Hartz 4: Geringverdiener verweigern Impfung besonders häufig

Das ist dem Artikel einer empör­ten Autorin auf focus.de am 11.9. zu ent­neh­men. Schlimmer noch, man kann ihnen nicht beikommen:

»Ungeimpfte Menschen auf Arbeitssuche machen Arbeitsagenturen rat­los. Dabei ist das Muster stets ähn­lich: Menschen, die ohne Arbeit und ohne Corona-Impfnachweis im Jobcenter lan­den, erhal­ten die Adressen mög­li­cher neu­er Arbeitgeber. Fordern die aber einen nega­ti­ven Coronatest, einen Impfnachweis oder den Nachweis einer über­stan­de­nen Corona-Erkrankung und der Kandidat kann nichts davon vor­wei­sen, lan­det er eher in den Akten statt auf der neu­en Stelle. Ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld behal­ten Impfgegner den­noch. Auch das umgangs­sprach­lich Hartz IV genann­te Arbeitslosengeld II steht ihnen wei­ter zu.

Das Problem ver­schärft sich der­zeit. „Wir haben dage­gen kei­ne recht­li­che Handhabe. Der Grund ist, dass es kei­ne all­ge­mei­ne Test- oder Impfpflicht in Deutschland gibt, auf deren Basis man Impfverweigerer sank­tio­nie­ren dürf­te“, berich­tet der deut­lich generv­te Geschäftsführer einer Arbeitsagentur im Westen Deutschlands…

Hartz 4: Geringverdiener verweigern Impfung besonders häufig

Auch bis zur Nürnberger Bundesagentur für Arbeit hat sich das Problem her­um­ge­spro­chen. Auf Anfrage von FOCUS Online teilt die Bundesagentur mit: „Derzeit gibt es kei­ne all­ge­mei­ne Impfpflicht, inso­fern ist es eine arbeits­recht­li­che Frage, inwie­fern der Arbeitgeber eine Impfung als Bedingung für eine Anstellung knüp­fen kann. Auch beim Testangebot des Arbeitgebers besteht kei­ne gene­rel­le Pflicht von­sei­ten der Beschäftigten, das Angebot anzunehmen.“

Deswegen kön­nen Menschen, die sich weder imp­fen noch tes­ten las­sen wol­len, nicht vom Bezug des Arbeitslosengelds aus­ge­nom­men wer­den. Das Gleiche gilt für Selbstständige, die in die Arbeitslosenversicherung ein­ge­zahlt haben. Wenn ihnen die Kunden abhan­den­kom­men, weil die nicht mit unge­impf­ten Menschen, die weder gene­sen noch getes­tet sind, zusam­men­ar­bei­ten wol­len, erhal­ten auch sie wei­ter finan­zi­el­le Unterstützung von der Arbeitsagentur…

Eine Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung hat erge­ben, dass gera­de unter den Geringverdienern die Impfzurückhaltung beson­ders groß ist: Nur 49 Prozent der Befragten die­ser Gruppe geben der­zeit an, zumin­dest ihre ers­te Impfdosis erhal­ten zu haben, ver­gli­chen mit 71 Prozent unter Besserverdienenden. Ein Grund dafür ist mög­li­cher­wei­se ein schwie­ri­ge­rer Zugang zu Impfungen…«

Klar doch.

Siehe auch

Unionspolitiker wol­len Langzeitarbeitslose zum Müllsammeln und Laubfegen verpflichten
"Impfung": Druck auf Arbeitslose wird gesteigert

40 Antworten auf „Hartz 4: Geringverdiener verweigern Impfung besonders häufig“

  1. "Der Grund ist, dass es kei­ne all­ge­mei­ne Test- oder Impfpflicht in Deutschland gibt, auf deren Basis man Impfverweigerer sank­tio­nie­ren dürfte“

    Impfverweigerer sank­tio­nie­ren. Was für eine ent­lar­ven­de Sprache. Ich habe schon meh­re­re Kandidaten für mei­ne Liste der Unwörter des Jahres. Impfverweigerer ist ziem­lich weit oben mit dabei,

    1. @fabianus I: Viele dürf­ten ein gutes Gespür dafür haben, daß ein Staat, der sie ger­ne gän­gelt, kaum aus­ge­rech­net bei den "Impfungen" es gut mit ihnen meint.

