Ein kurzer Weg im "Tagesspiegel": Von der Hetze gegen "Querdenker" zur Forderung nach dem heißen Krieg

Dabei ist die Rhetorik von Malte Lehming, der als sei­ner­zei­ti­ger "Persönlicher Referent und Redenschreiber für den ehe­ma­li­gen deut­schen Bundeskanzler Helmut Schmidt" vor­ge­stellt wird, in bei­den Fällen die glei­che. Es geht um "Solidarität":

»Hunger als Waffe
Der Westen muss die freie Fahrt durchs Schwarze Meer absichern

Der Hafen von Odessa ist blo­ckiert. Die Ukraine kann kaum noch Getreide expor­tie­ren. Das trifft Millionen Menschen in Afrika…

Die huma­ni­tä­re Lage sei die erns­tes­te seit dem Zweiten Weltkrieg, war­nen Vertreter des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen.

EU-Ratspräsident Charles Michel war vor eini­gen Tagen in Odessa. Er habe dort Silos vol­ler Weizen und Mais gese­hen, sag­te er. „Es sind Lebensmittel, die drin­gend gebraucht wer­den.“ Doch der Hafen der Schwarzmeerstadt ist blockiert.,,

Das Lebensrecht von Millionen unbeteiligter Menschen

Nun will kei­ner eine direk­te Konfrontation zwi­schen Russland und der Nato im Schwarzen Meer. Dennoch muss dar­über dis­ku­tiert wer­den, ob es ein UN-Mandat geben kann, dass es west­li­chen Ländern erlaubt, die Handelsfreiheit für ukrai­ni­sche Schiffe auf bestimm­ten Strecken abzu­si­chern. Eine mög­li­che Route ver­lie­fe von Odessa bis zum rumä­ni­schen Hafen Konstanza.

Auf Russlands Angriffs- und Eroberungskrieg gegen die Ukraine hat der Westen ent­schlos­sen, aber mili­tä­risch zurück­hal­tend reagiert. Eine rus­si­sche Blockade des Exports welt­weit drin­gend benö­tig­ter Grundnahrungsmittel greift indes in das Lebensrecht von Millionen unbe­tei­lig­ter Menschen ein. Hunger als Waffe: Das darf nicht gedul­det werden.«


Es gibt zahl­lo­se Artikel des Mannes, der seit 1991 für den "Tagesspiegel" arbei­tet. Ich habe kei­nen gefun­den, der jemals den Hunger in der Welt gei­ßel­te. Sein Argument hat damit die glei­che Qualität wie jenes, wonach die gan­ze Welt "geimpft" wer­den müs­se, damit alle sicher sei­en. Im Kern geht es tat­säch­lich um die Interessen deut­scher Pharma- und Rüstungsunternehmen, gepaart mit geo­po­li­ti­schen Ambitionen des Kapitals. In bei­den Fällen kommt es zu einer hoch­ex­plo­si­ven Überschätzung der eige­nen Möglichkeiten in der rea­len Welt. Diese Ausblendung der Wirklichkeit und das Fixieren auf ver­meint­li­che kurz­fris­ti­ge (wirt­schaft­li­che) Erfolge wird uns teu­er zu ste­hen kom­men, wenn wir den AkteurInnen und ihren IdeologInnen nicht in den Arm fallen.


"Sich in der Corona-Pandemie auf Freiheitsrechte zu berufen, tendiert zur Infamie"

Eine klei­ne Auswahl von Lehmings Aussagen sei hier gege­ben. Das Zitat fin­det sich in einem Artikel mit der empört zurück­ge­wie­se­nen Frage der Überschrift "Sind wir staats­fromm, obrig­keits­hö­rig, frei­heits­ver­ach­tend?" am 15.11.21:

»Eine Freiheit, die über Leichen geht, gibt es nicht. Erwachsene Menschen dür­fen rau­chen, sich am Bungee-Seil von Brücken stür­zen und mit einem Drachenflieger vom Berg glei­ten. Damit ris­kie­ren sie das eige­ne Leben. Wer wie­der­um am Straßenverkehr teil­nimmt, geht bewusst das Risiko ein, sich selbst sowie ande­re zu schä­di­gen. Aber sich in der Corona-Pandemie auf Freiheitsrechte zu beru­fen, ten­diert zur Infamie…

In der Instrumentalisierung des Freiheitsbegriffes gehen Elite und Mob eine unheil­vol­le Liaison ein. Immer enger, immer öfter, immer inniger.«

Damit kan­zelt er JournalistInnen ab, die sich Gedanken über das Thema Gehorsam machen.

