Genial daneben. Der aktuelle Drosten-Podcast

"Genial dane­ben" war vor eini­gen Jahren eine Fernsehsendung, die Wikipedia so beschreibt:

»Das Prinzip der Sendung besteht dar­in, dass eine aus fünf Comedians bestehen­de Rategruppe von Zuschauern ein­ge­schick­te Fragen mög­lichst unter­halt­sam beant­wor­ten soll. Die Comedians haben kei­nen Text und müs­sen impro­vi­sie­ren, wes­halb die Sendung sich der Improvisationscomedy zuschrei­ben lässt.«

Christian Drosten macht das heut­zu­ta­ge, im Podcast vom 4.1., ganz allei­ne, dies­mal unter­stützt von Beke Schulmann, die der NDR als "Wissenschaftsredakteurin" aus­gibt. Gleich am Anfang macht Drosten dem Namen der Show alle Ehre:

»Es ist natür­lich auch in Deutschland so, dass der Anteil von Omikron-Nachweisen zunimmt. Das ist wahr­schein­lich etwas lang­sa­mer als in ande­ren Ländern. Wir sind jetzt bei uns nach den aller­letz­ten Daten, die das RKI zusam­men­ge­tra­gen hat, jeweils noch unter 50 in fast allen Bundesländern. Und man sieht in den Wochen vor­her, dass sich das jeweils von Woche zu Woche so unge­fähr ver­dop­pelt oder etwas mehr als ver­dop­pelt hat. OMIKRON IN DEUTSCHLAND Und das ist lang­sa­mer als in ande­ren Ländern. Wir kön­nen im Moment davon aus­ge­hen, dass wir so eine Verdopplung der­zeit um die vier Tage haben.«


Das sind die "aller­letz­ten Daten, die das RKI zusam­men­ge­tra­gen hat":

rki.de (7.1.)

Daraus ist alles Mögliche abzu­le­sen, aber nichts von dem, das Drosten behaup­tet. Wir sehen Zuwächse, die zwi­schen dem Zwei- und dem Fünffachen schwan­ken. Läßt man die letz­te Woche außer Acht, dann ver­lang­samt sich das Anwachsen seit der W48 sogar. Eine Verdoppelung "um die vier Tage" ist völ­lig abwe­gig. In dem RKI-Dokument wird auf den Wochenbericht ver­wie­sen. Dort heißt es:

»Zwischen dem 21.11.2021 und 03.01.2022 wur­den in Deutschland (Datenstand 04.01.2022) ins­ge­samt 35.532 (Verdachts-) Fälle der Omikronvariante über das Meldesystem nach IfSG über­mit­telt, davon wur­den 3.321 per Gesamtgenomsequenzierung zwei­fels­frei bestä­tigt«

Wenn auch wie üblich die lin­ke Hand des RKI nicht weiß, was die rech­te tut (obi­ge Liste führt 62.974 "Omikron-Fälle" auf), bleibt fest­zu­stel­len, daß 3.321 "zwei­fels­frei bestä­tig­te Fälle" kaum etwas dar­stel­len, über das zu reden sich lohn­te. Was Drosten aber aus­führ­lich tut:


Man muß sehr um die Ecke denken und in andere Länder schauen

Wenn der Chefvirologe eines beherrscht, dann die hier genann­ten Fähigkeiten.

»Was kommt dem­nächst in Form von schwe­ren Erkrankungen, von Krankenhausaufnahmen oder sogar Intensivstationaufnahmen auf uns zu? Da muss man sehr um die Ecke den­ken und in ande­re Länder schau­en. Das kön­nen wir ger­ne gleich mal ein biss­chen genau­er bespre­chen. Sprich die Ableitung von den Zahlen, von der Inzidenz auf das, was man dann Krankheitslast nennt. Und da haben wir ja schon öfter auch hier im Podcast gesagt, das ent­kop­pelt sich zuneh­mend. Und genau so einen Effekt haben wir auch in Deutschland schon gese­hen, dass sich das zuneh­mend ent­kop­pelt hat am Ende der Delta-Welle im Dezember. Da haben wir näm­lich gese­hen, dass tat­säch­lich die Belastung der Intensivstationen weni­ger wird und das kommt durch die Booster-Impfung. Das ist das eine, wo wir Unsicherheiten haben. Also wir haben zwar Zahlen, die jetzt unsi­cher sind und dar­über regen wir uns auf. Aber auf der ande­ren Seite wis­sen wir dann gar nicht genau, was wir mit die­sen Zahlen machen wol­len. Denn die Krankheitsschwere, die hat sich sowie­so schon ent­kop­pelt, auch in Deutschland. Das ist das eine. Das ande­re ist die Zunahme. Da starrt man jetzt auf ande­re Länder und sieht das geht ganz schnell alles hoch. Und man erwar­tet es auch in Deutschland und denkt sich na ja, in Deutschland wer­den wir wahr­schein­lich hier auch gera­de die­se Omikron-Welle, die man­che ja auch eine Wand nen­nen, weil sie so steil ansteigt, haben. Und wir sehen das gar nicht in unse­ren Zahlen.«

Wir haben weni­ger Belastung der Intensivstationen durch das Boostern, erzählt Drosten. Laut oben genann­tem Wochenbericht des RKI gel­ten fast 30 Prozent der über 18-Jährigen auf den Intensivstationen als "grund­im­mu­ni­siert". Mehr als 30 Prozent der ver­stor­be­nen nicht "Geboosterten" waren "voll­stän­dig geimpft", wie es bis­her hieß. 114 Menschen star­ben trotz "Auffrischimpfung", fast 500 "Geboosterte" lagen in Krankenhäusern. Alle Zahlen bezie­hen sich auf die KW 49–52.

Gar nicht dran denken

Der Meister weiter:

»Also wir müs­sen gar nicht dran den­ken, dass wir so viel weni­ger Eintragungen haben. Wir hat­ten mas­siv vie­le Eintragungen. Ich glau­be, Sandra Ciesek hat­te das in vor­he­ri­gen Podcastfolgen auch schon berich­tet. Gerade was sie in Frankfurt gese­hen hat.«


Ein guter Hinweis. Denn Frau Ciesek lag noch mehr dane­ben als Drosten. Am 21.12. teil­te sie im Podcast mit:

»Sandra Ciesek Ich den­ke, wir müs­sen ja nur in unse­re Nachbarländer schau­en, nach Dänemark, nach Großbritannien zum Beispiel, und sehen, dass sich da die Fälle alle zwei bis drei Tage ver­dop­pelt haben von Omikron und die Zahlen auch wie­der deut­lich anstei­gen. Und mir fällt im Moment kein guter Grund ein, war­um das in Deutschland anders sein soll­te. Wenn man sich über­legt, dass die Verdoppelungszeit alle zwei bis drei Tage ist, kann man sich rela­tiv leicht aus­rech­nen, was es bedeu­tet, wenn man mit Kontaktbeschränkungen erst eine Woche spä­ter anfängt. Dann hat man direkt erst mal vier- bis acht­mal so vie­le Fälle unge­fähr und nach zwei Wochen 25- bis 128-mal so vie­le Fälle. Da zählt eigent­lich jeder Tag.«

Drosten wird auch kaum die­sen Tweet von Ciesek gemeint haben, der die nahe­zu nicht vor­han­de­ne Wirkung des "Boosterns" beschreibt.

twitter.com (8.12.21)

Da will ich so gar nicht drauf antworten

Der Geist ist wil­lig, doch der Mund ist schwach. Frau Schulmann fragt nach neu­en Maßnahmen und Herr Drosten antwortet:

»Da will ich so gar nicht drauf ant­wor­ten. Ich möch­te hier nicht irgend­wel­che Listen run­ter rat­tern von denk­ba­ren Maßnahmen. Wir sind ja durch eine lan­ge Zeit durch, wo wir Erfahrungen damit gesam­melt haben. 

SITUATION IN SCHULEN 

Wir wis­sen inzwi­schen rela­tiv genau, dass die stärks­te Maßnahme natür­lich einen Eingriff in den Schulbetrieb ist. Nicht nur, weil das Virus sich ein­deu­tig in den Schulen ver­brei­tet. Das ist inzwi­schen glas­klar belegt durch Daten.«

So wie durch die­se aus besag­tem RKI-Bericht:

»Die Zahl an über­mit­tel­ten Schulausbrüchen war eben­falls – nach einem sehr raschen Anstieg im Frühherbst – seit Mitte November 2021 wie­der stark rückläufig.

rki.de«

Zu den wei­te­ren Antworten, die er "so gar nicht" geben will, gehört "nicht nur eine Homeoffice-Empfehlung, son­dern ein Homeoffice-Gebot".

Euler hoch Wachstumsrate mal Generationszeit

Hier muß ich pas­sen. Ich habe ver­sucht, beim RKI und in ande­ren Publikationen nach­zu­voll­zie­hen, wie Drosten hier rech­net. Es wird an mir lie­gen, daß ich sei­ne Methode nicht gefun­den habe. Für sach­dien­li­che Hinweise bin ich dank­bar. Drosten erklärt:

»Wie kommt eigent­lich der R‑Wert von so einem Virus zustan­de? Wir haben da die die Eulersche Zahl mit einem Exponenten, der Wachstumsrate und Generationszeit, also Euler hoch Wachstumsrate mal Generationszeit.

