Drosten-Podcast 60. Langsam wird es gemeingefährlich

Ges­tern war es wie­der so weit. Der neu­es­te Pod­cast des Men­schen, der die dies­jäh­ri­ge Schil­ler-Rede hal­ten wird, brach­te uns Gefähr­li­ches zur Kenntnis:

Inzidenzgipfel auf plattem Land ganz oben links

»Ins­ge­samt ist es so, dass sich das Virus, wie auch vor­aus­ge­sagt, geo­gra­fisch immer wei­ter ver­teilt hat, fast wie eine Dif­fu­si­on. Wir sehen
im Moment zum Bei­spiel erstaun­li­cher­wei­se ganz oben links in der Ecke von Deutsch­land, im Ems­land … Die Gegend, wo wir bei­de her­kom­men. Wer hät­te gedacht, dass da ein gro­ßer Inzi­denz­gip­fel ent­steht? Das ist ja alles wirk­lich plat­tes Land.

Anja Mar­ti­ni
Genau.

Chris­ti­an Drosten
Da sind gar kei­ne Groß­städ­te in der Ecke, aber trotz­dem gibt es da gro­ße Aus­brü­che. Das Virus wird sich wei­ter auf die­se Art und Wei­se ver­hal­ten, dass es sich ein­fach geo­gra­fisch verteilt.«

Es war mei­ne Vor­ein­ge­nom­men­heit, die mich "Inzi­denz­zip­fel" lesen ließ.

Jetzt gegenkorrigieren

Anja Mar­ti­ni ver­steht sich nicht nur auf Hei­mat­kun­de, son­dern auch auf zeit­li­che Abfolgen:

»[Chris­ti­an Dros­ten:] Das ist ja alles nach­lau­fend. Also wenn wir jetzt neue Fäl­le berich­tet bekom­men ans RKI, dann spie­gelt es das wider, was in der Bevöl­ke­rung vor sie­ben, viel­leicht sogar zehn Tagen pas­siert ist.

Anja Mar­ti­ni
Das heißt, wir ren­nen immer ein biss­chen hinterher.

Chris­ti­an Drosten
Genau. Und das ist die gro­ße Her­aus­for­de­rung an die Poli­tik, jetzt Maß­nah­men zu fin­den, die da noch gegen­kor­ri­gie­ren können.«

Problem: einfach noch keine wiedereinsetzende hohe Sterblichkeit

»Anja Mar­ti­ni
… Ich wür­de es mal vor­sich­tig so sagen, ein biss­chen Gleichgültigkeit,
die ist schon noch da. Also die Leu­te wol­len wie­der raus. Sie wol­len wie­der auf die Stra­ße gehen. Sie wol­len noch in ihre Restau­rants gehen. Sie sehen es noch nicht so ganz. Und jetzt mit der Poli­tik noch mal gegen­zu­steu­ern, ist, glau­be ich, nicht ganz ein­fach, oder?

Chris­ti­an Drosten
… Das Pro­blem bei uns, in der Medi­zin oder auch über­haupt in der Gesell­schaft, in den Medi­en [ist] noch nicht so sicht­bar. Also wir haben ein­fach noch kei­ne wie­der­ein­set­zen­de hohe Sterb­lich­keit. Wir haben noch kei­ne kom­plett vol­len Inten­siv­sta­tio­nen, wie das in ande­ren Län­dern bereits wie­der ist, in Spa­ni­en zum Beispiel.« 

WissenschaftlerInnen stören

»[Chris­ti­an Dros­ten:] Und wir haben auch die­se irre­füh­ren­den Stim­men in der Öffent­lich­keit. Da gibt es ja die­se Erklä­rung von den ame­ri­ka­ni­schen und eng­li­schen Wis­sen­schaft­lern, die wirk­lich total irre­ge­führt ist.

Anja Mar­ti­ni
Der offe­ne Brief.«

Die Rede ist von der "Gre­at Bar­ring­ton Erklä­rung" (s.hier), die inzwi­schen von "447,829 con­cer­ned citi­zens, 9,540 medi­cal & public health sci­en­tists, 25,146 medi­cal prac­ti­tio­ners" unter­zeich­net wur­de. Dort wer­den "erns­te Beden­ken hin­sicht­lich der schäd­li­chen Aus­wir­kun­gen der vor­herr­schen­den COVID-19-Maß­nah­men auf die phy­si­sche und psy­chi­sche Gesund­heit" geäu­ßert.