»Sie sagen „Freiheit“ und mei­nen das „Recht“, Mitmenschen durch ihr Verhalten in den Tod trei­ben zu dür­fen. Selten in der Geschichte wur­de mit die­sem gro­ßen, schö­nen, viel­deu­ti­gen Wort mehr Schindluder getrieben.«

Lehming wird jemand sein, der empört das Wort "Soldaten sind Mörder" als unzu­läs­si­ge Überspitzung zurück­weist. Er nimmt sich die Freiheit, Menschen als Mörder zu dif­fa­mie­ren, die Vorbehalte gegen Maßnahmen und "Impf"-Zwang haben.

»Querdenker als his­to­ri­sche Erbschleicher: Sie wol­len Opfer sein und Helden spie­len«, heißt es ent­spre­chend am 2.2. Am 31.1. dekla­riert er in Wir kämp­fen gegen ein Virus, nicht gegen uns selbst, die ver­ord­ne­ten Maßnahmen

»… sind von einer Ethik gelei­tet, die in einer Extremsituation den Schutz des mensch­li­chen Lebens höher gewich­tet als Einschränkungen indi­vi­du­el­ler Freiheitsrechte. Wer das ver­kehrt fin­det, bringt sich in die ver­track­te Lage, den Vorwurf des Egoismus ent­kräf­ten zu müssen.

Allerdings man­gelt es den Regierenden an Mut und Ehrlichkeit…

Das alte Leben kommt nicht mehr zurück

Der Tod unter­schei­det nicht zwi­schen Arm und Reich. Der Organisationswahnsinn, den Familien mit Kindern bewäl­ti­gen müs­sen, steht der Einsamkeit vie­ler Alleinlebender gegen­über. Da sind die Jugendlichen, die sich abschot­ten vom Reisen, Feiern, gemein­schaft­li­chen Studieren…«

Das ist Zynismus in Reinkultur.

Geschlossene Kreise?

Sind Lehmings Faible für das Militärische und die Nähe zu Helmut Schmidt ein Erbe sei­nes Vaters? Am 12.5.21 ist unter dem Titel "Zum Tod des frü­he­ren Militärbischofs Sigo Lehming: Ein Hüter des Glaubens und Friedens" zu lesen:

»Der Krieg von der Schule. Erst als Luftwaffenhelfer in Berlin, Brandenburg und Peenemünde, danach in der kurz­fris­tig vor Kriegsende auf­ge­stell­ten Division Scharnhorst, die als letz­te Tat 3000 ver­wun­de­te deut­sche Soldaten aus sowje­ti­scher Gefangenschaft in Beelitz-Heilstätten befrei­te.«

Es ist dem 17-Jährigen ver­mut­lich nicht vor­zu­wer­fen, daß er noch weni­ge Tage vor der Kapitulation der Wehrmacht, ab dem 26. April 1945, am letz­ten Aufgebot der Nazis teil­nahm. Anders ver­hält es sich, wenn er nach Studium der evan­ge­li­schen Theologie und Promotion sich 1972 erneut in den Dienst des Militärs stell­te: Er wur­de zunächst Propst in Pinneberg.

»Das blieb er bis zur Pensionierung 1993 – und wur­de jah­re­lang zusätz­lich Militärbischof. Lehming lei­te­te 160 haupt­amt­li­che und rund 60 neben­amt­li­che evan­ge­li­sche Geistliche für die Truppe. Das war 1972, der Minister hieß Helmut Schmidt.

Die bei­den pass­ten zuein­an­der, begeg­ne­ten ein­an­der auf Augenhöhe…

1985 schied er als Militärbischof aus, der Minister hieß Manfred Wörner. Es war sein vierter.«

evangelisch.de ver­mel­de­te anläß­lich sei­nes Ablebens am 12.5.21:

»Lehming zähl­te zum kon­ser­va­ti­ven Flügel der evan­ge­li­schen Kirche und betei­lig­te sich an kon­tro­ver­sen Debatten zur Friedensethik und Sicherheitspolitik.«

"Seelsorge in der Bundeswehr in unruhiger Zeit"

Auf bundeswehr.de war man am 14.5. etwas offener:

