Drosten-Podcast 60. Langsam wird es gemeingefährlich

Gestern war es wie­der so weit. Der neu­es­te Podcast des Menschen, der die dies­jäh­ri­ge Schiller-Rede hal­ten wird, brach­te uns Gefährliches zur Kenntnis:

Inzidenzgipfel auf plattem Land ganz oben links

»Insgesamt ist es so, dass sich das Virus, wie auch vor­aus­ge­sagt, geo­gra­fisch immer wei­ter ver­teilt hat, fast wie eine Diffusion. Wir sehen
im Moment zum Beispiel erstaun­li­cher­wei­se ganz oben links in der Ecke von Deutschland, im Emsland … Die Gegend, wo wir bei­de her­kom­men. Wer hät­te gedacht, dass da ein gro­ßer Inzidenzgipfel ent­steht? Das ist ja alles wirk­lich plat­tes Land.

Anja Martini
Genau.

Christian Drosten
Da sind gar kei­ne Großstädte in der Ecke, aber trotz­dem gibt es da gro­ße Ausbrüche. Das Virus wird sich wei­ter auf die­se Art und Weise ver­hal­ten, dass es sich ein­fach geo­gra­fisch verteilt.«

Es war mei­ne Voreingenommenheit, die mich "Inzidenzzipfel" lesen ließ.

Jetzt gegenkorrigieren

Anja Martini ver­steht sich nicht nur auf Heimatkunde, son­dern auch auf zeit­li­che Abfolgen:

»[Christian Drosten:] Das ist ja alles nach­lau­fend. Also wenn wir jetzt neue Fälle berich­tet bekom­men ans RKI, dann spie­gelt es das wider, was in der Bevölkerung vor sie­ben, viel­leicht sogar zehn Tagen pas­siert ist.

Anja Martini
Das heißt, wir ren­nen immer ein biss­chen hinterher.

Christian Drosten
Genau. Und das ist die gro­ße Herausforderung an die Politik, jetzt Maßnahmen zu fin­den, die da noch gegen­kor­ri­gie­ren können.«

Problem: einfach noch keine wiedereinsetzende hohe Sterblichkeit

»Anja Martini
… Ich wür­de es mal vor­sich­tig so sagen, ein biss­chen Gleichgültigkeit,
die ist schon noch da. Also die Leute wol­len wie­der raus. Sie wol­len wie­der auf die Straße gehen. Sie wol­len noch in ihre Restaurants gehen. Sie sehen es noch nicht so ganz. Und jetzt mit der Politik noch mal gegen­zu­steu­ern, ist, glau­be ich, nicht ganz ein­fach, oder?

Christian Drosten
… Das Problem bei uns, in der Medizin oder auch über­haupt in der Gesellschaft, in den Medien [ist] noch nicht so sicht­bar. Also wir haben ein­fach noch kei­ne wie­der­ein­set­zen­de hohe Sterblichkeit. Wir haben noch kei­ne kom­plett vol­len Intensivstationen, wie das in ande­ren Ländern bereits wie­der ist, in Spanien zum Beispiel.« 

WissenschaftlerInnen stören

»[Christian Drosten:] Und wir haben auch die­se irre­füh­ren­den Stimmen in der Öffentlichkeit. Da gibt es ja die­se Erklärung von den ame­ri­ka­ni­schen und eng­li­schen Wissenschaftlern, die wirk­lich total irre­ge­führt ist.

Anja Martini
Der offe­ne Brief.«

Die Rede ist von der "Great Barrington Erklärung" (s.hier), die inzwi­schen von "447,829 con­cer­ned citi­zens, 9,540 medi­cal & public health sci­en­tists, 25,146 medi­cal prac­ti­tio­ners" unter­zeich­net wur­de. Dort wer­den "erns­te Bedenken hin­sicht­lich der schäd­li­chen Auswirkungen der vor­herr­schen­den COVID-19-Maßnahmen auf die phy­si­sche und psy­chi­sche Gesundheit" geäu­ßert.

