Dutzende DemonstrantInnen in Frankreich

Diese Überschrift ist auch nicht fal­scher als die auf tagesschau.de:

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»Freiheitseinschränkungen wer­fen die Demonstranten der fran­zö­si­schen Regierung vor. Konkret geht es um die Einführung eines Corona-Gesundheitspasses und die Impfpflicht im Gesundheitswesen. Zehntausende gin­gen lan­des­weit auf die Straße.

Das vier­te Wochenende in Folge haben in Frankreich Zehntausende Menschen gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung pro­tes­tiert. Das fran­zö­si­sche Innenministerium gab die Zahl der lan­des­wei­ten Teilnehmer mit 237.000 an, davon 17.000 allein in Paris. In der fran­zö­si­schen Hauptstadt gab es gleich meh­re­re Protestmärsche. Nach Informationen des Radiosenders France Info nah­men im Süden in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur bis zu 37.000 Menschen an Protesten teil. In Nizza sol­len es zwi­schen 10.000 und 20.000 Menschen gewe­sen sein. In Lyon setz­te die Polizei dabei TV-Bildern zufol­ge Tränengas ein, um Aktivisten auseinanderzutreiben.

Am Donnerstag hat­te Frankreichs Verfassungsrat die umstrit­te­ne Impfpflicht für das Personal im Gesundheitswesen sowie den so genann­ten Gesundheitspass gebil­ligt. Der Pass muss ab Montag beim Betreten von Cafés, Restaurants, Fernzügen und ‑bus­sen und von man­chen Krankenhäusern vor­ge­zeigt wer­den. Bisher galt er nur für kul­tu­rel­le Veranstaltungen und Freizeitangebote, wie Kinos und Freizeitparks.

Demonstranten sehen Einschränkung persönlicher Freiheiten

Teilnehmer der Protestaktion sahen durch den Pass, der nur an Geimpfte, Genesene und kürz­lich auf das Coronavirus Getestete aus­ge­ge­ben wird, eine Einschränkung ihrer per­sön­li­chen Freiheit. Manche wand­ten sich auch gegen die Corona-Impfpflicht für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die ab dem 15. September gilt.

Die Demonstranten tru­gen Plakate mit der Aufschrift "Unsere Freiheiten ster­ben" und "Impfung: Fasst unse­re Kinder nicht an". Muriel, eine 55 Jahre alte Pariserin, die ihren Nachnamen nicht nen­nen woll­te, sag­te der Nachrichtenagentur AP, sie pro­tes­tie­re vor allem gegen "die ver­kapp­te Zwangsimpfung". "Es ist ein unglaub­li­cher Schlag gegen unse­re Grundfreiheiten, also stim­me ich nicht zu." Ghislain, der eben­falls sei­nen Nachnamen nicht nann­te, kün­dig­te an, dass es ab Montag zu Streiks der Krankenhausangestellten und Feuerwehrleute kom­men wer­de und dass die Impfgegner Restaurants boy­kot­tie­ren woll­ten.«

19 Antworten auf „Dutzende DemonstrantInnen in Frankreich“

  1. Was? Die wol­len ihre Nachnamen nicht nennen?
    (Hm, ich wür­de AP et al wahr­schein­lich sogar einen fal­schen Vornamen nennen).
    Streiks sind en France natür­lich grund­sätz­lich eine gute Idee: wenn es aber um "Krankenhausangestellte und Feuerwehrleute" geht, hört der Spaß natür­lich auf!
    Die Presse hat sicher schon die rich­ti­gen Kommentare, sowie Berichte über die mora­li­sche Entrüstung von "Bürgerinnen und Bürgern" (die auch ihre Nachnamen ger­ne nen­nen) in pet­to (Was, die ver­wei­gern sich nicht nur den "Pieksen", son­dern auch noch Kranken zu hel­fen oder Brände zu bekämpfen?) 

    Dass "die Impfgegner Restaurants boy­kot­tie­ren" wird den Rechtgläubigen natür­lich am Arsch vor­bei­ge­hen – man bleibt dann schließ­lich erst recht unter sich.
    Den Restaurantbesitzern (auch wenn sie recht­gläu­big sind) eher weni­ger – wer weiß schon, wie sich ein demons­tra­ti­ver Boykott mit­tel- oder lang­fris­tig auswirkt?

    [Pointe am Rande: "gegen­dert" wur­den in dem Berichtchen nur die "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen".
    Das gene­ri­sche Maskulinum bleibt den Bösen vor­be­hal­ten: "Demonstranten", "Impfgegner" – … .
    Was wohl "Muriel, eine 55 Jahre alte Pariserin, die ihren Nachnamen nicht nen­nen woll­te" dazu sagt?]

  2. Bevor es viel­leicht bei uns soweit kommt, laden noch­mal ein paar Ärzte zur Informationsveranstaltung.
    "Schluss mit der beding­ten Zulassung"
    https://tkp.at/2021/08/08/schluss-mit-der-bedingten-zulassung/

    "News & Infos & Updates
    04.08.2021
    Save the date: 14.08.2021 in Leipzig
    Es laden ein:
    "Mediziner und Wissenschaftler klä­ren auf"
    zur Kundgebung mit Umzug am 14. August um 15:00 Uhr auf dem Augustusplatz in Leipzig.
    Mit dabei sind u.a.:
    Dr. Carola Javid-Kristel
    Dr. Heinrich Fiechtner
    Dr. Thomas Külken
    Hans Tolzin
    Dr. Ronald Weikl
    und Dr. Walter Weber.
    03.08.2021"
    https://www.aerztefueraufklaerung.de/

  3. na end­lich, seit eini­ger Zeit wachen die Franzosen wie­der auf. Sie haben ja auch ein Jahr im Tiefschlaf ver­trö­delt. But bet­ter late than never.

  4. Island ist fast durch­ge­impft. Aktuelle Zahlen (Durchbruchsinfektionen) ähn­lich wie in israel.

    Frau Priese/Brinkmännerinnen über­neh­men Sie!

    Ach ja, Sie wol­len dazu ja nichts mehr sagen…

    "Elías Eyþórsson@eliaseythorsson
    Antwort an
    @eliaseythorsson

    One thing the world might learn from Iceland is that bre­akthrough infec­tions are NOT rare. We have a robust track&trace sys­tem with man­da­to­ry qua­ran­ti­ne and dou­ble tes­ting of qua­ran­ti­ned per­sons. In this set­ting, most infec­tions are dia­gno­sed in vac­ci­na­ted persons"

    https://twitter.com/eliaseythorsson/status/1424027224945139716/photo/1

  5. gibt es in paris auch eine gegen­de­mo der anti­fa: "Wir imp­fen euch alle! / imp­fen ist lie­be"? sind das alles anhän­ger von vichy?

  6. "Zehntausenender Franzosen auf den Straßen"
    …und in Berlin wer­den die Demos der soge­nann­ten "Querdenker" mit Verweise auf wahr­schein­li­che Verstöße geen das IfSG ver­bo­ten und das sogar gericht­lich bestätigt.
    Und das nennt sich dann Rechtsstaat?!

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