»Sigo Lehming über­nahm die Verantwortung für die Seelsorge in der Bundeswehr in unru­hi­ger Zeit. Der gesell­schafts­po­li­ti­sche Aufbruch hat­te auch die Militärseelsorge erfasst und schon sei­ne Ernennung war von öffent­li­chen Kontroversen beglei­tet, in denen Teile der Pfarrerschaft mehr Basisdemokratie in Kirche und Bundeswehr ein­for­der­ten, wäh­rend ande­re eher Zweifel anmel­de­ten, ob der Kandidat über genug Militärerfahrung und eine ange­mes­se­ne Position in der kirch­li­chen Hierarchie ver­fü­ge. Seine wei­te­ren Dienstjahre waren geprägt von gesell­schaft­li­chen Diskussionen in Folge des NATO-Doppelbeschlusses vom Dezember 1979.«

Die Art, wie der Militärbischof die­se "Diskussionen" führ­te, schil­dert der "Spiegel" am 28.3.1982:

"Sigo Lehming, 54, evan­ge­li­scher Militärbischof der Bundeswehr und Propst des Kirchenkreises Pinneberg, zog gegen den Kirchen-Liedermacher Peter Janssens zu Felde. Als der Bischof erfuhr, daß sei­ne Standortpfarrer Janssens für Ende April zu ihrer Gesamtkonferenz nach Warendorf ein­ge­la­den hat­ten (Thema: Bergpredigt und Friedenspolitik), lud Lehming den Barden wie­der aus. Dem Bischof ent­hiel­ten die Janssens-Lieder ("Spielt nicht mehr die Rolle/die man Euch verpaßt./Schminkt nicht Eure Masken/bis der Tod Euch faßt.") »zuwe­nig Christologie« und zuviel Konfliktstoff. Lehming fand, die Soldaten soll­ten sich bes­ser »evan­ge­li­scher Mittel« bedie­nen, ins­be­son­de­re der »Gesangbücher«."

Update: Da immer wie­der zu lesen ist, daß Bill Gates ein Eugeniker sein muß, weil sein Vater bekannt­lich ein sol­cher war, ist mir wich­tig zu beto­nen: Ich hal­te die­ses Argument für genau so unsin­nig wie wenn ich den "Tagesspiegel"-Autor ver­ant­wort­lich machen woll­te für sei­nen Vater oder Ersteren nur mit Letzterem erklä­ren woll­te. Das Denken von Malte Lehming hat er selbst ent­wi­ckelt und verantwortet.

39 Antworten auf „Ein kurzer Weg im "Tagesspiegel": Von der Hetze gegen "Querdenker" zur Forderung nach dem heißen Krieg“

  1. Zumindest könn­te man mal fra­gen, wer im Schwarzen Meer Minen her­um­schmeißt und es blo­ckiert. Ach so, nein, der Tagesstürmer muß das selbst­ver­ständ­lich nicht. Es kön­nen ja nur die Russen sein, die ihre eige­nen Seewege versperren.

  2. Es sind die­sel­ben Leute und die­sel­be Nato-Propaganda.

    Wie vie­le Menschen sind wegen Sanktionen des Westens gestor­ben. Wie vie­le Menschen, weil die EU das Gesundheitssystem Griechenlands kaputt gespart hat?

    Wenn der Ukrainekrieg jetzt eska­liert – und es sieht so aus – wird das noch ein­mal – wie vie­len – Menschen das Leben kosten.

  3. Es ist nicht zu ver­ken­nen: Die Maßnahmen bei Covid und dem Krieg in der Ukraine lie­gen aus einer Linie. Unterwürfigkeit und Anpassung wer­den als "Solidarität" geprie­sen, dabei dient das nur einem Ziel: bra­ve Untertanen erzie­hen. Ich war­te schon auf die nächs­ten Einschläge, die kom­men wer­den: Lebensmittel- und Energiepreise (was bin ich froh, einen Holzherd zu besitzen).

    1. @Rainer:

      So sieht es aus. Verlogene Doppelstandarts wohin man schaut. Es lässt sich auch nicht schön reden. Entweder Menschen wie der betref­fen­de Autor sind blöd wie Bohnenstroh und ent­spre­chend nicht fähig die eige­nen Widersprüche zu erken­nen oder aber betrei­ben bewusst ideo­lo­gi­sche Hetze.