»Christian Drosten
Ja, genau. Und da gibt es auch in Deutschland Reflektionen davon. Also, dass Leute, die in den Medien sind, in der Öffentlichkeit ste­hen, ein­fach Dinge sagen, die den Zusammenhalt und das gemein­sa­me Verständnis der Problematik stö­ren.

KRITIK AN OFFENEM BRIEF
Anja Martini
Es geht in die­sem Brief ja dar­um, zu sagen, wir schüt­zen nur Risikogruppen und wir schüt­zen nur die Älteren, um dann den Jungen die Möglichkeit zu geben, ein­fach ihr Leben fort­zu­füh­ren, das zu machen, was sie eigent­lich immer tun. Dieser Brief hat mitt­ler­wei­le rela­tiv vie­le Unterschriften bekom­men. Und das Ziel ist, am Ende eine höhe­re Herdenimmunität hin­zu­krie­gen. Ist das über­haupt machbar?

Christian Drosten
Es gibt zwei Dinge, die gegen die­se Idee spre­chen. Diese bei­den Dinge sind eigent­lich schon im Frühjahr gesell­schaft­lich kon­sen­tiert wor­den. Das eine ist, es kann nicht gelin­gen, die Älteren kom­plett abzu­schir­men. Es ent­ste­hen dabei furcht­ba­re Situation. Das wür­de ja bedeu­ten, dass man zum Beispiel Seniorenresidenzen kom­plett schlie­ßen müss­te für jeden Besuch. Aber es sind ja nicht alle älte­ren Leute in Altersheimen.
Das wür­de auch bedeu­ten, dass man inner­halb von Familien kom­plet­te Besuchssperren machen müss­te. Das ist ein­fach nicht denk­bar, dass man das so umsetzt.«

Wieder ein­mal zeigt sich das Prinzip Drosten. Er schnappt irgend­et­was auf, macht sich aber nicht die Mühe nach­zu­le­sen. In der Erklärung steht zu "geziel­tem Schutz (Focused Protection)":

»Die Verabschiedung von Maßnahmen zum Schutz der gefähr­de­ten Personengruppen soll­te das zen­tra­le Ziel der Reaktionen des öffent­li­chen Gesundheitswesens auf COVID-19 sein. Zum Beispiel soll­ten Pflegeheime Personal mit erwor­be­ner Immunität ein­set­zen und häu­fi­ge PCR-Tests bei ande­ren Mitarbeitern und allen Besuchern durch­füh­ren. Der Personalwechsel soll­te mini­miert wer­den. Menschen im Ruhestand, die zu Hause woh­nen, soll­ten sich Lebensmittel und ande­re wich­ti­ge Dinge nach Hause lie­fern las­sen. Wenn mög­lich, soll­ten sie Familienmitglieder eher drau­ßen als drin­nen tref­fen. Eine umfas­sen­de und detail­lier­te Reihe an Maßnahmen, dar­un­ter auch Maßnahmen für Mehrgenerationenhaushalte, kann umge­setzt wer­den und liegt im Rahmen der Möglichkeiten und Fähigkeiten des öffent­li­chen Gesundheitswesens.«

Junge Familien würden auch den Familienvater verlieren oder auch die Mutter

Langsam wird der Drostensche Konjunktiv gemeingefährlich:

»[Christian Drosten:] Und das ande­re ist, es gibt auch in den jün­ge­ren Altersgruppen Risikopatienten, das sind eben auch nicht so weni­ge. Und wenn man die­se Erkrankung in den jün­ge­ren Altersgruppen durch­lau­fen las­sen wür­de, das wür­de dazu füh­ren, dass wir ganz vie­le Infektionen auch in die­sen jün­ge­ren Altersgruppen auf ein­mal hät­ten. Wir haben hier eine Pandemie vor uns. Wir sind immu­no­lo­gisch nicht geschützt gegen die­ses Virus.

