Gut, daß es den #Faktenfuchs gibt!

br.de (14.6.)

»… Fotos [machen] in den sozia­len Medien die Runde, in denen Nutzer sich dar­über empö­ren, dass die Politiker auf den offi­zi­el­len Gipfelbildern meter­weit aus­ein­an­der­ste­hen – auf ande­ren Fotos aber dabei zu sehen sind, wie sie im Freien ohne Maske und Abstand zusammensitzen…

Ein Vergleich, der öfter gezo­gen wird – ob im Bild oder im Text – ist auch der zwi­schen deut­schen Schülern, die wei­ter­hin Maske tra­gen müs­sen, und den Politikern, die sich Masken-frei tref­fen dür­fen: "Schüler wer­den mit Masken gequält und hier ein net­tes Kaffeepäuschen an der Küste! Einfach nur PERVERS!"«

Was macht so ein #Faktenfuchs da? Er fragt die Beschuldigten.

»Hygieneregeln, Impfungen und Tests

Doch was ist dran an der Unterstellung, dass die Politiker auf den Fotos die gel­ten­den Coronaregeln ver­let­zen wür­den? Martina Fietz, stell­verstre­ten­de Sprecherin der Bundesregierung, beant­wor­tet eine dies­be­züg­li­che Frage des BR wie folgt:

"Wir wis­sen, dass bei dem G7-Gipfel ein umfang­rei­ches Hygienekonzept erar­bei­tet wor­den ist, dass es Tests gab, dass es Impfungen gab für die Erwachsenen – die natür­lich in den Heimatländern schon vor­ge­nom­men wur­den. Also, von daher sehen wir da kei­ne Gefahr. Und wenn sie heu­te nach drau­ßen schau­en, dann wer­den sie auch hier­zu­lan­de vie­le Menschen fin­den, die in der Außengastronomie eng bei­ein­an­der­sit­zen." (Martina Fietz, Stellvertretende Regierungssprecherin)

G7-Sprecher: Alle geltenden Regeln wurden eingehalten

Auf #Faktenfuchs-Anfrage erklärt ein Sprecher des G7-Mediateams in Großbritannien, dass alle der­zeit in Cornwall gel­ten­den Regeln ein­ge­hal­ten wur­den. Laut der Webseite des Cornwall Councils, der Lokalregierung von Cornwall, dür­fen sich der­zeit bis zu 30 Menschen drau­ßen tref­fen. Es ist zwar emp­foh­len – ins­be­son­de­re bei gro­ßen Menschenansammlungen – Masken zu tra­gen und Abstände ein­zu­hal­ten. Zwingend erfor­der­lich ist es jedoch nicht mehr. In die­sem Fall bestä­tigt der Sprecher zudem: Alle anwe­sen­den Politiker sei­en täg­lich getes­tet worden.

Wie vie­le der Politiker bereits voll­stän­dig geimpft sind, kann der Sprecher aller­dings nicht sagen. Ein voll­stän­di­ger Impfschutz sei kei­ne Bedingung für eine Einreise nach Großbritannien. Sicher ist: Einige – wie etwa der bri­ti­sche Premier Boris Johnson – sind es. Andere – wie etwa die deut­sche Kanzlerin Angela Merkel und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sind Medienberichten zufol­ge min­des­tens ein­mal geimpft.

Auch in Deutschland wären Regeln nicht gebrochen worden

Übrigens hät­ten die Politiker – zumin­dest in der Konstellation auf den Bildern – wohl auch nach deut­schem Recht nicht gegen Coronaregeln ver­sto­ßen. Denn die Sieben-Tages-Inzidenz liegt in Cornwall laut der bri­ti­schen BBC der­zeit bei 33 – und damit unter der in Deutschland wich­ti­gen Schwelle von 50. In Bayern gilt in die­sem Fall: Bis zu zehn Personen aus belie­big vie­len Haushalten dür­fen sich tref­fen, voll­stän­dig Geimpfte und Genesene zäh­len dabei nicht mit. Auf den Fotos in Cornwall sit­zen meist sogar nur 5 Personen zusammen.