      In direk­ter Folge der Lockdowns und der davon unter­bro­che­nen Lieferketten gehen wenig quer­den­ken­de Hilfsorganisationen von 12.000 Toten täg­lich aus. Weiter wur­de eine drei­stel­li­ge Millionenzahl in extre­me Armmut gestürzt und ist dem Hungertot nahe. Interesse sei­tens des heu­cheln­den Gesocks? Keines. Die Kritiker sind in ihrer beschränk­ten Weltsicht die "Mörder". Sie? Nein, sie wür­den natür­lich nie­mals auch nur auf die Idee kom­men irgend­wen über­haupt nur zu "gefähr­den". Sie sind ja "soli­da­risch". Pfui.

      Es wird pathe­tisch der Umstand beweint, dass die Ukraine ihr Korn nicht ver­schif­fen kann (viel­leicht sogar noch selbst­ver­schul­det…) wäh­rend der Gas/Öl Engpass eben­falls Millionen Menschen trifft aber das ist natür­lich irrele­vant. Die kön­nen ja ruhig mal ein wenig frie­ren. Hat ja sonst kei­ne Konsequenzen und was ist schon dabei?

      Völlig selek­ti­ve Wahrnehmung. Alles wird so gedreht wie es gera­de passt. Wie gesagt, man kann nur hof­fen, dass es den han­deln­den wenigs­tens nicht bewusst ist. Dumm zu sein ist immer­noch bes­ser als schei­ße, wenn auch lei­der in so einem Kontext nicht weni­ger gemeingefährlich.

  4. Als die NATO das welt­gröss­te Süsswasserprojekt in Lybien (Great-Man-Made-River-Projekt) bom­bar­dier­te, gehör­te er bestimmt zu den Kritikern.
    Ach, Moment, Kritiker gab es da gar nicht.
    Aber als die Ukraine 2014 die Trinkwasserversorgung der Krim(Nord-Krim-Kanal) kapp­te, da hat er doch…
    Heuchler sind Meister der Doppelmoral.

  5. Lockdown-Klagen

    "Der AGBUG-Klagefond finan­ziert mit Hilfe Ihrer Spenden etwa ein Dutzend ver­schie­de­ne Musterverfahren in meh­re­ren Bundesländern gegen die ver­fas­sungs­wid­ri­gen Lockdown-Maßnahmen. Die Fortschritte der Verfahren wer­den an die­ser Stelle nach und nach ein­ge­pflegt (Stand 11. Mai 2022). .. "

    http://agbug.de/lockdown-klagen/

  6. Lisa Fitz lie­fert mit ihrem neu­en Stück ein Brillantfeuerwerk an Tatsachen und Zusammenhängen, vor­ran­gig zur US-Außenpolitik. Sie beleuch­tet die poli­tisch und medi­al vor­herr­schen­de Doppelmoral und Einseitigkeit im soge­nann­ten “Wertewesten”.

    Bester Satz: “Die Irrwege eini­ger Weniger füh­ren immer wie­der Millionen Menschen ins Verderben.”
    Video:
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=83719

  7. Nun ist die taz ja bekannt für ihr all­um­fas­sen­des Wissen über die glo­ba­le Ökonomie, und wer wäre bes­ser geeig­net als der ehe­ma­li­ge Philosophie- und Literaturstudent Malte Lehming, um mit der gebo­te­nen Fachkenntnis zu berichten?

    Dennoch möch­te ich in aller Demut anmer­ken, dass die klas­si­schen afri­ka­ni­schen Hungerländer wie Äthopien, der Sudan oder Somalia kaum ukrai­ni­schen Weizen impor­tie­ren. Der Hauptabnehmer in Afrika ist Ägypten (und nein, Ägypten expor­tiert den Weizen nicht weiter).
    https://oec.world/en/profile/bilateral-product/wheat/reporter/ukr
    https://oec.world/en/profile/bilateral-product/wheat/reporter/egy

    Die Ukraine pro­du­ziert etwas mehr als 3% der welt­wei­ten Weizenproduktion und zeich­net für 8 Prozent der Getreideexporte welt­weit ver­ant­wort­lich. Nur mal zum Vergleich: der rus­si­sche Export ist mehr als dop­pelt so hoch (ja, auch nach Ägypten).
    https://www.worldstopexports.com/wheat-exports-country/

    Durch die absur­den Reaktionen auf den Krieg zwiw­chen Russland und der Ukraine in Form von Sanktionen, Embargos und dem Abbruch von Geschäftsbeziehungen wird im Ergebnis dem Weltmarkt sehr viel mehr Getreide ent­zo­gen als durch eine Blockade des Hafens von Odessa.