Und dann sind die Anteile von Risikopatienten in die­sen jün­ge­ren Altersgruppen so hoch, dass wir auch da wie­der an die Belastungsgrenze der Medizin kämen. Wir hät­ten hier auch einen ande­ren Typ von Patienten, der gesell­schaft­lich noch mal ganz anders wahr­ge­nom­men wer­den wür­de. Da wür­den jun­ge Familien auch den Familienvater ver­lie­ren oder auch die Mutter. Das ist ein­fach noch mal eine ganz ande­re Konsequenz. Und das kann man ein­fach so nicht durch­lau­fen lassen.«

Wissenschaftler, die einfach die Situation verstehen und nicht blind auf dem Auge sind

»Christian Drosten
Wir wol­len mal hof­fen, dass wir das irgend­wie ver­hin­dern kön­nen. Wir ver­su­chen uns im Moment, sagen wir mal in einem Kreis von Wissenschaftlern, die ein­fach die Situation ver­ste­hen und die kom­mu­ni­ka­ti­ons­wil­lig sind, die Gesellschaft zu infor­mie­ren dar­über, was droht und auch dar­über, dass man das jetzt rela­tiv gut noch ver­hin­dern kann, wenn man zusammensteht.…Wenn man den Zeitpunkt ver­passt, hat man ihn ver­passt. Und dann muss man nicht reagie­ren, son­dern korrigieren…«

Genau wie in Spanien, wo alles anders ist

»Anja Martini
Was sehen wir denn? Sind wir noch ein biss­chen blind auf dem Auge?

Christian Drosten
Ja, das wür­de ich schon so sagen. Wir sehen bei­spiels­wei­se in Spanien schon wie­der kom­plett vol­le Intensivstationen in den Gegenden, die betrof­fen sind. Und das sind wirk­lich gro­ße geo­gra­fi­sche Bereiche. Es gibt kei­nen Grund zu den­ken, dass das bei uns anders lau­fen wür­de. Es gibt sicher­lich eini­ge Gründe, war­um bei uns viel­leicht bestimm­te Anstiegsgeschwindigkeiten lang­sa­mer sind. Haben wir alles schon x‑mal bespro­chen, wie zum Beispiel die Familienstruktur, die bei uns anders ist. Wir haben mehr Einpersonenhaushalte. Wir haben eine stär­ke­re Trennung der Generationen. Und das ist sicher­lich in Spanien anders. Das führt bestimmt dazu, dass dort die Epidemie schnel­ler wächst. Es kann aber auch sein, dass dort ein­fach nicht so viel Diagnostik gemacht wur­de wie bei uns, sodass man es ein biss­chen spä­ter gemerkt hat, das Ganze, aber ins­ge­samt ist es das­sel­be Virus. Und wir haben doch ähn­lich struk­tu­rier­te Gesellschaften und wir soll­ten davor nicht die Augen ver­schlie­ßen, dass uns das­sel­be pas­sie­ren wird.«

Cluster, siehe auch Perkolationismus – Gesundheitsämter haben keine Ahnung

»[Christian Drosten:] Wir haben immer noch eine sehr star­ke Fokussierung in der Fallverfolgung nach vor­ne. Das heißt, wir fra­gen: Dieser Patient, der sich hier infi­ziert hat, wen kann der infi­ziert haben, sowohl in den letz­ten paar Tagen, mit wem hat­te der Kontakt, wie auch nach vor­ne gedacht, soll der zu Hause blei­ben und iso­liert wer­den, dass er kei­ne Personen nach vor­wärts mehr infiziert. 

Aber der Zeitpunkt, zu dem wir die­se Infektion bemer­ken bei dem Patienten, ist eigent­lich ein Zeitpunkt, wo die Infektiosität prak­tisch schon vor­bei ist. Und die paar Leute, die der in den letz­ten paar Tagen infi­ziert haben könn­te, die trei­ben nicht das Infektionsgeschehen, son­dern was das Infektionsgeschehen wirk­lich treibt, ist das Quellcluster aus dem der sei­ne Infektion hat. Denn es ist wei­ter­hin so, dass die­se Infektion sich in Clustern ver­brei­tet. Auch wenn die Gesundheitsämter im Moment sagen, es wird zuneh­mend ein dif­fu­ses Infektionsgeschehen, wir kön­nen nicht mehr rekon­stru­ie­ren, wo die Infektion her­kom­men, dann ist das nicht eine Beschreibung der Realität, in der das Virus sich ver­brei­tet, son­dern das ist eine Beschreibung des Eindrucks, den man im Gesundheitsamt gewinnt…

