Die "Welt" schießt sich auf Drosten ein

Wenn inzwi­schen selbst in der Heiligen Katholischen Kirche an Hierarchien gerüt­telt wird und ein leib­haf­ti­ger Kardinal bekun­det, sie sei an einem "toten Punkt" ange­langt, wird es für die Medien wahr­lich Zeit, end­lich an der Unfehlbarkeit des Virologen-Papstes zu zwei­feln. Den Anfang macht am 10.6. ein Kommentar auf welt.de (Bezahlschranke):

»Die Mehrheit und die Wahrheit

Immer wie­der betont Christian Drosten, wis­sen­schaft­li­che Minderheitenpositionen bekä­men zu viel Aufmerksamkeit. Dadurch ent­stün­de eine „fal­sche Balance“. Das aber ist ein Mythos – und zugleich ein sehr unwis­sen­schaft­li­cher Gedanke, wie Drostens eige­ne Position in einer wich­ti­gen Frage zeigt.

… Schon in sei­nem Podcast vom 31. März 2021 hat­te Drosten die­se „fal­se balan­ce“ beklagt, dort in direk­tem Bezug zu einer Stellungnahme der Kassenärztlichen Vereinigung, an der auch sei­ne Kollegen Jonas Schmidt-Chanasit und Hendrik Streeck mit­ge­wirkt hat­ten. Dort hat­te er eben­falls behaup­tet, dass sol­che „abso­lu­ten Minderheitsmeinungen“ von Leuten ver­tre­ten wür­den, die „alle nicht aus dem Fach“ sei­en, wäh­rend die Mehrheitsmeinung „häu­fig von Leuten ver­tre­ten“ wer­de, „die pro­fes­sio­nel­le Wissenschaftler sind und die neben der Medientätigkeit auch ande­re Berufstätigkeiten haben“. Da hät­te man sich natür­lich schon mal die Nachfrage gewünscht, wie das zu den durch­aus renom­mier­ten Autoren der KBV-Stellungnahme passt…

100:2

Die ers­te Frage lau­tet: Worin besteht über­haupt die wis­sen­schaft­li­che Mehrheitsmeinung? Im Falle der Pandemie lau­tet sie etwas ver­kürzt: Es gibt eine Krankheit, die durch das neu­ar­ti­ge Coronavirus aus­ge­löst wird und die vor allem bei älte­ren Menschen und bestimm­ten Risikogruppen einen schwe­ren Verlauf neh­men und sogar töd­lich sein kann. Diese Krankheit hat sich 2020 pan­de­misch über die Erde aus­ge­brei­tet. Es kommt zu Mutationen, die poten­zi­ell auch anste­cken­der und gefähr­li­cher sein kön­nen, zudem gibt es immer wie­der in ver­schie­de­nen Regionen neue Ausbrüche, die auch Gegenden betref­fen kön­nen, in denen die Pandemie bereits auf dem Rückzug ist.

Für die­se Aussagen könn­te die „100:2“-Mehrheit, die Drosten bei­spiel­haft nennt, ver­mut­lich unge­fähr zutref­fen. Aber gibt es hin­sicht­lich die­ser Aussagen wirk­lich eine „fal­se balan­ce“ in den Medien? Kommen in den Talkshows, in den Zeitungen, auf den Onlineplattformen füh­ren­der Medien wirk­lich in nen­nens­wer­ter Zahl Experten zu Wort, die die­sen Aussagen wider­spre­chen wür­den – vor allem seit Herbst 2020, für den Drosten ein Erstarken der „fal­se balan­ce“ zu beob­ach­ten meint? Im Gegenteil.