    Ich dach­te auch, die bösen Russen hät­ten der Ukraine ganz dol­le viel Getreide geklaut, das hat zumin­dest Cem Özdemir behaup­tet. Schon bemer­kens­wert: die Russen sol­len zwar nicht in der Lage sein, genü­gend Treibstoff und Munition an die Front zu lie­fern, aber Getreide klau­en sie mit einer beein­dru­cken­den Effizienz…

  8. Russlands Ex-Präsident Medwedew ges­tern auf Telegram: "Stellvertreterkrieg der NATO erhöht die Gefahr eines Atomkriegs"

    "Der frü­he­re Präsident Russlands Dmitri Medwedew, der der­zeit dem Nationalen Sicherheitsrat der Russischen Föderation als stell­ver­tre­ten­der Vorsitzender ange­hört, hält einen Krieg zwi­schen der NATO und Russland, der in einem nuklea­ren Schlagabtausch kul­mi­nie­ren kann, für wahrscheinlich.

    Der Versuch der NATO, die Ukraine mit Waffen aus­zu­stat­ten und so einen Stellvertreterkrieg gegen Russland zu füh­ren, erhöht die Wahrscheinlichkeit eines offe­nen mili­tä­ri­schen Konflikts zwi­schen der NATO und Russland, der wie­der­um zu einem Atomkrieg eska­lie­ren könn­te. Das wäre ein "kata­stro­pha­les Szenario für alle", schrieb Medwedew am Donnerstag auf sei­nem Telegram-Kanal."

  9. FakeNews: Die Ukraine ver­sorgt Afrika mit Lebensmitteln.
    Fakten: Die ukrai­ni­sche Staatsführung lässt seit 8 (in Worten: Acht) Jahren ihr eige­nes Volk verrecken.

  10. War oder es nicht die Türkei, die kei­ne Kriegsschiffe pas­sie­ren las­sen will? Derweil die "Sparatisten" im Donbass bom­bar­diert wer­den, bom­bar­diert die Türkei die "Terroristen"…

    Und Religion und Krieg:

    Es kann auch anders sein, der fried­li­che Widerstand gegen die Atombomben in Büchel ist von meist christ­li­chen Menschen getra­gen. Eugen Drewermann ist auch so ein Gegenbeispiel. 

    Leider sind die Großväter nicht lebend zurück­ge­kehrt. Von dem einen gibt es einen mit Bleistift geschrie­be­nen Brief mit dem sehn­lichs­ten Wunsch der Krieg möge schnell vor­bei sein und sei­nen ange­schos­se­nen Rosenkranz. Von dem ande­ren gibt es noch weni­ger. Das prägt! 

    Die Waffen nieder!

    1. War oder es nicht die Türkei, die kei­ne Kriegsschiffe pas­sie­ren las­sen will? 

      Das behaup­ten die doch nur! In Witklichkeit tun die das Gegenteil!

    2. außer­dem steht das schon seit ca. 10 Jahren im Weißbuch der Bundesarmee: u.a. Sicherung der Handelswege und der Rohstoffversorgung wer­den als Aufgaben expli­zit benannt…einige Zeit zuvor, hat genau das ein Bundespräsident Köhler geäu­ßert und wur­de ausgetauscht..naja.solange eine Bedrohung insze­niert wer­den kann, wer­den die Leute alles mit­tra­gen. So wie den Bundesarmeeeinsatz in Mali/Niger der mit paar mehr Soldaten (mwd) aus­ge­stat­tet wer­den soll/kann.
      Ausbildungsmission! klingt so harm­los wie es nicht ist.
      Im tie­fen Westen wer­den ukrai­ni­sche Soldaten an Haubitzen ausgebildet.