Wir haben ein­fach die­ses Gedächtnis nicht. Wir kön­nen uns nicht dran erin­nern, in wel­chen spe­zi­el­len Situationen, Gefährdungssituationen, wir vor sie­ben bis zehn Tagen gewe­sen sind. Das Problem aber ist, die­se Gefährdungssituation, in der wir uns vor sie­ben bis zehn Tagen infi­ziert haben, die besteht immer noch. Dieses Cluster köchelt immer noch. Und ohne dass es jemand weiß, ohne dass die Fälle bis­her gemel­det sind,
haben wir hier ein köcheln­des Quellcluster.«

Akquisitionen von Infektionen unzureichend

»[Christian Drosten:] Wir sehen im Moment in den Meldestatistiken zwar den Eindruck, das kommt von Familienfeiern und es kommt aus dem Haushalt. Das kommt nicht aus der Arbeitssituation und nicht aus öffent­li­chen Verkehrsmitteln und so weiter.

Anja Martini
Vom Restaurantbesuch.

Christian Drosten
Richtig, genau. Alle die­se Dinge, die sind im Moment nicht in der Meldestatistik. Die Gesundheitsämter sagen, es sind eben doch die Privatsituationen, es sind Familienfeiern, es ist der Haushalt. Nur, jetzt schau­en wir noch mal genau auf die­se Meldestatistiken. Und was wir dort sehen, ist, dass über die Hälfte aller Akquisitionen von Infektionen nicht auf­klär­bar sind. Das heißt, wenn man sagt, es kommt über­wie­gend aus Familienfeiern, dann ist das nicht so, dass das die über­wie­gen­de Zahl aller Infektionen ist, son­dern das ist die über­wie­gen­de Zahl aller zu rekon­stru­ie­ren­den Infektionen. Und die rekon­stru­ier­ba­ren Infektionen sind in der Minderheit. Das ist der Eindruck, dass wir ein zuneh­mend dif­fu­ses Geschehen krie­gen. Aber die­ser Charakter, dass das dif­fus ist, das ist letzt­end­lich der Eindruck. Die Leute kön­nen nicht sagen, wo sie sich ange­steckt haben. Und daher kommt die­ser Vorschlag, den ich schon seit Wochen mache, dass jeder Bürger ein Cluster-Kontakt­tagebuch füh­ren soll­te

Wenn der reservierte Tisch drinnen ist

»[Christian Drosten:] Das ist nicht auf­wen­dig. Man kann sich jeden Abend zum Beispiel ins Smartphone, in den Notizblock oder auch auf irgend­ei­nem Papierzettel schrei­ben, wo war ich heu­te, wo es mir eigent­lich nicht ganz geheu­er war. Also war ich heu­te in einer Situation, da hat­te ich das Gefühl, hier sind eigent­lich zu vie­le Leute in einem geschlos­se­nen Raum zusam­men, zu eng bei­ein­an­der, auch wenn die meis­ten Maske getra­gen haben, irgend­wie hät­te das nicht sein sol­len

Wenn man in ein Restaurant geht und man hat­te eigent­lich vor drau­ßen zu sit­zen, aber jetzt ist es doch kalt gewor­den und der reser­vier­te Tisch ist drin­nen – okay, man geht rein und macht das eben mal. Würde ich mich in zehn Tagen dar­an erinnern?

Anja Martini
Wahrscheinlich nicht.

Christian Drosten
Ernsthaft. Also wenn ich plötz­lich Fieber krie­gen wür­de, wür­de ich das mer­ken? Nein, ich wür­de mir das nicht gemerkt haben. Und ich wür­de sagen: "Ich kann es nicht sagen." Oder ich wür­de auch sagen: "Na ja, wahr­schein­lich im Haushalt, denn mei­ne Partnerin, die hat auch Fieber, die ist auch krank. Also wird es doch wohl im Haushalt statt­ge­fun­den haben." Aber ich war ja mit mei­ner Partnerin auch essen. Aber ich habe mir das nicht auf­ge­schrie­ben und dar­um mer­ke ich mir das nicht.«

