Drosten-Dissertation: Weitere Merkwürdigkeiten

Die Merkwürdigkeiten neh­men kein Ende. Eines von zwei Exemplaren der Dissertation – des Buches(!) – von Herrn Drosten in der UB Frankfurt ist seit dem 28.7. bis zum 25.1.2021 ausgeliehen.

Ein Artikel, von dem die Goethe-Universität behaup­tet, er sei Teil einer aus ins­ge­samt drei Beiträgen bestehen­den Veröffentlichung sei­ner Dissertation, ist (Stand heu­te) im Internet nicht auffindbar.

Zum Titel "Roth WK, Buhr S, Drosten C, Seifried E. NAT and viral safe­ty in blood trans­fu­si­on. Vox Sang 2000;78 Suppl 2(257–9.", der laut der Universität einen von drei Bestandteilen der Dissertation dar­stel­len soll, fin­det sich nach einer Internet-Recherche ledig­lich eine Seite mit einem "Review" die­ses Beitrags:

Klickt man auf den Link zum Volltext, erscheint ein völ­lig ande­rer Artikel aus der Zeitschriftenausgabe:

Der Klick auf die Ausgabe führt nicht zu dem genann­ten Artikel. Ein "Suppl 2" ist nicht zu fin­den. Die Suche auf der Seite nach dem Titel "NAT and viral safe­ty in blood trans­fu­si­on" erbringt nichts. Eine Suche nach dem Autoren "Drosten" führt zu 28 Artikeln, aber lie­fert nicht den genannten.

Alternativ bie­tet https://www.researchgate.net/ den Artikel an. Dort muß man sich anmel­den und bekommt bzw. bekommt nicht den Artikel zuge­sandt. Denn das Verfahren endet mit der Mitteilung

"Your request has been sent to the authors
We'll email you at [mail-Adresse, AA] as soon as the aut­hors pro­vi­de the full-text."

Eine wei­te­re Möglichkeit wäre die Adresse europepmc.org. Doch auch hier gelangt man nicht an den Text.

Hat jemand eine Idee?

17 Antworten auf „Drosten-Dissertation: Weitere Merkwürdigkeiten“

  1. Beweislast umkeh­ren?

    Nur ein Laien-Gedankenspiel: Wenn man die Existenz oder Lauterkeit des Disserationsvorgangs inkl. allem Anhängigen in Frage stellt, ggf. im Klageverfahren, wür­de man die Beweislast umkehren.

    Oder ganz dreist for­mu­liert: Man for­de­re oder kla­ge den Entzug sämt­li­cher Titel & Co. bis die Gegenseite Substanz vorlegt.

    1. Genau, ein Laien-Gedankenspiel:
      Er hat eine Diss geschrie­ben, die liegt jetzt allen vor. Es gab ein Promotionsverfahren mit mind. 2 Gutachtern es gab eine Disputation oder/ und ein Rigorosum. Es gibt kei­ner­lei Hinweise, dass etwas nicht stimmt. Für mich sind das alles ganz nor­ma­le Vorgänge. Ich ken­ne auch ver­schwun­de­ne Arbeiten (in Bibl.. falsch ein­sor­tiert, geklaut), die man lesen möch­te und lei­der nicht mehr fin­det. Tipp: An die Autoren wenden.
      Die feh­len­de Unterschrift ist auch nor­mal für ein Nicht-Prüfungsexemplar. Die unter­schied­li­chen Jahreszahlen las­sen sich mit Einreichung (Ende?) 2001 und Erteilung der Doktorwürde 2003 erklä­ren. Manchmal brau­chen die Gutachter sehr lan­ge und es ist schwie­rig einen Termin für die Verteidigung zu fin­den (Auslandaufenthalt usw.).

    1. @Christian: in der nächs­ten bib steht die aber nicht, wie aa hier auf dem Blog aus­führ­lich dar­ge­stellt hat. Gibt wohl nur in der ub ffm 2 Exemplare, die bis Ultimo aus­ge­lie­hen sind (Januar 21). (Seit wann kann man so lan­ge ausleihen? )

      1. Eine Ausgabe ist doch nur bis August aus­ge­lie­hen, also doch kein Problem!
        Seit wann kann man so lan­ge aus­lei­hen? Seit es Uni-Bibliotheken gibt. Das sind dann PDs oder Profs, die die Arbeit in ihrem Arbeitsgruppe haben und immer wie­der an ihre Diplomanden, Doktoranden wei­ter­ge­ben. Was im übri­gen für die Qualität der Arbeit spricht.
        Also ein­fach mal in der Arbeitsgruppe vor­spre­chen und nach der Arbeit fra­gen oder bis zum 17.8. warten.

        1. @Luise‑H.
          Da muß ja ein gewal­ti­ges Interesse am Thema Blutspende im Jahr 2001 an der Uni auf­ge­kom­men sein. Ganze Arbeitsgruppen rei­ßen sich bis ins nächs­te Jahr um die­se rich­tungs­wei­sen­de Arbeit. Das kennt man doch, seit es Uni-Bibliotheken gibt. Klaro ist die Qualität der Arbeit um so höher, je län­ger sie nicht zu lesen ist.
          Zum x‑Mal: Wie wäre es, bei die­sem wach­sen­den Interesse rasch eine PDF-Datei anzu­bie­ten? Vielleicht von bei­den Versionen, dem Exemplar im Lesesaal und den drei Aufsätzen, die die Uni immer noch für die ver­öf­fent­lich­te Dissertation hält.