»Chris­ti­an Drosten
Ja, genau. Und da gibt es auch in Deutsch­land Reflek­tio­nen davon. Also, dass Leu­te, die in den Medi­en sind, in der Öffent­lich­keit ste­hen, ein­fach Din­ge sagen, die den Zusam­men­halt und das gemein­sa­me Ver­ständ­nis der Pro­ble­ma­tik stö­ren.

KRITIK AN OFFENEM BRIEF
Anja Mar­ti­ni
Es geht in die­sem Brief ja dar­um, zu sagen, wir schüt­zen nur Risi­ko­grup­pen und wir schüt­zen nur die Älte­ren, um dann den Jun­gen die Mög­lich­keit zu geben, ein­fach ihr Leben fort­zu­füh­ren, das zu machen, was sie eigent­lich immer tun. Die­ser Brief hat mitt­ler­wei­le rela­tiv vie­le Unter­schrif­ten bekom­men. Und das Ziel ist, am Ende eine höhe­re Her­den­im­mu­ni­tät hin­zu­krie­gen. Ist das über­haupt machbar?

Chris­ti­an Drosten
Es gibt zwei Din­ge, die gegen die­se Idee spre­chen. Die­se bei­den Din­ge sind eigent­lich schon im Früh­jahr gesell­schaft­lich kon­sen­tiert wor­den. Das eine ist, es kann nicht gelin­gen, die Älte­ren kom­plett abzu­schir­men. Es ent­ste­hen dabei furcht­ba­re Situa­ti­on. Das wür­de ja bedeu­ten, dass man zum Bei­spiel Senio­ren­re­si­den­zen kom­plett schlie­ßen müss­te für jeden Besuch. Aber es sind ja nicht alle älte­ren Leu­te in Altersheimen.
Das wür­de auch bedeu­ten, dass man inner­halb von Fami­li­en kom­plet­te Besuchs­sper­ren machen müss­te. Das ist ein­fach nicht denk­bar, dass man das so umsetzt.«

Wie­der ein­mal zeigt sich das Prin­zip Dros­ten. Er schnappt irgend­et­was auf, macht sich aber nicht die Mühe nach­zu­le­sen. In der Erklä­rung steht zu "geziel­tem Schutz (Focu­sed Protection)":

»Die Ver­ab­schie­dung von Maß­nah­men zum Schutz der gefähr­de­ten Per­so­nen­grup­pen soll­te das zen­tra­le Ziel der Reak­tio­nen des öffent­li­chen Gesund­heits­we­sens auf COVID-19 sein. Zum Bei­spiel soll­ten Pfle­ge­hei­me Per­so­nal mit erwor­be­ner Immu­ni­tät ein­set­zen und häu­fi­ge PCR-Tests bei ande­ren Mit­ar­bei­tern und allen Besu­chern durch­füh­ren. Der Per­so­nal­wech­sel soll­te mini­miert wer­den. Men­schen im Ruhe­stand, die zu Hau­se woh­nen, soll­ten sich Lebens­mit­tel und ande­re wich­ti­ge Din­ge nach Hau­se lie­fern las­sen. Wenn mög­lich, soll­ten sie Fami­li­en­mit­glie­der eher drau­ßen als drin­nen tref­fen. Eine umfas­sen­de und detail­lier­te Rei­he an Maß­nah­men, dar­un­ter auch Maß­nah­men für Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus­hal­te, kann umge­setzt wer­den und liegt im Rah­men der Mög­lich­kei­ten und Fähig­kei­ten des öffent­li­chen Gesund­heits­we­sens.«

Junge Familien würden auch den Familienvater verlieren oder auch die Mutter

Lang­sam wird der Dros­ten­sche Kon­junk­tiv gemeingefährlich:

»[Chris­ti­an Dros­ten:] Und das ande­re ist, es gibt auch in den jün­ge­ren Alters­grup­pen Risi­ko­pa­ti­en­ten, das sind eben auch nicht so weni­ge. Und wenn man die­se Erkran­kung in den jün­ge­ren Alters­grup­pen durch­lau­fen las­sen wür­de, das wür­de dazu füh­ren, dass wir ganz vie­le Infek­tio­nen auch in die­sen jün­ge­ren Alters­grup­pen auf ein­mal hät­ten. Wir haben hier eine Pan­de­mie vor uns. Wir sind immu­no­lo­gisch nicht geschützt gegen die­ses Virus.