Drosten selbst ist ver­mut­lich der Wissenschaftler, der im deutsch­spra­chi­gen Raum die größ­te öffent­li­che Würdigung erfah­ren hat. Fast im Monatstakt erhielt er seit April 2020 Auszeichnungen für sei­ne Forschung und Wissenschaftskommunikation, vom Bundesverdienstkreuz ers­ter Klasse über den Grimme-Online-Award bis zur Leibniz-Medaille und der Ernennung zum Hochschullehrer des Jahres. Jede die­ser Auszeichnungen wur­de wie­der­um in den Medien aus­führ­lich gewür­digt – ein Kreislauf, aus dem nahe­zu unum­stöß­li­che Autorität erwächst. Wenn etwas eine „fal­se balan­ce“ ist, dann sicher­lich nicht, dass Drostens Einschätzungen in zu gerin­gem Maße wahr­ge­nom­men würden…

Ob es… eine Mehrheit unter den Wissenschaftlern gibt, ist schwer ein­zu­schät­zen, ins­be­son­de­re, weil sich sofort die Frage stellt, wel­che Disziplin hier rele­vant ist – wer also als Wissenschaftler zählt, des­sen Meinung dazu gefragt sein könn­te. Ob Masken wirk­lich hel­fen und ob sozia­le Distanzierung wirk­lich nötig ist, ist nicht nur von der Viruslast im Rachen einer infi­zier­ten Person abhän­gig, son­dern auch von der Reichweite und der Menge der Aerosole, die jemand beim Atmen, Sprechen und Schreien aus­stößt. Somit kön­nen Wissenschaftler ande­rer Disziplinen, etwa Aerosolforscher, über Schul- und Theaterschließungen oder Maskenpflichten auf Straßen und Wegen zu ganz ande­ren und mög­li­cher­wei­se bes­ser begrün­de­ten Schlussfolgerungen kommen…

Schließlich stellt sich aber ohne­hin die Frage, ob nicht gera­de die Minderheitsmeinungen in der Wissenschaft beson­de­ren Schutz – und damit beson­de­re Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit – brauchen…

Eine Herausforderung

Schaut man sich die Medien in ihrer gro­ßen Mehrheit an – von den öffent­lich-recht­li­chen Rundfunkanstalten bis zu den unter­schied­li­chen über­re­gio­na­len Zeitungen, von den Talkshows über die popu­lär­wis­sen­schaft­li­chen Sendungen und Podcasts bis zu den Interviews und Hintergrundartikeln – fällt auf: Es gibt kei­ne beson­de­re Aufmerksamkeit für wis­sen­schaft­li­che Minderheitsmeinungen. Wo es einen Mehrheitskonsens gibt, wird auch fast aus­schließ­lich über den Konsens berichtet.

Abweichende Meinungen in wis­sen­schaft­li­chen Fragen wer­den in den Medien und der Öffentlichkeit eher zu wenig zur Kenntnis genom­men, als dass sie zu viel Platz erhiel­ten. Der Maßstab dafür, ob eine wis­sen­schaft­li­che These in der Öffentlichkeit dis­ku­tiert wer­den soll­te, kann dabei aber ohne­hin nicht sein, ob sie in der wis­sen­schaft­li­chen Gemeinschaft mehr­heits­fä­hig ist, son­dern ob ihre Vertreter sich mit plau­si­blen Argumenten, die den betrof­fe­nen Laien ver­ständ­lich sind, gegen ande­re Ansichten behaup­ten können…

welt.de (Stand 10.6. 17:45 Uhr)

Siehe dazu auch Tausche Emil gegen Christian.


Quelle: https://t.me/spasskultur_twitter/186

24 Antworten auf „Die "Welt" schießt sich auf Drosten ein“

  1. Wenn Pfosten behaup­tet, dass "wis­sen­schaft­li­che Minderheitenpositionen […] zu viel Aufmerksamkeit" bekom­men, läge er damit durch­aus rich­tig, vor­aus­ge­setzt, es han­del­te sich bei dem Stuss, den er ver­zapft, um Wissenschaft.

  2. Cooles Abstimmungsergebnis.
    Ich fra­ge mich, ob die Atlantikbrückenautoren der Springerstiefelpresse absicht­lich halb­wegs gute Artikel ver­öf­fent­li­chen, damit man hin­ter­her sagen kann "alle Covidioten lesen die BLÖD".

