Grober Unfug: Vollzug des Infektionsschutzgesetzes (IfSG)

Die gan­ze Hilf­lo­sig­keit, die aus der selbst­ver­schul­de­ten unsin­ni­gen Mas­sen­tes­tung und der dar­aus not­wen­di­ger­wei­se ent­ste­hen­den Über­las­tung der Gesund­heits­äm­ter resul­tiert, wird exem­pla­risch an der "Bekannt­ma­chung des Bezirks­amts Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf von Ber­lin" deutlich.

Danach müs­sen sich auch "Per­so­nen, denen vom Gesund­heits­amt oder auf Ver­an­las­sung des Gesund­heits­amts [! AA] mit­ge­teilt wur­de, dass sie auf­grund eines engen Kon­takts zu einem bestä­tig­ten Fall von COVID-19 nach den
jeweils gel­ten­den Kri­te­ri­en des Robert Koch-Insti­tuts Kon­takt­per­so­nen der Kate­go­rie I sind",
für 14 Tage in Iso­la­ti­on bege­ben. Dabei soll Fol­gen­des gelten:

»Der zeit­wei­se Auf­ent­halt in einem zu dem Iso­la­ti­ons­ort gehö­ren­den Gar­ten, einer Ter­ras­se oder eines Bal­kons ist allei­ne gestat­tet. Ver­dachts­per­so­nen dür­fen den Iso­la­ti­ons­ort für die vom Gesund­heits­amt ange­ord­ne­te Tes­tung verlassen…

In der gesam­ten Zeit der Iso­la­ti­on soll eine räum­li­che oder zeit­li­che Tren­nung von ande­ren im Haus­halt der oder des Betrof­fe­nen leben­den, nicht selbst iso­lier­ten Per­so­nen beach­tet wer­den, mit Aus­nah­me von Kindern/Menschen mit Betreuungsbedarf.…

Wäh­rend der Zeit der Iso­la­ti­on hat die Kon­takt­per­son der Kate­go­rie I ein Tage­buch zu füh­ren,

in dem – soweit mög­lich – zwei­mal täg­lich (mit einem Zeit­ab­stand von min­des­tens sechs Stun­den zwi­schen den Mes­sun­gen) die Kör­per­tem­pe­ra­tur und – soweit vor­han­den – der Ver­lauf von Erkran­kungs­zei­chen sowie all­ge­mei­ne Akti­vi­tä­ten und der Kon­takt zu wei­te­ren Per­so­nen fest­zu­hal­ten sind. Auf Ver­lan­gen des Gesundheits­amtes hat die Kon­takt­per­son der Kate­go­rie I Infor­ma­tio­nen aus dem Tage­buch mitzuteilen.«

Aber wenigs­tens arbei­ten sol­len sie gehen können:

»Soll­te die Auf­recht­erhal­tung des Geschäfts­be­triebs in einem Unter­neh­men der kri­ti­schen Infra­struk­tur oder des Dienst­be­triebs einer Behör­de trotz Aus­schöp­fung aller orga­ni­sa­to­ri­schen Mög­lich­kei­ten, wie der Umset­zung von Per­so­nal aus ande­ren Berei­chen, durch die Iso­la­ti­on gefähr­det sein, kann bei Kon­takt­per­so­nen der Kate­go­rie I im Ein­zel­fall unter Beach­tung von Auf­la­gen zur Ein­hal­tung der Infek­ti­ons­hy­gie­ne zum Schutz ande­rer Per­so­nen von der Anord­nung der Iso­la­ti­on für die Zeit der Aus­übung der beruf­li­chen Tätig­keit sowie den direk­ten Arbeits­weg abge­wi­chen wer­den. Die Ent­schei­dung trifft das zustän­di­ge Gesund­heits­amt unter Anord­nung der im Ein­zel­fall zu beach­ten­den Auf­la­gen, ggf. nach Rück­spra­che mit der Betriebs- oder Behördenleitung.«

Eine Antwort auf „Grober Unfug: Vollzug des Infektionsschutzgesetzes (IfSG)“

  1. "…Nach der­zei­ti­gem Wis­sen kann die Inku­ba­ti­ons­zeit bis zu 14 Tage betra­gen. Daher müs­sen alle
    Per­so­nen, die in den letz­ten 14 Tagen einen engen Kon­takt im Sin­ne der Emp­feh­lun­gen des Robert
    Koch-Insti­tuts mit einem COVID-19-Fall hat­ten, abge­son­dert werden…" 

    Nur eine Verständnisfrage:
    Bedeu­tet das, dass Kont­per­so­nen der letz­ten 14 Tage in Quarantäne
    müssen ???
    Da müss­te ja theo­re­tisch der gan­ze Stadt­be­zirk zu Hau­se blei­ben, oder ? 

    Leu­te, es ist nicht mehr zum Aus­hal­ten ,sag doch einer Mal dass das nur ein böser Traum ist. 

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