Und dann sind die Antei­le von Risi­ko­pa­ti­en­ten in die­sen jün­ge­ren Alters­grup­pen so hoch, dass wir auch da wie­der an die Belas­tungs­gren­ze der Medi­zin kämen. Wir hät­ten hier auch einen ande­ren Typ von Pati­en­ten, der gesell­schaft­lich noch mal ganz anders wahr­ge­nom­men wer­den wür­de. Da wür­den jun­ge Fami­li­en auch den Fami­li­en­va­ter ver­lie­ren oder auch die Mut­ter. Das ist ein­fach noch mal eine ganz ande­re Kon­se­quenz. Und das kann man ein­fach so nicht durch­lau­fen lassen.«

Wissenschaftler, die einfach die Situation verstehen und nicht blind auf dem Auge sind

»Chris­ti­an Drosten
Wir wol­len mal hof­fen, dass wir das irgend­wie ver­hin­dern kön­nen. Wir ver­su­chen uns im Moment, sagen wir mal in einem Kreis von Wis­sen­schaft­lern, die ein­fach die Situa­ti­on ver­ste­hen und die kom­mu­ni­ka­ti­ons­wil­lig sind, die Gesell­schaft zu infor­mie­ren dar­über, was droht und auch dar­über, dass man das jetzt rela­tiv gut noch ver­hin­dern kann, wenn man zusammensteht.…Wenn man den Zeit­punkt ver­passt, hat man ihn ver­passt. Und dann muss man nicht reagie­ren, son­dern korrigieren…«

Genau wie in Spanien, wo alles anders ist

»Anja Mar­ti­ni
Was sehen wir denn? Sind wir noch ein biss­chen blind auf dem Auge?

Chris­ti­an Drosten
Ja, das wür­de ich schon so sagen. Wir sehen bei­spiels­wei­se in Spa­ni­en schon wie­der kom­plett vol­le Inten­siv­sta­tio­nen in den Gegen­den, die betrof­fen sind. Und das sind wirk­lich gro­ße geo­gra­fi­sche Berei­che. Es gibt kei­nen Grund zu den­ken, dass das bei uns anders lau­fen wür­de. Es gibt sicher­lich eini­ge Grün­de, war­um bei uns viel­leicht bestimm­te Anstiegs­ge­schwin­dig­kei­ten lang­sa­mer sind. Haben wir alles schon x‑mal bespro­chen, wie zum Bei­spiel die Fami­li­en­struk­tur, die bei uns anders ist. Wir haben mehr Ein­per­so­nen­haus­hal­te. Wir haben eine stär­ke­re Tren­nung der Gene­ra­tio­nen. Und das ist sicher­lich in Spa­ni­en anders. Das führt bestimmt dazu, dass dort die Epi­de­mie schnel­ler wächst. Es kann aber auch sein, dass dort ein­fach nicht so viel Dia­gnos­tik gemacht wur­de wie bei uns, sodass man es ein biss­chen spä­ter gemerkt hat, das Gan­ze, aber ins­ge­samt ist es das­sel­be Virus. Und wir haben doch ähn­lich struk­tu­rier­te Gesell­schaf­ten und wir soll­ten davor nicht die Augen ver­schlie­ßen, dass uns das­sel­be pas­sie­ren wird.«

Cluster, siehe auch Perkolationismus – Gesundheitsämter haben keine Ahnung

»[Chris­ti­an Dros­ten:] Wir haben immer noch eine sehr star­ke Fokus­sie­rung in der Fall­ver­fol­gung nach vor­ne. Das heißt, wir fra­gen: Die­ser Pati­ent, der sich hier infi­ziert hat, wen kann der infi­ziert haben, sowohl in den letz­ten paar Tagen, mit wem hat­te der Kon­takt, wie auch nach vor­ne gedacht, soll der zu Hau­se blei­ben und iso­liert wer­den, dass er kei­ne Per­so­nen nach vor­wärts mehr infiziert. 