    > 100:2
    100 Autoren gegen Einstein (und Einsteins Antwort darauf):
    https://archive.org/details/HundertAutorenGegenEinstein

    Davon abge­se­hen erin­nert es ein wenig an das Märchen von den 97% Wissenschaftlern, die angeb­lich an men­schen­ge­mach­te Klimaerwärmung glauben.
    Der "Wissenschaftler", dem wir die­se Statistik zu ver­dan­ken haben hat sich damals gewei­gert offen­zu­le­gen, wie er auf die­ses Ergebnis gekom­men ist.
    Aufgeflogen ist der Betrug dann, als sein E‑Mail-Account gehackt wur­de (anders als bei Climategate war das ein tat­säch­li­cher Hack (oder Passwortraten)).
    https://thenewamerican.com/cooking-climate-consensus-data-97-of-scientists-affirm-agw-debunked/

    Mist, jetzt habe ich Lust mir Vorträge von Willie Soon anzu­hö­ren. Der hat auch hin und wie­der ein paar Seitenhiebe an Fauci ver­teilt, wegen des­sen Beteiligung am Massenmord wäh­rend der AIDS-Panikmache.

    > Es kommt zu Mutationen, die poten­zi­ell auch anste­cken­der und gefähr­li­cher sein können
    iirc hat Drosten im letz­ten Coronoia-Update gesagt, dass das doch eher unwahr­schein­lich ist. Muss aber noch­mal reinhören.

    1. @anon: Ist damit auch bewie­sen, daß die in immer mehr deut­schen Ortschaften auf­tre­ten­de Wasserknappheit unwis­sen­schaft­li­ches Klimapanik-Gerede ist? Die Nummer "Wissenschaftler lügen bei Corona, also lügen sie auch beim Klima" ist ein wenig schwach auf der Brust. Richtig ist, um gegen Wieler zu spre­chen, alles zu hin­ter­fra­gen, sich selbst kun­dig zu machen. Ob da "The New American" eine seriö­se Quelle ist, mag jeder und jede für sich entscheiden.

      1. Auch wenn ich nicht ange­spro­chen war:

        Es muss nicht hei­ßen, daß die beim Klimanwandel lügen, ich glau­be auch nicht, daß das so ist, aber man kann sich auch trotz bes­ter Absichten schlicht irren. 

        Das Erdklima ist ein hoch­kom­ple­xes System und daß Rechenmodelle selbst bei weit weit ein­fa­che­ren Fragen ger­ne mal ganz falsch lie­gen kön­nen, haben wir bei Corona ja gera­de mehr als nur ein­mal gesehen. 

        Dazu kommt die all­ge­gen­wär­ti­ge gesell­schaft­li­che Indoktrinierung von Kindheit an plus der auch in der Wissenschaft vor­han­de­ne Herdentrieb. 

        Oder anders ausgedrückt:
        Der eige­ne Blick reicht halt meisst nur bis zum jewei­li­gen Brett vor dem Kopf. 

        Wobei ich damit nicht sagen will, daß das alles falsch sein muss in dem Fall.
        Ich bin selbst von klein auf mit Umwelthemen auf­ge­wach­sen, ich erlau­be mir nur zu Zweifel, ob wirk­lich alles so ist, wie man uns erzählt. 

        Bei Corona ist das defi­ni­tiv NICHT der Fall, beim Klimawandel ist das viel schwe­rer zu beurteilen.

        1. Unsinn, Gletscher schmel­zen, der Meeresspiegel steigt, das Meer heizt sich seit vie­len Jahrzehnten auf und ver­sau­ert, und und und! Wenn sich die Meeresströmungen ändern, fällt der Regen ganz woan­ders, bleibt aus, es wird kalt oder warm.

          1. @Ulrich, "der Meeresspiegel steigt": "Den" Meeresspiegel gibt es nicht. 

            Hier eine alter­na­ti­ve Darstellung auf der EIKE-Seite: https://www.eike-klima-energie.eu/2020/06/29/wie-schnell-steigt-eigentlich-der-meeresspiegel/.