Generationszeit ist ein­fach die Zeit, die es dau­ert von einer Infektion zur nächs­ten Infektion. Also ich bin infi­ziert. Wie lan­ge dau­ert es, bis der nächs­te das glei­che Stadium der Infektion erreicht hat? So kann man es mal sagen.«

Ich benutze ja immer die Beispiele aus dem Kraftfahrzeugwesen

Ein beson­ders gelun­ge­nes über die Anwendung von kaput­ten Bremsen ist nach­zu­le­sen in Wieder ein Highlight: Drosten-Podcast 62. Heute nun dieses:

»Wenn man sich das bild­lich vor­stel­len will, ich benut­ze ja immer die Beispiele aus dem Kraftfahrzeugwesen. Es ist ein­fach so: Also so ein Virus, dass viel­leicht eine kür­ze­re Generationszeit hat, das erzielt sei­ne Wachstumsrate dann ein­fach dadurch, dass mehr beob­ach­te­te Generationen pro Zeit, also pro Woche zum Beispiel ablau­fen. Das ist so unge­fähr wie wenn man zwei Motoren ver­gleicht. Der eine Motor hat einen klei­nen Hubraum und muss des­we­gen für die glei­che Leistung schnel­ler dre­hen. Das wäre also die­ses Omikron-Virus, das ande­re Virus hat einen grö­ße­ren Hubraum. Das pumpt also mit jeder Umdrehung mehr Fälle in die Bevölkerung. Die Umdrehungen lau­fen aber lang­sa­mer. Am Ende sieht das eini­ger­ma­ßen gleich aus. Aber was hin­ter der Kraftentwicklung steht, also hin­ter die­sem Einbringen von Zahlen in die Bevölkerung, das ist was ande­res. Und jetzt kön­nen Sie so einen Motor, der eigent­lich schnel­ler dreht, bei klei­ne­rem Hubraum auch leich­ter abbrem­sen. Der hat weni­ger beweg­li­che Masse. Also hier ver­las­sen wir dann so lang­sam den Bereich, damit das Beispiel noch stimmt. Aber tat­säch­lich, die Mathematik dahin­ter ist ein biss­chen so, da kann man das das Ganze ein biss­chen mit­ein­an­der vergleichen.«

Omikron ist notorisch dafür, solche Durchbruchsinfektionen zu setzen

»Also wer Symptome bekommt als Geimpfter, also eine Durchbruchsinfektion, da ist jetzt Omikron noto­risch dafür, sol­che Durchbruchsinfektionen zu set­zen. Bei denen gehe ich inzwi­schen davon aus, dass die gemes­sen am Viruslast-Verlauf frü­her Symptome krie­gen. Das liegt ein­fach an bestimm­ten Labor-Daten, die wir hier sehen und Studien, die wir hier am lau­fen haben. Und das ist aber auch immu­no­lo­gisch nahe­lie­gend und plau­si­bel. Denn wenn jemand, sagen wir mal, als grund­im­mu­ni­sier­ter, als geimpft [sic] Mensch die­ses Virus hat und das Virus macht eine Durchbruchsinfektion, dann ist die­ses Immunsystem sofort getrig­gert. Da gibt es ja ein Immungedächtnis gegen die­ses Virus. Die Immunzellen, die dann ange­spro­chen wer­den, die machen sofort Zytokine und das macht die Symptome. «

Aus die­sem Grund set­zen laut Drosten bei "Geimpften" Symptome frü­her ein:

So eine Arbeitsvorstellung von mir

»Das ist nur eine Verschiebung von ein, zwei, drei Tagen gegen­über dem Viruslast-Gipfel. Und das ist so eine Arbeitsvorstellung von mir oder von uns hier in der Arbeitsgruppe, die wir uns so lang­sam machen. Diese Daten wer­den jetzt sta­tis­tisch immer robus­ter. Diese Studie kommt zusam­men. Und wenn wir dann so weit sind, dass wir glau­ben, wir haben eine sta­tis­ti­sche Robustheit, bei der das auch unzwei­fel­haft nach­weis­bar ist, dann wer­ten wir das noch mal final aus und schrei­ben das zusam­men. Aber es ist eben so: Wissenschaftliche Daten kom­men häu­fig mit der Zeit auf die­se Art und Weise zusam­men und man sieht eigent­lich schon als Wissenschaftler, der die­se Daten immer wei­ter beob­ach­tet, wie sich die Evidenz zuneh­mend ein­stellt. Man kriegt schon ein sehr gutes Gefühl dafür und das ist durch­aus ein Gefühl, das man dann auch mal im Kollegenkreis bespricht und dass man auch mal bestä­tigt bekommt. Aber es ist dann doch noch zu früh für eine for­ma­le wis­sen­schaft­li­che Aufarbeitung. Das ist lei­der in die­ser Pandemie ja immer so gewe­sen, dass wir eine, sagen wir mal, sta­tis­tisch har­te wis­sen­schaft­li­che Evidenz erst Monate spä­ter ver­öf­fent­li­chen kön­nen. Nach dem Zeitpunkt, wo die­ses Wissen eigent­lich akut wich­tig wäre, um es anzuwenden.«

Das beschreibt unge­schminkt die Arbeitsweise des Experten. Er hat "so eine Arbeitsvorstellung" und "ein sehr gutes Gefühl" und plau­dert in Podcasts über Angelegenheiten, bei denen es "noch zu früh für eine for­ma­le wis­sen­schaft­li­che Aufarbeitung" ist. Hypothesen sind zwei­fel­los gut und erfor­der­lich in der Wissenschaft. Seit Jahren ver­wech­selt Drosten aller­dings den Stand der Forschung mit sei­nen Annahmen, bei deren Validierung er sehr schnell dünn­häu­tig wird.

Man muss diese Daten ja über irgendeinen Kamm scheren

Kein Podcast ohne eine Studie, die Drosten gera­de gele­sen haben will. Meist kommt sie aus Großbritannien.

»Aber ich glau­be eben, dass die­se Studie, das ist der der Imperial College Report Nr. 50, die basiert auf rela­tiv gro­ßen Zahlen. Man muss die­se Daten ja über irgend­ei­nen Kamm sche­ren. Und was man da jetzt als Kriterium für einen schwe­ren Krankheitsverlauft [sic] nimmt, ist etwas, das man rela­tiv leicht in dem sehr guten Datensystem in England erfas­sen kann. Das ist die Krankenhausaufnahme… 30 Prozent weni­ger Leute müs­sen ins Krankenhaus, wenn sie mit Omikron infi­ziert sind statt mit Delta. Wenn man das kor­ri­giert auf eine wahr­schein­li­che Reinfektion, also Leute, die sich wahr­schein­lich das zwei­te Mal infi­zie­ren: Da ist die­ses Risiko um 55 bis 70 Prozent redu­ziert. Und das ist eigent­lich auch ein Wert, den man in die­ser Größenordnung in Südafrika gese­hen hat…

Die Ungeimpften, was ist mit denen, wenn die sich mit Omikron infi­zie­ren? Gerade haben wir ja über alle gere­det, da sind auch die gan­zen Geimpften und Vorinfizierten dabei. Wenn man aber jetzt nur ver­sucht, sta­tis­tisch die Ungeimpften dar­aus zu ver­grö­ßern und das ist nicht so leicht, das sta­tis­tisch zu tun, dann kommt man auf einen Wert von 24 Prozent Reduktion. Also wer unge­impft ist, hat mit Omikron-Infektion 24 Prozent weni­ger Risiko ins Krankenhaus zu müs­sen als jemand, der unge­impft mit Delta infi­ziert wird. Das ist also für die vie­len Ungeimpften, die wir lei­der in Deutschland haben, eine sehr gute Neuigkeit, denn wir haben lei­der auch in der Bevölkerung über 60 Jahre noch unge­fähr drei Millionen unge­impf­te Leute in Deutschland. Und das ist unser Problem in den nächs­ten Wochen.«

Da ist etwas dran. Nicht "Geimpfte" wer­den sich sagen, wenn Alpha bis My mich nicht erwischt haben und selbst Delta es nicht geschafft hat, neh­me ich ein noch gerin­ge­res Risiko ger­ne in Kauf. Oder wie der Meister selbst sagt:

»Der Gewinn nicht geimpft, zu zwei­fach geimpft ist nur zehn Prozent mehr, aber der Gewinn von zwei­fach geimpft, zu drei­fach geimpft ist dann fast eine Verdoppelung«

Ungefähr nur die Hälfte hat Corona als führende Diagnose

Spätestens hier errei­chen wir wie­der die Stelle, mit der bewie­sen wird, daß kein Mensch, erst recht nicht in den Redaktionen, Drosten zuhört. Wie jedes Mal fin­den sich näm­lich Sätze, die bei jedem Anderen als ver­schwö­rungs­theo­re­ti­sches Geschwurbel abge­tan werden:

»In den Aufnahmen sehen wir, dass mehr als die Hälfte die­ser Aufnahmen eigent­lich nicht wegen Corona auf­ge­nom­men wor­den sind, son­dern wegen ande­rer Sachen auf­ge­nom­men wur­den. Und im Aufnahmescreening, also jeder Patient der rein­kommt, kriegt ja einen Test, nicht als Corona-Patienten auf­fal­len. Da ist Corona nicht die füh­ren­de Diagnose und unge­fähr nur die Hälfte hat Corona als füh­ren­de Diagnose.«

Logisch gedacht ist das so

Aber anek­do­ti­sche Berichte gibt es auch:

»Junge Leute wer­den natür­lich im Moment die­sen Reflex haben zu sagen: „Ach, das ist ja offen­bar ein abge­mil­der­te Virus. Da kann ich mich ja jetzt erst recht infi­zie­ren“. Da muss man natür­lich auch sagen: „Ja, also klar, logisch gedacht ist das so“. Nur es ist ja eine rela­tiv ein­fa­che Überlegung, die bestimm­te Unterschiede zwi­schen einer Verteilung über die Bevölkerung und dem indi­vi­du­el­len Patientenschicksal aus­klam­mert. Also was nützt es mir denn, wenn ich als, sagen wir mal, Mitte 20-jäh­ri­ger fit­ter Mensch weiß, dass fast jeder in mei­ner Altersgruppe einen mil­den Verlauf kriegt und wahr­schein­lich mit Omikron sogar noch mil­der, aber aus­ge­rech­net mich erwischt es. Also es gibt jun­ge Leute mit Mitte 20, die auf der Intensivstation lan­den und das ist ein­fach nicht aus­zu­schlie­ßen. Und wir haben gera­de jetzt ja anek­do­tisch vie­le Berichte von Sportlern, die jung und fit sind. Gerade Leistungssportler, die nach einer fast asym­pto­ma­ti­schen, sehr mil­den Infektion noch wochen­lang Probleme im Training haben und Leistungseinbrüche haben. Woher kommt denn das? Das ist ja kein Hokuspokus.«

Ist das wirk­lich klug ange­sichts der täg­li­chen Meldungen über "mil­de Infektionen" bei geboos­ter­ten "Sportlern, die jung und fit sind"?

Das Immunsysystem ist wie die Verdauung oder die Intelligenz

»Beke Schulmann … [Ich habe] das jetzt ein paar Mal gele­sen und so haben Sie das auch neu­lich in einem Tweet ganz schön auf­ge­drö­selt: Der Gedanke ist, dass eine Infektion das Immunsystem stär­ken könn­te. Aber das ist ja ein Irrglaube, richtig? 