Aber der Zeit­punkt, zu dem wir die­se Infek­ti­on bemer­ken bei dem Pati­en­ten, ist eigent­lich ein Zeit­punkt, wo die Infek­tio­si­tät prak­tisch schon vor­bei ist. Und die paar Leu­te, die der in den letz­ten paar Tagen infi­ziert haben könn­te, die trei­ben nicht das Infek­ti­ons­ge­sche­hen, son­dern was das Infek­ti­ons­ge­sche­hen wirk­lich treibt, ist das Quell­clus­ter aus dem der sei­ne Infek­ti­on hat. Denn es ist wei­ter­hin so, dass die­se Infek­ti­on sich in Clus­tern ver­brei­tet. Auch wenn die Gesund­heits­äm­ter im Moment sagen, es wird zuneh­mend ein dif­fu­ses Infek­ti­ons­ge­sche­hen, wir kön­nen nicht mehr rekon­stru­ie­ren, wo die Infek­ti­on her­kom­men, dann ist das nicht eine Beschrei­bung der Rea­li­tät, in der das Virus sich ver­brei­tet, son­dern das ist eine Beschrei­bung des Ein­drucks, den man im Gesund­heits­amt gewinnt…

Wir haben ein­fach die­ses Gedächt­nis nicht. Wir kön­nen uns nicht dran erin­nern, in wel­chen spe­zi­el­len Situa­tio­nen, Gefähr­dungs­si­tua­tio­nen, wir vor sie­ben bis zehn Tagen gewe­sen sind. Das Pro­blem aber ist, die­se Gefähr­dungs­si­tua­ti­on, in der wir uns vor sie­ben bis zehn Tagen infi­ziert haben, die besteht immer noch. Die­ses Clus­ter köchelt immer noch. Und ohne dass es jemand weiß, ohne dass die Fäl­le bis­her gemel­det sind,
haben wir hier ein köcheln­des Quell­clus­ter.«

Akquisitionen von Infektionen unzureichend

»[Chris­ti­an Dros­ten:] Wir sehen im Moment in den Mel­de­sta­tis­ti­ken zwar den Ein­druck, das kommt von Fami­li­en­fei­ern und es kommt aus dem Haus­halt. Das kommt nicht aus der Arbeits­si­tua­ti­on und nicht aus öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln und so weiter.

Anja Mar­ti­ni
Vom Restaurantbesuch.

Chris­ti­an Drosten
Rich­tig, genau. Alle die­se Din­ge, die sind im Moment nicht in der Mel­de­sta­tis­tik. Die Gesund­heits­äm­ter sagen, es sind eben doch die Pri­vat­si­tua­tio­nen, es sind Fami­li­en­fei­ern, es ist der Haus­halt. Nur, jetzt schau­en wir noch mal genau auf die­se Mel­de­sta­tis­ti­ken. Und was wir dort sehen, ist, dass über die Hälf­te aller Akqui­si­tio­nen von Infek­tio­nen nicht auf­klär­bar sind. Das heißt, wenn man sagt, es kommt über­wie­gend aus Fami­li­en­fei­ern, dann ist das nicht so, dass das die über­wie­gen­de Zahl aller Infek­tio­nen ist, son­dern das ist die über­wie­gen­de Zahl aller zu rekon­stru­ie­ren­den Infek­tio­nen. Und die rekon­stru­ier­ba­ren Infek­tio­nen sind in der Min­der­heit. Das ist der Ein­druck, dass wir ein zuneh­mend dif­fu­ses Gesche­hen krie­gen. Aber die­ser Cha­rak­ter, dass das dif­fus ist, das ist letzt­end­lich der Ein­druck. Die Leu­te kön­nen nicht sagen, wo sie sich ange­steckt haben. Und daher kommt die­ser Vor­schlag, den ich schon seit Wochen mache, dass jeder Bür­ger ein Clus­ter-Kon­tak­t­­ta­ge­buch füh­ren soll­te

