"FAZ" wieder auf Kurs

Man probt schon mal für den Herbst:

faz​.net (9.8.)

»Die gesell­schaft­li­chen Auswirkungen von Lockdown, Home­office und Homeschooling las­sen sich erst mit eini­gem Abstand ermes­sen. Schon im Frühjahr 2020 mut­maß­te der Präsident des Bundeskriminalamts, Holger Münch, dass Isolation und Stress­faktoren wie Beengtheit, Existenzangst oder Spannungen zu einer Zunahme von Gewalt gegen Kinder füh­ren könn­ten. Das ist sta­tis­tisch nun belegt.

Nach dem Bericht über die Kriminalitätslage in der Pandemie, den das Bundeskriminalamt am Dienstag ver­öf­fent­lich­te, sind in den Jahren 2020 und 2021 deut­lich mehr Kinder sexu­ell miss­braucht wor­den als in den Vorjahren. Die Verfasser kön­nen einen Zusammenhang zwi­schen nied­riger Mobilität und erhöh­ten Fallzahlen bele­gen. 2021 wur­den 15.507 Missbrauchsfälle regis­triert, das war ein Plus von 6,3 Prozent; zwi­schen 2019 und 2020 hat­te es schon einen Zuwachs von 6,8 Prozent gegeben…

Gewalt in Partnerschaften ist den re­gistrierten Daten zufol­ge in der Pandemie weni­ger stark gewach­sen, als die Ermittler befürch­tet hat­ten. Die abso­lu­ten Zahlen sind gleich­wohl erschre­ckend. 2021 waren es 139.327 Fälle, ein Plus von 0,6 Prozent; gegen­über dem Vorjahr ist die Zahl um ein Prozent gewachsen…

Besonders im zwei­ten Pandemiejahr ver­zeich­net das Bundeskriminalamt ei­nen Anstieg im Zusammenhang mit den Coronaprotesten. Für das Jahr 2021 wur­den ins­ge­samt 9201 poli­tisch moti­vier­te Straftaten im the­ma­ti­schen Zu­sammenhang mit Corona gemel­det, das ist ein Mehr von 158,5 Prozent gegen­über 2020. 1971 Taten davon waren Gewaltdelikte.«

Was die pro­mo­vier­te Juristin ver­schweigt: Wie bei der "Ausländerkriminalität" wur­den auch für die­se Statistik Straftatbestände nur für eine bestimm­te Zielgruppe geschaf­fen, wie das Demonstrieren ohne Maske und zoll­stock­über­prüf­te Abstände oder die Kriminalisierung von Spaziergängen. So wie es kri­mi­nel­le Menschen ohne deut­schen Paß gibt, gibt es Kriminelle in der Protestszene – Angriffe auf JournalistInnen und Morddrohungen sind für sie aber eben­so wenig typisch wie Clankriminalität für MigrantInnen.

»In ande­ren Feldern ist die Kriminalität zurückgegangen…«

12 Antworten auf „"FAZ" wieder auf Kurs“

  1. Genau. Kriminelle schrei­ben über Kriminelle. So wie es kri­mi­nel­le Menschen ohne deut­schen Paß gibt, gibt es Kriminelle auch mit Paß und deut­scher Staatsbürgerschaft.

  2. Wow, so vie­le Lügen in einen so kur­zen Text inkl. Bild zu packen,
    das muss man erst mal hinkriegen.
    Aber nach min­des­tens 2,5 Jahren Übung soll­te das eigent­lich auch
    kein Problem mehr sein.

  3. Bin mir grad nicht sicher – wer­den da die Masken- und Pharmadeals mit zuge­rech­net ‑wenn ja – dann hal­te ich die Zahl für schwer untertrieben.

    1. Genauso wenig wer­den wohl die aktu­ell größ­ten Verbrechen mit­ge­zählt wie zB. die Rechtsbeugung durch Gerichte, die unge­ahn­de­ten Gewaltakte von Ordnungshütern an wehr­lo­sen Demonstrant:innen, die Massentötung durch expe­ri­men­tel­le Gen- Spritzen ohne infor­mier­te Zustimmung (Totschlag), vor­sätz­li­che oder fahr­läs­si­ge Existenzvernichtung durch Abriegelung von Kneipen und Geschäften, öffent­li­che Verleumdung und Beleidigung einer Minderheiten- Gruppe durch Politiker, Medien und Prominente, hoheit­li­che Spaltung und Aufhetzung der Bürger gegen­ein­an­der, Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch Maßnahmen wie Lockdowns, ein­sa­mes Sterben und Unterversorgung in der Pflege, ille­gi­ti­mer Masken- und Testzwang beson­ders für Schüler und schließ­lich die unver­hält­nis­mä­ßi­ge Benachteiligung und Nötigung gan­zer Berufsgruppen zur Teilnahme am Impfexperiment als Laborratten.