            Ich weiß: EIKE ist rechts, AfD-nah, unlau­ter finan­ziert usw. 

            https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isches_Institut_f%C3%BCr_Klima_%26_Energie könn­te einen aber an der Objektivität der Berichterstattung über und der Auseinandersetzung mit EIKE recht stark zwei­feln las­sen. Angeblich sei EIKE ein Verein von Klimaleugnern. Das steht da wirk­lich: Klimaleugnern. 

            Audiatur et alte­ra pars, sagt Reiner Füllmich immer. Das gilt auch für die Klimadebatte.

          2. @Ehrlicher Handwerker: Auf die­sem Niveau? "Wenn wir uns sor­gen, wie wir mit dem Anstieg des Meeresspiegels um rund einen hal­ben Meter bis Ende des Jahrhunderts umge­hen, so soll­ten wir uns ver­ge­gen­wär­ti­gen, dass es Küstengebiete gibt, wo er um 15 Meter steigt – und zwar inner­halb von gut sechs Stunden. Man nennt das Ebbe und Flut. Bei einer Sturmflut kön­nen es auch noch ein paar Meter mehr sein."
            Woelki sagt ja auch, daß es Priester gibt, die nicht auf klei­ne Jungs stehen.
            Daß die Arktis weit­ge­hend schiff­bar ist, weil das "ewi­ge Eis" abschmilzt, wird es immer mal wie­der gege­ben haben, so what? Dadurch läuft der Wannsee ja nicht über.

      2. Warum soll die Wasserknappheit durch den men­schen­ge­mach­ten Kohlendioxidausstoß ver­ur­sacht sein? Meistens lohnt es sich, nach loka­len Ursachen zu fahn­den. Da wird man häu­fi­ger fündig.
        Und das ist doch eine auf­fäl­li­ge Parallele zu Corona: Wer will schon abstrei­ten, dass in einem Krankenhaus die Intensivbetten voll sind, wenn sie alle voll sind. Aber heißt das dann auto­ma­tisch, dass ein Virus namens SARS-CoV‑2 dar­an schuld ist oder liegt es doch eher am Abwürgen des Gesundheitssystems durch unse­re weit­sich­ti­ge Regierung?

        1. In der Tat soll­te man kom­ple­xe­re Vorgänge auch als kom­plex betrach­ten. Unsere (Garten-)Brunnen im Münchner Norden ver­sie­gen in den letz­ten Jahren zuse­hends. Die Wasserspiegel der Seen fal­len eben­falls beträcht­lich. Das liegt (vor allem) an der groß­flä­chi­gen Zubetonierung mit neu­en Siedlungen, an der Abholzung bzw. Trockenlegung rie­si­ger Areale zwecks Ausweisung von Gewerbegebieten (die den Bau neu­er Siedlungen bedin­gen), durch die der Grundwasserspiegel sinkt, und an der Zerstörung von Naturschutzgebieten zwecks Abbau von Kies und Sand für den Beton – und nicht am CO2-Ausstoß. Allerdings ist die Herstellung von Beton eine der Hauptquellen des CO2-Ausstoßes. Irgendwie beißt sich die Katze immer in den Schwanz (und daß die "Grünen" die­sen Wahnsinn nicht nur mit­ma­chen, son­dern wesent­lich vor­an­trei­ben, braucht man gar nicht mehr erwähnen).

      3. @aa:

        Werde mir Mühe geben, das Thema nicht all­zu­oft anzu­spre­chen, aber hier ein paar Startpunkte für falls du dir dazu bei­de Seiten anhö­ren willst.
        Vertrau mir, du wirst es nicht bereuen.

        Erst ein­mal: habe nicht gesagt, dass aus der Corona-Lüge die Klimalüge folgt.

        Und: TheNewAmerican war ein Suchergebnis zu dem Konsensus-Quatsch; dei­ne Kritik an so einer Quelle ist berech­tigt, ich habe nur momen­tan kei­nen Link zu einer wis­sen­schaft­li­chen und DuckDuckGo ist nicht­mehr das, was es mal war.
        Vielleicht taugt das hier?
        https://markus-fiedler.de/2020/01/02/die-97-einigkeit-unter-wissenschaftlern-die-es-nie-gegeben-hat/

        Zur Anthropogenen Globalen Wärmung all­ge­mein sind hier rele­van­te Links in rele­van­ter Reihenfolge.