Wenn der reservierte Tisch drinnen ist

»[Chris­ti­an Dros­ten:] Das ist nicht auf­wen­dig. Man kann sich jeden Abend zum Bei­spiel ins Smart­phone, in den Notiz­block oder auch auf irgend­ei­nem Papier­zet­tel schrei­ben, wo war ich heu­te, wo es mir eigent­lich nicht ganz geheu­er war. Also war ich heu­te in einer Situa­ti­on, da hat­te ich das Gefühl, hier sind eigent­lich zu vie­le Leu­te in einem geschlos­se­nen Raum zusam­men, zu eng bei­ein­an­der, auch wenn die meis­ten Mas­ke getra­gen haben, irgend­wie hät­te das nicht sein sol­len

Wenn man in ein Restau­rant geht und man hat­te eigent­lich vor drau­ßen zu sit­zen, aber jetzt ist es doch kalt gewor­den und der reser­vier­te Tisch ist drin­nen – okay, man geht rein und macht das eben mal. Wür­de ich mich in zehn Tagen dar­an erinnern?

Anja Mar­ti­ni
Wahr­schein­lich nicht.

Chris­ti­an Drosten
Ernst­haft. Also wenn ich plötz­lich Fie­ber krie­gen wür­de, wür­de ich das mer­ken? Nein, ich wür­de mir das nicht gemerkt haben. Und ich wür­de sagen: "Ich kann es nicht sagen." Oder ich wür­de auch sagen: "Na ja, wahr­schein­lich im Haus­halt, denn mei­ne Part­ne­rin, die hat auch Fie­ber, die ist auch krank. Also wird es doch wohl im Haus­halt statt­ge­fun­den haben." Aber ich war ja mit mei­ner Part­ne­rin auch essen. Aber ich habe mir das nicht auf­ge­schrie­ben und dar­um mer­ke ich mir das nicht.«

Mit Maske ist verdammt gefährlich

»[Chris­ti­an Dros­ten:] Bei­spiels­wei­se im Arbeits­le­ben, da war so ein Mee­ting, das ist nicht regel­mä­ßig, aber da waren 30 Leu­te im Raum. Die saßen alle auf Abstand und die hat­ten alle Mas­ken auf. Aber das war so eine Situa­ti­on, die fin­det nicht regel­mä­ßig statt, viel­leicht habe ich es mir doch da geholt. Zumin­dest wenn ich es mir auf­ge­schrie­ben habe, dann wür­de ich die­se Mög­lich­keit mal durch­spie­len und fra­gen, ist das im rich­ti­gen Zeit­rah­men rück­bli­ckend gewe­sen? Und es ist ja doch so, das ist eine Hand­lungs­mög­lich­keit, die wir alle haben. Wir müs­sen doch alle
auch mit­ma­chen kön­nen als Alltagsmenschen. «

Ich geb's auf für den Moment. Fort­set­zung folgt.

(Her­vor­he­bun­gen nicht imOriginal.)

24 Antworten auf „Drosten-Podcast 60. Langsam wird es gemeingefährlich“

  1. Bit­te nicht mehr wei­ter­ma­chen mit dem Müll den die­ser Mann abson­dert. Man wird irre wenn man das liest. In mei­nen Augen ist die­ser Mann krank. Hast du das neu­es­te Video von Mai­lab gese­hen? Die ver­langt tat­säch­lich eine Art Gesin­nungs­test für Wis­sen­schaft­ler in den Medi­en. Es sol­len sich nur noch Wis­sen­schaft­ler äußern dür­fen, die die rich­ti­ge Mei­nung ver­tre­ten. Wir sind längst mit­ten in einer Dik­ta­tur der Idio­ten und kom­men da auch nicht mehr raus.