Christian Drosten Ja, also genau das. Ich hat­te da ja gesagt: Das stärkt viel­leicht das Immunsystem genau­so gut wie das Essen eines Steaks die Verdauung stärkt. Das Immunsystem ist ein­fach da. Das lässt sich nicht stär­ken. Das ist so wie die Verdauung oder die Intelligenz. Das sind so Grundfunktionen, die man hat und die kann man eigent­lich nicht trai­nie­ren. Also ich kann auch nicht mei­ne Intelligenz dadurch stei­gern, dass ich mir ein Rätselheft kau­fe. Also die­se Idee von Gehirnjogging, das mag funk­tio­nie­ren bei Leuten, die ihr Gehirn sonst gar nicht benut­zen und bei denen mag das hel­fen, wenn sie regel­mä­ßig zumin­dest sol­che Kreuzworträtsel lösen. Klar, da mag es ein Konzept für geben, aber ins­ge­samt ist es doch so: Wir den­ken hier an eine Infektion. Also das ist so, wie wenn man den­ken wür­de, durch das Lesen eines Zeitungsartikels oder eines Buchs stei­ge­re ich mei­ne Intelligenz. Das ist doch Quatsch. Das Hirn ist da und das hat eine Grund-Intelligenz.«

Ich sage nur: Sehr, sehr dün­nes Eis.

Immunsystem lernt durch die Infektion oder durch die Impfung

Da auch das sich anhört wie die Bestätigung der "Schwurbler", wer­den die Nebeneffekte ein­fach ver­kehrt. Das ist noch bes­ser als die Beschreibung eines Waschmittels, das "wei­ßer als weiß" wäscht:

»Gerade bei einer Impfung stellt sich ja glück­li­cher­wei­se genau der­sel­be Trainingseffekt auch ein, wie durch die Infektion gegen die­sen Erreger, also die­ses sehr spe­zi­fi­sche, auf die­sen einen Erreger aus­ge­rich­te­te Lernen des Immunsystems. Das krie­gen wir ent­we­der durch die Infektion oder durch die Impfung. Dann ist es aber so, dass fast alle Krankheitserreger, eini­ge sind dafür ganz noto­risch bekannt, ich kann gleich ein paar nen­nen, fast alle Krankheitserreger sind aber gegen­über dem Immunsystem nicht ganz neu­tral ein­ge­stellt, son­dern sie sind in ihrer Evolution dar­auf aus­ge­rich­tet wor­den, auch gegen das Immunsystem des Wirts etwas zu unter­neh­men, denn sie wol­len ja sel­ber im Körper exis­tie­ren. Und da muss man sich ein­fach klar machen: Im Gegensatz zu einer Impfung, bei der die­ser Effekt aus­ge­klam­mert ist, schä­di­gen ganz vie­le Infektionserkrankungen zunächst ein­mal das Immunsystem, statt es zu trai­nie­ren. Also es bil­det sich dann schon ein Immungedächtnis gegen die­se spe­zi­el­le Infektion, gegen die­sen spe­zi­el­len Erreger aus. Aber der Erreger macht was, der sabo­tiert das Immunsystem im Breiten, im Großen und Ganzen, um auch die Ausbildung der Immunität gegen sich selbst einen Schlag zu ver­set­zen und die­se spe­zi­fi­sche Immunität zu redu­zie­ren. Und den­noch, es kommt eine spe­zi­fi­sche Immunität raus. Das Immunsystem kriegt dabei aber doch einen Gesamtschlag ab

Bei fast jeder Infektionserkrankung gibt es eine Immunschwäche und die ist mal mehr und mal weni­ger aus­ge­prägt. Bei Impfungen gibt es die­se Immunschwäche nicht bis kaum, will ich sagen… Das ist ja das Prinzip der Impfung im Normalfall, dass eben die­ser schwä­chen­de Effekt aus­ge­klam­mert ist und nur der gedächt­nis­bil­den­de Effekt, dass das noch vor­han­den ist. Das unter­schei­det ja die Impfung von der Infektion.«

Weiterhin ein harmloses, zufällig gefundenes Virus bei diesen Kindern

»Also die Daten dazu sind immer noch sehr unvoll­stän­dig. Also wenn man sich die Daten anschaut, sieht man, es gibt vor allem ganz gute Daten dazu aus Südafrika, die ich hier zah­len­mä­ßig auch nicht spe­zi­ell für die­sen Podcast auf­be­rei­tet habe. Aber es gibt dar­über Zahlen, die ich auch ken­ne, die ich natür­lich für mich durch­ge­ar­bei­tet habe und mir einen Eindruck dar­aus gebil­det habe. Und dann ist jetzt in den letz­ten Tagen und Wochen, viel­leicht zwi­schen Weihnachten und Neujahr ging das los, da kamen rela­tiv vie­le Meldungen auch aus Nordamerika, wo gese­hen wur­de, wir sehen immer mehr Kinder mit Covid. Der Eindruck ist schon, dass im Wesentlichen die­se stär­ke­ren Krankenhausaufnahmen bei Kindern Nebendiagnosen von Covid sind. Dass Kinder, die ins Krankenhaus kom­men wegen aller mög­li­cher Sachen im Nebenaspekt im Aufnahmescreening dann auch eine Covid-Infektion nach­ge­wie­sen bekom­men… Und nach­dem man jetzt mehr Zahlen zusam­men hat, kann man also schon stark zu dem Eindruck kom­men, dass das meis­te von die­sen Krankenhausaufnahmen aller Kinder-Jahrgänge die­se Nebendiagnosen sind. Und das erklärt sich natür­lich rela­tiv ein­fach dadurch, dass, wenn sich so ein Virus in der Bevölkerung ver­brei­tet, es sich auch bei den Kindern ver­brei­tet. Und dann fin­det man das Virus eben auch in den Kindern, die wegen ande­rer Sachen ins Krankenhaus müs­sen. Aber es ist wei­ter­hin ein harm­lo­ses, zufäl­lig gefun­de­nes Virus bei die­sen Kindern.«

Sogar bei den Primärfällen sind allerhand verschiedene Impfquoten dabei

Drosten erklärt eine däni­sche Studie zu Omikron. Das wird nicht "Geimpfte" erfreuen:

»Sagen wir mal, wir haben zehn Leute im Haushalt und da ist einer zusätz­lich, der hat die Infektion. Dann könn­ten sich ja jetzt zehn Leute an der Person infi­zie­ren. Wenn sich jetzt aber nur zwei von zehn infi­zie­ren, dann ist die Secondary Attack Rate, also die sekun­dä­re Angriffsrate 20 Prozent, zwei von zehn. Das ist also die­ser Begriff und da kann man sagen, bei Omikron-Infizierten im Haushalt infi­zie­ren sich 31 Prozent dar­an und bei Delta-Infizierten infi­zie­ren sich 21 Prozent. Also die Secondary Attack Rate ist zehn Prozent gerin­ger. Das geht jetzt über alle Gruppen von Infizierten. Das heißt, alle Sorten von Immunstatus, also in die­sen Haushalten, die da aus­ge­wer­tet wur­den und sogar bei den Primärfällen sind aller­hand ver­schie­de­ne Impfquoten dabei… Bei den drei­fach Geimpften ist die­ser Kontrast des­we­gen noch­mal ver­stärkt. Da ist die Secondary Attack Rate bei den drei­fach Geimpften bei Omikron 25 Prozent und bei Delta nur elf Prozent. Und das ist ja etwas, das uns einer­seits bestä­tigt, die Impfung, die wirkt schwä­cher bei Omikron. Aber das zeigt uns auch, dass die Impfung durch­aus wirkt. Nämlich wir haben ja einen Unterschied von nicht geimpft, zu drei­fach geimpft von 31 zu 25 Prozent. Und wir haben prak­tisch kei­nen Unterschied zwi­schen nicht geimpft und dop­pelt geimpft. Da ist es 31 zu 32 Prozent. Das ist also das­sel­be, aber wir haben eben durch die drei­fa­che Impfung ein star­kes Absinken.«

Also doppelt geimpft oder ungeimpfte ist dasselbe

Von 100 Menschen ste­cken sich danach 31 nicht "Geimpfte", 32 dop­pelt und 25 drei­fach "Geimpfte" an. Welch schla­gen­des Argument für die "Impfkampagne"! Damit es alle begrei­fen, faßt er noch ein­mal zusammen:

»Also wenn wir unge­impft sind, infi­zie­ren wir uns nicht mit grö­ße­rer Wahrscheinlichkeit. Also dop­pelt geimpft oder unge­impf­te ist das­sel­be, wenn es dar­um geht, sich an einem Indexfall im Haushalt zu infi­zie­ren. Wenn man aber drei­mal geimpft ist, dann sinkt die­ses Risiko auf 54 Prozent. Das ist also fast halbiert.«

Alle geboostert: Infektionsrisiko halbiert sich nochmal zusätzlich fast auf die Hälfte

Ganz beson­ders gut wirkt die "Impfung", wenn sowohl die anste­cken­de Person als die zu infi­zie­ren­de geboos­tert ist.

»Also wenn der Indexfall geboos­tert ist, dann über­trägt er das Virus mit gerin­ge­rer Wahrscheinlichkeit und das ist so für Omikron und für Delta eigent­lich nicht zu unter­schei­den. Der Effekt ist gleich groß. Und wenn dann die Empfänger zusätz­lich auch noch geboos­tert sind, dann kann man sagen, das Infektionsrisiko hal­biert sich für die­se Personen noch­mal zusätz­lich fast auf die Hälfte

Da müsste man natürlich einen Modellierer fragen

»Beke Schulmann Das heißt, wenn in Deutschland alle Geimpften, alle Menschen, die jetzt schon geimpft sind, auch den Booster schon hät­ten, könn­te das dann die aktu­el­le Welle brechen? 

