Drosten hat nicht geschwänzt. Sondern das gesagt:

Fälschlicherweise wur­de hier berich­tet, Christian Drosten habe dem Gesundheits-Ausschuß des Bundestages kei­ne Stellungnahme ein­ge­reicht. Ein Video des Parlamentsfernsehens zeigt sie. Anfangs war anschei­nend der Hinweis des Ausschuß-Vorsitzenden zum Einschalten des Mikrofons nicht beach­tet wor­den. Man höre (ab ca. 0:40):

Seine Kernaussagen, soweit ver­ständ­lich, sind:

    • Die Infektionsmasse ist nicht bei uns, son­dern im Ausland.
    • Wir haben eine sta­bi­le basa­le Inzidenz in Deutschland und zwar wegen des Lockdowns.
    • "Aber es ist nicht zu erwar­ten, daß das so bleibt. Denn die Bevölkerungs­struktur und ande­re Gegebenheiten in Deutschland, auch das Virus, das ist nicht anders als in ande­ren Ländern. Und wir sehen jetzt in Ländern mit einer höhe­ren Inzidenz im Hintergrund…, daß die Fälle schon anstei­gen, obwohl wir gera­de erst Anfang September haben."
    • "Es gibt ver­schie­de­ne Effekte, die alle zusam­men­kom­men, die dazu füh­ren wer­den, daß also die rei­ne Fallinzidenz mit sehr, sehr gro­ßer Wahrscheinlichkeit auch bei uns genau so anstei­gen wird."
    • "Warum stirbt im Moment kei­ner dar­an?… Der eine Effekt… ist, daß da jetzt jün­ge­re Bevölkerungsanteile sich infi­zie­ren… Es gibt klei­ne Argumente zu sagen, viel­leicht kommt es doch nicht so schlimm…, aber die Verstorbenen sind ja nicht alles, was man ver­hin­dern muß, son­dern eben auch die schwe­ren Krankheitsausgänge, … die Krankheitsschwere ist eigent­lich nicht verändert."
    • "Wir wis­sen nicht, ob nicht die Verwendung von Alltagsmasken in gro­ßer Verbreitungsweite, ob das nicht dazu führt, daß im Durchschnitt die erhal­te­ne Virusdosis in einer Infektion gerin­ger ist und daß im Durchschnitt des­halb Krankheitsverlauf auch wenig schäd­lich [? akus­tisch unklar, AA] sein könn­te, aber das ist eine rei­ne Spekulation. Dazu gibt es kei­ne wis­sen­schaft­li­chen Belege. Und es gibt umge­kehrt in Ländern, in denen man sagen kann, es wur­de von Anfang an durch­gän­gig Maske getra­gen, dazu gehö­ren sehr vie­le asia­ti­sche Länder, und trotz­dem ist es zu gro­ßen Ausbrüchen gekom­men. So kann es zusam­men­pas­sen, und mei­ne Einschätzung ist auf die­ser Basis eben über­haupt nicht, daß sich die Grundsituation ver­än­dert hat."

6 Antworten auf „Drosten hat nicht geschwänzt. Sondern das gesagt:“

  1. Also wie immer, Herr Drosten weiß gar nichts und ver­mu­te­tet ein­fach wei­ter ins Blaue hinein.
    Ich fürch­te aller­dings auch, dass die Zahlen auch bei uns wie­der stei­gen könn­ten. Das wird man schon irgend­wie hin­be­kom­men. Es ist kuri­os, dass die SZ davon schreibt dass bei deut­schen Laboren ein Ct Wert (PCR Zyklen) von 30–37 ver­wen­det wird. Dagegen steht die WHO/Drosten Vorgabe von 45 Zyklen. Man kann auch nir­gends her­aus­fin­den wel­ches Labor was macht und ob sich evtl. nicht nur die Testzahlen erh6, son­dern viel­leicht auch die Testzyklen ver­än­dert haben 

  2. Man kann also sagen, dass man sagen kann, dass man nichts weiss, aber dass alles mög­lich ist. Und dar­auf müs­sen wir uns einrichten.

    Lasst uns end­lich die Verteidigungsanlagen gegen Alien-Angriffe errichten, …

  3. Eigentlich möch­te er viel­leicht sagen: 'Wir wis­sen der­zeit nicht, wie wir es sagen sol­len, daß die Masken wir­kungs­los bis schäd­lich sind, son­dern erst, wenn wir den Impfstoff haben, von dem wir dann sagen müs­sen, daß er weni­ger schäd­lich ist, als die Masken.'

  4. Dieser Don Quichote soll­te end­lich den Mund hal­ten. Außer Spekulationen, per­sön­li­chen Vermutungen und intui­ti­ven Einschätzungen gibt Drosten prak­tisch nichts von sich, was in irgend­ei­ner Weise evi­denz­ba­siert wäre.
    Seehofer, Drosten Wiehler und Spahn gehö­ren vor Gericht wegen unver­ant­wort­li­cher Verbreitung von Angst, unre­flek­tier­ter Einschränkung der Grundrechte und Verbreitung irre­füh­ren­der Statistiken.

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