"Hildburghausen mit Inzidenz über 500: Von der Neonazi-Hochburg zum Corona-Hotspot"

So ein­fach kann die Welt sein, wenn man in der Redaktion von "Kreisbote" sitzt, das Motto "Heimat ist unse­re Stärke" vor sich her trägt und zu einer gro­ßen mei­nungs­bil­den­den Zeitungsgruppe gehört. Ein Artikel vom 30.11. erklärt anschei­nend, daß nicht ein Virus, son­dern die NPD an der Pandemie schuld ist.

»Hildburghausen rückt somit in das Zentrum deutsch­land­wei­ter Aufmerksamkeit. Für den 63.197 Einwohner gro­ßen Landkreis nichts Ungewohntes, auch wenn man in den letz­ten Jahren aus ande­ren Gründen für Schlagzeilen sorg­te. Der Landkreis ist berüch­tigt für sei­ne rechts­ex­tre­me Szene. So pil­gern jähr­lich tau­sen­de Rechtsextreme zu Rechtsrock-Konzerten oder Festivals, die unter ande­rem vom NPD-Politiker Tommy Frenck orga­ni­siert werden…

Steht die rech­te Szene in Hildburghausen also auch in Verbindung mit den Ereignissen am Mittwoch, als sich trotz rasant stei­gen­der Infektionszahlen rund 400 Menschen auf dem Marktplatz tra­fen und ohne Maske und Abstand gegen die coro­nabe­ding­ten Einschränkungen* demons­trier­ten? Tommy Frenck gab auf Nachfrage der Bild bekannt, an der Organisation der Demonstration nicht betei­ligt gewe­sen zu sein. Berichten von bild​.de zu Folge kom­men­tier­te er aber ein Video der Demonstration mit den Worten "Hildburghausen zeigt, wie‘s geht.“«

Dann ist das ja klar. Sicherheitshalber hat das Blatt die Kommentarfunktion zu die­sem Beitrag abgeschaltet.

2 Antworten auf „"Hildburghausen mit Inzidenz über 500: Von der Neonazi-Hochburg zum Corona-Hotspot"“

  1. Das wäre doch mal ein Ansatz: Neonazis beson­ders anfäl­lig für Corona 🙂
    Dann könn­ten alle Anderen auf­at­men und es gäbe kei­nen Grund mehr für einen Lockdown.
    Statt des­sen wer­den jetzt Wasserwerfer in Hildburghausen gegen Corona eingesetzt:
    Vorschau
    https://t.me/kenjebsen/2463
    oder hier heu­te um 17:00 der gan­ze Post:
    https://t.me/s/kenjebsen
    (Sorry, aber der muß­te hier noch­mal rein).

    1. @Erwin: Und der hier auch noch­mal. Langsam! Dieses Foto ist ein schwa­cher Hinweis auf einen Wasserwerfer-Einsatz. Und bei so einer Formulierung von Jebsen füh­le ich mich in den kal­ten Krieg zurück­ver­setzt: “Hoffen wir, dass unse­re Brüder und Schwestern in Hildburghausen stand­haft blei­ben”. Und Ramelow als “Linksextremist”??

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