        –> Kilez More – Klimaschwindel
        –> https://yewtu.be/watch?v=AybBEuIpy44

        Aber die Satelliten?
        –> Die stim­men mir zu.
        –> Climate Change in 12 Minutes The Skeptic's Case
        –> https://www.youtube.com/watch?v=oANtsQBidZA

        Aber die Eisbohrkerne?
        –> Die sagen, dass sich zuerst die Temperatur ändert.
        –> Das strei­tet auch nie­mand mehr ab, die Daten sind frei zugäng­lich, Markus Fiedler hat das damals mit sei­nen Schülern bespro­chen bevor er gefeu­ert wurde
        –> https://joannenova.com.au/global-warming‑2/ice-core-graph/

        Aber die Klimaerwärmung?
        –> Macht seit 1998 Pause
        –> https://www.corbettreport.com/the-global-warming-pause-explained/
        –> …obwohl der Großteil des men­schen­ge­mach­ten CO2 aus die­ser Zeit kommt.

        Aber vor 1998?
        –> Macht auch Pause, aber die Klimatologen ändern regel­mä­ßig die Messdaten um die Vergangenheit küh­ler und die Gegenwart wär­mer zu machen
        –> https://www.corbettreport.com/big-brother-science-temperature-adjustments-and-climate-change/
        –> https://www.youtube.com/watch?v=vnmzOeG_N64
        –> Daher auch die Panik in den 70ern vor einer kom­men­den Kälteperiode
        –> https://anonfiles.com/F1w11203uf/that70sclimate_png

        Aber die Wasserknappheit?
        –> Wissenschaftler™ sagen, dass Klimaerwärmung für mehr Regen sorgt.
        –> https://www.corbettreport.com/climate-change-is-unfaslifiable-woo-woo-pseudoscience/

        Aber die Gletscher?
        –> https://anonfiles.com/t8v81d0eu0/greenland_mass1_png
        –> Kleinere sind sogar gewach­sen, die grö­ße­ren (wie in Grönland) schmel­zen, weil die soge­nann­te klei­ne Eiszeit vor 150 Jahren zuen­de gegan­gen ist. 

        Aber der Meeresspiegel?
        –> 150 Jahre
        –> https://anonfiles.com/neJc1f0buf/risecausedbyendoflittleiceage_png

        Aber die Waldbrände?
        –> Sind deut­lich weni­ger gewor­den (Auch in Brasilien, Australien, whatever)
        –> https://realclimatescience.com/2021/05/gaslighting-fires/

        Aber, aber, aber?
        –> Wenn du mir sagst, war­um du an die AGW glaubst, kann ich dir sagen, wes­halb das falsch ist.
        –> Bei mir war der sprin­gen­de Punkt als ich her­aus­ge­fun­den habe, dass die Global Warming Pause nicht daher kommt, dass die Meere vier Hiroshimabomben pro Sekunde an Hitze ver­schlu­cken (wur­de tat­säch­lich mal behaup­tet, hier immer noch: https://skepticalscience.com/4‑Hiroshima-bombs-worth-of-heat-per-second.html)

  3. Vor ca. 400 Jahren wur­de der ita­lie­ni­sche Astronom Giordano Bruno wegen sei­ner abwei­chen­den Meinung als Ketzer auf dem Scheiterhaufen ver­brannt und vor weni­gen Jahren von Pabst Johannes Paul II. rehabilitiert.

  4. Herr Drosten lebt offen­sicht­lich in einer – in sei­ner Blase, ganz gleich einem Patriarchen, der es gewohnt ist, anzu­ord­nen und für die Weitsicht und Brillanz sei­ner Anordnungen und auch Bemerkungen, gern Anerkennung und Lob ent­ge­gen nimmt. Da ist jede abwei­chen­de Äußerung, oder dezi­dier­te Nachfrage zum Thema, läs­tig, wenn nicht sogar auf eine nicht nach­voll­zieh­ba­re Art blasphemisch.
    Darum muss der Christian auch nicht Stellung zur Doktorarbeit oder Habilitation neh­men, wer soviel Ehre erfährt – der ist eben auch etwas ganz Besonderes.