Mit Maske ist verdammt gefährlich

»[Christian Drosten:] Beispielsweise im Arbeitsleben, da war so ein Meeting, das ist nicht regel­mä­ßig, aber da waren 30 Leute im Raum. Die saßen alle auf Abstand und die hat­ten alle Masken auf. Aber das war so eine Situation, die fin­det nicht regel­mä­ßig statt, viel­leicht habe ich es mir doch da geholt. Zumindest wenn ich es mir auf­ge­schrie­ben habe, dann wür­de ich die­se Möglichkeit mal durch­spie­len und fra­gen, ist das im rich­ti­gen Zeitrahmen rück­bli­ckend gewe­sen? Und es ist ja doch so, das ist eine Handlungsmöglichkeit, die wir alle haben. Wir müs­sen doch alle
auch mit­ma­chen kön­nen als Alltagsmenschen. «

Ich geb's auf für den Moment. Fortsetzung folgt.

(Hervorhebungen nicht imOriginal.)

24 Antworten auf „Drosten-Podcast 60. Langsam wird es gemeingefährlich“

  1. Bitte nicht mehr wei­ter­ma­chen mit dem Müll den die­ser Mann abson­dert. Man wird irre wenn man das liest. In mei­nen Augen ist die­ser Mann krank. Hast du das neu­es­te Video von Mailab gese­hen? Die ver­langt tat­säch­lich eine Art Gesinnungstest für Wissenschaftler in den Medien. Es sol­len sich nur noch Wissenschaftler äußern dür­fen, die die rich­ti­ge Meinung ver­tre­ten. Wir sind längst mit­ten in einer Diktatur der Idioten und kom­men da auch nicht mehr raus.

    1. Ja Markus Fritsche,
      bei Mailab zeigt sich nicht nur die Verhöhnung jeder anstän­di­gen Wissenschaftlichkeit, son­dern es steht beim Video unter "Mehr anse­hen" auch : "maiLab wird pro­du­ziert von Mai Thi Nguyen-Kim für funk (ARD & ZDF)". Alles klar…

    2. Doch, bit­te wei­ter­ma­chen. Das Geschwurbel ist höchst unter­halt­sam, zeigt es doch sehr deut­lich, das Drosten ein Schaumschläger aller­ers­ter Güteklasse ist. Don Quichote!

  2. Langsam?
    Sorry, aber der Mann ist schon län­ger gemein­ge­fähr­lich. Daß er dafür auch noch mit Preisen über­häuft wird, läßt aller­dings auch in ande­ren Bereichen sehr, sehr tief blicken…
    Wenn es nicht so schreck­lich wäre, müß­te man lachen. Aber das bleibt einem immer mehr im Hals ste­cken, die­ser Tage.

  3. Abgesehen vom Inhalt ver­ge­be ich Note 6 in Deutsch an Drosten wegen Ausdruck, Grammatik und Gedankengang nicht schlüs­sig. Eine abso­lu­te Katastrophe! Wie hat der sei­ne Doktorarbeit geschrieben???
    Allein schon auf­grund der sprach­li­chen Behinderung des D. sind Zweifel angebracht.

  4. @AA: Bitte doch wei­ter­ma­chen mit dem Müll, ich neh­me ihn nur hier zur Kenntnis. Durch Sie gefil­tert kann ich ihn gera­de noch lesen. 

    Frage: Stimmt es, dass in Spanien die Intensivstationen wie­der voll sind? Bzw. was ist die Erklärung aus Sicht der Drosten-Kritiker?

    1. Soviel ich weiß, wer­den in Spanien alle Patienten ins Krankenhaus auf­ge­nom­men, die eine OP brau­chen und OP- Termine wur­den auch nicht ver­scho­ben, um Platz für poten­ti­el­le Covid 19- Fälle frei zu hal­ten. In der Grippezeit kom­men dann, unab­hän­gig vom Erreger der Symptome, auch alle schwe­ren Fälle auf die Intensivstationen. Da das Gesundheitssystem in Spanien längst kaputt­ge­spart wur­de, sind dann eben auch weni­ger Kapazitäten ver­füg­bar und die KH schnell rand­voll. Das heißt aber nicht, dass es mehr schwe­re Covid- Fälle dort gibt oder Todesfälle alle die­sem Virus geschul­det sind. Die vie­len alar­mie­ren­den (falsch-)positiven Testergebnisse sind einer der­zeit nied­ri­ger Prävalenz geschuldet.