  11. Spielball der Großmächte – heu­te vor 100 Jahren schlos­sen Abgeordnete aus Kiew und Vertreter der Mittelmächte den soge­nann­ten Brotfrieden – die Ukraine entstand
    . "Der Schriftsteller Joseph Roth

    https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Roth

    wuß­te noch was vie­le heu­te gern ver­ges­sen möch­ten: 'Der ukrai­ni­sche Nationalismus ist ein deut­sches Patent. Die Deutschen haben ihn erfun­den um den rus­si­schen Staat zu zer­schla­gen' Einer die­ser Erfinder war der General und Diplomat Max Hofman, der von einer deut­schen Siedlerkolonie auf der Krim träum­te Hoffmann in Brest-Litowsk, Anfang 1918"

    Mit dem "Brotfrieden" lös­ten die Mittelmächte des Ersten Weltkriegs (Deutsches Reich, Österreich-Ungarn, Bulgarien und Osmanisches Reich) die Ukraine erst­mals aus dem rus­si­schen Staatsverband, der moder­ne ukrai­ni­sche Staat ent­stand. Zwar setz­ten sich 1921/22 die Bolschewiki durch, doch bis weit in die 1920er Jahre hin­ein iden­ti­fi­zier­ten füh­ren­de west­eu­ro­päi­sche Politiker die Ukraine als eine der Flanken an denen die Sowjetunion geschwächt wer­den konnte.
    Bereits Ende des 18.Jahrhunderts waren die Gebiete öst­lich des ins Schwarze Meer mün­den­den Flusses Dnjestr an das rus­si­sche Zarenreich gefal­len. Katharina die Große ließ die Stadt Odessa grün­den. Über den Hafen lief ein Großteil des Weizen und Kornexports Rußlands. Die Ukraine dien­te damals als eines der wich­tigs­ten Getreideanbaugebiete Europas. Nach dem Ende des Krimkrieges (1853–1856) begann die Industralisierung des Donezbeckens und ein lang­an­hal­ten­der wirt­schaft­li­cher Aufschwung. In des­sen Folge wur­de das Schienennetz aus­ge­baut, und die Ukraine wur­de Anfang des 20.Jahrhunderts zu einem der inter­na­tio­nal wich­tigs­ten land­wirt­schaft­li­chen Erzeugergebiete. Circa 90 Prozent des dama­li­gen rus­si­schen Getreideexportes stam­men von dort 43 Prozent der Weltproduktion an Gerste haben dort ihren Ursprung.
    Ziel der Eroberung
    Im Deutschen Kaiserreich sahen vie­le ost­el­bi­sche Junker des­we­gen die "süd­rus­si­schen" Agrarproduzenten als direk­te Konkurrenten an. Auch schiel­te man in Berlin auf die schwar­ze Erde zur Ernährung der eige­nen Bevölkerung. So wur­de die Ukraine in dem von Deutschland vom Zaun gebro­che­nen Ersten Weltkrieg zu einem zen­tra­len Eroberungsziel des Deutschen Kaiserreichs. Bereits von Beginn an unter­stüt­zen hoch­ran­gi­ge Politker der Mittelmächte den exil­u­krai­ni­schen "Bund zur Befreiung der Ukraine" und ähn­li­che Organisationen.
    https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/artikel/326982.spielball-der-großmächte.html
    (Junge Welt 09.02.1918, hin­ter Paywall)
    Der Artikel ist sehr inter­es­sant er zeich­net die Geschichte der Ukraine oder bes­ser gesagt des ukrai­ni­schen Gebildes von 1917 bis in die spä­ten 1920er Jahre nach.

  12. Hallo Herr Aschmoneit, sind Sie sicher, daß der Name Lehming rich­tig geschrie­ben wur­de? Ich mei­ne, es müss­te Lemming heis­sen. Der Mann ist auf dem Lemmingway.

  13. Was hat Afrika eigent­lich gemacht bevor die Ukraine die Welt ernährt hat. [kein Fragezeichen!] Wird die Nato die Welt erneut ret­ten. [eben­so] Was hat die Welt eigent­lich getan bevor es NATO gab. [nö] Wäre Rom in die NATO ein­ge­tre­ten [ver­mut­lich nicht, hin­ter dem Limes lag fast nur Morast]

  14. Ob Pfizer auch einen Heiligen beschäftigt? 

    Der Vergleich ist natür­lich völ­lig unan­ge­bracht, aber auch Verbrecherkartelle beschäf­ti­gen oft Priester, denn gera­de dort soll­te auch die Beichte soll­te eine 'fir­men­in­ter­ne' Angelegenheit bleiben.