    1. Ja Mar­kus Fritsche,
      bei Mai­lab zeigt sich nicht nur die Ver­höh­nung jeder anstän­di­gen Wis­sen­schaft­lich­keit, son­dern es steht beim Video unter "Mehr anse­hen" auch : "mai­Lab wird pro­du­ziert von Mai Thi Nguy­en-Kim für funk (ARD & ZDF)". Alles klar…

    2. Doch, bit­te wei­ter­ma­chen. Das Geschwur­bel ist höchst unter­halt­sam, zeigt es doch sehr deut­lich, das Dros­ten ein Schaum­schlä­ger aller­ers­ter Güte­klas­se ist. Don Quichote!

  2. Lang­sam?
    Sor­ry, aber der Mann ist schon län­ger gemein­ge­fähr­lich. Daß er dafür auch noch mit Prei­sen über­häuft wird, läßt aller­dings auch in ande­ren Berei­chen sehr, sehr tief blicken…
    Wenn es nicht so schreck­lich wäre, müß­te man lachen. Aber das bleibt einem immer mehr im Hals ste­cken, die­ser Tage.

  3. Abge­se­hen vom Inhalt ver­ge­be ich Note 6 in Deutsch an Dros­ten wegen Aus­druck, Gram­ma­tik und Gedan­ken­gang nicht schlüs­sig. Eine abso­lu­te Kata­stro­phe! Wie hat der sei­ne Dok­tor­ar­beit geschrieben???
    Allein schon auf­grund der sprach­li­chen Behin­de­rung des D. sind Zwei­fel angebracht.

  4. @AA: Bit­te doch wei­ter­ma­chen mit dem Müll, ich neh­me ihn nur hier zur Kennt­nis. Durch Sie gefil­tert kann ich ihn gera­de noch lesen. 

    Fra­ge: Stimmt es, dass in Spa­ni­en die Inten­siv­sta­tio­nen wie­der voll sind? Bzw. was ist die Erklä­rung aus Sicht der Drosten-Kritiker?

    1. Soviel ich weiß, wer­den in Spa­ni­en alle Pati­en­ten ins Kran­ken­haus auf­ge­nom­men, die eine OP brau­chen und OP- Ter­mi­ne wur­den auch nicht ver­scho­ben, um Platz für poten­ti­el­le Covid 19- Fäl­le frei zu hal­ten. In der Grip­pe­ze­it kom­men dann, unab­hän­gig vom Erre­ger der Sym­pto­me, auch alle schwe­ren Fäl­le auf die Inten­siv­sta­tio­nen. Da das Gesund­heits­sys­tem in Spa­ni­en längst kaputt­ge­spart wur­de, sind dann eben auch weni­ger Kapa­zi­tä­ten ver­füg­bar und die KH schnell rand­voll. Das heißt aber nicht, dass es mehr schwe­re Covid- Fäl­le dort gibt oder Todes­fäl­le alle die­sem Virus geschul­det sind. Die vie­len alar­mie­ren­den (falsch-)positiven Test­ergeb­nis­se sind einer der­zeit nied­ri­ger Prä­va­lenz geschuldet.

      1. Auf worl​do​me​ters​.info/​c​o​r​o​n​a​v​i​r​u​s​/​c​o​u​n​t​r​y​/​s​p​ain
        kann man sehr schön sehen, dass die "Infek­ti­ons­ra­te" schon wie­der zurück­geht. Die Anzahl der Toten liegt pro Tag etwa bei 80/Tag. Im April waren es 800 pro Tag.
        Ähn­lich sieht es in Frank­reich, Nie­der­lan­de, Bel­gi­en, UK und Ita­li­en aus.
        Spa­ni­en hat eine Sterb­lich­keit von etwa 1385 Men­schen pro Tag. Im Win­ter­halb­jahr steigt die Sterb­lich­keit wie im übri­gen Euro­pa oft um bis zu 40% an. Der­zeit hat Covid dort ein Anteil an der Gesamt­sterb­lich­keit von etwa 6%. Die­se ist lt. euro​mo​mo​.eu der­zeit nicht grö­ßer als in den Vorjahren.

