Dormagens Bürgermeister (SPD) ruft Schüler zu Denunziation auf

Dieses Video fin­det sich auf you­tube.

rp-online.de berich­tet am 14.12., es han­de­le sich um

»… ein Video, dass Lierenfeld bereits am 6. November auf Instagram ver­öf­fent­licht hat…

Äußerungen von Lierenfeld wur­den aus dem Zusammenhang her­aus so zusam­men­ge­schnit­ten, dass dar­aus der Vorwurf gemacht wur­de, er wür­de Schulkinder dazu auf­ru­fen, Nicht-Maskenträger bei der Polizei zu denun­zie­ren. Offenbar han­delt es sich auf eini­gen Plattformen um vie­le Fake-Profile, die nur das Ziel haben, Lierenfeld zu beschädigen.

Benninghaus bestä­tig­te, dass bei der Polizei Anzeige wegen Beleidigung und Bedrohung gestellt wor­den ist. „Die sozia­len Medien sind kein rechts­frei­er Raum.“ Der Vorgang beschäf­tigt auch den Staatsschutz in Düsseldorf. In Zusammenarbeit mit der „Zentralen Ansprechstelle für Cyber-Kriminalität“ in Köln wird ver­sucht, die Urheber zu ermit­teln. „Es gibt sehr umfang­rei­ches Material“, sagt ein Polizeisprecher. „Es soll­te sich kei­ner sicher sei, dass wir nicht plötz­lich auf der Matte ste­hen und Computer und Handys beschlagnahmen.“«

Eine glat­te Lüge ist die Behauptung eines Zusammenschnitts. Das Original-Video auf Instagram kann hier ange­se­hen werden.

https://www.instagram.com/p/CHQkfTNl6zH/

8 Antworten auf „Dormagens Bürgermeister (SPD) ruft Schüler zu Denunziation auf“

  1. Putzig: der Artikel schafft es, gegen Lierenfeld ergan­ge­ne Strafanzeigen so umzu­dre­hen, als ob die­se gegen irgend­wel­che Verbalangriffe gegen Lierenfeld aus dem Netz gerich­tet wären. Nein, ziem­lich sicher ist Lierenfeld selbst der Adressat die­ser Anzeigen wegen Beleidigung u.ä. Erstens wur­de das gemel­det und zwei­tens macht es auch mehr Sinn als umgekehrt. 

    Was den Aufruf angeht – das soll jetzt kei­ne Rechtfertigung L's sein – soll­te der wohl nicht so inter­pre­tiert wer­den, dass die Jugendlichen jeden ohne Maske ver­pfei­fen soll­ten. Denn dazu ist die Ortsangabe zu unspe­zi­fisch. Soweit ich weiss, gilt in Dormagen die Maskenpflicht nur in der klei­nen Fussgängerzone.

    Die alter­na­ti­ve Deutung ist, dass L die SchülerInnen vor Aktivisten war­nen woll­te, die "am Montag" auf sie zukom­men und sie auf­klä­ren woll­ten ("lasst euch nichts von denen erzäh­len!"). So als ob er Wind von irgend­ei­ner geplan­ten sub­ver­si­ven Aktion bekom­men hätte. 

    Nach die­ser Deutung wäre der Aufruf nicht gegen Masken"verweigerer" gerich­tet, son­dern gegen Aktivisten. Ich ver­mu­te, L hat das so beab­sich­tigt, aber so unge­schickt vor­ge­tra­gen, dass es klingt, als wol­le er die Schülerschaft als Hilfstruppe zur Überwachung der Maskenpflicht einsetzen. 

    Unterm Strich hät­ten wir dann kei­nen Orwell'schen flä­chen­de­cken­den Überwachungsauftrag, son­dern eine Drohung gegen Leute, die gegen­über Jugendlichen ihre Meinung sagen. Was Polizei und Ordnungsamt nichts angeht – wenn die­se Leute Maske tra­gen, was in dem Kontext aller­dings nicht zu ver­mu­ten ist.

    Das Video wird dem Bürgermeisterlein wohl noch eine Menge Ärger bereiten.

  2. Nun bin ich kein Sozio/Psycho/Logistiker, doch fällt mir spon­tan auf, dass er die Videobotschaft, obwohl man das ja mit Abstand und allen ande­ren not­wen­dig ver­ord­ne­ten Sicherungsmassnahmen hät­te tun kön­nen, mit Maske fil­men las­sen muss­te. Damit kei­ne Mimik nicht erkenn­bar ist. Da hät­te doch ein audio only Podcast gereicht. Und von Barrierefreiheit hält er auch nichts, denn sei­ne Gebärden sind kei­ne Sprache.

  3. Richtig "toll" ist auch die Kolumne eines ehe­ma­li­gen Nachrichtenmagazins vom 12.12. mit dem alles bereits sagen­den Titel: "Jesus hät­te Oma nicht besucht".

    Ein Auszug daraus:

    "Wir alle müs­sen uns so beneh­men, als sei­en wir poten­ti­el­le Überträger eines Virus, das der­zeit in unse­rem medi­zi­nisch bes­tens ver­sorg­ten Hochtechnologieland Hunderte von Menschen pro Tag tötet. Und so, als tref­fe das auch auf alle Menschen zu, denen wir begeg­nen, ob wir sie nun ken­nen oder nicht, mögen oder nicht, lie­ben oder nicht. (…) Handeln Sie so, als wüss­ten Sie, dass sie infi­ziert sind, so bit­ter das klingt. Dann, und nur dann, stel­len Sie sicher, dass Sie nicht ver­se­hent­lich jeman­den umbrin­gen. Womöglich jeman­den, den Sie lieben."

    Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/corona-und-weihnachten-jesus-haette-oma-nicht-besucht-kolumne-a-cb1ced1f-a6cd-4dfa-9439-cdc89ff68508

    Lieber AA, wäre das nicht auch ein kla­rer Kandidat für eine ent­spre­chen­de "Würdigung" auf Ihrer Seite?

  4. "…ein System, dass sei­ne Bürger zur Denunziation auf­ruft, ist bereits auf gutem Wege in den Totalitarismus."

    Nein, es ist schon längst tota­li­tär, war schon immer nur Demokratie-Simulation. Die Coronoia lässt das nun ein­fach viel mehr Menschen spü­ren als vor­her, als nur ein klei­ner Teil den tota­li­tä­ren Hammer zu spü­ren bekam. Und alle fan­den das ja soo super, weil "Haltung", "Courage" und so. Es traf ja nur die Andersdenkenden.
    Willkommen im Club der Parias 🙂

  5. "Denunziation ist Solidarität!"

    "Impfen ist Liebe!"

    "Maske auf – (Maskenlose =) Nazis raus!" 

    "Linke" rufen zum vor­aus­ei­len­den Gehorsam gegen­über der über­grif­fi­gen Staatsmacht auf, "Rechte" demons­trie­rern für Freiheitsrechte und Gundgesetz und Systemänderung.

    Selten war der Mensch so däm­lich wie heute.

  6. Soll sich der Superschlaue doch beim Kim Jong Un bewer­ben, evtl. braucht der noch einen Scharfmacher?
    Solche Voll-HONKS neh­men das Trittbrett ger­ne mit, um sich mit Bullshit Parolen bei den eben­so geis­tig min­der­be­mit­tel­ten zu pro­du­zie­ren. Die Verbrecher ganz oben freu­en sich auf sol­che Helfershelfer, dann läuft der Laden. War in den 1930ern genau das selbe.

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