      1. kor­rekt, das gesun­de Regierungsmisstrauen ist bei den Mitbürgern mit Migrationshintergrund deut­lich bes­ser aus­ge­prägt – nicht nur bei den ALG-Empfängern

        bin mal gespannt, ob die Testkosten über­nom­men werden…

        eine Eingabe für Maskenbefreiung oder frei nicht-Impfentscheidung scheint es im Jobportal bis­her nicht zu geben

      2. Yes, Sir! Genau so sehe ich das auch.
        Habe vor 10 Jahren mal vie­le ken­nen­ler­nen dür­fen und seit­her ein ent­schie­den ande­res Bild, nach­dem ich 2 Jahre lang mit eini­gen Gruppen gear­bei­tet hatte.

    2. Ich möch­te viel lie­ber den Anfang einer 'Grasroot-Revolution' hier­in sehen. Ich erken­ne Sprengstoff gegen den "Gesundheitstrend" in die­sem Kontext.

    3. @fabianus I

      Was soll denn das Schulsystem bei uns mit Bildung zu tun haben? Es han­delt sich um rei­ne Dressur auf gesell­schaft­li­che Narrative, des­we­gen hat Bismarck einst die Schulpflicht ein­ge­führt. Wer die ver­wei­gert, ist zwar noch nicht gebil­det des­we­gen, aber es zeugt von einem wachen Verstand und Rückgrat, wenn man es tut – die ein­zig wich­ti­gen Voraussetzungen für Bildung – und mehr als das ist im Grunde nicht nötig für eine leben­di­ge Gesellschaft, den Res tkann man sich selbst aneignen. 

      Da es sich im Westen seit lan­gem schon um eine gruf­ti­ge Gesellschaft han­delt, dient das Schulsystem allein dazu, leben­di­gen Verstand abzu­tö­ten. Das Ergebnis erle­ben wir gera­de mit all dem Pseudo-Koryphäen-Geschwader mit Agenda 21 im Hirn.

      Ich ken­ne selbst Menschen, die Hartz4 bezo­gen haben oder gar obdach­los waren. Sie haben gelernt, mit Problemen umzu­ge­hen und sind nicht "brav", eini­ge davon wür­de ich auch als sehr gebil­det bezeich­nen. Was ich im Berufsleben an Schulbildung ken­nen­ge­lernt habe, bringt mich hin­ge­gen zum Gähnen.

  2. Geringverdiener und Hartz 4 Empfänger wis­sen oft bes­ser als ande­re, wie es um Menschenrechte und Würde bestellt ist. Im Falle von Nebenwirkungen ist kei­ne Hilfe zu erwar­ten. Sie leh­nen Massenmenschenhaltung mit regel­mä­ßi­gen Injektionen ab. Skepsis gegen­über Bildungseliten ist über­le­bens­wich­tig, wenn man kaum etwas besitzt, bis auf den gesun­den Menschenverstand.

    1. So ist es. Es wirkt auch etwas suspekt, wenn der Staat, der zuvor non­cha­lant Schliessungen von Jobcentern, Bildung- und Hilfseinrichtungen, sowie Maskenzwang anord­ne­te und Bedüftige dabei eis­kalt im Regen ste­hen liess, bei den Gen-Spritzen plötz­lich sei­ne Fürsorgepflicht ent­deckt. Dank der Inflation haben sie auch noch weni­ger Geld in Tasche und somit noch sel­te­ner die Möglichkeit einen Ort zu besu­chen, wo ein Test oder Spritze ver­langt wird. Das Motto "Impfen für die Freiheit" ist somit eine typisch bour­geoi­se Idee, wie ziem­lich alle Massnahmen, die ergrif­fen wur­den, um damit angeb­lich Corona einzudämmen.

  3. Die Jobcenter gie­ren schon danach, Ungeimpfte auf das Niveau eines rein vete­ri­när­me­di­zi­ni­schen Überleblens zu redu­zie­ren. Darin haben sie ja reich­lich Übung.

    1. Ich neh­me an, sie haben nie Hartz bezogen.
      Denn für den durch­schnitt­li­chen "Leistungsabhängigen" ist heu­te eigent­lich das Niveu schon so wie sie es beschreiben.
      Eine Kürzung des Regelsatzes ist für vie­le ein essen­ti­el­ler Einschnitt und teil­wei­se mit neu­en pri­va­ten Schulden ver­bun­den, soll­te man Leute haben, von denen man sich noch Geld lei­hen kann.

  4. Nicht zu ver­ges­sen, dass sich – wer eh kei­ne Arbeit hat – eher nicht aus "sozia­len Gründen" imp­fen lässt und auch kei­ne Angst vor Ausgrenzung am Arbeitsplatz hat oder gar vor einem Jobverlust haben muss.

