Etwa ein Fünftel der Corona-Fälle im Krankenhaus sind dort wegen Corona

In Österreich ist es erstaun­li­cher­wei­se mög­lich, die­ses Verhältnis zu ermit­teln. Dem RKI will und will das nicht gelingen.

der​stan​dard​.at (5.10.)

Auf Intensiv sind es gar nur 12 Prozent.

Die Erkenntnis hin­dert den "Standard" aller­dings nicht dar­an, zu berichten:

»… In den Spitälern nimmt die Zahl der Corona-Fälle deut­lich zu: Am Mittwoch benö­tig­ten 1.905 Covid-Infizierte ein Normalbett, 80 Personen wer­den auf den Intensivstationen behan­delt, ins­ge­samt also 1.985 Personen. In nur 14 Tagen erhöh­te sich der Belag im Normalbereich um 958 Personen. Die aktu­el­len Hospitalisierungszahlen lie­gen damit bereits höher als zum Höhepunkt der Omikron-Welle im Sommer 2022.«

Mitgeliefert wird die­se Grafik, die vor allem ange­sichts der Hauptinformation wenig erschre­ckend wirkt:

(Sitzen in einem Prognosekonsortium Konsorten wie Priese- und Brockmann? Und muß kor­rekt von KonsortInnen gespro­chen werden?)

"Covid-Belag in geringerem Ausmaß in Konkurrenz zur Regelversorgung"

»Laut dem aktu­el­len Covid-19-Register (mit Datenstand vom 29. September) wur­den nur rund 22 Prozent der aktu­ell hos­pi­ta­li­sier­ten Corona-Patientinnen und ‑Patienten auch mit einer Covid-19-Symptomatik auf­ge­nom­men. Darauf weist auch das Covid-Prognosekonsortium des Gesundheitsministeriums hin. Das bedeu­tet, dass beim über­wie­gen­den Großteil der posi­ti­ven Covid-Fälle in den Spitälern Corona "nur" eine Nebendiagnose dar­stellt – oder über­haupt Covid als Zufallsbefund bei einem posi­ti­ven Test im Spital auftritt.

Belegt wer­den die Corona-Spitalsbetten natür­lich auch mit Covid-Nebendiagosen oder Zufallsbefunden. Allerdings tritt der Covid-Belag "in gerin­ge­rem Ausmaß in Konkurrenz zur Regelversorgung als in ver­gan­ge­nen Epidemiephasen, in denen noch der Großteil der Covid-19-Patientinnen und ‑Patienten eine mit Covid asso­zi­ier­te Hauptdiagnose auf­wies", wie es in der aktu­el­len Covid-19-Prognose heißt. Oder ver­ein­facht gesagt: Der Großteil der als Covid aus­ge­wie­se­nen Normalfälle wür­de auch ohne einen posi­ti­ven Test ein Normalbett benö­ti­gen. Aber: Bestimmte Vorerkrankungen oder Zusatzerkrankungen stei­gern im Falle einer Covid-19-Infektion die Hospitalisierungswahrscheinlichkeit", wie es laut dem Covid-19-Register heißt.

Zwölf Prozent der Covid-Intensivfälle "wegen" Corona im Spital

Noch bemer­kens­wer­ter ist die Situation auf den Corona-Intensivstationen: Hier liegt der Anteil jener, die mit Covid-19-Symptomatik auf­ge­nom­men wur­den, nur bei zwölf Prozent. Von den 90 Corona-Intensivpatientinnen und ‑pati­en­ten am Dienstag wur­den dem­nach also nur rund zwölf Personen mit Hauptdiagnose Covid auf­ge­nom­men. Am Mittwoch wur­den 80 Corona-Intensivfälle gemel­det.«

Wenn das Virus sich in Deutschland nicht völ­lig abar­tig ver­hält, wären damit von den durch DIVI am 5.10. gemel­de­ten 1.294 COVID-19-Fälle ent­spre­chend 155 wirk­lich wegen COVID-19 im Krankenhaus.

9 Antworten auf „Etwa ein Fünftel der Corona-Fälle im Krankenhaus sind dort wegen Corona“

  1. die Rechtgläubigen haben auch hier noch einen Pfeil im Köcher:
    die PatientInnen sei­en schließ­lich im "COVID"-Bereich und der Pflegeaufwand (wegen der "Sicherheitsmaßnahmen"!) nun mal der­sel­be für "wegen" oder "mit".

    Ein gro­ßer Teil der Bevölkerung ist der­art ver­blö­det, dass sie damit durchkommen.

  2. Mit die­sem Aufmacher schlägt das Blatt sei­nen "Meister" – die Bildzeutung – natür­lich um Längen, zumin­dest was die Modernität angeht. Sogar die Farbauswahl könn­te bes­ser nicht mehr per­si­fliert wer­den. Ein deut­li­cher gel­ber Streifen auf Grün! Wie ein Schissie in der Unterhose. 🙂 Man beach­te das Kleingedruckte. Und "Pisa" lässt gruessen.
    Aber Modermität muss ja nicht gleich mit "Fortschritt" ver­wech­selt wer­den, so ist die moder­ne Führungskraft "In", gut ange­zo­gen, manier­lich, red­ge­wandt, inkom­pe­tent und hohl wie Brot. Leider kann ich mich gar nicht ent­schei­den wel­chen unse­rer Politiker ich nun bevor­zugt als Beispiel anfüh­ren könn­te. Die Auswahl ist so groß .… ??!!??
    Wer in unse­ren Zeiten nicht "zuviel" nach­denkt kommt bes­ser durch (als anders­rum), glau­be ich fast. Komisch, sowas ähn­li­ches hat mir ein Opa über die Nazizeit erzählt.

  3. Priese Brokmann prä­sen­tier­te Ihnen Ihre ARD und ZDF. Die "Helden der Krise" rede­ten immer viel über "Modelle", prä­sen­tier­ten aber auf­fal­lend Wenige. Wie soll denn das bit­te­schön jemals ein Richter bewer­ten kön­nen. Und die Folgen "Lanz", die am inter­es­san­tes­ten wären, sind mei­nes Wissens im bezahl­be­schrank­ten Distrikt ver­schwun­den. (Stand 2021) Ich sag' immer nur noch ZWEI BILLIONEN, leck mich dafauck­ja­hell! Wie blöd muss man eigent­lich für so'ne Politik sein .…

  4. "Und muß kor­rekt von KonsortInnen gespro­chen werden?"

    äääh, Wieso soll KonsortInnen kor­rekt sein? Es ist nicht kor­rekt. Konsorte ist "gene­ri­sches Maskulinum". Nur das ist korrekt.
    Muss man die­se unse­li­ge Genderei wirk­lich bis zum Exzess betrei­ben und sich dann viel­leicht auch noch ent­schul­di­gen, wenn man kor­rekt schreibt?

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