  15. »In der Instrumentalisierung des Freiheitsbegriffes gehen Elite und Mob eine unheil­vol­le Liaison ein. Immer enger, immer öfter, immer inni­ger.« Malte L. aus dem Herzen des BerlinMitte-Mob

    "II. Das zeit­wei­li­ge Bündnis zwi­schen Mob und Elite
    Daß tota­li­tä­re Bewegungen auf rück­halt­lo­se Ergebenheit ihrer Mitglieder, daß tota­li­tä­re Regierungen oft auf ech­te Popularität in den von ihnen unter­drück­ten Völkern rech­nen kön­nen, ist erschre­ckend genug. Erstaunlicher und beun­ru­hi­gen­der ist die unzwei­fel­haf­te Anziehungskraft , die sie auf die geis­ti­ge und künst­le­ri­sche Elite aus­üben. Weder Weltfremdheit noch Naivität kön­nen erklä­ren, daß eine erschre­ckend gro­ße Anzahl der wirk­lich bedeu­ten­den Männer unse­rer Zeit sich unter den Sympathisierenden oder den ein­ge­schrie­be­nen Mitgliedern tota­li­tä­rer Bewegungen befin­den oder zu irgend­ei­ner Zeit ihres Lebens befun­den haben.…Die Elite, die aus guten Gründen sich von der Gesellschaft los­sag­te, bevor der Zusammenbruch des Klassensystems die Massenindividuen erzeug­te, und der Mob, dies frü­he Abfallprodukt der Herrschaft der Bourgeoisie, die zu ihr gehö­ri­ge Unterwelt, stan­den bei­de lan­ge genug außer­halb der Gesellschaft , um die Massen ver­ste­hen und orga­ni­sie­ren zu kön­nen. Dabei wur­de das Verstehen die Sache der Elite und das Führen die Sache des Mob. Die Führer, wel­che die tota­li­tä­ren Bewegungen orga­ni­sier­ten und sie an die Macht brach­ten, tra­gen noch die cha­rak­te­ris­ti­schen, uns wohl bekann­ten Züge des Pöbels. Wie die Führer aus­se­hen wer­den, die wirk­lich aus der Massengesellschaft selbst kom­men, wis­sen wir nicht. Aber die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß sich eher die pedan­tisch berech­ne­te Korrektheit Himmlers als der hys­te­ri­sche Fanatismus Hitlers, eher die ver­bohr­te Sturheit Molotows als die sinn­lich rach­süch­ti­ge Grausamkeit Stalins durch­set­zen werden."
    Hannah Arendt – Elemente und Ursprünge tota­ler Herrschaft

    1. @“Verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates”: Neben rich­ti­gen Beobachtungen fin­det sich hier aus mei­ner Sicht ein zen­tra­ler Denkfehler von Hannah Arendt. Sie sieht einen "Zusammenbruch des Klassensystems" und beschränkt sich des­halb weit­ge­hend auf sozi­al­psy­cho­lo­gi­sche Kriterien. Die "Elite" mag sich aus der Gesellschaft los­sa­gen und den "Mob" als ihr nicht zuge­hö­rig betrach­ten. Nur steht es nicht in deren Macht, damit Wirklichkeit zu kon­stru­ie­ren. Wer immer sich besag­ten Gruppen zuge­hö­rig fühlt oder auch sich von ihnen distan­ziert, bleibt ein­ge­bun­den in real exis­tie­ren­de Interessensysteme und deren Gegensätze und Widersprüche. Es kommt nicht dar­auf an, für wen sich "Eliten" hal­ten. Auch wenn sie mit­un­ter eine gewis­sen Eigenständigkeit ent­fal­ten kön­nen, blei­ben sie letz­ten Endes Beauftragte der herr­schen­den Klassen. Ohne den phar­ma­zeu­tisch-poli­ti­schen Komplex wäre etwa ein Drosten ein Niemand. Ohne die Rüstungsindustrie und ihre staat­li­chen Auftragnehmer wäre bei­spiels­wei­se ein Selenskij nicht exis­tent als Präsident.

  16. @aa

    Sehen Sie, Dr. Aschmoneit. Genealogie ist doch ganz interessant.

    Wobei ich die von Herrn B. Gates (WHO, RKI, Charité, BioNTech, Pfizer, Spiegel, etc.) – William Henry Gates III – viel inter­es­san­ter finde: 

    Vater – William Henry Gates II – bei "Planned Parenthood Federation" ("Population Control" etc.) im Vorstand (Fotos der Familie dort­selbst bei James Corbett prä­sen­tiert – suche bei corbettreport.com nach Gates) sowie Großvater – William Henry Gates I – sehr wahr­schein­lich Mitglied bei "American Eugenical Society" (AES, "supe­ri­or fami­lies" etc., spä­ter­hin, 2014, "Society for Biodemography and Social Biology"). 

