Frau Ciesek redet sich um Kopf und Kragen

Ich hat­te frü­her die Subversivität der Anzeigen-Abteilungen gelobt. Ich kor­ri­gie­re: Es sind die tol­len Algorithmen.

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Irgendwie däm­mert es Frau Schneider, daß das mit der Pandemie so eine Sache ist, und sie ver­wen­det lie­ber distan­zie­ren­de Tüttelchen:

»Sars-CoV‑2 ist nicht der ers­te Erreger der Coronafamilie, der schwe­re Atemwegserkrankungen ver­ur­sacht. Vor rund 18 Jahren ver­brei­te­te sich bereits sein Vorgänger, Sars-CoV‑1, auf der gan­zen Welt. Erstmals im November 2002 nach­ge­wie­sen, for­der­te die „ers­te Sars-Pandemie“ inner­halb eines hal­ben Jahres 774 Todesopfer.«

Originelle Definition und Versteckspiel

Es ist schwer zu ent­schei­den, ob Frau Schneider Frau Ciesek falsch ver­steht oder ob die Virologin selbst Unsinn erzählt. Jedenfalls wird eine ori­gi­nel­le Definition von Aerosolen vermittelt:

»Für Sars-CoV‑2 rei­che es schon, sich gegen­über zu ste­hen oder sich über län­ge­re Zeit im sel­ben Raum mit einer infek­tiö­sen Person auf­zu­hal­ten. Beim Husten, Sprechen, ja schon über das Ausatmen gelan­gen Aerosole, also kleins­te Viruspartikel, in die Luft und kön­nen so eine Ansteckung bewirken.

„Das war bei Sars-CoV‑1 nicht der Fall“, sagt Ciesek. „Es ver­steck­te sich statt­des­sen, gelang­te nicht so leicht in die Umgebung.“ Damit infi­zier­ten sich viel weni­ger Menschen mit dem Virus.«

Das aktu­el­le Virus wütet dage­gen in aller Öffentlichkeit.

Ciesek verrät, wie man sich Infizierte bastelt

»Die Virologin war im Februar 2020 eine der ers­ten in Deutschland, die Menschen auf Sars-CoV‑2 getes­tet hat­ten. „Ich erin­ne­re mich noch, als genau vor einem Jahr die ers­ten Wuhan-Rückkehrer in Frankfurt lan­de­ten“, erzählt sie. „Damals wuss­ten wir zunächst gar nicht, wie wir den Erreger nach­wei­sen soll­ten. Wir gin­gen zuerst davon aus, dass er glei­cher­ma­ßen tief in der Lunge sit­zen würde.“

Bei Sars-Cov‑1 sei eine Untersuchung des Sputums nötig gewe­sen. Dabei han­delt es sich um Sekret, wel­ches beim Husten tief aus der Lunge nach oben beför­dert wird. Ein ein­fa­cher Abstrich aus dem Rachen habe hin­ge­gen nicht gereicht, um eine Infektion nach­zu­wei­sen. Das Problem bei den Wuhan-Rückkehrern: Keiner der Fluggäste hat­te Husten. Keiner zeig­te typi­sche Symptome.

Dennoch wag­ten die Wissenschaftler am Frankfurter Flughafen einen Versuch, nah­men bei allen Passagieren einen Rachenabstrich. Das Ergebnis: Zwei der Passagiere waren posi­tiv. „Diese Abstriche waren also der Beweis: Das Virus sitzt viel wei­ter oben als sein Vorgänger. Und das macht es anste­cken­der“, erklärt Ciesek.«

Wer infiziert ist, muß nicht krank sein

Das galt bis­lang zwar als Schwurbler- und Leugnergerede, aber wenn Frau Ciesek es sagt…

»„Menschen mit Sars-Cov‑1 lie­ßen sich viel bes­ser iso­lie­ren als jene mit Sars-CoV‑2“, erklärt die Virologin außer­dem. Der Grund: die Symptome. War jemand mit dem ers­ten Sars-Erreger infi­ziert, zeig­te er in der Regel deut­li­che Krankheitsanzeichen. Fieber, in Kombination mit Husten, Atemnot, Muskelschmerzen und Kurzatmigkeit. „Wer infi­ziert war, war meist auch krank. Er bemerk­te, dass er sich ange­steckt hat­te“. Diejenigen konn­te man dann iso­lie­ren und somit wei­te­re Ansteckungen wei­test­ge­hend vermeiden.