  5. Klausi!
    Nu sag doch mal was!
    Hier wird schon wie­der behaup­tet du hät­test unlau­te­re Motive und wärst in eine Art Stutenbissigkeit verfallen.

  6. Ein immer wie­der­keh­ren­der Trick ist die dreis­te Spiegelung oder Verkehrung der Wirklichkeit. Die MSM las­sen sich mitt­ler­wei­le bes­ser gleich so inter­pre­tie­ren, dass genau das Gegenteil der Kampfbegriffe rich­tig ist, jeden­falls ist die Quote, rich­tig zu lie­gen, dann höher. Krude.

  7. "Immer wie­der betont Christian Drosten, wis­sen­schaft­li­che Minderheitenpositionen bekä­men zu viel Aufmerksamkeit."

    Daran sieht man mal wie­der, dass Drosten heim­lich den gan­zen Tag coro­dok und mul­ti­po­lar liest, anstatt sich bei ordent­li­chen Quellen wie ARD, ZDF oder Tagesspiegel zu informieren.

  8. Immer wie­der betont Christian Drosten, wis­sen­schaft­li­che Minderheitenpositionen bekä­men zu viel Aufmerksamkeit. Dadurch ent­stün­de eine „fal­sche Balance“. 

    Drosten ist kein gro­ßes Licht, eher eine Luftpumpe.

    Am Anfang waren Einstein und Planck in einer Minderheitenposition. Aber ihre Theorien haben sich durch­ge­setzt, nicht weil die Gegner über­zeugt wor­den wären, son­dern weil sie ausstarben.

    Die Tatsache, dass Drosten mit Preisen über­häuft wird und beim neu­es­ten Preis der Ziegenfickerautor Jan Böhmermann die Laudatio hält, ist ein kaum zu über­se­hen­des Zeichen kul­tu­rel­ler Dekadenz. Wenn die Sonne der Kultur unter­geht wer­fen auch Zwerge lan­ge Schatten.

  9. Bei aller zuneh­men­den Kritik, auch von Seiten der eta­blier­ten Medien, an den eigent­lich längst bekann­ten Tatsachen, wird unter­des­sen das Pieksen wei­ter vor­an getrie­ben. Ich fra­ge mich, ob es sich bei die­ser "Kritik" nicht eher um Ablenkungsmanöver han­delt. Vor allem im Hinblick auf die sich wei­ter zuspit­zen­den desas­trö­sen Auswirkungen der sog. Impfstoffe, aber auch gleich­zei­tig auf den der­zeit mas­siv vor­an getrie­be­nen Überwachungsstaat mit den vie­len neuen/erneuerten Sicherheitsgesetzen, die gera­de wie am Fließband noch schnell vor Ablauf der Legislaturperiode ver­ab­schie­det werden.
    Im Falle der Einwirkungen von auf der mRNA-Technologie basie­ren­den Produkten kommt eine neue (pre­print) Studie von niederl./deutschen Wissenschaftlern zu dem Fazit: "Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der mRNA-Impfstoff BNT162b2 eine kom­ple­xe funk­tio­nel­le UMPROGRAMMIERUNG der ange­bo­re­nen Immunantwort indu­ziert, was bei der Entwicklung und Anwendung die­ser neu­en Klasse von Impfstoffen berück­sich­tigt wer­den sollte."
    Vorgestellt von Clemens Arvay in einem kur­zen Video und dar­un­ter ver­linkt die Studie und der ein­zi­ge Artikel, den er dazu fin­den konnte.
    https://www.youtube.com/watch?v=kQ_NA1MUbIc