Christian Drosten Das müss­te man natür­lich berech­nen. Also ich glau­be, das wür­de bei den jet­zi­gen Zahlen wahr­schein­lich noch nicht voll­kom­men zum Brechen der Welle aus­rei­chen, wenn man kei­ne Kontrollmaßnahmen ande­rer Art mehr hät­te. Aber mit den jet­zi­gen Kontrollmaßnahmen, die ja doch durch­aus sehr tole­ra­bel sind, also da spre­chen wir jetzt von einer 2G-Regel und so wei­ter. Wenn wir jetzt alle geboos­tert wären, dann wür­de man wahr­schein­lich in so einen Bereich rein kom­men. Da müss­te man aber natür­lich einen Modellierer fra­gen. Das kann ich jetzt nicht so genau beant­wor­ten, aber von mei­nem Zahlenverständnis her wür­de man in so einen Bereich kom­men, wo das rela­tiv gut mög­lich wird. «

Es ist vollkommen klar, dass wir das Virus nicht eindämmen werden in der Verbreitung durch die Impfung

»Also wir sind ja jetzt im Moment in Deutschland bevöl­ke­rungs­weit bei einer Impfquote von 71 Prozent dop­pelt-Geimpften. Wenn wir uns jetzt vor­stel­len wür­den, die­se 71 Prozent in der Bevölkerung, die wären drei­fach geimpft, die wären geboos­tert und wir stel­len uns gleich­zei­tig vor, deren Infektionsrisiko wäre hal­biert. Und wir haben ein Virus, das sich mit einem R‑Wert von unge­fähr drei in der Bevölkerung ver­brei­tet. Dann müss­ten wir zu dem Schluss kom­men, dass das noch nicht so ganz aus­reicht. Also da wür­den wir dann noch nicht hin­kom­men. Das ist jetzt aber aller­sim­pels­te, sagen wir mal Verbreitungsweg-Mathematik. Das liegt also fast im Bereich von einer Dreisatz-Rechnung, die ich hier anstel­le. Also wir kön­nen uns nach die­sen aller­sim­pels­ten Gedanken vor­stel­len bei einem Virus von drei: Da bräuch­ten wir ja zwei Drittel der Bevölkerung voll­stän­dig geimpft, also kom­plett geschützt gegen das Erreichen die­ser Infektion. Wir haben 70 Prozent voll­stän­dig geschützt, aber deren Schutz ist nur 50 Prozent von dem, was sie eigent­lich bräuch­ten. Da sieht man schon, wenn man sich das durch­rech­net. Das wird also auch unter die­sen Bedingungen auf kei­nen Fall aus­rei­chen. Das sind eben die­se sehr simp­len Überlegungen und die sind hier inzwi­schen auch zu sim­pel. Denn wir haben es ja hier mit einer Respirationstrakt-Erkrankung zu tun, wo wir ein­fach ohne die Krankheitsschwere nicht rech­nen kön­nen, wo wir ein­fach sagen müs­sen: Das Virus wird sich natür­lich ver­brei­ten. Es ist voll­kom­men klar, dass wir das nicht ein­däm­men wer­den in der Verbreitung durch die Impfung.«

Das Infektionsrisiko wird immer größer, je mehr ich geimpft bin

»Also da ist einer, mit dem habe ich Kontakt. Jetzt infi­zie­re ich mich. Also wie viel höher ist jetzt mein Risiko mich zu infi­zie­ren, wenn ich geimpft bin? Hier ist jetzt das Verhältnis gefragt Omikron zu Delta. Also wenn es ein Omikron-Virus ist oder wenn es ein Delta-Virus ist. Da ist jetzt wirk­lich das Interessante: Wenn ich nicht geimpft bin, dann ist die­ses Verhältnis fast nicht von eins zu unter­schei­den, es ist 1,17. Wenn ich zwei­fach geimpft bin, dann ist es 2,7. Wenn ich drei­fach geimpft bin, ist es 3,66. Also es wird immer grö­ßer, je mehr ich geimpft bin. Das ist ein Zeichen dafür, dass Omikron einen Immunescape hat. Also die Impfung wird durch Omikron umgan­gen

Mit ande­ren Worten, wir kön­nen jetzt ganz ein­fach den­ken, wir sind eigent­lich in einer Situation wie im März 2020. Wir haben ein Virus, das sich mit einem R‑Wert um die drei ver­brei­tet in einer Bevölkerung, die kom­plett unge­schützt ist. Es ist die­sel­be Situation, oder?…«

Schnelltest helfen gegen dieses Omikron-Virus gut

»Wir haben durch­aus, durch die Doppel-Impfung und erst recht durch die drei­fa­che Impfung der Älteren, unse­re Booster-Kampagne ist ja auch stär­ker betont auf die Älteren, einen Schutz gegen die schwe­re Krankheit. Das ist gut. Also da ste­hen wir bes­ser da als im Frühjahr 2020. Dann haben wir aber ande­re Dinge. Wir haben zum Beispiel Masken… Wir haben Antigenschnelltests und wir wis­sen eigent­lich, die Antigentests, die hel­fen gegen die­ses Omikron-Virus gut, so gut wie gegen die ande­ren Viren auch…

Wir wer­den ganz sicher auch eine stei­le Welle sehen, aber ich glau­be, wir sind ins­ge­samt auf einem Weg, sagen wir mal Richtung Ostern, wo wir vie­le Möglichkeiten noch haben, vie­le Karten, die wir noch zie­hen kön­nen, die wir zum Einsatz brin­gen um das Ganze, man muss es eben wirk­lich mode­rie­ren nennen.«

Es geht ja hier darum, essentielle Arbeitskräfte im Arbeiten drin zu halten

Die Verkürzung der Quarantäne ist eigent­lich gefährlich.

»Man hat dezen­te Hinweise dar­auf, dass Leute mit Omikron-Infektionen noch für län­ge­re Zeit infek­ti­ös sind… Diese Frühphase der Infektion scheint bei Omikron und Delta gleich zu sein in der Virus-Ausscheidung. Aber am sieb­ten Tag sind bei Omikron schon 31 Prozent posi­tiv. Das ist ja die vol­le Secondary Attack Rate und bei Delta eben nur 21 Prozent. Das heißt, nach hin­ten hin wächst das bei Omikron stär­ker zu… Aber ich sage jetzt hier auch schon poli­tisch, weil das Ganze ist ja eine poli­ti­sche Überlegung. Es geht ja hier dar­um, was wir vor­hin schon mal ange­spro­chen haben, essen­ti­el­le Arbeitskräfte im Arbeiten drin zu halten…

Und da könn­te man sagen, wenn jemand sym­pto­ma­tisch posi­tiv war und der macht dann nach einer ver­kürz­ten Zeit der Isolation einen Antigentest oder sogar zwei zur Sicherheit und der wird nega­tiv, dann kann man davon aus­ge­hen, die­se Person ist nicht mehr infek­ti­ös und zumin­dest mal mit Maske kann die dann in kri­ti­schen Bereichen arbei­ten. Also nach mei­ner per­sön­li­chen Einschätzung, sicherlich…

Und da ist natür­lich ein vali­des Steuerinstrument, eine Verkürzung die­ser Quarantänezeit oder sogar ein voll­kom­me­nes Abschaffen die­ser Quarantäne, wenn man denn die Sicherheit hat, dass die­se Krankheit sowie­so nicht an der Verbreitung zu hin­dern ist durch Quarantäne und auch nicht gehin­dert wer­den muss… Sagen wir mal, wir rei­ßen das Tor ja nicht kom­plett auf. Aber wir müs­sen an eini­gen Stellen die­se Tür jetzt ein biss­chen wei­ter öff­nen für das Virus und kön­nen und dür­fen das auch. Und da ist natür­lich immer die Frage: An wel­cher Stelle macht man das? Also macht man das, indem man sagt: Keine Masken mehr tra­gen? Da wür­de ich sagen, das ist kei­ne sehr ein­schnei­den­de Maßnahme. Also Masken kann man tra­gen… Die Quarantäne an sich ist kei­ne sehr ein­schnei­den­de Maßnahme und durch eine Abschaffung die­ser grund­le­gen­den Quarantänezeit kann man gleich­zei­tig sehr, sehr vie­le Arbeitskräfte wie­der ret­ten.«

Ich möchte das jetzt gar nicht hier breit vorschlagen

»Beke Schulmann Welche Quarantänezeit hal­ten Sie denn für sinnvoll? 

Christian Drosten Ich möch­te das jetzt gar nicht hier breit vor­schla­gen. Also ich habe mich dar­auf per­sön­lich ehr­lich gesagt noch gar nicht rich­tig fest­ge­legt. Also ich kann schon sagen, ich wür­de es sehr sinn­voll fin­den, da wo man weiß, dass eine Infektion vor­liegt, also bei der Isolation, da sehr viel Kraft drauf ver­schwen­den. Also eben auch sagen, eine Ausgangstestung, in einer ver­kürz­ten Isolationszeit, dass man da Antigentests für ver­wen­det, das kos­tet ja Geld und Logistik, das ist total sinn­voll. Und bei der rei­nen Kontakt-Quarantäne wür­de ich nach mei­ner per­sön­li­chen Auffassung jetzt eher, sagen wir mal, grund­le­gend die Quarantäneerfordernis zurück­neh­men als die Quarantänezeit ver­kür­zen. Also die Serienlänge, wenn man sich das durch­rech­net, da ist zum 14. Tag hin ein­fach noch nicht sehr viel gewon­nen. Der Indexfall ist eine Woche infek­ti­ös und dann dau­ert es noch­mal wie­der vier, fünf, sechs Tage bis die Symptome beim Kontaktfall dann kom­men und das sind dann ein­fach lei­der die­se 14 Tage. Also man kann sicher­lich ein biss­chen davon weg­neh­men, wenn man auf zehn Tage geht ist es sicher­lich immer noch aus­rei­chend und sinn­voll. Aber dann kommt man in eine Überlegung rein, bei der Kontaktquarantäne, dass man eben sagen muss, will man sie über­haupt noch? Und dass man da eher über­legt, wo will man sie noch und wo kann man sie abschaffen.«

Neue Runde im Winter 2022

»Beke Schulmann Ich möch­te am Ende des heu­ti­gen Podcasts ger­ne auch noch mit Ihnen über ein ande­res Ende spre­chen, näm­lich über das der Pandemie…

Christian Drosten … Der Sommer wird mög­li­cher­wei­se zur Verbreitung von Omikron nicht mehr so viel bei­tra­gen und dann ver­schiebt sich das wie­der in den Winter. Das müs­sen wir uns ein­fach klar machen. Das ist ja Infektionsepidemiologie, das ist nicht Politik.«

(Hervorhebungen nicht in den Originalen.)

58 Antworten auf „Genial daneben. Der aktuelle Drosten-Podcast“

  1. Auf die Gefahr hin etwas zu wie­der­ho­len, ich kann mir Drostens Drecksmist lei­der nicht mehr rein­zie­hen, auch nicht um sei­nen Mist als Mist zu ent­lar­ven. Auch sein "Humor" der kei­ner ist ist Mist.
    Wie man hört berät Mr. "Mist", jetzt Mr. "Othermist" Kalle. Da hällst'e nix mehr aus. Einfach Zuviel Mist auf Einmal.