Das ist beim neu­en Coronavirus jedoch nicht zwin­gend der Fall. Bei Sars-CoV‑2 gibt es häu­fi­ger auch asym­pto­ma­ti­sche Infektionen, je nach Studie haben bis zu 30 Prozent der Infizierten kei­ne Symptome.«

Die Studien sind zwar umstrit­ten, aber wir hal­ten fest: Selbst nach Frau Ciesek ist fast ein Drittel der "Infizierten" (d.h. ja nur posi­tiv Getesteten) nicht krank. Da hilft nur das Dogma:

»Bei Sars-CoV‑2 spie­len prä­sym­pto­ma­ti­sche Übertragungen eine gro­ße Rolle.«

»Selbst Herdenimmunität wird nicht reichen, damit wir Corona ausrotten

Es ist also die Kombination die­ser bei­den Punkte, die wahr­schein­lich ver­hin­dert, dass wir Sars-CoV‑2 aus­rot­ten kön­nen. Selbst mit einer Herdenimmunität, her­bei­ge­führt durch Impfungen und durch­ge­mach­te Infektionen. Stattdessen wird das Virus vor­aus­sicht­lich eines Tages „hei­misch“ wer­den. „Das ist ähn­lich wie bei der Influenza“, erklärt die Virologin. „Hier haben wir auch eine Art Grund-Immunität. Einige sind geimpft, ande­re hat­ten im Laufe ihres Lebens bereits eine Grippe und sind somit zumin­dest teil-immun. Sie haben dann im Falle einer Infektion in der Regel nicht so schwe­re Verläufe.“

Trotzdem kom­me es bei der Grippe jedes Jahr zu Neuinfektionen, glei­ches gel­te ver­mut­lich für eine Zukunft mit Sars-CoV‑2. „Es wer­den sich wahr­schein­lich immer wie­der Menschen mit dem neu­en Sars-Virus infi­zie­ren“, pro­gnos­ti­ziert Ciesek, „denn es kom­men ja auch immer wie­der ‚neue Menschen‘ hin­zu.“ Wenn Kinder gebo­ren wer­den, die den Immunschutz noch nicht haben, kön­nen die­se sich infi­zie­ren. Spätestens wenn sie erst­mals unter gro­ße Menschengruppen gelang­ten, etwa im Kindergarten.«

Wie war das mit NoCovid und ZeroCovid?

Frau C. merkt nicht, daß sie sich um Kopf und Kragen redet

Die Erinnerung an früh Gelerntes geht mit ihr durch. Herdenimmunität wird "her­bei­ge­führt durch Impfungen und durch­ge­mach­te Infektionen". So, wie wir kei­ne Durchimpfung gegen Grippe benö­ti­gen, ist sie auch gegen Sars-Cov‑2 nicht nötig. Ciesek bringt kurz eine Alternative ins Spiel (Testballon?), die sie aber (vor­erst) verwirft:

»Die Alternative wäre dann, bereits im Säuglingsalter gegen Sars-CoV‑2 zu imp­fen. „Darüber wird im Augenblick dis­ku­tiert, immer­hin gibt es ja bereits Impfstoff-Studien bei Kindern ab 12 Jahren“, erklärt Ciesek. Dass man in Zukunft aber wirk­lich jeden Säugling imp­fen wer­de, dar­an zwei­felt die Virologin. „Auch ob das ethisch über­haupt gerecht­fer­tigt ist, muss dis­ku­tiert wer­den.“«

Zu guter Letzt blei­ben noch Marder und Katzen als Drohkulisse:

»Risikofaktor: Auch Tiere können Sars-CoV‑2 übertragen

… Und, selbst wenn der Großteil der Menschen immun wäre – ein wei­te­rer Faktor dür­fe eben­falls nicht ver­ges­sen wer­den: „Auch Tiere kön­nen mit dem Virus infi­ziert wer­den“, mahnt Ciesek. „Marder oder Katzen kön­nen den Erreger zum Beispiel wei­ter­ge­ben. Auch bei ihnen kann sich wie­der ein Virus oder eine Mutation des­sen her­aus­bil­den, die dann wie­der auf den Menschen über­springt.“«

(Hervorhebungen in blau nicht im Original.)

15 Antworten auf „Frau Ciesek redet sich um Kopf und Kragen“

    1. Anders als in einer Freak-Show wer­den die Dargebotenen gebüh­rend ernst genom­men. Ich kann an Drosten und Ciesek nichts gut fin­den. Sie machen einen unsi­che­ren Eindruck, plap­pern mal dies und das, wider­spre­chen sich fort­lau­fend, reagie­ren auf Kritik äußerst unsou­ve­rän, bean­spru­chen für sich, irren zu dür­fen (denn so sei Wissenschaft), kei­len aber mäch­tig gegen ande­re aus. 

      Weil das nicht genügt, wer­den immer mehr die­ser selt­sa­men Leute aus dem Hut gezau­bert. Dieser Hermann Meyer bespiels­wei­se, oder Frau Priesemann. Nun auch noch Frau Priesemann, die einen "Raketenantrieb" bei der Mutante sehen will. Also wenn das Wernher von Braun wüss­te… Da hät­te er doch Virologie sei­ner­zeit studiert.