    Auch der neue PEI-Sicherheitsbericht hat nun end­lich das Licht der Welt erblickt. Was man auf die Schnelle erken­nen kann, dass sich die Zahl der Todesfälle von 524 auf 873 erhöht hat, also inner­halb eines Monats um 66,6%. Dabei hat sich die Gesamtzahl der Impfdosen noch nicht mal ver­dop­pelt, nur die Zahl der zwei­fach Geimpften um 127,88% erhöht.
    https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27–12-bis-31–05-21.pdf?__blob=publicationFile&v=7

    Dieser Mann wird dann erst im nächs­ten Bericht zur Zahl werden:
    https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/leipzig/leipzig-leipzig-land/corona-toter-leipzig-thrombose-impfung-100.html

    1. Ergänzung: für mei­nen lai­en­haf­ten Verstand deu­ten die obi­gen Zahlen dar­auf hin, dass vor allem die zwei­fach Geimpften gefähr­det sind. Da kann man nur froh sein, dass es doch noch Ärzte gibt, die ihre Verantwortung ernst neh­men. In mei­ner Verwandtschaft war ges­tern einem Impfwütigen die Zweitimpfung ver­wei­gert wor­den (Begründung ken­ne ich noch nicht), wor­über er aller­dings mäch­tig erbost war.

  10. @aa, "Auf die­sem Niveau? 'Wenn wir uns sor­gen, wie wir mit dem Anstieg des Meeresspiegels um rund einen hal­ben Meter bis Ende des Jahrhunderts umge­hen, so soll­ten wir uns ver­ge­gen­wär­ti­gen, dass es Küstengebiete gibt, wo er um 15 Meter steigt – und zwar inner­halb von gut sechs Stunden. Man nennt das Ebbe und Flut. Bei einer Sturmflut kön­nen es auch noch ein paar Meter mehr sein'": 

    Ist das Argument wirk­lich so unter­ir­disch, wie Du andeu­test? Der Autor hebt dar­auf ab, dass der Meeresspiegel an man­chen Orten und zu man­chen Zeiten steigt, an ande­ren Orten und zu ande­ren Zeiten sinkt, und dass sol­che Änderungen nicht der­art dra­ma­tisch sei­en, dass wir Menschen ihnen schutz- und wehr­los aus­ge­lie­fert wären. Ein plötz­li­cher, uner­war­te­ter Tsunami wirkt sich unter Umständen sehr viel schlim­mer aus als ein in einem Jahrhundert nur mil­li­me­ter­wei­se anstei­gen­der Meeresspiegel.

    1. "Ein plötz­li­cher, uner­war­te­ter Tsunami wirkt sich unter Umständen sehr viel schlim­mer aus … "

      @Ehrlicher Handwerker:
      Nicht: Unter Umständen.
      Sondern: Garantiert immer, außer da wohnt keiner.
      Eine Sturmflut genauso.

      @aa: Über die Niveaufrage soll­ten Sie mal bei "FFF" nachdenken.
      1) Tatsache ist: Ein sta­bi­les Klima ist als Wunsch mensch­lich ver­ständ­lich, aber: Nicht zu erwar­ten. Da sind die Klimadaten aus der Vergangenheit ein­deu­tig. Rauf oder run­ter – gleich hielt nie lan­ge. Eigentlich ist eine Glazialperiode über­fäl­lig – wäre die bes­ser für uns, oder "die Natur"?
      2) Die Moralisiererei, die Angstpropaganda und die Hybris, das Weltklima gezielt steu­ern kön­nen zu mei­nen, sind die glei­chen wie bei den No-Covidianern. Es sind ja auch viel­fach die glei­chen Personen, die die Positionen vertreten!
      3) Wie bei "Corona" ist die Frage nicht, wie wir die Erwärmung ver­hin­dern, son­dern wie wir mit ihr leben kön­nen. Oder mit einer Glazialperiode, die immer noch, und das über­ra­schend plötz­lich, ein­tre­ten könnte.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Eiszeitalter#/media/Datei:Milankovic-Zyklen_2017_(cropped).jpg
      – die Besonderheit der aktu­el­len Warmzeit ist anhand der Spurengase / des Sauerstoffgehalts schwer zu begründen.

