresste oder 3. Great Resetters).

  4. Aufarbeitung, Evaluation, Entschuldigung, Gerechtigkeit – all das wer­den die Kritiker der Corona-Politik wahr­schein­lich weit­ge­hend abschrei­ben müs­sen. Aber wenigs­tens ein Endpunkt aller Maßnahmen muss jetzt end­lich gefun­den wer­den – dage­gen gibt es jedoch Widerstand. Die Behandlung der Kinder und Jugendlichen gehört zu den dun­kels­ten Kapiteln der Corona-Politik. Bei ihnen ist das wei­te­re Beharren auf unan­ge­mes­se­nen Corona-Maßnahmen beson­ders ver­werf­lich. Ein Kommentar von Tobias Riegel.
    Auszug:
    Es gibt zuneh­mend auch Stimmen der Vernunft, die sich gegen eine Fortführung/Wiederaufnahme einer irra­tio­na­len Corona-Politik aus­spre­chen und sich auch von der Diffamierung durch die Verteidiger der Maßnahmen nicht mehr ein­schüch­tern las­sen. Es gibt aber auch die Gegenbewegung: Zum Beispiel die Lehrer-Lobbys haben sich vor eini­gen Tagen ein­mal mehr als beson­ders hart­nä­cki­ge Verfechter einer Panik-Atmosphäre an den Schulen zu erken­nen gege­ben und damit als nach wie vor laut­star­ke Mitglieder des Corona-Panik-Orchesters, wie Medien berichten:
    Einer der Gründe für man­che poli­ti­sche oder media­le Akteure, noch immer an der Corona-Panikmache fest­zu­hal­ten, ist mut­maß­lich fol­gen­der: Mit fort­ge­setz­tem Alarmismus kann auch das eige­ne Eintreten für teils zer­stö­re­ri­sche Corona-Maßnahmen rück­wir­kend als „begrün­det“ erschei­nen: „Wenn es jetzt noch ange­mes­sen ist, schlim­me Maßnahmen zu ver­hän­gen, dann war es das vor einem Jahr erst recht!“
    Keine Aufarbeitung, kei­ne Gerechtigkeit
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=86495

  5. "Die behandelnden Ärzte haften bei Off-Label-Use für die medizinische Richtigkeit sowie für eventuelle Nebenwirkungen" sagt:

    Haftung
    Die behan­deln­den Ärzte haf­ten bei Off-Label-Use für die medi­zi­ni­sche Richtigkeit sowie für even­tu­el­le Nebenwirkungen. Die ärzt­li­chen Fachgesellschaften emp­feh­len, Off-Label-Verordnungen nur auf Basis von gül­ti­gen Leitlinien, Empfehlungen oder von aner­kann­ter wis­sen­schaft­li­cher Literatur durch­zu­füh­ren. An die Aufklärung der Patienten wer­den eben­falls zusätz­li­che Anforderungen gestellt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Off-Label-Use

  6. Zur Erinnerung:
    Opferangehörige kri­ti­sie­ren Merkel
    Attentat am Breitscheidplatz: "Eine tra­gi­sche Folge der poli­ti­schen Untätigkeit"
    Sie kri­ti­sie­ren das Vorgehen der Bundesregierung im Kampf gegen den Terror und man­geln­de Unterstützung, nach­dem ihre Verwandten bei dem Terrorakt an der Gedächtniskirche ums Leben gekom­men sind oder schwer ver­letzt wor­den: Der offe­ne Brief der Opferangehörigen, der an Angela Merkel adres­siert ist, wur­de zuerst vom Magazin "Der Spiegel" veröffentlicht.
    Auszug:
    Der Terrorist, der den Anschlag am Breitscheidplatz ver­übt hat, ist unter vie­len Migranten zu Beginn der Flüchtlingskrise nach Deutschland gekom­men, hat viel­fach Asyl bean­tragt, war als einer der Top-Gefährder bekannt und ist auch vor dem Anschlag bereits mehr­fach straf­fäl­lig gewor­den. Seine Fingerabdrücke zur elek­tro­ni­schen Identifizierung wur­den – wie die der meis­ten Flüchtlinge – mehr­fach gar nicht oder erst mit gro­ßer Verzögerung aus­ge­wer­tet. Als Top-Gefährder in der Bundeshauptstadt wur­de er nur gele­gent­lich und nur an Werktagen und nie nachts obser­viert, obwohl bekannt war, dass er gewerbs­mä­ßi­gen Drogenhandel betrieb. Möglichkeiten zur Abschiebung wur­den ver­passt. Es herrsch­te ein Kompetenzchaos zwi­schen Landeskriminalämtern (LKAs) ver­schie­de­ner Bundesländer, dem Bundeskriminalamt (BKA) und wei­te­ren cir­ca 50 Behörden, deren genaue Aufgaben kaum abge­grenzt wer­den kön­nen und die ihn betref­fen­de Informationen nur äußerst man­gel­haft austauschten.

    Frau Bundeskanzlerin, der Anschlag am Breitscheidplatz ist auch eine tra­gi­sche Folge der poli­ti­schen Untätigkeit Ihrer Bundesregierung. In einer Zeit, in der die Bedrohung durch isla­mis­ti­sche Gefährder deut­lich zuge­nom­men hat, haben Sie es ver­säumt, recht­zei­tig den Ressourcenausbau und die Reformierung der wir­ren behörd­li­chen Strukturen für die Bekämpfung die­ser Gefahren voranzutreiben.

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/opferangehoerige-kritisieren-merkel-attentat-am-breitscheidplatz-eine-tragische-folge-der-politischen-untaetigkeit/20663940.html

    Im Vergleich dazu die poli­tik-media­le Diffamierungskampagne gegen sämt­li­che ethi­sche Selbstverpflichtungen der Medien gegen Kritiker der Corona Maßnahmen unter scham­lo­ser Instrumentalisierung eines Freitods mit vol­ler Namensnennung (sic!):

    t‑online.de unter dem Titel »Drohungen wegen Impfungen – "Wir woll­ten Ärzte vor Drohungen und Anschlägen schützen"«

    „Sollte ein pro­mi­nen­ter Politiker oder Wissenschaftler Ziel eines Anschlages wer­den, dann sind eini­ge der Twitteraccounts auch in der Verantwortung…«

  7. Die Erzählung erin­nert mich an Heftchen wie "Der Landser", die als Groschenromane die Wirklichkeit ver­klär­ten und "Mut und Heldentum" gegen den "Terror" der Gegner propagierten.

  8. Ja ,es ist trau­rig, daß sich die Ärztin u gebracht hat. Wenn ich aber mei­ne eige­ne Lage beden­ke, als unge­impf­te, ging es mir auch nicht ande­res. Ich hat­te auch kei­nen Schutz gegen die Impfmafia. So lan­ge kein gesun­der Menschenverstand wie­der Einzug nimmt, wird es auf bei­den Seiten nur Verlierer geben. Leute wacht auf !!!!

  9. Wieder nur die übli­che bil­li­ge und völ­lig niveau­lo­se Polemik.
    Die Technik nennt man, glau­be ich, Täter-Opfer-Umkehr.
    Ich glau­be, man kann ein Journalistik-Studium mitt­ler­wei­le auch
    beim Discounter absolvieren.

  10. "Ich wer­de mich hier nicht an Spekulationen über den Freitod der öster­rei­chi­schen "Impfärztin" betei­li­gen, deren Fall gegen jeg­li­che ethi­sche Selbstverpflichtungen der Medien mit vol­ler Namensnennung pie­tät­los aus­ge­schlach­tet wird. "

    dan­ke!

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