      Es muss eigent­lich ein ziem­li­ches erbärm­li­ches Leben sein, wenn man eine Arbeit ver­folgt, die kei­ne Probleme löst. Vielleicht ist es ja sowas und nun will man sich ent­spre­chend in den Vordergrund rücken, um der Welt zu zei­gen, dass die eige­ne Arbeit nicht ganz nutz­los ist. Die Jungs von der Müllabfuhr sind objek­tiv gese­hen tun wesent­lich nütz­li­che­re Arbeit. Ein Schreiner oder ein Softwareentwickler (so wie ich), der hat am Ende des Tages ein Werkstück fer­tig bzw. ein Stück Funktionalität, auf das er stolz sein kann.

  1. Tja, es gibt halt ein paar Billionen: Eher ver­schwin­den Virologen als Viren.
    Die Fachrichtung gehört auf­ge­löst so wie das Robert-Koch-Institut und das Fach inte­griert in Immunologie. Immunologen gibt es, sind der­zeit aber unerwünscht.
    Robert-Koch-Institut und Gesellschaft für Immunologie müs­sen zusam­men­ge­legt und poli­tisch unab­hän­gig sein.

  2. Frau C. merkt tat­säch­lich nicht, dass sie sich um Kopf und Kragen redet. Einer mei­ner aka­de­mi­schen Lehrer hät­te wohl gefragt: "Haben Sie über­haupt stu­diert? Wenn ja, was?"

    Ob das Lügengebäude durch die­se und ähn­li­che Äußerungen die­ser geis­ti­gen Tiefflieger end­lich ein­stürzt? Die ent­schei­den­de Frage lau­tet näm­lich: Merken es die Leser?

  3. „Marder oder Katzen kön­nen den Erreger zum Beispiel weitergeben. "
    Ich for­de­re FFP2 Maskenpflicht für Hunde beim Gassigehen und für Freigängerkatzen!
    Marder müs­sen unbe­dingt durch­ge­impft oder aus­ge­rot­tet werden!

  4. Kurz und knapp a la Konfuzius: wir wis­sen nichts. Und des­halb ist es um so wich­ti­ger mit kla­ren ein­deu­ti­gen Maßnahmen zu reagieren.

  5. Und wie­der die größ­te Lüge aller Zeiten breit dem Publikum ins Gesicht geschissen:

    "je nach Studie haben bis zu 30 Prozent der Infizierten kei­ne Symptome.«"

    Medizinische Definition von "Infizierte": ein Erreger ist in den Körper EINGEDRUNGEN, hat sich ANGESIEDELT, und VERMEHRT sich dort. Alle drei Bedingungen müs­sen gleich­zei­tig zutreffen.

    Keine der drei Bedingugnen wird durch den den Test überprüft:

    - ein Abstrich weist nichts in den Körper Eingedrungenes nach, son­dern nur sich auf Köpergrenzen (Schleimhäuten) befind­li­ches. Es wird hier die impli­zi­te Fehlschluss bemüht, dass Stoffe auf den Schleimhäuten von innen kom­men müss­ten. Was für ein Idiotendenken.

    - ob sich ein Erreger ange­sie­delt hat, wird schon gar nicht detektiert

    - wenn ein Erreger sich ver­mehrt, akti­viert er das Immunsystem und die Vermehrung zer­stört Körpergewebe – das neh­men wir als Krankheitsgefühl wahr: Infektion ist IMMER mit Krankheitsgefühl verbunden

    -> "asym­pto­ma­ti­sche Infizierte" sind pure Lügenmärchen, Erfindungen einer wissenschafts‑, moral- und denk­be­frei­ten PR-Maschinerie
    -> asym­pto­ma­tisch Infektöse noch viel mehr

    - und zu all dem kommt noch hin­zu, dass der PCR-Test nicht einen ver­meh­rungs­fä­hi­gen Virus son­dern nur ein´in den aller­meis­ten Fällen völ­lig irrele­van­tes Genschnipsel nach­weist! ("Allermeiste Fälle" da ins­ge­samt zah­len­mä­ßig die Tests an gesun­den Menschen die abso­lu­te Mehrzahl ausmachen)

    Wir wer­den sowas von verarscht .…

  6. Gibt es über­haupt noch den glaub­wür­di­gen Wissenschaftler ohne Interessenskonflikte???
    Diese Spezie scheint mir schon bald aus­ge­stor­ben zu sein, man müss­te sie unter "Naturschutz" stellen!
    Heute wir­ken doch alle nur von Habgier und Karriere getrie­ben, ob Ciesek, Drosten, Wieler, "KaLauer", Priesemann&0Co. KG
    "Wes Brot ich ess', des Lied ich sing" bleibt eine gül­ti­ge Devise über alle Zeiten hinweg!
    Also höre ich mir das mani­pu­la­ti­ve Geschwafel gar nicht erst an, das nach den ers­ten Worten schon so unglaub­wür­dig klingt!

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