Fazit: Dass die Politiker und Politikerinnen sich dabei ablich­ten lie­ßen, wie sie beim gemein­sa­men Essen ohne Maske und Abstand drau­ßen sit­zen, mag eini­ge ärgern – gel­ten­de Coronaregeln haben sie zumin­dest auf den Fotos, die kri­ti­siert wer­den, damit aber nicht gebro­chen. Die besa­gen in England der­zeit: Im Freien dür­fen bis zu 30 Personen zusam­men­kom­men. Masken und Abstand ein­hal­ten sind dabei zwar emp­foh­len – zwin­gend erfor­der­lich sind sie nicht. Die Gipfelteilnehmer sei­en täg­lich getes­tet wor­den, erklärt zudem der Sprecher des G7-Mediateams.«

Wie und wo hat­te sich eigent­lich Horst Seehofer (ein­mal "geimpft") das böse Virus ein­ge­fan­gen? Und sei­ner­zeit Jens Spahn oder Peter Altmaier oder Emmanuel Macron oder…

9 Antworten auf „Gut, daß es den #Faktenfuchs gibt!“

    1. Genau das ist es doch: immer wie­der Bilder zei­gen von Promis (hier: Politiker, dort: Fußballspieler), die stets noch kon­form Masken tragen!
      Das passt jetzt halt nicht so rich­tig zu den mas­ken­frei­en Zusammenkünften. Aber rich­tig: die­se sind ja auch bei uns im Alltag wie­der "erlaubt".

      Insofern: Leute freut euch doch, dass auch die Politiker sich wie­der ohne Masken zei­gen. Denn die­se Bilder wer­den hof­fent­lich auch dazu bei­tra­gen, dass die bei uns noch in so gro­ßer Zahl vor­han­de­nen, frei­wil­li­gen Maskenträger viel­leicht sich die Windeln all­mäh­lich abgewöhnen. 

      Also was soll die­ses kin­di­sche Fingerzeigen auf die­se G7er, die da mas­ken­los sind? Natürlich wis­sen wir doch schon lan­ge, dass Politiker in der Öffentlichkeit Charaktermasken sind – und pri­vat sich eben ande­res herausnehmen.

  1. „Wie und wo hat­te sich eigent­lich Horst Seehofer (ein­mal "geimpft") das böse Virus ein­ge­fan­gen? Und sei­ner­zeit Jens Spahn oder Peter Altmaier oder Emmanuel Macron oder…“

    …. der wer­te Herr Özdemir? Und alle leben sie noch, von „long COVID“ kei­ne Spur. Das trifft wohl nur den Pöbel.
    Und eben jener lässt sich f….en bis zum Ende!

    1. Dass die sich alle für Covid- Genesene aus­ge­ben (bzw. damals als Erkrankte oute­ten) stützt und stüt­ze doch nur den alar­mie­ren­den Eindruck, den es erwe­cken soll­te: Dass die Krankheit wie eine hoch­an­ste­cken­de, gefähr­li­che Seuche kur­siert, dass Jeder und Jede eine poten­ti­el­le Gefahr dar­stellt, der noch unge­impft ist!
      Vergleicht man dage­gen die offi­zi­el­len Zahlen, ist es sehr unwahr­schein­lich, über­haupt wirk­lich an Covid19 zu erkran­ken: Mehr als 97% hat­ten noch gar nichts damit zu tun, der Rest hat­te ent­we­der nur einen PCR- posi­ti­ven Test oder war nur leicht erkrankt. Tatsächlich schwe­re Verläufe bzw. Klinikaufenthalte hat­ten meist nur Menschen mit meh­re­ren Vorerkrankungen oder/und zusätz­li­chen Krankenhauskeimen.

  2. Natürlich haben sich die Politiker an alle gel­ten­den Regeln gehal­ten. Für sie gel­ten ja ganz eigene.

    Beispiel:
    https://www.gesetze-im-internet.de/coronaeinreisev_2021-05/__6.html

    "(1) Die §§ 3 und 4 gel­ten nicht für Personen, die

    4. als Teil von offi­zi­el­len Delegationen über das Regierungsterminal des Flughafens Berlin Brandenburg oder über den Flughafen Köln/Bonn nach Deutschland zurück­rei­sen und sich weni­ger als 72 Stunden in einem Risikogebiet auf­ge­hal­ten haben,"

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