    James Corbett prä­sen­tiert ein Foto des Mitgliedervezeichnisses aus dem frü­hen 20. Jahrhundert, in dem der Name eines 'William Gates' gelis­tet ist. Quelle sie­he oben.

    Herr Gates war mit dem Herrn Jeffrey Epstein befreun­det. Der Mann, der auf einer eige­nen Insel mit einem Dutzend Damen eine Menschenzucht eröff­nen woll­te. Mit ihm selbst als Zuchthengst. Er hielt sich selbst für gene­tisch höherwertig.

    Die Freundschaft von William Henry Gates III zu Epstein schien der Melinda Gates nicht so gut zu gefallen.

    1. @sv: Ich bewer­te aller­dings den Autor des "Tagesspiegel" nicht danach, was sein Vater dach­te oder tat, und noch viel weni­ger nach sei­nen Freundschaften. Für mich scheint eine gewis­se Kontinuität der Auffassungen nach­weis­bar, die bei den Gates ledig­lich behaup­tet wird.

      1. @aa

        ?? Der Herr Gates hat mit "popu­la­ti­on con­trol" nichts zu tun?? Das war lan­ge Jahre sei­ne Lieblingsvokabel!

        Und was sind denn Gates' Anwandlungen ("vac­ci­ne pass­ports", "ID2020", "mis­in­for­ma­ti­on con­trol") ande­res als Bevölkerungskontrolle?

        Dass er mit Epstein befreun­det war, einem, der ger­ne was mit Menschenzucht machen woll­te, nur ein Zusatz, der von dem Impetus sei­ner Familie – die sich mut­maß­lich, so "Planned Parenthood", als etwas bes­se­res fühl­te – in der Tat ablenkt. Verzeihung dafür!

        In die­sem Video von 2010 kön­nen Sie den Gates wie­der bei einem "TED" sehen, wie er jubelt, dass mit den "vac­ci­nes" "wir [er meint sich und sein Investment in die Pharmaindustrie] das [die Weltbevölkerung] wohl um 10 bis 15 Prozent sen­ken (könn­ten)". Er jubelt wegen sei­nes "Klimawandels".

        Der Mann ist beseelt davon, dass zu vie­le Menschen auf dem Planeten wandeln!

        Hier ab Minute 4:00:

        https://www.youtube.com/watch?v=JaF-fq2Zn7I

    1. @MarekWojcik: Es lang­weilt, das Gerede von den Eliten, die "beschlos­sen, die Weltbevölkerung durch einen ver­deck­ten Impfstoff-Völkermord zu redu­zie­ren". Bestenfalls unse­ri­ös ist das Spiel mit dem belie­bi­gen Anhängen von Nullen: "Die tat­säch­li­che Zahl der Todesopfer wird auf das 10- bis 100-fache geschätzt, dh die Zahl der Todesfälle in Europa auf­grund der „frei­wil­li­gen“ Teilnahme an dem Experiment liegt zwi­schen 438.980 und 4.389.800." Wer schätzt? Nach wel­chen Kriterien? Wo sind die­se Millionen Toten versteckt?

          1. Das war die Antwort auf Ihre Frage: Wo sind die­se Millionen Toten Versteckt?
            Die Dunkelzifferschätzung habe ich aus einer Statistik im Sommer 2021 gele­sen und fin­de sie jetzt nicht so schnell wieder.

            1. @MarekWojcik: Entschuldigung, der WHO-Statistik zu ent­neh­men, daß die Übersterblichkeit auf das Konto der "Impfungen" gin­ge, ist genau so wenig zu begrün­den, wie daß Corona dafür ver­ant­wort­lich wäre.

  17. Ernsthaft, ers­tens kann man Getreide auch über Land trans­por­tie­ren, und zwar wesent­lich ein­fa­cher als Gas…
    Zweitens, war­um zur Hölle soll­te Russland Odessa ver­mi­nen, wenn es selbst Odessa erobern will?
    Im all­ge­mei­nen legt man Minen gegen…Eroberer, nicht um sich selbst den Weg hin­ein abzuschneiden.…
    Außerdem wer hat denn die Gasleitung gekappt?
    Hmmm und wer will das der Westen mit aller Gewalt eingreift?
    Hmmm…Oni soit qui mal y pense.…

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