    Mal anders
    https://www.youtube.com/watch?v=nKhN1t_7PEY

    1. nach­ge­reicht (Bildend?):

      Steigerung von Mist: MIST MISTER MINISTER

      [Anmerkung Red: Mein Browser erin­nert sich an GAR NIX mehr – Deiner auch?]

  2. Lieber Herr Aschmoneit,

    "»Wie kommt eigent­lich der R‑Wert von so einem Virus zustan­de? Wir haben da die die Eulersche Zahl mit einem Exponenten, der Wachstumsrate und Generationszeit, also Euler hoch Wachstumsrate mal Generationszeit.

    Generationszeit ist ein­fach die Zeit, die es dau­ert von einer Infektion zur nächs­ten Infektion. Also ich bin infi­ziert. Wie lan­ge dau­ert es, bis der nächs­te das glei­che Stadium der Infektion erreicht hat? So kann man es mal sagen.«"

    Das ist ein typi­scher Drosten…Aufblähen von Trivialitäten zur Vorspiegelung von Kompetenz.

    Er woll­te wohl mal mit der Eulerschen Zahl "e" ein Wort sagen, bei dem die meis­ten Hörer stau­nend nicken und dann alles Folgende glauben.

    Er rech­net ein­fach die Basis für die Reproduktionszahl um auf die Eulersche Zahl e.
    R=3 meint ein Infizierter sorgt dafür, dass nach einer Generationszeit dann 3 ande­re infi­ziert sind.
    Nach x Generationszeiten sinds dann eben 3^x (sprich 3 hoch x) Infizierte. Basis 3 klingt zu banal, also schwupps die Basis auf e (Eulersche Zahl) wech­seln mittels
    3 = e^ln(3)
    …wobei "ln" der Logarithmus natu­ra­lis (zur Basis e) ist…
    Also nach x Generationszeiten gibt's
    3^x = (e^ln(3))^x=e^(ln(3)*x) Infizierte
    .…und schwupps sind die Wachstumsrate ln(3) und die Anzahl Generationszeiten x im Exponenten
    und das Reis-auf-Schachbrett-Modell kann man nur noch ohne Reis und mit Taschenrechner durchrechnen.

    Und dann kann man eben aus Infektionszahlen damit auch rück­wärts rech­nen, sprich nach der Reproduktionszahl auflösen.

    1. dAS pROBLEM IST DAS fOLGENDE: [oops] die eulers'sche Zahl wird in der Pndemiologie nicht ver­wen­det. Nicht erst seit frau Prof. Brinkmann die "2", denn zwei sei die zahl, nicht die eins und schon gar nicht die Drei. Hat hier einer "Euler" gesagt. Darqauf gibt's kein Bussgeld – Unglaublich, dach­te ich näm­lich bis­her. Siehe die "Ritter des Euler", denn Zwei sei die Zahl, und die Feinde der Pandemie wer­den sehen was sie davon haben. Er hat Zwei gesagt!

      https://www.youtube.com/watch?v=B35d_QjsY1w

      Sag nie­mals "Euler", zu einer alten Biologin – HäHä
      Nie-Euler, Euler-Peng und Euler-wumm – nix zu danken.

    2. Great, dan­ke.
      Als ich mich durch den Drostenmonolog kämpf­te, muss­te ich ganz doll an Gerd Postel den­ken. Aber das ist nur so ein Gefühl.

        1. Wenn DrOsten noch vor der Wuptizität der Antibinoxe und der Verknispelung der Contramedüse warnt, dann kommt auch Postel wie­der zu Ehren: ein ande­rer kann dem Dr. in die­sem Fall auch nicht mehr helfen.

    3. Sehe ich genau­so. Er lässt dann so Begriffe wie Euler fal­len und der alle schrei­en Ah und Oh. Klassisches Wortgeklingel wie "expo­nen­ti­el­les Wachstum". Als Informatiker habe ich damit zu tun und man unter­sucht in der Komplexitätstheorie, ob Probleme nicht­de­ter­mi­nis­tisch poly­no­miell (NP) lös­bar sind, oder außer­halb lie­gen, also expo­nen­ti­ell sind. Ich mer­ke daher schnell, wenn sich lai­en­haft über das Thema geäu­ßert wird. Für vie­le heißt expo­nen­ti­el­les Wachstum, dass etwas regel­recht explo­diert. Man will es sug­ge­rie­ren. Ein Dirk Müller geht dann mit Faktor 2 ins Rennen, um zu erläu­tern, wir gefähr­lich das ist, obwohl in der Realität typi­sche Zinsfaktoren sel­ten 1,08 (8 %) über­stei­gen. 8 % ist die durch­schnitt­li­che Börsenrendite. Selbst der Zins von 0,1 % (Faktor: 1,001) aufs Sparbuch, den es in den letz­ten 20 Jahren gab, hat zu einem expo­nen­ti­el­len Wachstum geführt. Das nutzt den Sparbuchsparern aber wenig.

      Oft wird auch nicht erwähnt, auf wel­cher Zeiteinheit sich die Formel mit dem R‑Wert basiert. Angenommen, R = 1,1 und die Zeiteinheit ist ein Tag. Dann kann man auch 1,1^7 rech­nen und man liegt bei 1,94, was der R‑Wert für eine Formel auf Wochenbasis genutzt wer­den kann. Ich weiß es bis heu­te nicht, wel­che Zeitperioden genutzt werden.

      Das gehört aber dazu, um die Leute zu ver­wir­ren und dumm zu verkaufen. 

      Expontielles Wachstum nicht grund­sätz­lich ein Problem. Irgendwann über­hölt jede expo­nen­ti­el­les Funktion eine poly­no­miel­le, den­noch kann es sein, dass unter mensch­li­chen und irdi­schen Bedingungen expo­nen­ti­el­les Wachstum hand­hab­bar ist, bei­spiels­wei­se wenn die Eingabegrößen des Algorithmus klein sind oder wenn ein mensch­li­ches Leben sel­ten 100 Jahre über­dau­ert, dann ist es voll­kom­men Wumpe, was aus dem Pfennig 2000 Jahre spä­ter wird, den Joseph im Jahre 0 bei 5 % ange­legt hat. 

      Zudem wächst ja nichts unend­lich lan­ge expon­ti­ell, denn es gibt in der Natur Sättigungsprozesse, auch in der Ökonomie. Bakterien ver­meh­ren sich auch durch Zellteilung (also expo­nen­ti­ell), da sogar in sehr kur­zen Reproduktionszyklen und den­noch gehen wir nicht in Bakterien unter. Und mit Viren ist ja auch nicht anders. Irgendwann wird das Virus Probleme haben, Wirte zu fin­den, wo es sich mal rich­tig schön laben kann.

  3. Sorry .… aber bei lesen wird einen schon schlecht mit dem Zeug was der abson­dert. Ich neh­me da lie­ber mei­ne gute alte Glaskugel .…die kann irgend­wie mehr

  4. soll­te der Drosten D A S wirk­lich so gesagt haben, so ist der ein­zi­ge Platz für die­sen Zeitgenossen das beson­de­re Krankenhaus in Dortmund-Applerbeck.….….….….…..

    1. Drosten wird noch nach Pasewalk gebracht. Das berühm­tes­te aller Pasewalker Würstchen:

      " Reservelazarett Pasewalk, 28 Tage im Herbst 1918, der letz­te und wich­tigs­te uner­forsch­te Abschnitt in der Geschichte Adolf Hitlers. In drei die­ser 28 Tage voll­zog sich bei Hitler die schwers­te see­li­sche Transformation, die jemals bei einer Person des öffent­li­chen Lebens beob­ach­tet wor­den ist: Vom abge­stumpf­ten Befehlsempfänger des Ersten Weltkrieges zum Hass und Rache spei­en­den poli­ti­schen Agitator. Hitler ver­ließ am 14. Oktober mit einer Senfgasvergiftung der Augen die Front und wur­de im Reservelazarett Pasewalk als „Psychopath mit hys­te­ri­schen Symptomen“ psych­ia­trisch behan­delt. Knapp einen Monat spä­ter, am 10. November 1918, ver­fiel er bei Bekanntwerden der deut­schen Kapitulation in eine tie­fe Depression mit hys­te­ri­scher Erblindung. Marine-Stabsarzt Professor Edmund Forster heil­te den Gefreiten mit einer geni­al ange­wand­ten Hypnose von sei­ner Blindheit, sug­ge­rier­te ihm Omnipotenzgefühl und Sendungsbewusstsein und wur­de so zum ahnungs­lo­sen Erfüllungsgehilfen für alles, was danach an Schrecklichem geschah. Diese Arbeit beruht auf neu­es­ten Erkenntnissen und stellt der psych­ia­tri­schen Medizin Fragen, die ihr bis­her noch nicht gestellt wurden."

      https://www.amazon.de/Hitler-Pasewalk-Hypnose-ihre-Folgen/dp/3770011678

      Vielleicht war Dr. Osten schon dort, denn "Omnipotenzgefühl und Sendungsbewusstsein" hat er ja schon.

  5. Schlage den Sack – aber mei­ne den Esel.

    Um es mal im Konjunktiv auszudrücken:
    Wenn es sich her­aus­stel­len soll­te, daß der gesam­te Auf- und Unterbau der Corona-Pandemie weder ethisch-mora­li­schen, noch medi­zi­nisch-wis­sen­schaft­li­chen, noch juris­ti­schen Maßstäben genügt – und zwar welt­weit – wür­de dies eine noch nie dage­we­se­ne Erschütterung der Glaubwürdigkeit in die Institutionen bedeu­ten, bis hin zu Unruhen und Chaos.