      1. @Boris Büche, @Ehrlicher Handwerker, @Alle: Wie wol­len wir es hal­ten? Es gibt hier eini­ge, die immer mal wie­der in wel­chem Zusammenhang auch immer die These ein­brin­gen, es gebe eine "Klimalüge" ver­gleich­bar der "Coronalüge". Ich hal­te das für falsch und gefähr­lich (der WEF will mit­nich­ten das Klima ret­ten, son­dern die Profite). Es wird unter den LeserInnen dazu sehr unter­schied­li­che Meinungen geben. Die Frage ist, ob wir das hier dis­ku­tie­ren wol­len und kön­nen. Ich den­ke, nein. Da ich bekannt­lich äußerst ungern Kommentare lösche, bit­te ich des­halb dar­um, das Thema hier zurückzustellen.

        1. @aa : Da reagie­ren Sie aber erstaun­lich emp­find­lich – kann es sein, dass Sie sich in "FFF" poli­tisch ver­liebt haben?
          (was ich nach­voll­zie­hen kann, ging mir zunächst auch so)

          Die Behauptung einer "Klimalüge" fin­de ich in kei­nem der Beiträge oben, viel­mehr scheint es mir, dass alle Diskutanten das Faktum eines Erwärmungstrends aner­ken­nen, und auch ein­räu­men, dass mensch­li­cher Einfluss hier­für wesent­lich sein KANN.
          (wis­sen­schaft­lich gesi­chert ist dies nicht, wenn auch plausibel)

          Dass Sie die äußers­ten Option (Kommentare löschen) erwäh­nen, wun­dert mich sehr. Den Hinweis auf "sehr unter­schied­li­che Meinungen … unter den LeserInnen" lese ich als Wink, gewis­se Meinungshabende doch bit­te nicht mit kon­trä­ren Ansichten zu beläs­ti­gen – ins­ge­samt eine Passage, die bei mir als wohl­mei­nend for­mu­lier­te Drohung ankommt.

          Können Sie denn gar kei­ne Parallelen erken­nen, was die gesell­schaft­li­che Instrumentalisierung von Naturphänomenen, und die Hybris (oder in Einzelfällen: Verlogenheit) der Akteure angeht?

          "Wie wol­len wir es halten?"
          Wie SIE es hal­ten wol­len, ver­mei­den Sie zu sagen, um wei­ter Diskussionsoffenheit vorzuspiegeln.
          ICH wer­de es so hal­ten, dass ich fort­an wie gewünscht die Schnauze hal­te – denn mit Gläubigen zu dis­ku­tie­ren lohnt nicht.
          Sollte es sich anders ver­hal­ten als ich es her­aus­rie­che, bin ich für eine Aufklärung mei­nes Irrtums dankbar.

          1. @Boris Büche: Der Vorschlag war, die sehr diver­gie­ren­den Positionen zum Thema "Klimawandel" nicht auf die­sem Blog zu ver­tie­fen. Das hat nichts zu tun mit feh­len­der "Diskussionsoffenheit", son­dern mit Fokussierung. Wir könn­ten uns ähn­lich umfas­send über Gendern strei­ten oder über Annalena Baerbock. Das sind wich­ti­ge Politikfelder, die debat­tiert gehö­ren. Aber wirk­lich hier in allen ihren Ausprägungen?

        2. "Wir könn­ten uns ähn­lich umfas­send über Gendern strei­ten oder über Annalena Baerbock."

          Sie wei­chen aus.

          Dass dies "wich­ti­ge Politikfelder, die debat­tiert gehö­ren" sei­en, kann ich nicht nachvollziehen.
          DIE Themen hät­ten zudem rein gar nichts mit gesell­schaft­li­cher Instrumentalisierung von Naturphänomenen zu tun. Ob Kartoffelpuffer süß oder sal­zig geges­sen wer­den, auch nicht. 🙂

          WAS soll­te denn die von Ihnen gewünsch­te Fokussierung zum Inhalt haben, wenn es die­se Instrumentalisierung nicht sein darf?

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