    Bleibt die Frage, wel­che Partei genau die­sen Personenkreis bei der Wahl für sich gewinnt.

    1. @ Lindenblüte: Keine. Keine Partei hat ein Interesse dar­an, dass die­ser Personenkreis wirk­lich wählt. Entdemokratisierung. Wenn sich die Massen ihrer Macht bewusst wären, wäre die­se Veranstaltung wohl nach eini­gen Tagen been­det gewesen.

      1. @Clarence, "die­sen" Personenkreis gibt es auch nicht, da Arbeitslose kei­ne homo­ge­ne Masse sind.
        Sie bestehen zb aus Maler, Maurern, Hausfrauen, Proffessoren, Facharbeitern, Straßenbauern, Förstern, Bäckern, Faule, Fleißige, Dumme, Schlaue, Gebildete, Schulabbrecher, 10 Klässler, Putzfrauen, Verkäuferinnen, usw. kurz: der Querschnitt der Gesellschaft.

        Die Partei: "die Basis" ist eine Partei für Jedermann, wür­de also auch für alle Arten Menschen die kei­ne Arbeit haben, passen.

          1. @Die Blasis, na da bläst bei dir aber ein biss­chen Gaga, Kindergaga. Kackkack mit gaga­gag möch­te man sogar meinen.…

  5. "WICHTIG AB 1.September 21
    .…muss die Arbeitslosmeldung wie­der per­sön­lich inner­halb der Öffnungszeiten in der Agentur für Arbeit erfolgen.

    BITTE BEACHTEN Zu Ihrem Gesundheitsschutz, sowie dem Schutz wei­te­rer im Gebäude anwe­sen­der Personen, bit­ten wir Sie:

    Spätestens ab Betreten des Hauses einen Mund-Nasen-Schutz (z.B. FFP2-Maske) zu tragen.
    Wir bit­ten Sie, zu ihrem Beratungsgespräch einen aktu­el­len nega­ti­ven Corona-Test (Schnelltest oder PCR-Test) oder Nachweis über Impfung bzw. Genesung z.B. durch Impfpass vorzulegen.

    Bitte beach­ten Sie die all­ge­mein gel­ten­den Hygienebestimmungen (z.B. Händedesinfektion, AHAL-Regeln etc.)"

    Ob die Erfüllung der Bitte eine Bedingung ist, weiß ich nicht. Stück für Stück zieht sich die Schlinge wei­ter zu.

    1. Behörden sind sehr genau, wenn es Pflicht wäre, stün­de dort nicht das Wort Bitte. Es ist also kei­ne Pflicht. 

      Immer, wenn jemand "bit­tet", kann man das auch ver­nei­nen, man hat das Recht, selbst zu entscheiden. 

      Ungeachtet des­sen müss­te die Behörde sofern es denn Pflicht wäre die Kosten für den Test über­neh­men, oder ihn kos­ten­frei ermög­li­chen, denn es geht hier ja um mit­tel­lo­se Menschen, die Sozialgelder bean­tra­gen (müs­sen).

      Es wäre auch schwer erklär­bar, war­um man im Jobcenter einen Nachweis benö­tigt, aber nicht im Amtsgericht oder beim betre­ten einer Polizeiwache etc. ‑das sind schließ­lich auch alles staat­li­che Einrichtungen.

    2. Es ist inter­es­sant zu lesen, das die nur "bit­te" schrei­ben und eben nicht zwingend.

      Überhaupt schön zu sehen, das die Alg2 Leute den IQ Test anschei­nend bestan­den haben. Bravo.

      Am Ende wer­den dann wohl alle Telefondesinfizieren, Bankkaufleute und Politiker ver­en­den – is' halt 42.

      Was die Märtyrer Zählung angeht, es wer­den nun wohl lei­der mehr Impftote – der gro­ße Test mit der eigent­li­chen Auseinandersetzung der Geimpften mit dem ansons­ten eher harm­lo­sen Virus geht gera­de los.

      Mahlzeit.

      Der nächs­te IQ Test ist dann wohl zur Wahl…

  6. Interessant wie sich Menschen ver­hal­ten, die sich nicht unter Druck set­zen las­sen, weil mam ihnen nichts mehr neh­men kann. Andererseits ken­ne ich eini­ge Rentner, die sich sprit­zen las­sen haben.