          1. Die Leute, die Forschung auf dem Gebiet machen, die „reis­sen“ sich schon dar­um. Es ist Standard in jeder AG, dass neue Diplomanden, Doktoranden erst­mal alle wesent­li­chen Arbeiten der eige­nen AG lesen müs­sen, neben der Literatur, die zum Thema in ande­ren Gruppen vero­ef­fent­licht wurden.

          2. (2) Wieso in 2001 und das Jahr danach? Ich den­ke jetzt sind alle so scharf, Herrn Drostens Arbeit aus­zu­lei­hen. Vorher war das sicher kein Problem, denn nur Fachleute waren an dem Thema interessiert.

          3. (3) Wieso gan­ze AG reis­sen sich … Es ist doch nur ein Exemplar dau­er­haft aus­ge­lie­hen und wahr­schein­lich in der Gruppe sei­nes Doktorvaters oder des­sen Nachfolgers zu fin­den. Also noch­mal, ein­fach hin­ge­hen und fragen …

  2. International Society of Blood Transfusion: 26th Congress, Vienna, July 2000: Abstracts "Vox Sanguinis", Vol. 78, Suppl. 1 (2000). Supplement Issue: Vox Sanguinis 2000, Vol. 78, Suppl. 1 (Englisch)

    Das war offen­sicht­lich ein Kongress und ver­mut­lich ist das nur das Abstract eines Posters oder einer Kurzpräsentation. Mehr wird man dazu nicht fin­den. Ich habe nur das Suppl 1 gefun­den bei Amazon, ver­mu­te aber, dass das Suppl 2 auch Kongressabstracts sind.

    1. Nö, ist es nicht. Mein Interesse ist gar nicht, Herrn Drosten fach­li­che Inkompetenz vor­zu­wer­fen. Mir rei­chen die Widersprüche um Ehrenwort, Wasserschäden, deut­scher Monografie oder eng­li­schen Aufsätzen…

      1. In der Tat – sieht alles nach einem Lügengebilde aus, in das man sich immer wei­ter ver­strickt. Da reicht es, wenn man in der Lage ist, Muster zu erkennen.
        Das ist halt das Blöde an die­ser Lügerei: irgend­wann kommt immer der Punkt, an dem es Widersprüchlichkeiten und merk­wür­di­ge Zufälle gibt, die sich dann auch noch häufen.
        Vertrackte Sache!

    2. Karger hat mir eine Bestellbestätigung geschickt über:

      ——–
      Books (print)
      International Society of Blood Transfusion
      ISBN:978–3‑8055–7115‑9
      (ref. 226859)
      ——–

      Ich wer­de ich die Seiten abfo­to­gra­fie­ren und an aa senden.

      Wenn noch jemand es hät­te bestel­len wol­len, ist es nun nicht mehr nötig, Geld dafür auszugeben.

  3. Mal ehr­lich mit Gesunden Menschen Verstand! Wenn einer eine abso­lu­te Bringe Pflicht hat ist Drosten sel­ber! Jeder der nur im Ansatz mir an den Karren pisst, wür­de ich mit allen Mitteln bewei­sen das ich kein Fake son­dern ein ehr­li­cher Doktor bin. Bei die­ser Tragweite sei­ner Person, der alles über­trifft was es in unse­rer Neuzeit gege­ben hat, muss doch bei den Billionen die hier ver­brannt wer­den und Millionen Menschen die ver­arscht bzw. Abgezockt wer­den! Ist es wohl das gerings­te erst­mal der Welt zu zei­gen hier Ihr Dummschwätzer mei­ne Doktor Arbeit und jeder Schnipsel dazu! Wir Lemminge trau­en jeder Antwort und sind alle stän­dig so fokus­siert an eine ehr­li­che Wahrheit zu glau­ben! Meine Meinung der Typ stinkt gewal­tig! Und inzwi­schen wur­den bestimmt alle Beweise ver­nich­tet oder es wird nie beant­wor­tet. Denkt mal an Kohl spen­den affä­re! Denkt mal an den tie­fen Staat, das immer jahr­zehn­te­lang alle glau­ben das stimmt was man uns vor­setzt! Ehrlich mir reicht schon die Aussage das einer nichts sagt bzw. Nichts dazu bei­trägt Ihn zu ent­las­ten! Werft alle ver­ba­le Steine auf mich aber ehr­lich wer die ver­lo­ge­ne Vergangenheit kennt, wird die Zukunft bes­ser ver­ste­hen! Drosten macht das was sein System Ihm ermög­licht, er ist der Dirigent einer poli­ti­schen Kaste und ver­tritt sei­ne Pharma Lobby! Er ist auch Familien Mensch und Wissenschaftler wie vie­le ande­re vor Ihm auch, die dem System gedient haben und sich selbst geop­fert hat, um zu die­nen! Er wird als Held vom System hoch geju­belt bis das System zer­fällt oder er geop­fert wird! Da wir alle den Intelligenz Test Corona nicht ver­stan­den haben, wer­den wir erle­ben wie die­ser Pseudo Wissenschaftler irgend­wann der Held der Neuzeit ist bzw. Der tra­gi­sche Held der dann doch plötz­lich an einen Unfall ster­ben muss­te! Der tie­fe Staat lässt grü­ßen! Die machen immer guten Job wenn es um die Wahrheit geht die man schüt­zen muss! Mit trau­ri­gen wie sar­kas­ti­schen Witz, natür­lich ist alles Satiere und Geschwätz von Gestern bzw. Eines dum­men Trolls mit Maske und Verschwörungs Theorie in der Adress Zeile! Mit freund­li­chen Grüßen IM Erika

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