    Wie mein­te Dr. Pürner: "Politisch muss die Pandemie ver­mut­lich des­halb wei­ter­ge­führt wer­den, damit nicht die meis­ten Politiker zurück­tre­ten müssen. "
    https://mobile.twitter.com/DrPuerner/status/1479235458815123456

    Und genau des­halb wird auch der größ­te Teil der gesell­schaft­li­chen Nomenklatura die Maßnahmen wei­ter unter­stüt­zen – auch weil nie­mand "der Einzige" sein will, dem die "Einsicht" fehl­te und der sich dem Druck gebeugt hat.

    z.b. hier: Gesundheitsminister bera­ten über mög­li­che vier­te Corona-Impfung
    https://www.rnd.de/politik/gesundheitsminister-beraten-ueber-moegliche-vierte-corona-impfung-M72SZDLX2KYY6DC5MA5ASDKUZI.html

  6. Danke für die Arbeit.

    Ich wuß­te bis­her nicht, wel­chen Unsinn der Kerl ver­zapft. Aber nun werd ich mir die eine oder ande­re Stilblüte grei­fen und sie andern­orts ein wenig propagieren. 😀

  7. Ein Nicht-Epidemiologe, der alle ande­ren für unter­be­lich­tet hält. Ein Trauerspiel. Den Betrug mit sei­nem PCR kann er, der aus sei­ner Sicht maxi­ma­les Sozialprestige erreicht hat, nicht weg­quas­seln. Er ist ein zyni­scher Täter, und so soll­te er vor Gericht kom­men. Bewusste Täuschung von Politikern und Gesellschaft. Mit welt­weit mil­lio­nen­fa­chen Menschenschäden. Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

  8. @aa
    Gern geschehen.

    Btw…
    der inter­es­san­te Teil ist der fol­gen­de, der viel­leicht auch erklärt, war­um er so hoch­tra­bend wird:

    "Wenn das aber so ist und wie gesagt, es gibt dezen­te Hinweise dar­auf, dann wäre der R‑Wert die­ses Virus eigent­lich klei­ner und damit sind die Kontroll- maß­nah­men effektiver. "

    Wobei sei­ne Schlußfolgerung zwar stim­men mag, aber den wesent­li­chen Punkt aus­ser acht läßt.
    Wenn man die­sen Beobachtungen Glauben schenkt (was er zu tun scheint):
    https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.12.25.21268301v1
    dann ist das seri­el­le Intervall halb so lang, sprich 5 Tage sind nicht ein seri­el­les Intervall, son­dern zwei à je 2,5 Tage.
    Bei alten Varianten wür­de bei einer Verdreifachung inner­halb von 5 Tagen R=3 sein (eine Generationszeit innert 5 Tagen). Bei Omicron dann aber Wurzel(3)=~1,8 , da nach 5 Tagen in zwei Generationszeiten dann 1,8^2=3 Infizierte rauskommen.…
    mal ohne Zylinder und Hubraum erklärt.

    Wenn jetzt aber die Reproduktionszahl viel nied­ri­ger ist, gibt's vor allem viel schnel­ler sowas wie Herdenimmunität, sprich der Peak ist schnel­ler erreicht und man benö­tigt eigent­lich eine nied­ri­ge­re Impfquote bzw. weni­ger Immune bis Feierabend ist.
    Grob abge­schätzt mit R=1,8 bei 1–1/R=1–1/1,8=44% frisch immu­ni­sier­te nach dem Standardmodell aus der vor-Drosten-Ära.

    Was dann wie­der zur Folge hät­te, dass in der Omicron-Saison maxi­mal nur jeder zwei­te mit dem Virus in Kontakt käme. Unabhängig von irgend­wel­chen angeb­lich effek­ti­ve­ren Kontrollmaßnahmen.

  9. https://www.bild.de/regional/frankfurt/frankfurt-aktuell/chargennummer-falsch-abgeschrieben-680-impfpaesse-ungueltig-78770022.bild.html

    Es ist nur lei­der, lie­be Bild, kein "Impf"-Zentrum, son­dern eine Station, in der Probanden als Teilnehmer eines medi­zi­ni­schen Experiments teil­neh­men und anschlie­ßend eine befris­te­te Teilnahmebestätigung erhalten.

    Dass frau oder man sich ver­tippt, kann jeder­zeit auch bei sol­chen expe­ri­men­tel­len Teilnahmebestätigungen passieren.

    Und woher weiß so ein armes "Impf"-Opfer, ob nicht dann auch der QR-Code von irgend­je­mand ande­rem falsch gene­riert wur­de? Vielleicht ändert das Smart-Phone des Probanden eben­so auf­grund von Software-Fehlern die Codes automatisch?

  10. Um sich den Pfosten-Kotzcast frei­wil­lig zu geben, bedarf es einer maso­chis­ti­schen Ader, die mir offen­bar voll­kom­men fehlt.

    Vielleicht kann das Regime das künf­tig bei Verhören der Dissidenten einsetzen:
    – "Zeigt den Delinquenten die Instrumente, nein, spielt ihnen den Pfosten-Kotzcast vor."
    – "Ich gestehe!"

  11. die fra­ge ist, kann man dros­ten gegen dros­ten benutzen?
    kann man dros­ten gegen die impf­pflicht benutzen?
    ist das gerichtsrelevant?

    die indi­vi­du­el­le exis­tenz wird geop­fert wer­den, im inter­es­se des gemein­wohls, das eine gemein­de definiert.

    1. @holger blank

      Hab mal das BMG wegen Drosten ange­ru­fen, die haben sofort abge­wun­ken: Herr Drosten erzählt Quatsch, heu­te so mor­gen so. Auf der BPK will offen­bar auch nie­mand mehr neben Drosten sit­zen… Die Expertengruppe wird von sei­nem Chef Heyo Kroemer gelei­tet, da wird Drosten wohl nicht hervorspringen.

  12. Weil Analogien genau­so wenig funk­tio­nie­ren wie die "Impfung" und wir Ungespritzte schon alle zu Neujahr gestor­ben sind, sei hier eine wei­te­re Analogie gestattet:
    Die Impfung aus der Sicht eines Kraftfahrzeugwesens.

    Also, das Kraftfahrzeugwesen sei ein Radfahrer (weib­lich, männ­lich, däm­lich oder außer­ir­disch). Wir neh­men einen SUV-Fahrer wegen der beson­ders schreck­li­chen Symbolik als Spritzarzt und den SUV als Spritzmittel, so wie die mRNA, die die Stachelproteine erzeugt. Der Radfahrer sei der vom SUV bedroh­te Körper (ihr kennt das aus Pressemeldungen – SUV "erfass­te" Radfahrer – das machen die SUVs sel­ber ohne Fahrer).

    Nun pro­kla­miert der Impfdiktator per Impfpflicht, dass der arme Radfahrer bedroht ist und sich schüt­zen muss. Das hat der Diktator von einem Menschenfreund ins Ohr geflüs­tert bekom­men. Muss, denn sonst bricht der Straßenverkehr zusam­men. Damit der Körper des Radfahrers im Falle eines Unfalls bes­ser vor­be­rei­tet ist, muss der Radfahrer sich vor einen SUV wer­fen, mit einem gen­tech­ni­schen SUV-Fahrer auf Spritztour. Andere Maßnahmen gibt es nicht und Querlenker wol­len wir schon gar nicht.

    Weil nun, wie wir wis­sen, der Nachweis des Erfolges einer sol­chen Spritzfahrt nicht gelingt, muss sich der Radfahrer immer wie­der vor einen SUV wer­fen. Radfahrer wer­den so geimpft und sind nun bes­tens auf einen Unfall mit einem SUV-Fahrer vor­be­rei­tet, geschützt.

    Man kann die­se Art der "Impfung" auch mit einem Revolver und Russisch Roulette beschrei­ben. Nur fehlt da die Symbolik des SUV-Fahrers (*).

    Genau so bescheu­ert ist die "Impfung" mit den Stachelproteinen von SARS-CoV‑2!

    (*) Verzeiht mir, lie­be SUV-Fahrer, aber Ihr habt es verdient. 😉

    1. Am schlimms­ten sind die SUVs, die mir als Radfahrerin oder Fußgängerin mehr als oft genug, auf dem Gehweg par­kend, die Freiheit zum Spazierengehen, par­don zum Laufen, zum Gehen, zur Fortbewegung an der fri­schen Luft neh­men. Ich glau­be aber inzwi­schen immer mehr, das sind ledig­lich die Park- und Fahrassistenten der SUVs, die die Autos da mit­ten auf dem Gehweg abstel­len, es sind gar nicht die Fahrer selbst. Die Autos machen fast alles automatisch. 

      Reiner Zufall, dass da manch­mal über­haupt noch ein Fahrer oder Fahrerin drin zu sehen ist. Und das bringt mich eben zu der Frage:

      https://www.corodok.de/genial-der-drosten/#comment-108700

      wie kann ein "Impf"-Proband, eine Versuchsteilnehmerin an den Studien, "Corona-Schutz-Impfung" genannt, erken­nen, ob sie oder er über­haupt "geimpft" ist? Wenn nicht mal der Chargen-Stempel oder der irgend­wie digi­tal erzeug­te QR-Code dar­über Auskunft gibt? 

      Sogar ein zen­tra­les "Impf"-Register kann sich jeder­zeit wie­der ver­ab­schie­den durch:

      unzäh­li­ge Software-Fehler, mensch­li­ches Versagen, Eingabefehler, abge­stürz­te Sicherungskopie, Hacker-Angriffe,

      Stromausfälle, Übermittlungsfehler zwi­schen den Stationen, Verwechslung zwi­schen den Email-Adressen und Chargen-Nummern der "Impf"-Opfer,

      fal­sche Zuordnung zwi­schen Email-Adresse und rea­ler Adresse,
      fal­sche Eingabe bei der Zuordnung zwi­schen Geburtsdatum und ech­ter Adresse, fal­sche Verbindung zwi­schen den Geburtsdaten und "Impf"-Daten der Booster-Teilnehmer, 

      die zwei­te "Impfung" kann mit der drit­ten "Impfung" ver­we­chelt wer­den, die ers­te "Impfung" ist schon lan­ge ungül­tig, die drit­te gilt nur für 270 Tage, ab wann? Gilt die drit­te "Impfung" ab der zwei­ten? Oder rech­net sie sich 270 Tage ab der ers­ten von vor einem Jahr?

      Was pas­siert mit einem QR-Code, wenn das "Impf"-Opfer an der Genbehandlung gestor­ben ist? Lebt der QR-Code auf dem Smart-Phone oder auf einem ande­ren Handy wei­ter? Proband tot, QR-Code lebt locker noch zwei Jahre? Was pas­siert mit einem "Impf"-Code auf einem defek­ten Handy?

      Wie bewei­se ich, dass ich gestor­ben bin, wenn doch aber mein QR-Code trotz­dem noch lebt?!? (Falls ich einen hätte.)

      Puuh. Ich geb's auf. 

      ~ ~ ~

      1. "Impfung" ver­we­chelt

        — 19.07 – ich habe mich (!) ver­tippt: ver­wech­selt muss es heißen.