      1. Auf worldometers.info/coronavirus/country/spain
        kann man sehr schön sehen, dass die "Infektionsrate" schon wie­der zurück­geht. Die Anzahl der Toten liegt pro Tag etwa bei 80/Tag. Im April waren es 800 pro Tag.
        Ähnlich sieht es in Frankreich, Niederlande, Belgien, UK und Italien aus.
        Spanien hat eine Sterblichkeit von etwa 1385 Menschen pro Tag. Im Winterhalbjahr steigt die Sterblichkeit wie im übri­gen Europa oft um bis zu 40% an. Derzeit hat Covid dort ein Anteil an der Gesamtsterblichkeit von etwa 6%. Diese ist lt. euromomo.eu der­zeit nicht grö­ßer als in den Vorjahren.

        1. Würde mich nicht wun­dern, wenn Spanien und Frankreich da ver­gleich­bar wären, des­halb den wich­ti­gen Hinweis eines Foristen auch hier:

          https://www.klinikum-kulmbach.de/fileadmin/user_upload/Patientenzeitschrift/web_UNSER_KLINIKUM_Juni_2020.pdf

          sie­he Seite 5

          https://www.corodok.de/frankreich-todeszahlen-steigen-langsam/

          Insgesamt wur­den damit schon eine Vielzahl von Faktoren iden­ti­fi­ziert, wie Todeszahlen DURCH MAßNAHMEN in die Höhe getrie­ben wur­den (man den­ke auch an das Verlegen von Erkankten aus Krankenhäusern in Pflegeheime um Raum für Covid-Patienente zu schaf­fen, prak­ti­ziert in Bergamon und New York, die Sterbezahlen gin­gen durch die geschür­te Panik und deren Folgen in die Höhe!)

  5. Eher galop­pie­ren­de Kreativparanoia. Was bit­te ist jetzt ein Cluster Tagebuch. Eine Singularität? Müssten die­se Bücher nicht eher im Rudel auf­tre­ten? Wenn ich mir vor­stel­le, dass irgend­wie, irgend­wo, irgend­wann Walter Moers die­ses Thema auf­greift, mit Anagrammen spickt (Christian Drosten → Air Snitch Torsden (klingt nach Luftabschneider) oder Jens Spahn → Jan Shpesn (klingt aweng baju­va­risch)), und nach Zamonien tele­por­tiert, dann wird dar­aus ein Buchhaimisches Wahnsinnswerk.

  6. Sehe ich auch so: Der Drosten ist wirr im Kopf.
    Aber er ist nicht allein. Der Wahnsinn kennt kei­ne Grenzen und wenn man dafür noch belohnt wird erst recht nicht. Meine armen Enkel.

  7. Apropos " Cluster-Tagebuch " .
    Dies erin­nert bestimmt eini­ge ehe­ma­li­ge Bewohner der DDR an das "Hausbuch".
    Jeder Hausbesitzer war gesetz­lich zur der Führung eines Hausbuches ver­pflich­tet. In den Wohnblocks gab es dafür pro Eingang einen sog. Hausverwalter, der dafür zustän­dig war.
    U.a. galt für alle Gäste folgendes:
    Angaben wie Name, Geburtsdatum und –ort, die stän­di­ge Wohnanschrift, Personalausweisnummer und Staatsangehörigkeit . Außerdem gab es Spalten für Eintragungen der vor­aus­sicht­li­chen Dauer des Aufenthaltes, wann die Volkspolizei benach­rich­tigt wur­de ( für Bürger der BRD ) und bei wem der Besuch im Haus verweilte.
    Das Hausbuch dien­te dem Staat als Instrument zur Kontrolle und Überwachung sei­ner Bürger. Bei Bedarf konn­ten die Hausbücher bei­spiels­wei­se dar­über Auskunft geben, wer wie oft und von wem besucht wurde.
    Wer an die­sen Daten Interesse hatte,braucht man hier nicht zu schreiben.
    Weitere emp­foh­len Infos bspw. unter
    https://www.ddr-museum.de/de/blog/archive/das-hausbuch