        1. Wür­de mich nicht wun­dern, wenn Spa­ni­en und Frank­reich da ver­gleich­bar wären, des­halb den wich­ti­gen Hin­weis eines Foris­ten auch hier:

          https://​www​.kli​ni​kum​-kulm​bach​.de/​f​i​l​e​a​d​m​i​n​/​u​s​e​r​_​u​p​l​o​a​d​/​P​a​t​i​e​n​t​e​n​z​e​i​t​s​c​h​r​i​f​t​/​w​e​b​_​U​N​S​E​R​_​K​L​I​N​I​K​U​M​_​J​u​n​i​_​2​0​2​0​.​pdf

          sie­he Sei­te 5

          https://​www​.coro​dok​.de/​f​r​a​n​k​r​e​i​c​h​-​t​o​d​e​s​z​a​h​l​e​n​-​s​t​e​i​g​e​n​-​l​a​n​g​s​am/

          Ins­ge­samt wur­den damit schon eine Viel­zahl von Fak­to­ren iden­ti­fi­ziert, wie Todes­zah­len DURCH MAß­NAH­MEN in die Höhe getrie­ben wur­den (man den­ke auch an das Ver­le­gen von Erkank­ten aus Kran­ken­häu­sern in Pfle­ge­hei­me um Raum für Covid-Pati­en­en­te zu schaf­fen, prak­ti­ziert in Ber­ga­mon und New York, die Ster­be­zah­len gin­gen durch die geschür­te Panik und deren Fol­gen in die Höhe!)

  5. Eher galop­pie­ren­de Krea­tiv­pa­ra­noia. Was bit­te ist jetzt ein Clus­ter Tage­buch. Eine Sin­gu­la­ri­tät? Müss­ten die­se Bücher nicht eher im Rudel auf­tre­ten? Wenn ich mir vor­stel­le, dass irgend­wie, irgend­wo, irgend­wann Wal­ter Moers die­ses The­ma auf­greift, mit Ana­gram­men spickt (Chris­ti­an Dros­ten → Air Snitch Tors­den (klingt nach Luft­ab­schnei­der) oder Jens Spahn → Jan Shpesn (klingt aweng baju­va­risch)), und nach Zamo­nien tele­por­tiert, dann wird dar­aus ein Buch­hai­mi­sches Wahnsinnswerk.

  6. Sehe ich auch so: Der Dros­ten ist wirr im Kopf.
    Aber er ist nicht allein. Der Wahn­sinn kennt kei­ne Gren­zen und wenn man dafür noch belohnt wird erst recht nicht. Mei­ne armen Enkel.

  7. Apro­pos " Cluster-Tagebuch " .
    Dies erin­nert bestimmt eini­ge ehe­ma­li­ge Bewoh­ner der DDR an das "Haus­buch".
    Jeder Haus­be­sit­zer war gesetz­lich zur der Füh­rung eines Haus­bu­ches ver­pflich­tet. In den Wohn­blocks gab es dafür pro Ein­gang einen sog. Haus­ver­wal­ter, der dafür zustän­dig war.
    U.a. galt für alle Gäs­te folgendes:
    Anga­ben wie Name, Geburts­da­tum und –ort, die stän­di­ge Wohn­an­schrift, Per­so­nal­aus­weis­num­mer und Staats­an­ge­hö­rig­keit . Außer­dem gab es Spal­ten für Ein­tra­gun­gen der vor­aus­sicht­li­chen Dau­er des Auf­ent­hal­tes, wann die Volks­po­li­zei benach­rich­tigt wur­de ( für Bür­ger der BRD ) und bei wem der Besuch im Haus verweilte.
    Das Haus­buch dien­te dem Staat als Instru­ment zur Kon­trol­le und Über­wa­chung sei­ner Bür­ger. Bei Bedarf konn­ten die Haus­bü­cher bei­spiels­wei­se dar­über Aus­kunft geben, wer wie oft und von wem besucht wurde.
    Wer an die­sen Daten Inter­es­se hatte,braucht man hier nicht zu schreiben.
    Wei­te­re emp­foh­len Infos bspw. unter
    https://​www​.ddr​-muse​um​.de/​d​e​/​b​l​o​g​/​a​r​c​h​i​v​e​/​d​a​s​-​h​a​u​s​b​uch

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hausbuch_(DDR)