        -
        Die Texterfassung des Drosten-Podcasts ist super, habe ich ganz ver­ges­sen zu sagen, ein­fach herr­lich aufbereitet.

        Das Problem bei der so genann­ten "Impfung" ist nur, man kann zwar alle Nachweise durch­ein­an­der brin­gen las­sen, man kann ver­su­chen, die Formulare oder Codes zu kor­ri­gie­ren, doch wer ein­mal die gefähr­li­chen Spike-Proteine und die ande­ren – noch nicht mal bekann­ten – Substanzen REAL im Blut hat – wie kommt das Gift jemals wie­der raus aus dem Körper?? Blutaustausch? 

        Und die Frage hat­te ich ja schon mal gestellt, was ist mit den Blutkonserven von "Geimpften"? Sind die für nor­ma­le, gesun­de Menschen gefähr­lich? Lassen sich die Spike-Proteine aus den Konserven löschen, eli­mi­nie­ren? Oder ver­gif­ten die­se Konserven eines Tages dann das "unge­impf­te", nicht gen-behan­del­te Unfallopfer, das Blut benötigt?

        1. Die Stachelproteine des Virus kön­nen vom Körper abge­baut wer­den. Nach dem Ankoppeln des Virus an einen ACE Rezeptor ent­fal­tet sich der Stachel, so dass die ein­zel­nen Proteine des Stachels offen im Blut sind und abge­baut wer­den. Ein Teil davon rich­tet jedoch zuvor Schäden an.

          Bei den Stacheln von Biontech/Pfizer ist es ein wenig kom­pli­zier­ter. Die Geisteskranken, die die "Impfung" geschaf­fen haben, haben die Stachelproteine so geän­dert, dass sie sich nicht nach Ankoppeln an einen ACE2 Rezeptor ent­fal­ten. Dann kann das Immunsystem nur noch den Bereich um die Störung durch die Stachelproteine bekämp­fen. Neben der nega­ti­ve Wirkung auf die ACE2 Rezeptoren, die u. a. zur Regulierung in ver­schie­de­nen Organen wie dem Herz benö­tigt wer­den, kommt es so zu ernst­haf­ten Zerstörungen, bei­spiels­wei­se an inne­ren Zellwänden der Blutgefäße.

          Freie Stachelproteine kön­nen Zellen des Körpers ver­kle­ben. Die so ent­ste­hen­den Zellklumpen sind für den Körper ver­lo­ren und wer­den vom Immunsystem samt Anteil von den Stachelproteinen ver­nich­tet. Ausnahmen bil­den Zellklumpen, die Blutgefäße ver­schlie­ßen. Das kann zu Infarkten füh­ren, bei­spiels­wei­se im Gehirn, was die Frage des Abbaus in den Hintergrund stellt.

          Aus Erfahrung wis­sen wir, dass nach unge­fähr 2 Wochen die meis­ten Opfer der "Impfung" ver­stor­ben sind. Das ist der Zeitraum, der in der EU und den USA "geimpf­te" Personen noch nicht als "geimpft" gezählt wer­den, womit die meis­ten Opfer der "Impfung" nicht in der Statistik landen.

          Ich hal­te einen künst­li­chen Abbau der Stachelproteine von der "Impfung" für nicht prak­ti­ka­bel. Man muss die "Impfung" verhindern.

          Wer die "Impfung" ver­ord­net, ist mei­ner Meinung nach ein Verbrecher.

        2. @ peter Pan
          Wenn Sie die­se Frage dem DRK ( beson­de­re Abt. ) stel­len, bekom­men Sie kei­ne Antwort, wer­den aber auf das
          Schlimmste angeflucht.
          Ich war sehr erschro­cken. Dreistes Mafia Gesindel

  13. Ich habe die­se Drosten-Postulate tat­säch­lich drei­mal (!) kom­plett durch­ge­le­sen. Ehrlich. Nach dem ers­ten Durchlesen habe ich nichts, rein gar nichts ver­stan­den. Also habe ich mir 12 Flaschen Kalle-Extra à 4,5% pro Flasche vor dem zwei­ten Durchlesen ein­ge­flößt und sie­he da, hin­ter­her habe ich immer­hin schon 54% davon kapiert. Das war mir aber plötz­lich zu wenig. Der Ehrgeiz hat­te mich gepackt – ich woll­te das alles ver­ste­hen und mei­nem im Jahre 2015 ver­stor­be­nem Opa an sei­nem Grab lücken­los erklä­ren kön­nen. Die Lösung schien mir eine gute Flasche Kallepitsch mit 42% pro Flasche zu sein. (Wichtiger Hinweis, damit kei­ne Missverständnisse ent­ste­hen: Alkohol ist kei­ne Lösung. Alkohol ist ein Destillat!) Nach dem drit­ten Durchlesen hat­te ich sage und schrei­be 96% ver­stan­den! Ein vier­tes Durchlesen für 100% kam für mich aber aus drei Gründen nicht mehr in Frage. 1. Eine drei­zehn­te Flasche Kalle-Extra mit 4,5% hät­te zusam­men 100,5% Verständnis erge­ben und ich woll­te nicht klü­ger sein als der Meister, da ich kei­nen Doktortitel besit­ze und 2. hät­te ich für exakt 100% Verständnis genau 293,33 ml von 330 ml trin­ken müs­sen, was mir in mei­nem Zustand aus­sichts­los erschien und 3. was hät­te ich mit dem Rest von 36,67 ml machen sol­len? Zum Wegschmeißen zu scha­de. Viele wer­den jetzt zurecht sagen, du kannst dei­nem toten Opa doch nicht nur 96% der so unglaub­lich wich­ti­gen Drosten-Postulate vor­tra­gen. Deshalb habe ich mich dazu ent­schie­den, an man­chen Stellen wie der Herr Drosten zu Lallen und den Vortrag so auf gefühl­te 100% zu stre­cken. In mei­nem Zustand sowie­so kein Problem. Das habe ich mei­nem Opa nun an sei­nem Grab vor­ge­tra­gen (bit­te immer dar­an den­ken, dass ich die Ausführungen nur zu 96% ver­stan­den habe): "Lieber Opa, der Herr Drosten sagt, 10 von 100 haben kei­ne Ahnung von Prozentrechnen, das sind immer­hin fast 17% und mit einer Impfung ver­dient sich die Pharmaindustrie nur dumm. Mit vie­len Impfungen jedoch dumm und däm­lich." Er hat bis heu­te nichts dazu gesagt. Dann muss es wohl stimmen.

    1. @ Milo
      Tränen gelacht, konn­te drei mal nicht weiterlesen.

      …"hät­te zusam­men 100,5 % Verständnis ergeben.…."

      out­stan­ding !!!!!!!!!!!!!!! Satire der Extraklasse
      100 Prozent Danke

    1. Zitat (sie­he pod­cast): "Also das ist so, wie wenn man den­ken wür­de, durch das Lesen eines Zeitungsartikels oder eines Buchs stei­ge­re ich mei­ne Intelligenz. Das ist doch Quatsch. Das Hirn ist da und das hat eine Grund-Intelligenz."
      Der Typ hat sich wohl selbst beschrie­ben. Nix lesen, nix ver­ste­hen, aber mit einer unter­ir­di­schen "Grundintelligenz" schwa­feln. Der soll Doktor sein?

  14. "Secondary Attack Rate" ist doch geil oder, da fällt die schwä­bi­sche Hausfrau auf die Knie und ist vol­ler Demut für ihren Meister. Nach einem hal­ben Meter Text kommt sowie­so immer das Gleiche her­aus, je mehr Booster um so dol­ler, fragt sich nur was.

  15. Dr. Ostens Vergleiche hin­ken zunehmend.
    Das Gehirn lässt sich sehr wohl trainieren.
    Die Vernetzung der Gehirnzellen stei­gert sich sogar bis ins hohe Alter durch geis­ti­ge Arbeit. Wer z.B. über­wie­gend kopf­rech­net, beherrscht als älte­rer Mensch das 1x1 bes­ser als ein Abiturient.
    Denn im Gegensatz zu allen ande­ren Organen ent­wi­ckelt sich das Gehirn ein Leben lang.

    Er hofft wahr­schein­lich, dass wir Menschen schnel­ler ver­ges­sen, was mit uns gera­de passiert.
    Gelingt zum Glück bei vie­len nicht.

  16. Mit die­sem Podcast hat Herr Drosten viel­leicht sogar einen der ganz gros­sen in Sachen Comedy ueber­trof­fe: die Bundestagsrede von Loriot.
    https://musikguru.de/loriot/songtext-die-bundestagsrede-2029365.html
    Das Raetsel um die Rechenkuenste des Herrn Dosten kann ich auch nicht auf­klae­ren, es sei denn, er haet­te sich ver­se­hent­lich bei den Eingangsdaten sei­ner Rechnung ver­tan, und es haet­te statt "Euler hoch Wachstumsrate mal Generationszeit" doch eher "Unfug hoch Bloedsinn mal Unkenntnis" heis­sen muessen …
    Vielleicht soll­te Herr Drosten den Beruf wech­seln: Comedian ist viel­leicht eher sei­ne wirk­li­che Profession.

  17. So ein Haufen Blabla. Wie schafft man das nur, sowas kom­plett zu lesen – oder anzuhören?
    Zu der Omikron-Effektivität des Boosterns:
    1.) Nicht nur Omikron hat einen rela­tiv stei­len zeit­li­chen Verlauf, son­dern auch das Boostern. Wenn man die Zahl der posi­ti­ven Tests oder die Sterbezahlen einer Kalenderwoche mit der Boosterquote die­ser Woche ver­gleicht, erhält man zu hohe Werte für die Effektivität. Denn die Infektion fand ja schon frü­her statt als die Boosterquote noch gerin­ger war.
    2.) Die Geboosterten sind ja fast alle frisch geboos­tert. Da wirkt die Spritze ja angeb­lich noch ein biß­chen (bes­ser). Es könn­te sein,, daß die Effektivität eines frisch zwefach Geimpften genau­so gut ist. In einem vier­tel oder hal­ben Jahr kommt ver­mut­lich her­aus, daß die Effektivität der Boosterung gegen­über Omikron so groß ist wie die der Zweitimpfung bzw der Nicht-Impfung.