      1. @aa

        Sie sagen die Unwahrheit, Dr. Aschmoneit. Diesmal ging es um die Kriminalitätsrate von "Zugewanderten" und "Geflüchteten". Bei der woll­ten Sie weiß­ma­chen, die­se stel­le sich wie bei den auto­chtho­nen Deutschen dar. Dies ist aber nach­weis­lich auch unwahr.

  4. Die Lage von Thomas Moser im Overton-Magazin: 

    Am 25. März 2020, als der Deutsche Bundestag auf­hör­te, die Legislative und damit die ers­te Gewalt im Staate zu sein, als sich die gewähl­ten Abgeordneten der Bundesregierung aus­lie­fer­ten und akzep­tier­ten, dass im Handstreich meh­re­re Grundrechte außer Kraft gesetzt wur­den, ende­te die zwei­te Republik die­ser Bundesrepublik Deutschland. Die ers­te BRD-Republik, gewis­ser­ma­ßen die Bonner Republik, dau­er­te von ihrem Beginn 1949 bis 1990, als mit der Adoption der umge­stürz­ten DDR die zwei­te Republik folg­te, inof­fi­zi­ell auch Berliner Republik genannt. Sie fand 2020 eben­falls ihr Ende.

    Eine neue Republik mit durch­ge­hend demo­kra­ti­schen Strukturen in auf­ge­klär­ten Verhältnissen gibt es bis­her nicht. Das Land befin­det sich in einer unbe­stimm­ten Zwischenzeit. Während die einen wei­ter zu einer demo­kra­tie-ent­leer­ten auto­ri­tä­ren Exekutiv-Demokratie stre­ben, tre­ten ande­re für eine Demokratisierung der Demokratie ein oder was von ihr übrig ist. Wieder ande­re wol­len ihre Komplettabschaffung und fan­ta­sie­ren von einem Reich. Wie auch immer: Wir ste­hen vor einem Weg in eine ande­re Republik.

    Delegitimierung des Protests mit­tels der Konstruktion, er sei rechts – das ist Teil des Programms des Ausnahmezustandes und aller wei­te­ren mög­li­chen Fortsetzungen. Zum Beispiel auch, wenn es zu sozia­len Unruhen kom­men soll­te, bei denen Coronagegner, Kriegsgegner und Armutsgegner zusam­men­fin­den könn­ten. Andrej Hunko, der Bundestagsabgeordnete, des­sen poli­ti­sche Karriere eng mit den sozia­len Bewegungen ver­bun­den ist, sieht die­se Perspektive durch­aus und sagt: „Im Herbst wird es die­se Methode der Delegitimierung wie­der geben.“

    Für Marco Bülow befin­den wir uns in einem „Zwischending“ zwi­schen dem bis­he­ri­gen poli­ti­schen System und einem noch unbe­kann­ten neu­en. Darauf pas­se ein Satz von Antonio Gramsci, dem ita­lie­ni­schen Intellektuellen und Kommunisten, der vor etwa 100 Jahren auch einen Zeitenbruch erleb­te und Folgendes geschrie­ben hat: „Die Krise besteht gera­de in der Tatsache, dass das Alte stirbt und das Neue nicht zur Welt kom­men kann: in die­sem Interregnum kommt es zu den unter­schied­lichs­ten Krankheitserscheinungen.“
    https://​over​ton​-maga​zin​.de/​k​r​a​s​s​-​k​o​n​k​r​e​t​/​c​o​r​o​n​a​-​k​r​i​e​g​-​u​n​d​-​d​e​r​-​w​e​g​-​i​n​-​e​i​n​e​-​a​n​d​e​r​e​-​r​e​p​u​b​l​ik/

  5. Richtig muss es hei­ßen: So hat sich die Kriminalität auf die Plandemie ausgewirkt.

    Wobei der Titel im Präsens auch nicht falsch, eher tref­fen­der wäre.

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