  7. Hier ist eine Dame der Wissenschaft, deren Gesicht man sich mer­ken soll­te. Diese Dame hat tau­sen­de Menschen auf dem Gewissen, denn sie hat (gemäß Aussage im Tagesspiegel) den "Impf"stoff bei Astra-Seneca (mit)entwickelt. Bei den Gerichtsverhandlungen zu dem Corona-Stuss wird man hof­fent­lich die­se Dame auf der Anklagebank sit­zen und ihrem Gerichtsurteil "ent­ge­gen­fie­bern" sehen.
    https://www.tagesspiegel.de/wissen/coronavirus-in-grossbritannien-astrazeneca-entwicklerin-raet-von-massenhafter-auffrischungsimpfung-ab/27602042.html

    1. @Bolle

      Die Dame hat vie­le Replikate inzwi­schen, die man für die Fahndung ver­wen­den kön­nen wird: sie bzw, die Vorstellung, wie sie vor 30 Jahren aus­ge­se­hen hat, war näm­lich die Vorlage für eine Virologen-Barbie, die klei­nen Mädchen sug­ge­rie­ren soll, dass ihre Emanzipation dar­in liegt, der Gentechnik-Trulla nachzueifern:

      https://www.hessenschau.de/kultur/gilbert-barbie-100~_t-1628069018421_v-16to9__medium__extended.jpg

    2. Fast for­ward 10 Jahre … "Corona's Helfer. Zeitzeugen berichten …".

      Jaja, so wie die "schmie­ri­gen" Dokusendungen damals noch im 3. Programm. Da war ich noch klein 🙂

      Wollen wir hof­fen, das dann gefragt wird:
      "Wie konn­te es soweit kommen?"

      Die Alternative wae­re eher Grauenhaft, sozu­sa­gen "Impfleugner" Knast etc etc.

      +++

      Einen noch …

      Es ist zu beob­ach­ten, das eine Gruppe von Laendern sich nach aus­sen wie­der dicht machen (DK, NL, ..) – wobei die­se nach innen aufmachen.

      Ein Schelm der boe­ses dabei denkt.
      Fast wie ein Ausspruchs des Vertrauensverlust.

      Diese Laender schei­nen sich mit der Lüge ret­ten zu wollen,
      das Sie ein­fach schon "fast" (NL) genug geimpft haben.
      Die fah­ren das Testen runter.
      Voila .. Ende des Wahnsinns 🙂

      Schade das unser Regime nicht so klug ist, um wenigs­tens mit einem blau­en Auge davonzukommen.

  8. Keine Sanktionierung wegen Drecksjobverweigerung weil der poten­ti­el­le Arbeitgeber verweigert?
    Nachgerade para­die­si­sche Zeiten.
    Wer wäre so dumm, das durch eine Impfung auf's Spiel zu setzen?!

  9. Ratten sind schlau.

    Wenn man für Ratten Fraßköder aus­le­gen will, immer dar­auf ach­ten, dass sie zeit­ver­setzt ster­ben. Sonst mer­ken die Artgenossen anhand der vie­len gleich­zei­tig ver­en­de­ten Tiere in ihrer Nachbarschaft, dass mit dem Rattengift, par­don, dem gesun­den Leckerli, etwas nicht stim­men kann. Sie beob­ach­ten die Stelle und kön­nen die toten Artgenossen, die vor ihnen zum Fressen des Köders gelockt wur­den und anschlie­ßend dane­ben so krank und tot rum­lie­gen, als Gefahr für ihr eige­nes Leben ein­ord­nen und ver­schmä­hen das "Leckerli".

    Das steht in vie­len Rattenköder-Bedienungsanleitungen. Daher pro­du­zie­ren die Hersteller kein Adhoc-töd­li­ches Rattengift, son­dern Gift, das nach dem Fressen in Raten, zeit­ver­setzt frei­ge­setzt wird. Eventuelle Ähnlichkeiten zur Anwendung von gefähr­li­chen, nur bedingt zuge­las­se­nen Medikamenten bei Menschen rein zufäl­lig? Tierarzt als Berater der Regierung?

  10. So gese­hen eigent­lich scha­de, das da noch kei­ner der Politiker auf die Idee gekom­men ist, zu ver­kün­den, das nur Geimpfte Sozialhilfe bekom­men sol­len. Oder noch bes­ser, das sogar schon aktiv anleiern.
    Das wür­de vie­le Erstwähler zur Folge haben und ver­mut­lich die aktu­el­le Parteienlandschaft aufmischen.

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