  18. Ich wür­de zu ger­ne ein­mal den Abituraufsatz Deutsch von Dr. Osten lesen. Aber viel­leicht ist der ja auch seit März 2020 ver­schwun­den. Wer so ein Zeug zusam­men­stam­melt, der ist auch schrift­lich nicht in der Lage, ver­nünf­ti­ge Gedanken zu for­mu­lie­ren. Wäre das mein Schüler gewe­sen, hät­te ich wäh­rend der Korrektur meh­re­re Male die rote Tinte nach­fül­len müs­sen. Und zur Erheiterung hät­te ich ihn immer sei­ne Aufsätze laut vor der gan­zen Klasse vor­le­sen lassen.

  19. Weiterhin mein gröss­ter Respekt vor der maso­chis­ti­schen Leistung, sich den BS vom Virolügen-Aufschneider über­haupt nur durchzulesen.

    Auch wenn die Schlussfolgerung von Lanka & Co., es gäbe gar kei­ne Viren (und die hamer­schen Theorien), nicht tei­le, fin­de ich ja im Hinblick auf die Tatasche, dass es wir mit einem Computermodell eines Virus zu tun haben, den Satz "davon wur­den 3.321 per Gesamtgenomsequenzierung zwei­fels­frei bestä­tigt" irgend­wie belus­ti­gend. Oder beun­ru­hi­gend, je nach Blickwinkel.

  20. "Das Immunsystem ist ein­fach da. Das lässt sich nicht stär­ken. Das ist so wie die Verdauung oder die Intelligenz. Das sind so Grundfunktionen, die man hat und die kann man eigent­lich nicht trai­nie­ren. Also ich kann auch nicht mei­ne Intelligenz dadurch stei­gern, dass ich mir ein Rätselheft kaufe."
    Uff. Hat er das im Studium gelernt oder in sei­ner ver­schwun­de­nen Diss geschrie­ben? Allerdings bin ich auch sicher, dass man sei­ne Intelligenz unter Außentemperatur (hier in Murmansk von – 15 Celcius) durch kei­ner­lei Anstrengungen mehr stei­gern kann.
    Warum redet der Typ eigent­lich so ein pri­mi­ti­ves Deutsch? Ich erwar­te per­ma­nent einen Satz wie "Äh, Alter – was geht ab".

    1. Naja, irgend­wie hat er schon recht – mit dem Kauf des Rätselheftes ist es nicht getan, man muss es auch durcharbeiten 😉

      Wie bei jedem Training: die Ausführung ist das Entscheidende. Und Ohne Training ver­küm­mert alles und redu­ziert sich auf den Minimalstand.

  21. Ich glau­be für Herrn Doktor D. gilt das glei­che, was Lauterbachs Ex-Frau über ihren ver­flos­se­nen Public-Health-Manager zu Protokoll gab:
    "Ich hal­te es für bedenk­lich, was in sei­nem Kopf vor sich geht."

  22. lie­ber AA, mei­ne Hochachtung für die­ses Ausmaß an Leidensfähigkeit, sich immer wie­der in die­se pod­casts rein­zu­knien. Ich schaf­fe es ein­fach nicht mehr.

  23. Oh je, was für ein Geschwurbel. Beispiel:"Da kommt man dann in eine Überlegung rein.…"

    Drosten soll­te zuerst nach­den­ken und dann reden.

  24. Am bes­ten fin­de ich sein Gejammer, man käme immer ver­spä­tet an die wich­ti­gen Zahlen oder kön­ne das erst im Nachhinein sehen. Er und sei­ne "Experten"-Kollegen haben nicht nur die feh­len­den Daten mit ihren dum­men Ratschlägen zu ver­ant­wor­ten, soin­dern sind auch selbst Schuld, dass sie blind herumtappen.
    Denn die Zahlen sind da, man muss sie nur lesen kön­nen. Als Klabauterbach und Tristan Omikrons Gefährlichkeit noch hoch­schrie­ben, gab es längst Studien (aus einer haben die Witzbolde sogar zitiert), wel­che den Rückgang in der Hospitalisierung zeigten.
    Und jetzt ist im Wochenbericht des RKI anhand der Omikron-Untersuchungen (die Tabelle ist dort auf Seite 25) auch end­lich mal zu sehen, wie sehr die Test- und Erfassungsmethoden die soge­nann­te "Impfeffektivität" ver­zer­ren. Im Grunde sind die dort aus­ge­wer­te­ten Omikron-Fälle eine brauch­ba­re Kohortenstudie, denn sie bezie­hen sich auf den Pool der wei­ter­ge­hend unter­such­ten Fälle, ohne dass sich Vorauswahlen durch Testauflagen aus­wir­ken könnten.
    Siehe da, plötz­lich sind die dort auf­tau­chen­den Verteilungen ver­blüf­fend nah an der Verteilung der jewei­li­gen Gruppen in der Gesamtbevölkerung.
    Das liegt nicht an "Immunescape" oder der Gerissenheit von Omikron, son­dern ein­fach dar­an, dass bei kei­ner ande­ren Variante eine sol­che unbe­ein­fluss­te, mini­mal ver­zerr­te Datenlage vor­han­den war.
    Natürlich wer­den die Modellierer und Tristans die­ser Welt das nicht begrei­fen, weil es nicht in ihr vor­ge­fass­tes Weltbild des gefahr­vol­len Virus passt, wel­ches nur mit einer Impfung an der Massenauslöschung der Menschheit gehin­dert wer­den kann – und natür­lich durch die Ratschläge von Professor Wuschelkopf und sei­nen Freunden.
    Durch die bewähr­ten Mechanismen wird die­ser Wahrheits-Effekt mit der Zeit mög­li­cher­wei­se auch ver­schwin­den, weil man statt auf Basis ver­läss­li­chen Daten bald wie­der von zusam­men­ge­zim­mer­ten Hilfsdaten aus­ge­hen oder eine Vorauswahl bei den Daten tref­fen wird.

  25. Erinnert mich an "Nicht nach­ma­chen". Das war auch eine Wissenschaft&Technik-Sendung mit den bei­den Wissenschaftsmoderatoren Bernhard Hoëcker und Wigald Boning.

  26. »Mit ande­ren Worten, wir kön­nen jetzt ganz ein­fach den­ken, wir sind eigent­lich in einer Situation wie im März 2020. Wir haben ein Virus, das sich mit einem R‑Wert um die drei ver­brei­tet in einer Bevölkerung, die kom­plett unge­schützt ist. Es ist die­sel­be Situation, oder?…«

    Wtf

  27. "Seit Jahren ver­wech­selt Drosten aller­dings den Stand der Forschung mit sei­nen Annahmen, bei deren Validierung er sehr schnell dünn­häu­tig wird."

    Besser kann man die Arbeitsweise und die Charakterstruktur die­ser post­mo­der­nen Karikatur eines Wissenschaftlers nicht zusammenfassen.

  28. Ich bin ja bei der­ar­ti­gen Artikeln einer­seits immer fas­zi­niert von der Detailversessenheit, mit der der Autor ein Thema angeht, kann mich aber ande­rer­seits des Eindrucks nicht erweh­ren, dass er sich dabei völ­lig ver­rannt hat und den Wald vor lau­ter Bäumen nicht mehr sieht.

    Also gucken wir mal, was im Drosten-Podcast vom 4.1. so gesagt wurde.

    "Die rea­lis­ti­sche Inzidenz liegt wohl zwei bis drei­mal höher als die der­zeit vom RKI erfass­te.", stellt Schulmann gleich zu Beginn fest. Sollte man im Hinterkopf behalten.

    Schulmann: "Können wir denn aus den aktu­el­len Inzidenzen schon irgend­wel­che Infos zum Wachstum der Omikron-Fälle ablesen?"

    Drosten: "Wir kön­nen im Moment davon aus­ge­hen, dass wir so eine Verdopplung der­zeit um die vier Tage haben. Das ist es, was Modellierungs-Gruppen sagen."

    Drosten gibt also nur das wie­der, was ihm die Epidemiologen gesagt haben. Wenn man also meint, es bes­ser zu wis­sen, soll­te man, wenn schon, eher die Epidemiologen bashen.

    - Nun "zu den aller­letz­ten Daten, die das RKI zusam­men­ge­tra­gen hat", schreibt der Autor die­se Artikels und prä­sen­tiert uns eine Tabelle mit den dem RKI gemel­de­ten Fallzahlen der KW 46 bis 52.

    Nebenbei gesagt ist das eine klei­ne Ungenauigkeit, denn tat­säch­lich wur­de Drosten ja danach gefragt, was man aus den "Inzidenzen" her­aus­le­sen kann – und nicht aus den gemel­de­ten Fällen.

    Macht aber nichts, so genau muß man es eh nicht nehmen.

    - "Daraus ist alles Mögliche abzu­le­sen, aber nichts von dem, was Drosten behaup­tet. Wir sehen Zuwächse, die zwi­schen dem Zwei- und Fünffachen schwanken".

    So uner­war­tet kommt das nun nicht, denn eine Woche hat nun mal 7 Tage. Bei einer Verdopplungszeit von vier Tagen wür­de man nach einer Woche also fast eine Vervierfachung gegen­über der Vorwoche erwarten.

    Betrachten wir also die sechs Wochen von KW46 bis KW52 ent­spre­chend 42 Tagen, was wie­der­um 10,5x4 Tagen entspricht.

    Bei einem Anfangswert von 22 Fällen in der KW 46 ergibt sich also mathe­ma­tisch 22 x 2 hoch 10,5 = 31859 Fälle nach KW 52.
    Laut Tabelle sind 28484 Fälle regis­triert wor­den, das sind also 3375 weni­ger als soeben rech­ne­risch ermittelt.
    Das ent­spricht einer Abweichung von ca. 11% gegen­über der Vorhersage, d.h. die Rechnung gibt die Realität zu 89% rich­tig wieder!

    Was wol­le?

    Zugegebenermaßen soll­te man die­ses Ergebnis nicht auf die Goldwaage legen, weil man die rea­lis­ti­sche Inzidenz eben nicht kennt. Man kennt eben nur das, was man getes­tet hat.

    Da schlägt nun end­gül­tig der Stunde der Epidemiologen.

    Im Grunde ist das alles aber sowie­so eine rein aka­de­mi­sche Frage. Tatsächlich geht es für die Politik seit Beginn der Pandemie nur dar­um, eine Triage zu ver­mei­den. Von daher inter­es­siert letzt­lich, in wie weit Omikron-Inzidenz und Hospitalisierungsrate, ins­be­son­de­re die der Intensivstationen, korrelieren.

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