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hausbuch_(DDR)

    1. Liebe Pusteblume, ja, in der DDR gab es Meldegesetze und ‑ver­ord­nun­gen – so wie das auch in vie­len ande­ren Ländern üblich war oder ist, auch in der dama­li­gen wie der heu­ti­gen BRD. Ebenso üblich ist es aller­dings auch über­all, dass sich die Leute mehr oder weni­ger (meist weni­ger) an sol­cher­art Vorschriften hal­ten. Ich kann mich nicht jeden­falls erin­nern, jemals irgend­wo zwecks Registrierung in so einem Hausbuch befragt wor­den zu sein.
      Behörden nei­gen über­all auf der Welt zu Datensammelwut, das alles ist weder neu noch beson­ders auf­se­hen­er­re­gend; neu und durch­aus besorg­nis­er­re­gend sind die Möglichkeiten (umfas­sen­der) elek­tro­ni­scher Überwachung, aber auch die wach­sen­de Bereitschaft, alle mög­li­chen Daten ganz und gar frei­wil­lig über­all zur Verfügung zu stel­len – ange­sichts des­sen sind die­se alten Hausbücher wirk­lich nur ein Witz.

    2. Vielen Dank für die Information . Ich lese ita­lie­ni­sche, fran­zö­si­sche, eng­li­sche Presse zu den Conjob19 Nachrichten , das Tagebuch scheint tat­säch­lich spe­zi­fisch deut­sche Anweisung. Dieses Tagebuch wur­de anders­wo kurz erwähnt aber nicht wei­ter­ver­folgt. Abgesehen von dem Tagebuch füh­ren sind die Befehle gleichlautend.

  8. Es ist ein­fach nicht zum Aushalten, was die­ser ver­meint­li­che "Wissenschaftler" so von sich gibt.
    Er soll­te die ers­te Impfung an sich ausprobieren.…dann ist bald Ruhe mit sei­nem Geschwafel…und danach sei­ne Kumpels wie Wieler, Spahn, Merkel, Söder und Co und dann die WHO-Typen…was sucht so ein Mensch noch in den Medien.…Psychiatrie oder Knast…, da gehört er hin.…wir wol­len end­lich wie­der leben, lie­ben, lachen, lus­tig sein und nicht die­sen Psycho-Terror von die­sen Verrückten.

    1. Leider gibt es in mei­nem Umfeld noch zahl­rei­che Drosten-Jünger, die sei­nen Podcast als eine hei­li­ge Schrift ver­eh­ren. Aber es fal­len doch eini­ge vom Glauben ab oder zwei­feln zumindest.…

      …ich bin fas­sungs­los, für wie dumm sich die Mehrheit der Bürger ver­kau­fen lässt und dass noch immer so weni­ge Menschen auf die Straße gehen. Bin am Samstag in Stuttgart und las­se mich von Übernachtungsverbot für die Anreise aus einem NRW-Risikogebiet nicht beir­ren. Mal sehen, wie viel dort los sein wird.

  9. Es ist schon irre: die­ser [nichtganz­bei] Drosten beschreibt völ­lig nor­ma­le, trau­ri­ge Tatsachen des Lebens:

    Menschen ster­ben, auch jun­ge Menschen, Familien wer­den schwer getrof­fen, es gibt Krankheit, Tod, Leid und Elend auf der Welt -

    und tut so, wie wenn dies zu ver­hin­dern wäre, indem man auf sei­nen Rat hört.

    Gibt es eigent­lich über­haupt noch einen tref­fen­den Begriff für so eine Hybris, Wahnhaftigkeit, Selbstapotheose, Selbstüberschätzung, Durchgeknalltheit? 

    Sektenführer? Guru? Messias? Hochstapler? … eigent­lich trifft's nur: Irrer!

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