    1. Lie­be Pus­te­blu­me, ja, in der DDR gab es Mel­de­ge­set­ze und ‑ver­ord­nun­gen – so wie das auch in vie­len ande­ren Län­dern üblich war oder ist, auch in der dama­li­gen wie der heu­ti­gen BRD. Eben­so üblich ist es aller­dings auch über­all, dass sich die Leu­te mehr oder weni­ger (meist weni­ger) an sol­cher­art Vor­schrif­ten hal­ten. Ich kann mich nicht jeden­falls erin­nern, jemals irgend­wo zwecks Regis­trie­rung in so einem Haus­buch befragt wor­den zu sein.
      Behör­den nei­gen über­all auf der Welt zu Daten­sam­mel­wut, das alles ist weder neu noch beson­ders auf­se­hen­er­re­gend; neu und durch­aus besorg­nis­er­re­gend sind die Mög­lich­kei­ten (umfas­sen­der) elek­tro­ni­scher Über­wa­chung, aber auch die wach­sen­de Bereit­schaft, alle mög­li­chen Daten ganz und gar frei­wil­lig über­all zur Ver­fü­gung zu stel­len – ange­sichts des­sen sind die­se alten Haus­bü­cher wirk­lich nur ein Witz.

    2. Vie­len Dank für die Infor­ma­ti­on . Ich lese ita­lie­ni­sche, fran­zö­si­sche, eng­li­sche Pres­se zu den Conjob19 Nach­rich­ten , das Tage­buch scheint tat­säch­lich spe­zi­fisch deut­sche Anwei­sung. Die­ses Tage­buch wur­de anders­wo kurz erwähnt aber nicht wei­ter­ver­folgt. Abge­se­hen von dem Tage­buch füh­ren sind die Befeh­le gleichlautend.

  8. Es ist ein­fach nicht zum Aus­hal­ten, was die­ser ver­meint­li­che "Wis­sen­schaft­ler" so von sich gibt.
    Er soll­te die ers­te Imp­fung an sich ausprobieren.…dann ist bald Ruhe mit sei­nem Geschwafel…und danach sei­ne Kum­pels wie Wie­ler, Spahn, Mer­kel, Söder und Co und dann die WHO-Typen…was sucht so ein Mensch noch in den Medien.…Psychiatrie oder Knast…, da gehört er hin.…wir wol­len end­lich wie­der leben, lie­ben, lachen, lus­tig sein und nicht die­sen Psycho-Ter­ror von die­sen Verrückten.

    1. Lei­der gibt es in mei­nem Umfeld noch zahl­rei­che Dros­ten-Jün­ger, die sei­nen Pod­cast als eine hei­li­ge Schrift ver­eh­ren. Aber es fal­len doch eini­ge vom Glau­ben ab oder zwei­feln zumindest.…

      …ich bin fas­sungs­los, für wie dumm sich die Mehr­heit der Bür­ger ver­kau­fen lässt und dass noch immer so weni­ge Men­schen auf die Stra­ße gehen. Bin am Sams­tag in Stutt­gart und las­se mich von Über­nach­tungs­ver­bot für die Anrei­se aus einem NRW-Risi­ko­ge­biet nicht beir­ren. Mal sehen, wie viel dort los sein wird.

  9. Es ist schon irre: die­ser [nicht­ganz­bei] Dros­ten beschreibt völ­lig nor­ma­le, trau­ri­ge Tat­sa­chen des Lebens:

    Men­schen ster­ben, auch jun­ge Men­schen, Fami­li­en wer­den schwer getrof­fen, es gibt Krank­heit, Tod, Leid und Elend auf der Welt -

    und tut so, wie wenn dies zu ver­hin­dern wäre, indem man auf sei­nen Rat hört.

    Gibt es eigent­lich über­haupt noch einen tref­fen­den Begriff für so eine Hybris, Wahn­haf­tig­keit, Selb­stapo­theo­se, Selbst­über­schät­zung, Durchgeknalltheit? 

    Sek­ten­füh­rer? Guru? Mes­si­as? Hoch­stap­ler? … eigent­lich trifft's nur: Irrer!

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